Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 35 (7.9.1917)
- Date
- 1917-09-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Zentralorgan für die gesamten Interessen des Judentums. Ar. 35 Jahrgang O Lr~ ■,<) O p A. k. PofisxsrksMnamr Clearing» Werft ebr IRr. 810.976. Redaktion und Administration: Wir« f Il/i, Praterstraße 9 Telephon 45.859. <1 oO-- —Qn «^ .1» ' ooc--- Wie«. 7. September 1 S17 Lrscbeinr jeden FreLtag.: ». -— Brief-Adresse: Wien, II/i, Praterstraße 9. Telegramm-Adreffe: BLoch's Wocheuschrist, Wien. OO"1". T.; ■■ -■ gQ p Brrug0prrfafür Vrstrrrrirsr: C Halbjährig & Kronen. Einzelexemplare SO Hellex. Für da» Ausland: Halbjährig 10 Kronen. Ganzjährig 20 Swnen. Anzeigen: Die 2mal gespal»? '' l) tene Petitze'.le 48 Heller. ' q<?~- Inhalt: Seiiartüel: Vergessene Kriegsgewinner. — Aus der Woche. — Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. — Weitere Auszeichnungen. — Adelsverleihung an Generalmajor Karl Schwarz. — Der einzige Reserveoberarzt mit der eisernen Krone. — Mehrfach ausgezeichnet. — Der Korporal Jroer Besen aus Lemberg. — Kadettaspirant Hans Stern. — Auf dem Felde der Ehre. Ein Neffe des Präsidenten Dr. Alfred Stern. — Korrespondenzen: Aufruf! — Spender und Stifter. AngehhMe vonKriegs- . , beschädigten -,heraus! — -HerrnWemeinderat Josef.Stein -ins Stammbuch. — Karlsbad. — London. — Leeds. — Geschichte einer Stiftung: — Beerdigung eines jüdischen Soldaten in Jerusalem. — Die Wühlarbeit der russischen Schwarzen Hundert. — Hunger» typhus im Lager der rumänisch-jüdischen Flüchtlinge. — B e r m ischtes. — Feuilleton: Rabbi Etjahu Gutmacher. — Literatur. — Briefkasten. — Inserate. ... tO§OIOiQ®0 ^4 An nuscrc Aüouncntc«! Am 1. Oktober 1917 werden es vierunddreitzig Jahre, daß die erste Nummer der „Oesterreilhischen , Wochenschrift" ausgegeben wurde. Der Bezugspreis des Mattes hat im Haufe der nahezu drei und ein halb Jahrzehnte eine Aenderung nicht erfahren. ■ f; Während des nun schon mehrmals drei Jahre lpütenden Weltkrieges hat die ungeheuere Verteuerung der Arbeitskräfte, der Rohstoffe und insbesondere die Papiernot alle Zeitungen gezwungen, -mit Preiserhöhungen für Abonnement und Einzelexemplare vorzngehen. Die „Oesterr. Wochenschrift" „war bis heute bemüht-, ohne solche Maßnahmen dürchzuhalten. - - " Indessen chat iin den letzten Tagen neuerdings eine derartige weitere Preissteigerung für Druck und Papier Platz gegriffen, daß auch wir nunmehr - — um das Weitererscheinen des Blattes zu ermöglichen — gegen unsere Absicht gezwungen sind, den + Abonnementpreis um K 2 halbjährig oder Iv 4 ganzjährig zu ethöhen, so daß ein Abonnement der „Oesterr. Wochenschrift" ganzjährig K 20.—, halbbeträgt. 1 * Die Redaktion k io:- der „Kesterr. Wochenschrifi" j'r' Uergrffe«« Kriegsgrwiunrr. Der deutschnationale Wgeordnete Prof. Dr. Stein- ,wender -spielt eine Mnz besondere Rokke. Er ist: jener Volksvertreter. der sich am meisten den Kopf des Finanzministers zerbricht. Jeden Augenblick kann man seine Reden hören und seine Artikel lesen, deren kurzer Inhalt immer lautet: „Meine hochgeschätzten: respek iNe hochk- 'ein o eschätzten Mitbürger! Dem Maate djesseiÄ der Leitha geht es wieder einmÄ sinänzielt sehr, schlecht. Ihr müßt also zahlen! Vsel zahlen! Mehr zahlen als bisher! Richter also eueren Bestand an Kleingeld schön her. damit ihn der Steuervote rechtzeitig abholen, kann! Zahlen, meine Herrschaften, zählen!" ' - Es ist recht schon vom Abgeordneten Steinwender, daß er um den Säckel des Staates so bekümmert und einer der ersten Rufer im Streite ist» den die Steuer!- behörden gegen die Steuerträger führen. Wir wollen dem genannten Herrn auch durchaus nicht die volle Ehrlichkeit absprechen, und glauben.' daß ec nur als der getreue Eckart äustritt, der warnend vor dem sinanzicllen Abgrund steht und der nicht nur dem Bürger zum Zählen aufruft, sondern auch die Staatsverwaltung zur Sparsamkeit. Nur daß. kein neuzeitlicher.Politiker den Standpunkt des Abgeordneten teilen und seinen Grundmethoden folgen wird. Der Abgeordnete Steinwender ist nämlich ein FiskaW bis in di? Fingerspitzen. Wenn der Staat Geld braucht, so schickt er d'eu Finanzminister in das - Steueramt» damit er Mort mehr verlangt und die Steuersklaven noch stärker auspresfen läßt. Viel wichtiger und richtiger wäre es jedoch, den Staat .-auf.^dep:Mrbeitsin-arkt^ zu schicken und dprt einen umen und höheren Verdienst suchen. zu lassen. Der Abgeordnete beachtet zum Beispiel nicht, was, das heißt, eine gute äußere Politik zu machen. Wenn wir -eine' Pute AuKländspolitik 'machen, so sind wir im Ausland angesehen und beliebt», und unsere Kausteute und Fabrikanten verkaufen viel und dann zahlen sie von selbst höhere Steuern. Ferner beachtet der Herr Abgeordnete nichts was^die tzßch-