Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 34 (31.8.1917)
- Date
- 1917-08-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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- Radom 1× ep/1000823
- Sopron 1× ep/1045741
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Nr. 34 GkM SSL Lir. Bloch'S teriercflimcnls, iu Alterkennung feines hetdenmütigeil, erivlgrcichcn Verhaltens vor dem Feinde taxfrei das Ritter kreuz des Leopoldordeirs mit der Kriegsdekoration und den Schwertern verliehen. Hbeitere Auszeichnungen. Rabbiner Dr. Ja. Zielter in Karlsbad erhielt das Kriegskreuz fjiijr Ziotlverdienste 2. Klaffe. d Herr Rabbiner Pr. Ka m i nkä, Gefäirgnisfeelforger. erhielt das KriegEreuz Dr Zioitverdienste 2. Klasse. Ter Hofrat beim k. k. Oberlandesgericht in Prag Dr. Ungar erhielt das Ritterkreuz des Leopoldordens. Dem Direktor der Talmud-Thora-Realschnle in Hamburg Dr. Joseph Golvschmidt wurde das eiserne Kreuz am weiß-schwarzen Bande verliehen. Zugsfi'chrer Chaim Langer des Jnf.-Regts. wurde bei der zehnten Iso nzo sch lacht mit der Tapfe rleitsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet; derselbe befindet sich jetzt (verwundet) im Filialspital, 3. Bez., Jacquingasse 53. Die Oberleutnants Karl Körbel, Oskar Pater und Siegmund Bix, durchwegs gute Juden, wurden Dr vorzügliche Dienstleistung im Eiseitbahnkriegsdienste rnit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone an: Bande der Tapferkeitsmedaille dekoriert. Der Wiener Dentist, Gründer des Verbandes österr. Zahntechniker, Feldwebel Eduard ,Gold stein, Leiter benn Zahnambulqtorium des J.-R. 40, wurde für seine vorzügliche Dienstleistung um 21. d. M. zum Feldwebel befördert. Feldwebel Eduard G o l d st c i n war noch vor seiner Einrückung zum Militärdienst als Mitglied der akademischen Hilfslegion tätig und hat, wie aus' seiner Bestätigung hervorgeht, sich infolge feiner hervorragenden Fähigkeiten und seiner opferfreudige^ Betätigung bei den diversen Verwundetentransporten ausgezeichnet. Desgleichen wurde derselbe vom -Major Josef Honzik, dan-.aligen Bataillonskommandanteu/' für die in gewissenhafter Weise ausgeführte Arbeit, weiters von Oberst H u b in g e r und Major Prechura in ihrer Eigenschaft als Regimentskommandanten für die in sorgfältigster Weife an etwa 2000 Mannschaftspersonen durchgesührten zahntechnischen Arbeiten, wodurch es denselben ernröglicht wurde, neuerdings als volltonrinen felddiensttauglich an die Front abgehcn zu Wunen, mittels Dekretes belobt. KsHc Anszeichuung eines Reserveoffiziers^ Se. Btajestät bar Kaiser hak denr Oberleutnant d. R. Joachim Kalkstein, J.M., in Allerkennung tapferen und erfolgrelchen"Verhaltens Vor dem Feinde den Orden der eisernen Krone 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und Heu Schwertern verliehen. Der genannte Offizier war bereits früher mit dem Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit Schwertern ausgezeichnet worden. Iünffach ausgezeichnet. Arpad De Mr re i ch e r, Buchhalter der landlvirtfchaftlichen Maschinenfabrik A.-G. „Kühne", Honvedleutuant der Reserve, ging inr Mai 1915 als Einjährig- Freüvüliger-Kvrvoral auf den Kriegsschauplatz. Er nahm in den Reihen der 317. Honveds an den erbittertsten Bükowinaer Kümpfen teil und erwarb sich durch sein besonderes heldenmütiges und. tapferes Verhalten die Anerteltnung ferner Bor^gesetzLen. Innerhalb kurzer Zeit erhielt er die bronzene, kleine uird große silberne Tapferleitsmedaille und-das Signunr laudis. Nunmehr wurde er, wie .,EgyenMseg" meldet, auch für das deutsche eiserne Kreuz zweiter Klasse vorgeschlagen. Annf Müder ausgezeichnet. Molidene und silberne Tapserkeitsm cd a itle.) - Feldrabbiner sF r e u d i ge r teilt dem „Egyeulöseg" vmr der italienischen Front folgendes mit: Wwe. Leopolds Biringer in Kapuvar (Ä omitat Wochenschrift Sopron) hat fünf Söhne und einen Schwiegersohn, die alle Soldaten find. Sie erhielten bisher folgende Anszeichnungen: Arpad Bi ring er, Beamter iu der Holzbranche. Leutnant des Infanterieregiments Nr. , rückte bei der Mobilisierung als Einsährig-Freiiux1 ligcr zu fcincnt Regiment ein. Inr Februar war er bei Tomaszow, voll dort kam er.mit dem Mai-Vormarsch nach Odrzyool und, nachdem er in unserer Juni-Offensive luitgcrämpfi hatte, geriet er hitlter Jwangorod. Hier wurde er mit seiner Abteilung von seinent Regiment losgerissen; lim zu entkommen, nahm er den an Zahl überlegenen Feind unter Feuer. So gelang es,- den Feind von. einer von ihm unerwarteten Seite auszurollen, und er brachte, mit einem Oberleutnant, der gleichfalls von seiner Gruppe abgeschnitlen war, 300 Russen als Gefangene nub eine - Beute voit 3 Geschützert und 5 Masch-ineltgelvehrelt ein. Für diese seine hochwichtige Waffentat und sein herborrageitd tapferes Verhalten lvurde er mit der goldenen Tapferteitsmedaille ausgezeichnet. Weiter kämpfend, erhielt er bei Radom einen Bauchschuß ’unb fout ins Spital. Kaum lvieder .hergestellt, kam er mit seiner Truppe in die Nähe Volt Baranovici, lvo er die preußische Tapferkeitsmedaille erwarb. Bei der im Oktober dort stattgefundenen Offensive — in lvelcher sein _ iu .demselben Regiment dienender älterer Bruder, eilt Fähnrich, iil Gefangenschaft geriet — gelang es ihm als Fähnrich, unsere von teu Russen tags vorher genommene Stellung lvieder zurückzuerobern. Hiesür erhielt er die silberne Tapferkeitsmedaille erster -Klasse. Später iuui'be er, gleichfalls auf dem russischelt Kliegsschanplatz, vom Kaiser mit dein Signum laudis -mit den Schwerteril ausgezeichnet. Bon Rußland kaill er mit seinenr Regiment all die italienische Front. Seine Brüder wurden gleichfalls ausgezeichnet, und zwar: Sein älterer... Bruder . I o h a n n,'. Artillerielentnant an der italienischen Front, mit der silbernen Tnpscrkeitsmedaille- und dein Karl-Truppcnkreuz; Geza, Fähnrich inr Infanterieregiment , iil ritssischer Gefangen schast, ist Besitzer der großen silbernelt Tapse.rkeitsmedaille. Sein jüngerer Bruder Ludwig» Fähnrich im Hoit0.-Jitsanterieregiineitt, ausgezeichnet Mit der silbernen Tavserkeitsmedaille zweiter Klasse, geriet lvährend der Offensive im' Jahre 1916 in Gefangenschaft: Der ältere Bruder End re ist Einjährig-Freiivilliger bei de.it Honveds und sein Schwager Dr. David Deutsch Eiltjährig-Freilvitliger im .isiifantei:iereginteut Fas Keschenk des Kaisers. Jal'ob 'Ep pel, Oekonom in Tevel (Köln. Tolna), hat im Kriege oie r S ö h ne unb eilten Schwiegersohn o e r - 1 o r eit. Der älteste Sohn, Johann Ep pel, ist gleich zu Beginn des Krieges infolge eines Kopfschusses auf dein serbischen Kriegsschauplätze gefallen;-'der zweite, l n tthia s, ist an einer an der Front zugezogeneit Krankheit im. Zvorniker Spital gestorben; der dritte, Jakob, starb im Epidemiespital von Gorliee am Typhus; der vierte. Martin, ist in den Karpatheltkämpfelt gefallen. Der Schwiegersohn, Balaps P fasst wird seit dem Rückzug von Valjevo in Serbien vermißt. Ep Pel hat noch einen Sohn, Leopold, der zehn Monate hindurch an ' der russischen und italienischen Front mitgeMmpft hat und jetzt schließlich beurla.übt lvurde, um den völlig verlassenen alten Vater in der Landiorrtschaft behilflich zu sein. Cvpel hat also fast alles, was ihm lieb und teuer lvar, dem Vaterlande geopfert. Vor einigen Tagen ltun lvurde ihm, wie ,,Egyenlöseg" pieldet, eine lleoerraschilng zuteil, an die er niemals gedacht hat. Vorige Woche erschien nämlich bei ihm der Oberstuhlrichter und überreichte' ihm ein Kreuz, mit dem Buchlstaven K: das Erlnnerungskreuz des Kaisers.. .