Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 38 (28.9.1917)
- Date
- 1917-09-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022287--26329-3051682- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 622 Dir. BLüch's Wochenschrift - " Nr. 33 bcr zionistischen Forderungen auf. dem Friedenskongreß und sollte als die wichtigste zionistische Tatgewertet iverden, da es sich um ein gemeinsames Vorgehen öeir Negrerungerr der beiden von Juden-am stärksten bewohnt<m Länder handelt. .Heute weiß man mit Bestimmtheit, daß. die Anwesenheit' eines Vertreters des amerikanischen Ministeriums des Aeußeren auf dem Zionistenkongreß der Verurittlung Wilsorrs' znzuschreiben ist, und es beweist, welche Wichtigkeit von amerikanischer Seite der Lösung der Judenfrage Leigemessen wird. Nach dieser Quelle steht, es außer Frage, daß W i l s 0 n alles d a ransetzen wer8e, um das zionistische Programm zur Verw irklich uitg zu bringen." - - MMud als Schutzmacht. Auf einer außerordentlichen Bundessitzung der englischen Zionisten hat, wie dem „Journal de Geneve" berichtet wird,, der Präsident Dr. Weiz m a n n folgende Erklärung abgegeben: „Ein Zwischensticchium, das durch den Krieg zu erreichen wäre, bestünde darin, Palästina unter die Verwaltung eines so starken und so gerechten Staates wie. Großbritannien zu stellen. Unter der Führurrg einer solchen Macht werden die Juden der EntwiMrng fähig werden und die Autononne, die sie verdienen, erreichen. Ich Lin berechtigt, dieser Versammlung Mitteilung zu machen, daß die eng-bis che Regierung bereit ist unsere Pläne anzurnehmen, u. zw. mit Zustimmung der verbündeten Wichte, deren Regierungen ihre Sympathien zum Ausdruck brachten. Die Frage der Pflege der geheiligten Stätten soll im Zusammenhänge mit der künftigen Kolonisation Palästinas behandelt werden. Es ist wohl unnötig, in dieser Mischen Versammlung zu erwähnen, daß wir Juden unschie größte Mühe geben werden/die Gefühle aller religiösen Gruppen und Sekten zu respektieren. Es ist nicht an unA die Axt zu besprechen, wie diese schwierige Wage, die euren wichtigsten Teil der internationalen Beziehungen darstellt, zu lösen'ist. Wir haben Vertrauen in die Gerechtigkeit und in die Anständigkeit der Nationen, die nach-dieser Katastrophe eine bessere Welt erstehen lassen wollen. Aus den h ö chst e it katholischen Kreisen wurde uns die Versicherung 'übermittelt, daß sie die Grundmrg eines I n den sta at es in Palästina m i t Fr eu d en b eg r üß e n würden; der religiöse Standpunkt dieser Persönlichkeiten gibt zu keinen Einwendungen Airlaß, sie wissen nicht, warum rnan nicht in friedlicher Nachbarschaft leben sollte." Eine Rede des. GroGwesirs. Der Kongreß der Partei für Einheit und Fortschritt wurde am 24. Septernber -in-Konstantin opel geschlossen. ' Großwesir T a laaL - P ascha hielt eure - großangelegte Ansprache, in der er über die Palästinasrage sagte: .„Eine Depesche des Reuterscherr Bureaus meldete jürrgst daß der gewesene amerikanische Botschafter in Konstantinopel Mo rgenth au .eine Reise nach Europa mrd dann nach Aegypten unternomnren hätte, um die Mittel für d i e S ch a s fu ng einer jüd i sch e n Re - gierung Ln Pa.läftinchsicherzustellen. Als wir diese Nachricht lasen, glaubten wir an eine Erfindung -.der geirannten Agentur, denn dem Gedanken der Bildung einer Mischen Regierung in einem Teil unseres' Landes nächzulausen, wäre eine große Undankbarkeit der Mischen Well. Die Drusende /von Juden, die ans ihren Ländern mach den - Vorschriften Jgnatiems durch die Russen, M heute Verbündete der Engländer sirrd, versagt wurden, WchteEn. zu urrs^ und von überall,.wo sie irgend-weA chchn' 'Druck Musgesetzt waren, Mnchn sie. zu. <uns - und rer uns fanden sie die volle Fürsorge unserer Regierung. Map kann sagen, daß die ottom'anische Regierung die einzige ist, die den Juden den vollen Genuß ihrer bürgerlichen, und politischen Rechte läßt. England, das genau weiß, daß die Juden in Deutschland (und Oesterreich-jUrrgarn geachtet sind, zielt mit diesen Umtrieben nur daraus ab, unsere Beziehungen mit unseren Verbündeten zu trüben. Ich. hoffe zuv ersichtlich, daß die jüdische Nation, die ein gewissenhaftes' Element darsteM, in die ihr gelegte Falle nicht gehen wird." Kriegsdekorationen jüdischer Kfstziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: den Orden der eisernen Krone 3. Klasse mit' der Kriegsdekoration und den Schwertern dem Oberleutnant d. R. Desiderius Fried man 11, nng. Ldwreg.; das Ritterkreuz d es Fr anz I0 sef-O r d eirs mit der'Kriegsdekoration und den Schwertern in Anerkennrurg tapferen undanfopferungsÄollen Verhaltens dem vor dem Feinde gefallenen Sanitätsleutnant b. R. Sigismund R 0 t h, Feldjägerbat.; das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration dem Oberarzt' d. R. Dr. Arnold Schön, J.-R.; dem REMentsarzt auf Kriegsdauer Dr. Otto Frankfurter, Chefarzt eines Sanatoriums; dem Oberstabsarzt Dr. Isidor Heizer, Trainkdo.; da s M i l i t ä r v e r d i eit st! reu z 3. Kl a s s e mit der Kriegsdekoration und den Schwertern für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant d. Res. Alfred Adler, nng. Ldwreg.; dem Oberleutnant d. R. Ernst Löwy, I.-iR.: dem Leutnant d. R. Oskar F uar k, mrg.' Ldwreg.; dem Oberleutnant 'd. R. Siegfried Pick, Feldhaüb.-iReg.; dem vor dem' Feinde gefallenen Ldst.-L!eutrriant Isidor W e i n berge r, J.-R.; dem Leutnant d.. R. Ferdinand Rosen b a u nr, nng. Ldwreg.; dem vor denr' Feinde gefallenen Leutnant d.R. Artur Weisz, dem. Ldst.-O'berleutnant Dr. Samuel Jmreh,/urrg. Ldwreg.; angeordnet, daß zum zweitenmal die treuerliche Allerhöchste belobende Anerkennung bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter bekanntgegeben werde für tapferes. Verhallen vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Hugo Szant0 (Schwach), J.-R., Geza Braun, J.-R.; dem Ldst.-Oberleutnant Adolf Th orn, Gruppenkdo.; verliehen: ' . das silberne Signum laudis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter (Neuerliche Allerhöchste belobende Aneäeimung) für tapferes Verhallen vor dem, Feinde dem Oberleutnant b. R. Siegfried Fleisch e r, J.-iR.; dett Leutnants d. R. Andor Meller, Feldkan.- Reg., Max G 0 l d b e r g e r, Feldhaüb.-Reg., Johann Bräun, J.-R.; dein' Oberleutnant d. R, Artur Perlh e s te r, Feldkanonenreg.; für tapferes- und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde dem Oberarzt b.; R^ Dr. Schulim Hirschhaut, J.-R.; deM -Oberstleutnant Moritz Mä n-sch, Kmdt. eines Feldhauo.Meg..; den Leutnants, d. R. Gustav Sstitz, Feldkanonenreg.; Eugen S t e r n, ^Pionierhat.; Josef. L öw in ge r, J.-R.; dem Oberleutnant b. R. Friedrich Wolf rä m, Dib.-San.-- Anstall; dem Oberarzt d. R. Dr. Edwin'K n L in, J.-R.; - den Leutnants d. R. WilhelM.Eibenschütz, J.-R., Otto F r i e d, .Feldkanonenreg., Theodor L ö w Y; FeldkanonerrregiMent, >Dr> -jur. .:Hardy Leder e r, FeldhauV.-Reg.; dem Oberleutnant d..R.. Max S tern, J.-R.; dem Leutnant ch. R. Oskar Gut-mann, Pionierbat.dem Oberleutnant . d., R., Ot.to ^Lu n d >e. i s, J.M.; dem -Oberarzt d. R. Dr. Maximilian Berger, Garn.-Spital; dem