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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-09-21 · 37 (21.9.1917) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
37 (21.9.1917)
Date
1917-09-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Dr. Btoch's Wochenschrift Sette 613 Nr. 37 Fvautz Iosefskiirderhort), Professor Gold h a m'm e r, Frau Clotilde Benedikt (, Weibliche Fürsorge"), Herrn Präsident Le i t n e r der Badener Kaltusgemeinde und viele andere'.;3D. -I?. ’ . --— Wien. Me Einschreibungen für den Unterricht an der Bibel- und Talmudschule, 2. Bezirk, Tempelgasse 3, finden am Mittwoch, den 3.< und Donnerstag, den 4. Oktober 1917, zwischen 5—6 Uhr, inr Beth-HaMidrasch-Lokale, 2. Bezirk, Ferdinandstraße 23, statt. Wien. Der .Vorstand des Kaiser Franz Josef I.-Huldigungstempels Hai Hei der letzten, anläßlich -der hohen Feiertage stattgehabten Vorstandssitzung stimmeneinhellig beschlossen, dem Oberkantor Herrn Joses Erb lich mann, der seit nahezu drei Jahren im Felde steht und wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde mehrfach ausgezeichnet wurde, gelegentlich der Beurlaubung über die Feiertage zur Verrichtung seiner Amtsfunktionen eine besondere Ehrung zu errbeisen. Es wurde daher die vollendete zehnjährige Amtstätigkeit hum Anlast genommen, um demselben ein besonders schmeichelhaftes Anerkennungsschreiben samt einem ansehnlichen Ehrengeschenk zu über-.-chen. Austritte aus deck Judentum vom 3. bis 15. September 1917. Berger Eustaoa, Schriftstellerin, geb. 29. Januar 1885, Husiatyn (Galizien), 8. Bezirk, Strozzigasse 10. Buchwald Helene, geb. 12. April 1895, Wien, IV.. Weyringerg. 37. Frankel Robert, Student, geb. 12. Marz 1897. Wi.m, XVlll. Bezirk, Gentzgasse 11l. Gibian Maximilian Handtuchmächer, geb. 20.- August 1854, Prag, Vl. Bezirk, Kaserneugasse 26. Goldarbeiter Friederike, Lankbeamtin, geb. 24. März 1889 Wien, IX. Bezirk, Altmüttergasse 6. Outtmaun Pauk, Arrangeur, geb. 13. Februar 1882, Plana / (Böhmen), 13. Bezirk, Meiselstraste 81. Herrinan» Marie aeb. Dezemoer 1884, Drachau, V.. Grnnng. 31. Hirsch Heinrich, Bürgerschüler, geb. 22. Mai 1903, Wien — Graz. Hönig Heinrich, Kaufmann, geb. 4. Juni 1892, Themerau, IX. Bezirk, Liechtensteinstraste 94. Jokel Haus, geb. 15, November 1911 Wie i, ll4Bez.. Väleriestr. 44. Kaustnänn Robert, Infanterist, geb. 16. März 1883, Wien — Graz. Kohn Eduard, Musterzeichner, Heb. 7. Februar 1873. Waidhosen 16. Bezirk, Roseggergasse 45. Kohn Gustav, Privatbeamter, geb. 22. August 1679, Wsetin (Mähren), 6. Bezirk, Mittelgasse 13. - Lichtuer Gisela. Verkäuferin, geb. 20. Juli 1894. Wien, II. Bezirk, Zirkusgasse 16. ■ Loreuz Rudolf, k. k. Oberltn. i. R, geb. 26. Dezember 1883, Prag, XIX. Bezirk, Pyrkergasse 20. Lofchitz Alice, geb. 11. August 1894, Wien, 20. Bezirk, Staudingergasse 8.? l- : Lofchitz Julie Grete, geb. 28. März 1896, Wien, 20. Bezirk, Staudingergasse 8, ^Lölv Max Dr., Bahn Ob.-Kom.-geb. 4. Juli 1877, Hussowitz. II. Bezirk, Pasfrathgässe 5. ' Nenmanu Paula geb. Reik, geb. 14. Juni 1860 Raab, V. Bezirk, Hamburgerstraße 6. - Römer iFelir, Prokurist, geb. 4, Januar 1882, Wien, 7. Bez., Neubaugasse 66. Römer Jda, geh. 4. August 1895, Herkulessürdö (Ungarn). 7. Bezirk, . Neubaugasse 66. ' Schlesinger-Kohn Alice, geb. 16. August 1894, Wien, 4. Bezirk, Gußhaussträße 4. Skutezky-Irma, ged. 17. April 1886, Jngrowitz,X. Bezirk, Neusetzgasse 4. 'Steinschneider Wse, geb. 26. August 1892, Floridsdorf, 3. Bez. Lowengasse 39. Stricker Ostarp Assistenzarzt, geb. II. März 1836, Wien, 2. Bezirk, Große Mohrengasse 26, Tachamr Elsa, Mherin, geb. 4. Juni 1892, Wien, 15. Bezirk, Dögelweidplatz 2. - Viottn Adolf, Buchhalter, geb. 26. November 1865, Nikolsburg, 16. Bezirk, Thaliastraste 112, - 7: -k RjM'mer BenMMM Weiß f. A. ' In Wiener-Neustadt -ist der Rabbiner Benjamin Weist im Alter von 70 Jahren, gestorben. Die Vorstehung der israelitischen Gemeinde in Wiener-Neustadt widmet ihm einen ehrenden Nachruf. Rabbiner Weist war 47 Jahre lang in der Gemeinde segensreich tätig und war ein Manu von großer Herzensgüte und Hilfsbereitschaft:. Die zwei Söhne des DahingeschiedeneU, Zeitungskyxrespondent A. Weist und Dr. Sigmund Weist, stehen iml Feldei. Schlicht und einfach wie er gelebt, so gestaltete sich auch sein ^Leichenbegängnis. Die gesamte Gemeinde und deren Vertretung, mit Stabsarzt Dr. . Wilhelm Wolf .an per Spitze, beteiligten sich an demselben, aus der fernsten Umgebung und aus dem ganzen Kultussprengel waren Trauergäste gekommen, um dem Toten die 'letzte Ehre zu erweisen. Auch die Schwestergemeinde Baden war durch das Vorstandsmitglied Herrn Anton Schneider vertreten: Von seinen drei Söhnen, welche im Felde .steheih konnte keiner mehr rechtzeitig tz um Begräbnis kommen. Nach dem letzten Willen des Verblichenen unterblieb jederlei Trauerrede; es war eine ernste, würdige, aber um so eindrucksvollere Totenfeier, bei der jeder aufs tiefste ergriffen war. Nicht einmal einen Ehrenplatz am Friedhose durfte man ihm einräumen, es war fein Wunsch, dort begraben zu werden, wo die Kinder liegen, deren Mund — wie es in seinem letzten Wilken heißt — niemals eine Lüge gesprochen. Nur das; eine verlangte er, daß sein Sarg aus den Brettern seiner Sncko gezimmert werde. Rabbiner Weiß erlitt vor vier Jahren am Friedhofe während einer Grabrede einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Friede dem Andenken dieses frommen, guten Mannes. Agram. Der Banns von Kroatien hat den angesehenen Agpamer Advokaten Herrn Dr. Robert Sieben - schein zunt PMi'ren-t.m der kroatischenMdvokatenkammer ernannt. Herr Dr. Siebenschein ist bekanntlich der verdienstvolle Präsident der Agramer israelitischen KnltuAgemeinde und wurde vor kurzem von Sr. Majestät durch Verleihung, des Zivilverdienstkrenzes 2. Klasse ansgezeichnet. Ein Scheck von 25b Millionen Wanken. Der größte Scheck, den ein Bankhaus bisher auszuzahlen hatte, war ein solcher von 150 Millionen Franken, den der japanische Botschafter Kato in London im Januar 1906 bei der Bank von England vorwiesj« Die Summe stellte die Kosten der Verpflegung der russischen Gefangenen im russisch-japanischen Krieg 1904/05 in Japan dar.j Nunmehr ist dieser «Rekord erheblich Übertrosfen. Das sogenannte „Joint Diftribnte Eomlmittee^ in Newyork,welches in den Vereinigten Staaten Amerikas Gelder zur Unterstützung der durch den Krieg betroffenen Juden Rußlands, Rumäniens und PalLstrnas sammelte, hat auf diesem Wege die Riesensumme /oon 50 Millionen Dollar — 250 Millionen Franken zusammengebracht und dieselbe in einem einzigen Scheck durch ein Newyorker Bankhaus an die Königin Wilhelmine der Niederlande Kberwiesens Die Königin hat nämlich die Aufgabe AbernoMMen, die gesammelten Gelder unter die Hu Unterstützenden verteilen zu lassen. In Rußland wird die niederländische 'Gesandtschaft, in der noch unbesetzten Moldau der amerikanische Gesandte beim rumänischen Hofe mit der Verteilung betraut werden, während die Königin Wilhelmine zuM gleichen Zwecke Ä^on besonderen Abgesandten pach Palästina zu schicken gedenkt. Als erste Rate werden 2,500.000 Franken verteilt werden. Samuel RzeszewÄi, ein sechsjähriger Schachmeister. Man kennt die Sorte von Wunderkindern, die von Zeit zu Zeit dem Publikum vorgeführt werden: Es sind zumeist Spekulationsobjekte, denen nur eine äußere technische Fertigkeit auf dem von ihnen vertretenen Spezialfach beigebracht ist und die im übrigen durch ein aufdringlich zur Schau getragenes Virtuosentum das zu ersetzen suchen, was ihnen an wahrer Kunst und innerer Fertigkeit mangelt. Der nicht ganz sechs Jahre alte Samuel Rzes z e w s k i zählt nicht zu diesem wenig sympathischen Genre. . Er verdient die Bezeichnung Wunderkind in zweifacher Hinsicht: seine Jugend ist echt, feilt Alter reicht tatsächlich nicht über das sechste Jahr , hinaus. Wer den kleinen Knirps vor sich sieht, hält ,es nicht für deckbar, in ihm einen Schachspieler gefunden zu haben, der auch die routiniertesten Spielkünstler matt setzt. Ungläubig lächelnd .geht man an die Partie heran 7 schon aber nach den ersten Zügen beginnt man, auch an das Wunder dieser Kindheit zu glauben. Denn der Knirps, der weder lesen noch schreiben kann und der nur in kindlich unbeholfener Art zu sprechen versteht, zeigt sofort den Meister. Er beherrscht das Schachbrett mit einem.Weitblick und entwickelt Kombinationen, die Zug uni Zug mehr überraschen. .Und schließlich endet das , Spiel mit m einem glätten Sieg des kleinen Künstlers. Kürzlich legte Rzesze'wski

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