Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 40 (19.10.1917)
- Date
- 1917-10-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Sette 660 Dr. Bloch's Wochenschrift X Nr. 40 zum Fähnrich befördert und für die silberne Tapse r°- keitsMedallle erster Masse in Vorschlag gebracht. Nachdem er von seiner Verwundung geheilt war, ging er abermals' auf den. Kriegsschauplatz!, von wo er Anfang September trank zurüMam und seitdem im Spital liegt. Die große silberne Tapferkeitsniedaille, für welche er noch im Jahre 1915 vorgeschlagen wurde, hat er nunmehr zugleich mit dem Kapl Truppenkreuz, erhalten. In letzter Zeit wurde er auch, für das' Signum laudis vorgeschlagen. Außer diesen Auszeichnungen ist Leutnant Adolf H e r s chkowitsch im Besitze mehrfacher Anerkennungen und Belobungen seitens seiner Vorgesetzten. Liste der vom 1. September bis 1. Kktoöer in Wien verstorbenen Kfstziere und Mannschaften. Beerdigt 3. September, Oskar Guttmann, Landsturm-Infanterist mit Emj.-Freiw.-Abzeichen, Inf.-Reg. Nr. gl. Beerdigt 7. September, Israel Biller, Infanterist des Jnf.- Reg. Nr. 24, 3. Komp. - Beerdigt 9. September, Emil Bruckner, Infanterist des Inf.- Reg. Nr. 23, 2. Komp. ' Beerdigt 9. S'ptember, Isaak Manger, Infanterist des Jnf.- Reg. Nr. 80, 1. Komp. Beerdigt 10. September, Josef Pollak, Pens. Inv., Korporal der Sanitäts-Abteilung Nr. 18, Komarom. Beerdigt 11. September, Eduard Frankl,. Zugsführer der Eisenbahn-Sicherungs-Abteilung Nr. 167, Nachfchub des. 19. Korps. Beerdigt 12. Septembex, Alerander Leopold, Infanterist tit. Zugsführer, Inf.-Reg. Nr. 5. Beerdigt 12. September, Wolf Rosenstock. Infanterist des Inf.-Reg. Nr. 95, 3. Komp. Beerdigt 14. September Alois Ernst. Infanteristdes Inf.- Reg. Nr. 77, M.-G.-A. . Beerdigt 16. September, Franz Steiner. Korporal. Beerdigt 16. September, Selig Dicker, Korporal, Inf.-Reg. Nr. 24, 12. Ers.-Komp. Beerdigt .16. September, Ernst Kardegg, Soldat des Artillerie- Zeugsdepots, Wien. ' * Beerdigt 19. September, Osias. Beer Meiseles. Korpora?. 'Beerdigt" 19.' September, David Arelrad, Schütze im Schützen- Reg. Nr. 22, Pionier-Komp. » Beerdigt 19. September, Ignatz Brückner, Infanterist des Inf.-Reg. Nr. 6.; : i i Beerdigt 21. September, Samuel Glaubach. Korporal tit. Feldwebel des Inf.-Reg. Nr. 41. - Beerdigt 23. September, Isidor Hatz. Feldwebel, Fest.-Telegr.- Kader, Przemysl. Beerdigt 23. September, Hermann Mankes, Infanterist des Inf.-Reg. Nr. 83. Beerdigt 23. September, Dr. Josef Straffer, Landsturm- Oberarzt. Beerdigt 25. September, Baruch Wittmann, L. S. der Fliegerarsenal-Stabs-Abteilung. . Beerdigt 28. September, Emil' Berger,' Infanterist des Inf.- Reg. Nr. 4, zugeteilt dem Inf.-Reg. Nr. 49, zuletzt Artillerie- Sammelkader, Schwechat. Man zwölf Gefallenen — sechs Juden. Von den ehemaligen Schülern des Fogoraser königl. uugar. Staatsgyntnasiums sind, laut dem Ausweise der Anstalt, zwölf in diesem' Kriege gefallen. Wie „Egyen- - töfeg" hervorheüt, sind sechs' davon Juden, und zwar: SaloMon H i r sch ho r n, Leutnant (Januar 1946); Eugen Kohn, Kadettaspirant (Juni 1915); Simon Lich t, Ernjährig-Freiwilliger-Gesreiter (August 1915); Oskar Meiner, Leutnant (1915); Ernst H a lb re ich Fähnrich, und Alexander Wald Mann, Leutnant, Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille (1915). Außer den Letztgenannten wurden nochhie folgenden Wischen Schstler der.Anstalt ausgezeichnet: Moriz- Her sch, Hilfisartzt (bronzene TapferkeitsMedallle, Signum bWiss, goAenes Verdienstkrenz mit der Krone); SaloMon Hirsch h.o rn, gefallen (Signum laudis); Wilhelm Neu man n, HilfsjaGt (Signum laudis, goldenes VerdiensÄrenz mit der Krone); Jakob N e u m a n n , Leutnant (silberne Tapferkeitsinedaille 2. Masse, Gignmn laudis); Ernst S ch u l, Leutlhant (silberne. DaKserkeMvrch'aÄle 1. und 2. Masse); Lcchislaus %agl Wt- ..(siW.Me.Tich.fep-. keitsmedaUe >1. und 2. Klasse); Moriz T hier f e l d, Leutf nant (große silberne, goldene Tapferkeitsmedaille, Militärverdienstkreuz 3. Masse, deutsches eisernes Kreuz). Jas Testament des gefabenen Kewen. Der 21 fahrige Kadett Paul Hirschler, Besitzer der bronzenen und' goldenen Tapferkeitsmedaille, war im. Juni 1917 auf dem Beybachiungsposten. Vierzehn Tage lang erfüllte er seine Pflicht auf dem gefährlichen Platze) ohne daß ihm ein Unheil Angestoßen wäre. Da kam der Wlöser. -Ein guter Kamerad. „Bleib' noch, lieber Paul, einen Tag," bat der Kanterad, „bei der nächsten Wlösung .bleibe ich Dr Sich einen Tag länger auf Hem Posten." Natürlich erfüllte der" kleine Kadett, der gute Kamerad, die kleine Bitte des Kollegen. Aber am fünfzehnten Tage seines. Beobachtungsdienstes Am .eine Granate . . . und -Pauk Hirschier hat. mit seinem Leben, gezahlt. Ter 21 jährige Held hinterlleß wie ,,'Egyeniöseg" meldet — ein Testament. In diesem bittet er seinen Vater, seine an 5000 Kronen betragenden Ersparnisse zur Errichtung ein er S ti ftun g zugunsten der SchMer des Gymnasiums in der Barcsagas.se in Budapest, fvo der jagendliche Held maturiert Atte. zu verwenden. Der tiefgebeugte Vater komplettierte den Betrag und bestimmte die Zinsen des Stiftungskapitals für zwei SchMer des genannten iGyMnasiums, deren Väter in diesem Kriege gefallen oder infolge der Teilnahme an dem Kriege völlig erwerbsunfähig geworden sind. Im Sinne dch! Verstoßenen sind die Stiftungszinsen je einem christlichen und eigeM jüdischen SchMer - der erwähnten Anstalt zuzuweifen, und das Borschlagsrecht dem jüdischen Professor des' Gymnasiums Bernhard H e v e r aufLebens- Ken KMe» und drei Söhne im KrieW ^verkaren._. Frau Witwe Israel Freiberger in Biharsot hat in diesem Kriege den Gatten und drei Söhne verloren. . Der älteste Sohn, Josef Freiberger, Zugsführer, wird seit der Schlacht bei Vulatin im September 1914 verNtißt. Seit drei Jahren fehlt jede Nachricht von ihm, so haß die Mutter bereits die Hoffnung aufgegeben hat, ihn jeniaV wiederzusehen. Der zweite' Sohn, Alexander Frei be r ge r, Patrouillensühlrer, hat in derselben Schlacht zwischen dem 7. und 9. September den Heldentod gefunden. . 's- Der dritte Sohn, S,aMuel Freiberger,-ist im Juli 1916 am' Doberdo -gefallen. Wie nun „Egyenlöseg" berichtet, haben diese Unglücksfälle den- Vater so sehr niedergebrochen, daß er infolge eines eingetretenen He^leipens seinen Hechensöhnen in den Tod gefolgt ist. Die beklagenswerte Mutter hat noch zwei Söhne, Franz und Benjamin, die Soldaten des Infanterieregiments Nr. 39find. Hag vor be«. MMM gefaffe«. Dem „EgyenWstg" entnehmen wie die folgende tragische - Mitteiül-ng: Paul A n t a % Reseiweleutmlnt eines Infanterieregiments, ist Mich» nach Absolvi-erüng seiner . SchMen eingerMÄ, Mt an der russischen Front an verschiedenen großen Schlachten teilgenormnen, wurde zweimal schwer verwundet und-meldete sich'nach feiner Wiederherstellung, jedesMjal freiwillM an die Front. Nun. ist er laM 13: September,. von. einer feindlichen Kugel, getroffen, gefallen. Der Verblichene ist der einzige.-Sohn desangesehenen GroMufmIannes Isidor Arnstein in Szombathely und war bereits Besitzer von vier Auszeichnungen Monzene und silberne Tapferkeitsmed a ille.