Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 38 (28.9.1917)
- Date
- 1917-09-28
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Leite 632 Dr. Blocht Wochenschrift Nr. 38Z Gottheit auf irgend einer Weise verehrt, soll, wenn auch sein Glaube von dein unseren abweicht, in jedem Betracht wie ein Jude behandelt werden" (Rabbi Menachem ineixt int Kommentar Schitu Mekubezet zu Baba Kama IW 1/ etwa 1309 christl. Zeitrechnung). '' Zurtz vierten. Früge: Jeder König chat verschiedenartige Soldaten, Fußfgeher, Reiter, Schifsahrer, königliche Garde. Alle stehen im' Dienste ihres einzigen obersten Kriegsherrn: Dennoch, wenn ein Soldat von der einen Truppengattung zu der anderen flüchtet, wird er nach den Militärvorschristeir streng bestraft ihibbie Kameraden, die er verließ. verachten ihn. - Zur fünften Frage: Mn Körrig hatte irr seine Residenzstadt zwei ReginrLnter bestellt. Dem' einen teilte er einen sehr schweren Dienst zu, unterwarf es eurer strengen Disziplin; das andere hingegen erhielt eure sehr leichte Arbeit und es hatte viele Freiheiten. : Eimual kam es zwischen beiden Regimentsobersten zu eurem Streit. Ter .eure behauptete, sein Regiment stehe beim König in größerem Ansehen, es werde vom König bevorzugt und er übergebe ihm daher die schwierigsten„Arbeiten, seine Mannschaft stehe immerfort im Dienste^es KÄriK dem anderen Regiment teile er jedoch keine wichAge Arbeit zu, weil er zu, ihm kein Vertrauen habe. Der andere 'meinte hingegen, daß sein Regiment vom König mehr bevorzugt werde, daher teile er diesem nur wenig Arbeit zu. Die Sache kaM zur Kenntnis des' Königs. Dieser gab Befehl: „Ihr habt nicht zu streiten/ welches Regiment Lei mir höher steht.. Beide dienen mir, von einer 'Bevorzugung ist gar keine Rede. Was aber die Frage betrifft, mit welchem Regiment ich' mehr zufrieden bin, nun, das werbetihrcherM Abschied...ersahren, bei. Verteilung der Auszeichnungen.^ Die scharfsinnigen weisen Antworten 'Rabbi Löws fanden Beifall. Der Ordinal drückte ihm freundlich die Hand, indem er zu ihm sagte: ,,Cure Antworten sind mir sehr wertvoll. Ich will Ihnen auch gleich den Beweis meiner Anerkennung geben, indem! ich durch einen Hirtenbrief an alle katholischen Geistlichen meiner Diözese von dem Disput berichten und aus die zufriedenstellenden Antworten Hinweisen werde. Ich hoffe, daß von nun -ab zwischen beiden Religionsgenossenschaften Friede und Einvernehmen herrschen werden." Auch die dreihundert Geistlichen schlossen Freundschaft mit ihm. Kriefkasteu. Sch. Die „Hazur-Tomim"-Tafel auf dem neucn Friedhof wie auf dem alten Zentralfriedhof sind von dem Rabbinats- Sofer Mayer JBnmntr ausgeführt. Cafe National. Sie haben Recht. „Almosen" ist hebräisch Wegen „Kol Nidre" sind , uns zahlreiche Anfragen und Zuschriften zugekommen, von welchen wir nur wenige zu beantworten in der Lage sind. H..L. Während der Vorherrschaftdes Arianismus wurde auf die religiösen Bräuche der Juden von Staats wegen Rücksicht geübt, und so sollten sie nach einer ausdrücklichen Bestimmung am Sabbat und Feiertagen von fiskalischen Anordnungen und Prozessen verschont Heißen: die sabbati nullum Judaeorum aut pro lisca i uülitale aut pro quolibet negolio yölumus conveniri, .quia refigionis «orum dies non debet a lione aliqua perturbari. ^F. M - ist ein doppelsinniges Wort und läßt zweifache Bedeutung zu. Es kann heißen„1lebertreter" nach Talmud .Sabb. 40 a (wenn jemand ein rabbinisches Gebot Übertritt) so darf man ihn Abarjän. Ileberfteter, nennen). Es kann aber auch und. sollte vermutlich heißen; Eh r ojani m. Leute von der iberischen Halbinsel, aüs den Gegenden, -des Ebro, aus S p-a n ie n, die man in verschiedenen Gemeinden Deutschlands und Polens an dem' Gottesdienst nicht .teilnehmen lassen wollte, weil sie hu ihrer Heimat Scheinchristen waren. San. Adt. Der „Esrog" wächst, in. Palästina seit uralten Zeiten. ' Dr. S. Heber denKulturgräd der. Juden im Reiche der Westgoten lassen sich nur Vermutungen äußern. Die antijüdischen Schriften jener Zeit jlassen erkennen, daß Juden wiederholt versucht haben, mit geistigen Waffen sich gegen den Seelenzwang zu wehren und ihre Argumente scheinen selbst christliche Leser in Ihren Ueberzeugungen schwankend gemacht zü haben. Bischöfe und Erzbischöfe.Müßten zur Feder greifen, die Judenschriften, zu widerlegen, darynftr auch der Primas von Spanien, Erzbischof Julian von' TW ledo, einer der gelehrtesten Kirchenfürsten der damaligen Christenheit, selber ein Jude von Gebürt. Daß es ihm gelingen kann, auf jüdische jLeser irgendwie Eindruck zu machen, glaube er nicht, er schrieb Zum Nutzen solcher Christen, die vom Zweifel heimgesucht wurden. Ut non corrigatur Judaeas sattem 'profici ä christianus. Es ist eine interessante Tatsache, daß nämlich der einzige wirklich bedeutende Theologe und Staatsmann unter katholischen. Bischöfen der Westgothen dem jüdischen Volke angehörte, und zwar nicht allein durch. Geburt, . sondern noch mehr durch seine Bildung, wie denn auch die ganze Art seiner Lehrtätigkeit, das Feine und Schlagende in seiner .polemischen Argumentation den Talmudjünger erraten lassen. (Vgl. Helfferich, <Der Westgothische Arianismus", Berlin, 1860, Seite 77.) C. R. Auf dem 17. Toledaner Konzil klagt König E g i c a über die Juden: „Sie halten an ihrer. Verleugnung Christi fest und wissen mit schändlichen Beweisgründen seine Lehre zu verspotten." Daß trotz alledem die Juden eine gewisse Moralische Macht waren, daß man wenigstens ihr Lachen fürchtete, zeigt folgende Stelle -in der Rede Egica's: »Quid non tantum sacerdotibus Dei in culpa est, vrrum etiam et infidcübus judaeis ridicuium affert, qui dicunt nihil praestitisse in intereictas sibi ac destructas fuisse synagogäs, quum cernant, pejores chrislianorum effectäs esse fasüicas. . - : Egica erließ dann jenes berüchtigte Dekret, welches sämtliche Juden Spaniens zu Sklaven machte, an Herren verschenkte und durch das Land verteilte. Kinder unter sieben Jahren wurden den Titern entrissen und frommen Christen oder Geistlichen zur Erziehung übergeben, „aus daß ihre Bosheit sofort ausgerottet und gestraft, der christliche Glaube aber und Christi Name verherrlicht werde". „Die 26'Judengesetze Erwigs entwickeln einen Fanatismus, der alle früheren Neiigionsbedrückungen in diesem Reich an Grausamkeit übertrifft, ^ie atmen eine bis ins Kleinlichste bohrende Rachsucht, und-.ihre mit lauernder Bevormundung durchgeführten Quälereien füv'Leib und Seele kennzeichnen, wie der große Kenster des "germanischen" Altertums Fetir D a h n wö rtlich sagt (Könige der Germanen, V. p. 218), den Geist jener Macht, welche sie dem Staate diktiertzHat." Dr. K., Wien. Besten Dank, lieber das spätere Verhalten der Bielen, denen /es geglückt war, vor den Fangarmen der Inquisition durch, die Flucht sich zu retten, und die im Ausland eigene Gemeinden -bildeten, gegenüber Neuangekommenen Landsleuten, liest, manbei Dr. M. Grün Wald: „Portugirsengräber auf deutschem Erde", Hamburg, 1902, Verlag Jansen (erhältlich bei II. Kauffmann, Frankfurt a. M.), S. 7: „Jeder,. der als Jude nach Spanien oder, ..Portugal reist und wiederreh rt, soll zwei Jahre nicht zur Sefer-Thora aüfgerufeN, auch keiner Mizwa teilhaftig werden." Außer für Eltern, dürste für keinen, im Ausland Verstorbenen Kävdisch. gesagt? werden. (Eemeindebuch der Hamburger Portugiesen.) Pgl. auch „Mitteilungen zur Jüd. Volkskunde", Jahrgang 1912 (Beilage), Heft 3: ,.Die Familie Teireira". A. K., 12. Bezirke Der bekannte, ungarische Publizist Josef. Diner-Denes schreibt ,,m einem Artikel der .Wiener „Arbeiter- Zeitung": „Die neue Verordnung wegen Uebrrwächüng der Fremden wird gu antisemitischen Razzien in - den Straßen von Budapest Verwendet. Wie solche Razzien von den Stuhl-' richtern in der Provinz VurchgeWrt werden, kann man sich leicht vorstellen."' ' , Inte». 36'/^ jähriger, militärfreier Jude mit mehrjährigem Bureauzeugnisse,;, zuldzt Belriebsbeamter, mit vorzüglichen Wiener Referenzen, wünscht per sofort in einer Wiener Fabrik, wo Branchekenntnisse nicht gewünscht werden, gegen mäßige Gehaltsansprüche, a’s Aufsichts-, Lagerbeamler oder Maiiipulätionsbeamter unierzukommen. Gefl. Zuschriften an Max Reich sfeld, XX., Helhvagstraße Nr. 16/20 erbeten. G. Aerztlich geprüfter jüd. Masseur und Bademeister empfiehlt, sich zur M a s s a g o, Ei nK „ r ei bungen und Wasserkur. -C S. Täuszik, IX., Säulengasse 7, Hochparterre m Atter gesunder Mann"ÄÄ Zdm m er oder K ab ine 11 mit V e rp f 1 eg u n g, streng rituelle Kost, 'Familienanschluß, Nähe des IX., II. oder XXV Bez., bis II. Stock. Zuschriften an 'M. K., IX., Liechtensteinstraße 56, Tür 17. ' - Herausg eher und Vrvkvlv/Mlicher Redakteur: Dr. Josef. C, Blech — Truck dort L. Beck L Sohn, Wien, VII.