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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-10-26 · 41 (26.10.1917) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
41 (26.10.1917)
Date
1917-10-26
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 684 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 41 Die Betrachtungstveise wird durch analoge Befunde gestutzt undHat sicherlich eine.Bedeutung, die hier logisch und kräftig ins.richtige Licht gesetzt wird. Ob allerdings das Heer der Momente, ' welche Vererbung und Anlage mit sich bringen, 'so stark zu vernachlässigen ist, wie es Eisenstadt tut, ist eine Frage, die nicht in den Rahmen einer Besprechung-hineingehört. - - ~ Felix A. Theilhaber. «Jung Inda". Nr. 20. Inhalt: Heinrich Grün au: An die Jugend. — Ben Iehüda: Zum Wochenabschnitt. — Josef Hart: Fern von Dccheim. — Dr. Hans Gideon: Ein Jahr beider Großmutter. — Emerich Abadi: Asanjah wartet. — Ernst Sommer: Rats elauflösungen. — Uebersetzungsaufgabe. — Rätsel. KrirfKaste«. I. B.—K. Wie wir von informierter Seite erfahren, ist der Präsident des „Allgem!. österr. ift. Bund" nach wie vor bemüht, die geplante autoritative Gesamtorganisation der Judenschaft Oesterreichs durch gesetzlichen Zusammenschluß aller Kultusgemeinden durchzufetzen. Vor wenigen Tagen hat die Gründung des Landesverbandes für Niederösterreich und die Alpenländer stattgefunden, dessen Konstituierung nach Genehmigung der Statuten durch die Regierung erfolgen wird. Auch aus Böhmen und Mähren werden Vorbereitungen für die Schaffung eines solchen Laichesverbandes gemeldet, während in Schlesien ein solcher Landesverband unter dem Präsidium des Herrn Dr. Theodor Sonnenschein in Troppau bereits vor dem Kriege in Aktion getreten ist und sich während des Krieges bereits sehr bewähirt hat. Die galizischen Kultusgemeinden mutzten, wie unser . Gewährsmann mitteilt, bei diesen Bestrebungen unberücksichtigt gelassen werden, da ihre Führer vor dem'Kriege jede Vereinigung aller Kultusgemeinden sowohl in ihren Gemeinden als auch bei der Regierung störten und diese ihre ^Haltung auch. während des Krieges nicht änderten, abgesehen davon, datz die ungeklärte Frage . der Sonderstellung Galiziens auch ^' äuf .die Eventualität eines Anschlusses, der galizischen Kultusg'eMemden an eine allgemeine österreichische Organisation hemmend einwirkte. Es mützte daher, dies die Ansicht unserer Informationsstellen, der Zusammenschluß der galizischen Kultusgemeinden jetzt von Galizien selbst ausgehen. K. F- Das Ministerium Painleve hat zwei jüdische Mitglieder, Klotz als .Finanzminister und Pierre Masse als Staatssekretär, im Kriegsministerium: Der erstere war schon öfter Finanzminister. Masse ist eines der jüngsten Mitglieder der Kammer und seine Reden ' werden stets sehr beachtet. Ts ist seit Anfang des Krieges das erstemal, datz auch Juden im Ministerium sitzen. B. Ph. Der Justizminister Sarudny bot dem jüdischen Rechtsanwalt L. M. Bramsohn das Portefeuille eines Vizeministers an. Bramsohn, der jetzt Mitglied des Zentralkomitees des A. u. S.-Rates ist, lchnte dieses Angebot mit der Motivierung ab er sei mit Arbeiten überhäuft, die ihn an der Annahme des . Portefeuilles verhinderten. Der Senator O. O, Grusenberg wurde zum Vorsitzenden der Kommission zur Untersuchung der Mitzstände bei Flotte und Marine ernannt. K. F. Die jüdische Theatergesellschast, an deren Spitze Senator O. O. Grusenberg steht, gründete eine Aktiengesellschaft ,Das freie jüdische Theater" 1 mit einem Grundkapital von 250.000 Rubel.. Die Gesellschaft gibt 2500 Aktien zu je 100 Rubel aus. An der Gesellschaft wurde ein künstlerischer Beirat gebildet. Die Gesellschaft hat das Ziel, die jüdische Bühne in hebräischer, jiddischer und ruffischer Sprache zu pflegen und zu entwickeln. D. N. In Moorehaoen .(Florida) ist eine Jüdin, Frau Marion R. Horwitz, zur Bürgermeisterin ernannt worden. Sie war zwar anfangs sehr gegen eine Besetzung des Amtes durch eine Frau, mutzte sich aber, da sie als einzige Kandidatin aufgestellt worden und fast.einstimmig gewählt worden war, bereit erklären., das Amt anzunehmen. Frau Horwitz ist der erste weibliche Bürgermeister in den Vereinigten Staaten. Zur Kenntnis: Unser Mitarbeiter, Herr Eharm Bloch, der Autor der „Reuen Golem-Sagen" dient seit'mehr als zwei Jahren beim? Militär. . Sein Standort ist der Redaktion " bekannt und wird ersucht, Briefe für ihn an unser« Redaktion zu senden. Wir werden sie ihm nach. seinem Standort senden. . : Wir sprechen allen lieben Freunden und Bekannten, für d.e uns zuteil gewordenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlieh der JTJJfö “^-Feier unseres Sohnes unseren herzlichsten Dank aus. Rabbiner; H. Schenk und Frau i II., Herminengasse 6. 31. Oktober bis 2. November Ls gilt die Ruhestätte unserer Delden lür dauernde Letten zu erhalten. Mitbürger! Gedenket darum der aut den SlDlacbtteldern begrabenen Delden! Ileder» such der kleinste Wetrag wird dankbar angenommen. Dauptgescbättsstelle: Mien, IX., Lanistusgasse Ikr. 10 Tel. 23.116 u. 21.S20 Postsparkaffen-Konto 157.270 -U. Wien, VIII., Lerchengasse 6 a Brünn, Ädlergasse 9 Vertreter für den Verkauf von Büchern, Machsorim, Roschhaschonokarten, Talessim, Tefillin, Schofros, Lnlowim werden gegen hohe Provision unter günstigen Bedingungen -. . _ gesucht. Redakteur Max Hickl, Wien,VIII., Lercheng. 6 a tttz- >4 > Jüdisches Mädchen für Alle? neben zweiter Kraft für frommes Haus gesucht. Zuschriften an die Administration dieses Blattes. streng rituell, in feinem Hause von . jungem deutschen Mädchen gesucht. Offerte unter »F. K. 400« . an die Annoncen-Expedition Eduard Braun, Wien, I., Strobelgasse. Als Stütze der Hausfrau wird intelligentes Fräulein oder Frau für Küche und Haus (religiöser Haushalt) gegen gute Honorierung nach Guvaz gesucht. Vorzustellen hei Frau Goldberger, Wien, XI., ' Hauptstraße 54. TTfltPl'fi pYlf Hebräisch, Deutsch, sowie Bibel und Talmud, A Heia» wünsche , ich in meinen freien Hachmfttagsstunden in besserem jüdischen Hause zü erteüen. Gef. Zuschriften an: L. D om er, II., Glockengasse 11. 58 Jahre alt, gesund,; alleinstehend, 4000 Kronen Einkommen, definitiv, in etner großen: schönen Stadt Ungarns, pensionsfähig, möchte -eine Frau seinem Alter entsprechend mit etwas Vermögen heiraten. Anträge unter »Sorgenlos« an die Administration dieses Blattes: ' ' ' "v " ' ■'1 .' Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch— Drück von L. Beck L Sohn, Wien, VII.

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