Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 42 (2.11.1917)
- Date
- 1917-11-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Sette 690 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr? 42 M 13 cd m « 'S dti M M M « ÄS 0 « O) yi *3 ui SS N « 2m (4 « Dein Fähnrich d. R. Fritz Bauer eines Feldhaubitzenregiments wurde in Anerkennung tapferen Verhaltens von, dem Feinde während der elften Zsonzo-, schwächt die sAberne TapferkeiHvwdaille erster Klasse verlichen. Derselbe würde bereits! ftüher mit der bronzenen DapferkeitsMedaille, dem Karl Truppen-Kreuz und dem Ehrenzeichen zweiter Klaffe vorn Roten Kreuz ausgezeichnet. IM Zivil ist .Fähnrich d. $t. Fritzl Bauer leitender CM der bekannten Gummiwarenfabrik Lurie L Bauerj Wien-Brüsau. Regiinentsiar^L Dr. Isidor Bloch, praktischer Arzt in Wien, em SoKn des Herrn La^ar Bloch, Kultuspräsident .und Handels^, und Gewerbekammerppasident aus Brody, und Enkel des berühlMten Rabbinerseminardirektors Rabbi Moses Bloch, wurde vor einigen Tagen von Sr. Majestät mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Genannter DHL seit Beginn des Krieges im Felde bei einer Div.-- Sanitätsanftalt. Für seine ausgezeichneten, aufopferungsvollen Leistungen wurde er im Jahre 1915 mit dem goldenen Verdienstkreuz Mit der Krone am Bande der Tapserkeitsmedällle, mit dem Ehirenzeichen des Roten Kreuzes, ich Jahre 1916 (Juni) mit dem Ritterkreuz des Franz Joses-Ordens und mit dem preußischen Roten Kreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Der einzige 19 jährige Sohn dient als Fähnrich bei einem Regiment im Felde. Bei der zehnten Jsonzosch'lacht erhielt Feuerwerker Adolf B r a n d w e i n e r die silberne TapferkeitsMed aille 1. Klasse und wurde zuM wirklichen Zugsführer ernannt. Bei der elften Jsonzoschlacht wurde er. wegen tapferen Berhialtens vor dem Feinde zum wirklichen Feuerwerker befördert. Vier Wachen später. erhielt er Die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Der Oberst hat chm per-, slönlich gratuliert mit den Worten: „Sie Haben dem Regiment Ehre gemacht und werden beim Regiment verewigt."'''^ *-r<K ■ ■■■-.> ' Jhhann Ho fbauer, im Zivilberuf Kaufmann in Wierr, 1. Bez., KoWMessergasse 6, wurde als! „unermüdlicher, guter Soldat" in einer Habchenkolonne zuM Korporal befördert. Derselbe besitzt bereits zwei Felddekorationen. Dem Einj.-Freiw.-jZugsfühlrer Arnold Dux, einem Sohne des Herrn WichelM Dnx,. Leiters des israelitischen Waisenhauses in Luck (Bezirk Luditz in Böhmen), wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse verliehen. Der seit Kriegsausbruch im Militärdienst stehende Oberleutnant Moses! Dreifus, Sohn des Herrn Markus "Dreifus!, enter. Lehrer der Baron Hirsch^Stistung, ist mit einer schriftlichen Belobung vom k. u. k. Armee- OberkoMmando und mit dem Karl Truppen-Kreuz ausgezeichnet worden. Derselbe ist bereits! mit dem Signum laudis dekoriert. Hermann Urbachs Verpflegsäkzessist am südlichen Kriegsschauplatz, wurde nrit dem goldenen Verdienstkreuz am Bände der Tapferkeitsvredaille ausgezeichnet. Korporal Josef Kieselstein, k. k. Spezial-Sapp.- Bat., Bescher des bronzenen Karl Truppen-Kreuzes, wurde nrit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse wegen hervorragender Tapferkeit neuerdings ausgezeichnet. AreiwaL dekoriert. Sigmund Rippe l, ein Sohü des bekannten Kaufmannes und Mischen Schriftstellers Herrn Hersch Rippe! aus CzernowiU ist. am 15. März 1915 — seine Stellung in Rumänien aufgebend — Äs einfacher LandsturmMann zum . Infanterieregiment eingerückt und brachte es bis zuM 11. Januar 1917 zum Feldwebel. Während seiner bisherigen Dienstzeit erhielt er für tapferes Verhalten vor dem Feinde das eiserne^ Verdienste .kreuz mit der.Krone am Bande der TapferkeitsMedaille nrit den Schwertern, die bronzene TaPferkeitsMedaille> mit der Hiange und das Karl Truppen-Kreuz. Erwähnenswert istz daß. als ihn sein Vater von der Einberufung verständigte und i!hpt davon Mitteilung inachte, daß feine anderen drei Brüder schon im Felde stehen, er ihn. mit den Worten tröstete: „Vater, freue dich dessen, daßi du so brave Söhne hast, die deM Vaterlande nützen können." So denken, so kämpfen Juden! Neuerliche Auszeichnung des IckdravSiners -gnaz Löwy. Feldrabbiner Ignaz Löwy wurde für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde neuerdings Mit dem Ritterkreuz des Franz ^osef-Ordens am Bande des Militärverdienstkrerrzes ansgezeichndt. Neuerliche Auszeichnung des Keldraöbiners N. Iauber. Se. Majestät der Kaiser hat dem bereits^ mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichneten Feldrabbiner Prof. Dr. Maier Tauber in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde das!' Ritterkreuz des Franzi Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration verlieh!en. Herr Dir. Tauber, dem buch vor lhirtzem in seinem Lehrberufe die -VIII. Rangktasse verliehen wurde, hat sich: um die Organisierung und Ausgestaltung .der jüdischen Militärseelsorge an der Jsonzoftont, wo gegenwärtig 22 Feldrabbiner gegen 4 zu Beginn des ital'ieniDen Krieges! ihren Dienst versehen, ein bleibendes Verdienst erworbem Hludolf von Kngel-Ianossi Dienstag den 25. Oktober wurde unter ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung der vornehmster: Kreise der Residenz Leutnant Rudolf von En g e l - I a n o s si, der 20jahvige Sohn des! Kommerzialrates Moriz v. Engel und Enkel des verstorbenen unvergeßlichen Präsidenten unserer KnltusigeMeinde Heinriche K l i n g e r, in. der 'Gruft seiner Großelterndes! Herrn Wolf von Engel, 'dem die Gemeinde Döbling! und der TMpelbauverein so viel verdanken, und seiner ' Frau Gemahlin, in hei- Erde seines! Geburtsortes Döbling gebettet. Nach deM Feldrabbiner Doktor' F r a n k f u r - ter schilderte Oberst Hu ff e r l in markigen Worten den Heldentod eines Offiziers!, der in Volksschule und Gymnasium und auch! beim Sturmangriff bei Kömenty immer der erste gewesen uüd in der Geschichte seines . Regimentes unvergessen bleiben wird. Unter den Anwesenden bemerkten wir den gesamten Lehrkörper des Döblinger Gymnasiums!, die kais. Räte Kling er, Alexander von Engel, Paul Lemb erg er, von May, Hofrat von Engel aus Pest, die -Advokaten D. Kling er, Pappe nheim. Hofrät. Kur and a, Schriftsteller Heinrich Glücksmann, Hofrat Tegner, Präsident M üller vom Döblinger Terüpelverein, die Danrett Adele ' von M i s e s (Merosesstistung), Sidonie K ah n (Döblinger Verein), Clotilde Benedikt (Weibliche Fürsorge), Regine Bettel h e i m (Frauenhort), Präsident Karl L e mb e r g e r und Amtsleiter F r e i st a d t l. Tiesergriffen nahmen alle vom Grabe'des jungen Mediziners Abschied, der ohne die tödliche Kugel sicher eine Zierde seines Standes und des' Judentums -geworden wäre. - ' ' -