Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 35 (7.9.1917)
- Date
- 1917-09-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite: 55Ö Dir. Bloch's Wochenschrift ' Nr. 35 Robert Klein, Infanterist im . Jnf.-Reg., erhielt am 27. August die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Masse. Derselbe ist der Sohn des Herrn Jakob Klein in Wien. Dem Feldrabbiner Dr. Rudolf Ferda, Leiter der israel. Militärseelsorge, wurde das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Herr Leopold Lustig, Knltusvvrsteherstellvertreter in Holleschau, dessen Sohn Siegfried Lustig, Oberleutnant in einem Artillerieregiment, vor einigen Wochen auf dem nördlichen Kriegsschauplatz verwmrdet wurde, erhielt vom Batteriekommandanten seines Sohnes^ nachfolgendes Schreiben: „Standort, 22. August 1917. Euer Hochwohlgeboren! In der Annahme, daß Herr Beer, der Freund Ihres Herrn Sohnes. Euer «Hochwohlgeboren bereits von der Verwundung Ihres Herrn Sohnes in Kenntnis gesetzt hat, gestatte ich!mir als Kommandant der Batterie^ bei der Ihr Herr Sohn als „erster Offizier" eingeteilt war, gu Ihrer Beruhigung einiges zu berichten. Es handelte sich um die Bekämpfung einer feindlichen Batterie mit Fliegerbeobachtung in vorgeschobener Stellung, die während des Wirkungsfeuers von zwei feindlichen Batterien kräftig unter Feuer gehalten wurde,. Es war wirtlich ein Wunder, daß die ganze Geschichte für die Bedienungsmannschaft verlustlos verlief. Das Schicksal wollte es just, daß gerade der Tapferste aller, der erste Offizier, von einem Granatsprengstück verwundet wurde. Meine ungeheuchelte Hochachtung vor einem solchen Offizier. Seine Verwundung war nicht umsonst. Seinem hervorragend tapferen Verhalten war es, als Ansporn für alle in großer Gefahr, allein zu verdanken, daß die Batterie zäh durchhielt und einen wunderschönen Erfolg hatte. Kamerad Lustig ist ein strammer Bursch. Nach der Verwundung «machte er Späße und schluckte den Schmerz wacker hinunter. Wenn ich ihm auch wünsche, recht lange im wohlverdienten Hinterland bleiben zu können, so sah ich ihn doch nur recht ungern scheiden, ebenso die .Mannschaft! und alle anderen Kamleraden, bei denen er sich gar selten aufrichtiger Beliebtheit und Verehrung erfreute. Hoffentlich bleibt Allerhöchsten Ortes Anerkennung' nicht aus, was sich Kamerad Lustig redlich verdient. War Lustig bei Koniuchy ein Held, so war er dermal ein „Teufel"! Gratuliere Euer Hochwohlgeboren zu einem solchen Sohn! Zu Ihrem Tröste kann ich Euer Hochwohlgeboren nach genauer Rücksprache, mit dem Arzte versichern, daß die Verwundung am rechten Oberschenkel absolut keine gefährliche ist, bloß die totale Heilung einige Zeit beanspruchen dürfte. Mit dem Ausdrucke vorzüglichster Hochachtung ergebenster Leopold Zeman n,. Oberleutnant, - Vatteriekommandant." Adelsverleifiimg an Kenerattuajor Kark Schwarz. Dem mehrfach ausgezeichneten Generalmajor Karl Schwarz wurde der Adelsstand verliehen. Der einzige Hleserveoöerarzl mit der eisernen Krone. „Pesti Hirlap" berichjtet: Der König hat den Oberarzt. Dr. Joachim Pollak Mp sein heldenmütiges Verhalten vor dem Feinde mit denk eisernen Kronenorden dritter Klasse mit der Kriegsdekoration ^ausgezeichnet. Dr. Joachim pollak ist der einzige Oberarzt in der Reserve, dem diese Auszeichnung zuteil! wurde. Während der Frühjahrs-Offensive in Wolhynien erhielt er euren Mundschnß und wird gegenwärt^ im Budapester Reservespital Nr. 6 gepflegt, wo ihm der; Militärkom-. urandant, General der Infanterie Stefan B o g a t, die Auszeichnung in Anleitung einer warmempsturdenen Rede überreichte. ,■ ... : . Mehrfach ausgezeichnet. DerMiskolcser Rabbinerstellvertreter- MichjaelFürth hat drei Söhne und zwei Schwiegersöhne beim Militär. Unter ihnen befindet sich; FaM Fürths 20 Fahre alt, im bürgerlichen Beruf Buchhalter, der im Infanterieregiment Nr. 34 dient. Für sein in der zehnten Jsonzoschlacht bekundetes ausgezeichnetes Verhalten wurde er mit der bronzenen Tapferkeitstnedaille, der deutschen Kriegerverdienstmedaille sowie dem .. Karl-Truppenkreuz ausgezeichnet. Außer dieser dem „Egyenlöseg" entnommenen Meldung berichtet dasselbe Blatt: Moriz Nagy, er Husar, im bürgerlichen Leben Drogist, ist seit drei Jahren an der Front, er ist gegenwärtig 26 Jahre alt. Er besitzt bereits folgende- Auszeichnungen: 'große silberne und bronzene Tapferkeitsmtzdaille, eisernes Kreuz, Karl- Truppenkreuz. Moriz Nag!y ist der Sohn des Budapester Kaufmannes Alexander Nagy. Tesider Künstler, Großhändler in Oroshaza,.Vorstandsmitglied der dortigen Kultusgemeinde, der auch sonst in der Oroshazaer Gesellschaft eine angesehene Stellmrg einnimmt, nim!Mt seit acht Monaten als Fähnrich eines Reserve-Artillerieregiments^ an den Kämpfen an: Jsonzo teil. >Er ist bereits 41 Jahre alt und verheiratet. Wiederholt Hirt er uirter Gefährdung seines Lebens die ihm anvertrauten schwierigen AnfgMen in heldenmütiger Weise gelöst. In der letzten italienischen Offensive wurde er verwundet. Später wurde er für sein heldenmütiges Verhalten vor dem Feinde Mit der bronzenen, dann mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille und mit dem Karl-Truppenkreuz ausgezeichnet. Jer Korporal Iroer Uesen aus Lemberg. UÄer die Dekorierung des Infanteristen. Jroer Besen erhielt sein Vater, Herr O. Besen in Lemberg, nachstehende Zuschrift: Feldpost ,' 4. August 1917. Sehr geehrter Herr B e sen! Ihren werten Brief und- Photographie erhalten! Das Regimentskommando dankt für die freundliche Ueberlassung derselben und wird hier retouniert. Wie Ärer Hochwohlgebbren bereits wissen werden, wurde. Ihr Sohn von Seiner Majestät persönlich für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der silbernen Tapferkeitsmediaille 1. Klasse dekoriert. Er wurde dann später durch eine Granate verwundet und kam in die Divisionssanitätslänstalt 10, wo er dann weiter, abgeschoben wurde. Der Regimentschefarzt wurde angewiesen, Erkundigungen einzuheben und wird Euer Hochwohlgeboren ehebaldigst verständigen. Das Regiment hat durch! das Verwundetwerden Ihres Sohnes einen hervorragend tapferen und braven Unteroffizier verloren, der von allen Vorgesetzten — vom Regiments- und Bataillonskommandanten angefangen — bis zum letzten Kameraden tief betrauert wird. Die Nachpicht vom ZLegimentschefarzt, der diesbezüglich. ErhlLungen eÜMleitet hat, , wird bald an Euer Hochwohlgeboren gelangen. __ (Abschrift.) Auf dem Jelde der Ehre. Ingenieur Paul-Lippch der als Leutnant in der Reserve der Festnngsartillerie in den letzten Kämpfen , Men Rumänien schwer verletzt wurde, ist am' 24. w M, 28 Jahre alt, gestorben. Er war Besitzer des Signum laudis mit den Schwertern und des Karl-Truppenkreuzes. - Die Leiche wird nach Wien überführt und an der Seite seines vor Jahresfrist gefallenen - Bruders Leutnant Max Lippa beerdigt werden.; Der «Einj.-Freiw.Mefreite Oskar Schönthal ^chjüler der HMrdelsakademLe/ ist. lV ' Jahre M am 5- - Fzmia,uf dewr Wivesttichen KnegsschMptätz gefallen.