Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 41 (26.10.1917)
- Date
- 1917-10-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 682 Dr. Waches Wochenschrift Nr. 41 HiMiaktion zur Auflösung verpsändeter Kleider (BekleidungssrMon der „Weiblichen Fürsorge"), , - 8. Bezirk, Kangegasse 72. , Frauen eingerückter Männer, deren versetzte Kleider und Wäsche dein Verfälle drohen, können ein Gesuch um Auslösung derselben ein reich en. 8. Bezirk, Langegasse. 72. ' ' Wie». Samstag, den 27. v. M., feiert, das Ehepaar Samuel und Rosa Hornstein, um halb 9 Uhr vormittags, im Tempel, 2. Bezirk, Päzmanitengasse, das Fest der silbernen Hochzeit. Der Jubilar ist als hebräischer Schriftsteller bekannt, dessen Frau die. Uebersetzerin des Werkes „Eibeath-Saul". Verfasserin verschiedener Erzählungen. Sonntag, den 28. Oktober, halb 6 Uhr abends, findet im Festsaale des „Bayerischen Hof", 2. Bezirk. Taborstraße 39, eine' Akademie zugunsten heimkehrender Flüchtlinge statt. Unter artistischer Leitung des Draniaüirgen. Herrn Josco Schubert haben ihre Mitwirkung zugesichert: Die Damen Berta Danegger (ehem. Mitglied des Burgtheaters), Olga Hafegg, Nietta Niklas-Schubert und die Herreil Richard Waldemar (Earl-Theater), Jgn. Körner, Theodor Danegger (Volksbühne), Rudi Merstallinger (Joh. Strauß-Theater), Benno Lie und I. Reitzmann (Jüd. Bühne). Karten zu 4, 3 und 2 Kronen in der Buchhandlung R. Lövit, 1. Bezirk, Rotenturmstratze 22. Allgem. Jüd. Arbeiterverein (Poale Zion), Wien. 2. Bez., Stefaniestratze 2, Tür 34. Poüak Elfriede, geb^ l. Juni 1913, Wien, XVIII., Edelhofhofgasse l. Pollak Hugo, Prokurist, geb.'13. Dezember 1882, Wien, XVlll., Edelhofgasse 1. . . , Samuely Panline, geb. 12. September 1893, Lemberg, Vlll., Albertgassr 16. 1 Wachster Helene, geb. Tanffig-Kröhling, geb. 17. August 1879, Wien, II., Valeriestraße 45. > Olimütz. Am 1. November 1917 werden es 25 Jahre, daß Herr Dr. Berthold Oppenheiin, Sohn des noch heute rühmlich st bekannten Dr. Joachim Oppenheim, Rabbiner in Thorn, ges. tud., das hiesige Räbbinat angetreten. Seine seelsorgerische Tätigkeit, die großen Verdienste, die er sich unt die Ausgestaltung'des Gottesdienstes und die Hebung! des 'Religionsunterrichtes erworben, finden allgemeine Anerkennung. Die ihn auszeichnende persönliche Liebenswürdigkeit, die Gradheit und Offenheit seines, Charäkters wie seine stets rege Hilfsbereitschaft haben ihm unter unseren Gemeindemitgliedern und in Kollegen kreisen zahlreiche Freunde und Verehrer, gewonnen. Durch seine rührige Tätigkeit als. Präsident 'des Mähr.-schles. Rabbinerverbandes hat er sich um die Hebung der Standesinteressen besonders verdient gemacht. Mit Rücksicht auf den Erlist der Zeit hat" Herr Doktor O p p e n h e i m sich jede ihm -zugedachte öffentliche Ehrung verbeten. Sanistag den 21. Oktober um 8 Uhr abends leitet Genosse Weichselfjsch eine Diskussion über unsere nächsten Aufgaben ein. Erscheinen der Mitglieder ist unbedingte Pflicht. .Auf der am 31. Oktober um 7 Uhr abends in der , >Jüd. Bühne" stattfindenden Goldfaden-Feier wird Redakteur Genosse Singer die Einleitung halten. Die noch vorhandenen Karten sind allabendlich im Vereinslvkake und an. der Theaterkasse zu haben. Arrs dem Keben des hohe« Haddi Kam. Goldsaden-Feier Neue Golem-Sagen, gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delatyn. Im wilden Toben des Krieges und durch die ungeheuere Not, die er zur Folge hat, vergißt man so manchen-wichtigen. Gedenktag, der für das Leben und Aufleben unseres Volkes von Be- »eutung ist. Das widerfuhr auch dem 75. Geburtstage hes Gründers des jüdischen Theaters — Abraham Goldfaden. Es ist deshalb eine dankbare Aufgabe, der sich der „Allgemeine jüdische Arbeiterverein (Poale Zion)" unterzog. Die Goldfaden-Feier, welche dieser Verein am 31. Oktober um 7 Uhr abends in der „Jüd. Bühne" veranstaltet, ist ein Versuch, die Bedeutung Goldfadens für die Auflebung unserer Literatur und unseres Theaters zu würdigen. Es ist daher die Pflicht jedes national denkenden Juden, sich an dieser Feier zu beteiligen. Wien. (Vorlesungen a M Bet H-H a m i d r a s ch, 2. Bezirk, Ferdinandsstraße 23, im Winter-Semester 1917/18.) Samstag 6—7 Uhr abends Herr Rektor Prof. Dr. A. Schwarz: Mischnah, Fortsetzung. Samstag 11—12 Uhr vormittags Herr Lektor Dr. S. Rubin: Die laufende Parascha. Sonntag 6—7 Uhr abends, derselbe: Midrasch. Montag. 6—V Uhr abends, derselbe: Talmud. Dienstag 6—7 Uhr abends Herr Lektor Dr. S. Gelbhaus: Psalmen. Mittwoch 6—7 Uhr abends, derselbe, Fortsetzung. . Mittwoch 7—8 Uhr abends Herr Dr. A. Kamlnka: Moreh Nebuchim. Donnerstag 6—7 Uhr abends, derselbe, Fortsetzung. Die Vorlesungen sind gratis und jedem zugänglich. Vorlesungen für Mittelschüler von Herrn Lektor Dr. S, Rubin. Samstag 5—8 Uhr nachmittags : Talmud. Sonntag 9—li Uhr vormittags: Talmud. Montag 7—9 Uhr abends: Psalmen. Dienstag Va?—Uhr abends: Talmud. Mittwoch 1/o7—1/29 Uhr abends: Talmud. Austritte aus dem Judentum vom 14. bis 20^ Oktober 1917. Dukes Oskar. Privatbeamter, geb. 9. Juni 1867, Somalia (Ungarn), VII , Kand lgaffe 32. Freundlich Adele, geb. 28. August 1891, Ober-Znkan (Schlesien), XX., Engerthstraße 73. .. Köuigstcin Emilie, geb. 19. Februar 1896, Wien, Graz. Lorant Elsa, geb. Löwy, geb. 21. Mai 1879, Wien, I., Werdertorgaffe 9. s . Ältnuk Paul, Kaufmann, geb. 15. April 1888 Wien, VII., Stiftgaffe 5. . . Nagt) Stefan, Emil, Dr., Gerichtsauskultant, . geb. 9. No-' vember 1869, Jaßbereny (Ungarn), XXI., Am Spitz 2/3. 7. Der Gol em als Fischfänger. Cinnml, vor dem Neuiahrsfeste, war Rabbi Löw selbstgezwungen, - sich' des Golem' zu eigenen- Zwecken zu bedienen. Es war ein furchtbares - Unwetter, eilt schrecklicher Wirbelwind und der Regen goß in Strömen. Daher konnten die Fischer zum Fischfang nicht ausgehen, so baß in ganz Prag keine Fische zu ' bekommen waren. Rabbi Löw wollte jedoch am Feiertag nicht ohne Fische sein und er entschloß sich, am Rüsttaft den Golem zum Fischsang, zu schicken, denn er wußte, daß ihn das stürmische Wetter in seiner Arbeit nicht behindern werde. Ueberdies meinte er, daß der Fischfang zu Ehren bt>3 •Sabbat kein Privatzweck wäre. Ta Man leinen entsprechenden Korb bei der. Haüd 'hatte, gab Man dem Golem einen Getreidesack. Rabbi Löw- .belehrte ihn, wie er mit dem Netze nmzugehen habe, daß er die gefangenen Fische in den Sack behalten und schließlich - bald nach Hause kommen (solle. Der Golem begab sich gleichgültig zum Fluß. Was aber das.Wort „ba f.b" heiße, davon hatte er keinen Begriff. Inzwischen brächte ein Dorfbewohner für den Rabbi einen hübschen Fisch, so daß, man. auf den Golem und seine. Fische vergaß. Es war Gepflogenheit des Rabbi, am Nachmittag vor dem Sabbat oder dem Feste dem Gplem die Anordnungen für diese Ruhetage auszutragen. . Als er nun >am> Vorabend nach dem Golem fragte, ^erinnerte MM sich, daß er am Vormittag zum Fischsang geschickt 'wurde.. Ter Päbbi -schickte gleich den Rabbinatsdiener, den alten SchaMes Abraham Chaim, um den Golem nach Hause zu rufen. Er befahl Abraham Chaim, falls der Golem zeigen würde, daß er noch keine Fische habe,