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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-08-24 · 33 (24.8.1917) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
33 (24.8.1917)
Date
1917-08-24
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Seite 547 Dr. Bloches Wochenschrift Nr. 33 Dem antisemitischen Fragesteller im Reichstage können ferner nutzer den oben aufgezählten noch eine stattliche Reihe weiterer durch eine Privatnmfrage des Herrn Dr. Mainzer festgjestellter Mischer Flieger namhaft-gentacht werden: Leutnant d. R. Ernst Ad ler. Sohn des- Herrn Direktor Dr. Adler aus Frankfurt a. M., zurzeit bei einem Flugpark im Westen, Leutnant d. R. Hans Block aus Köln, Theresienstraße 86, Unteroffizier und Flugzeugführer Fritz Block aus Hannover, Bruder des K. C.res Hans Block, Unteroffizier und Flugzeugführer C a s fei aus Hannover (im Mai tödlich ab gestürzt), Leutnant Falk aus Köln, Sohn des .Stadtrats und Majors Falk (als bayerischer Fliegerleutnant vor einiger Zeit gefallen), Leutnant Fritz Haas aus Frankfurt a. M., zurzeit bei einer Flieger-Ersatzabteilung. Flieger Hautzdorf aus Berlin,- Bordfunker, zurzeit in Döberitzj, Leutnant HeMMe rdinger, J.-R. 28 (tödlich Verunglückt), Rechtsanwalt Kahn aus Stuttgart, Feldluftschiffer, Leutnant d. R. Leopold, bei einer Fliegerabteilung iM Westen, Leutnant Müller, Mitglied der Verbindung Salia in Würzburg, aus Hannover (vor einiger Zeit im- Luftkamps gefallen). In der erstell Anzeige schreibt der Staffelführer Herr Oberleutnant Schwenden, daß Ernst Müller „als Beobachtungsofsizier bei der Staffel ganz hervorragenden und vorbildlichen Schneid zeigte'' und eine „beste Stütze der Staffel" war, „stets bereit, fein alles! für das Vaterland einzusetzen". Leutnant d. R. Ernst Müller war in einem Luftkampf bei Verdun mit feinem Flugzeug nacheineni französischen Treffer abgestürzt. In einer beschwerten Blechkapsel, die sie am 26. Dezember 1916 herunterfallen ließen, teilten die Franzosen mit: „lieber das Flugzeug C 1667—16: Am 9. RöveMber 1916 sielen Leutnant d. R. Emst Müller und Unteroffizier Christian Bemsel, Flugzeugführer, bei Verdun. Sie wurden an Ort und Stelle mit militärischen Ehren beigesetzt. ,(118 se sont battu hero'iquement (sie haben heldenmütig gekämpft)." In einem späteren Briefe an den Vater schreibt der Staffelführer von Leutnant Ernst Müller unter anderem: „Könnte ich ihm. doch auch noch fernerhin ein guter Vorgesetzter und ein treuer Kamerad sein, so wie - damals, als er noch! mit ungebrochenen Schwingen über denr rauchenden Schlachtfelde seine Kreise zog. Doch! er hat uns ja seine ideale Begeisterung für sein Vaterland zurückgelassen, und! sv lebt er als Vorbild in uns weiter." Ern schöneres Denkmal kann einem, gefallenen Helden nicht gesetzt werden. Ernst Müller, der a.ls cand. med. eigentlich! dem Sanitätsdienst!angehörte, meldete sich sofort ber Kriegsausbruch freiwillig zum Dienste mit der Waffe. Schon nach drei Monaten zum Offizier befördert, kämpfte er ununterbrochen in den vordersten Reihen. Da Mer bMd ibier Grabenkrieg seinem Tatendrang nicht genügte. Meldete er sich wiederholt und endlich mit -Erfolg zur Fliegertruppe. Leutnant Adolf Reumann und fein Bmder Leutnant Otto Reumann, beide laus Frankfurt a. M., hei einer Feldfliegerabreilung rm Westen, Unteroffizier und Flugzeugführer P e r l h ö ft e r laus Breslau, -augenblicklich bei einem Armee-Flugpark im Westen. Unteroffizier Friedlich Rüdenberg, Gefreiter Hermann Schmidt aus Stuttgart, Flugzeugführer bei einem Kampfgeschwader im Westen, Flugmaat Ernst Sterinitz, Fluglehrer bei einer Flug-Seestarion, Leutnant Strauße bei einem! Feldlustfchiffertrnpp, Gefreiter Unger, Flieger, jetzt bei einem Park im Westen. Drese Aufstellung, das Ergebnis einer kürzlich. erfolgten Umsrage, das sich noch ständig vermehrt, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, weder was die Zahl der jüdischen Flieger, noch weniger, was die erhaltenen Auszeichnungen betrifft. : Hamburger „Israelitisches Familienblatt". Srieflrasteu L. G., Grulich. Der Jom-Kippur im Jahre 1847 siel auf Montag. 20. September 5608, Ignaz ThellMianuiHeirats-ansstaltunB'-Stistung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K. 2000.—. BewerbllNgsberechtigt sind: Mit dem Stifter Herrn Ignaz Theumann s. A. verwandte arme israel. Mädchen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein. Armutszeugnis, Verlobnngsnachweis. Sittenzeugnis. Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1917. Einreichstelle: 1. Bez.. Seitenftettengasse 4. 2. Stock (Einreichuugsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. Wien, 1. August 1917. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kaitnsgerneinde Vien. ad Z. 2400 ex 1917. Kundmachung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, daß der anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage stattiindende Gottesdienst im Wiener Konzerthause (großer Saal) mit Rücksicht auf die Brandkatastrophe im Leopoldstädler Tempel ausschließlich lur die Sit'inhaber d“s Leopoldstädt^r Tempels zugänglich sein wird und demnach der mit Kundmachung Z. 2400/1917 verlautbarte Kartenverkauf für das genannte temporäre Betlokal entfällt. * Wien, 20. August 1917. Israel. Knltnsgememdc Wien. Als Ersatz, für den bisherigen Gottesdienst im großen Konzerthaus-Saale findet heu e r der Gottesdienst im mittleren Konzerlhaus-Saale statt. r Der Kartenverkauf hiefür beginnt am 2. September d. J- und findet an der Betsitzkarten-Kasse der israel. Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 4, 1. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags statt. Israelitische Kultnsgemeinde Wien-Hauptkassa. Z. 2400 ex 1917. Kundmachung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, daß an den hohen Festlagen im Großen Musikvereins-Saale, I.» Dambagasse 3, Wr. Konzerthans (großer Saal), III., Lothringerstraße 20, Hotel Continental, II., Taborstraße 4 feierliche Gottesdienste stattfinden werden. Jene Parteien, welche aiif die Sitzplätze, die sie im Vorjahre innehatten, auch heuer reflektieren, können die betreffenden Karten vom 2. bis 7. September an der Betsitzkarten-Kassa der Kultnsgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock täglich von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags beheben. Ab 9. September gelangen die nicht im Vorverkaufe behobenen Karten zum allgemeinen Verkaufe. Wien, im August 1917. Israel. Kultnsgemeinde Wien. Langjähriger Vorbeter die hohen Feiertage. Adresse: Altmann, W i en, IX. Bezirk, Ciusiusgasse 1. G. K. k. Professor am mährischen Provinz-Gymnasium übernimmt Nachhilfsunterricht von 1—2 fleißigen, wenn auch schwächeren Schülern. Sehr gute Unterkunft bei entsprechender Bezahlung möglich. Freundliche Anträge ehestens unter »Nachhilfsunterricht« an die Administration der »Oesterreichischen Wochenschrift«.

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