Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 32 (17.8.1917)
- Date
- 1917-08-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Tir. Bloch's Wochenschrift SeM 633 Nr. 32 TeM Leutnant d. R. des .. Infanterieregiments Friedrich Frischauer, Besitzer der silbernen Tapferkeitsmed>aille, wurde für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Signum! laudis Mit den Schwerterm dem MilitärverpflegsaHessisten Leo Fr i schau er, zugeteilt dem BerPflegsMagazin in Zanrosc, in Anerkennung vorzüglicher Dienstlerstung im' Kriege das goldene Verdienstkreuz am Bande ber Tapferkeitsmedaille verliehen. Dr. Albert Ticho, Leiter des Augenspitals Lemaan Zion, Jerusalem, erhielt das Ehrenzeichen zweiter Klasse vom Roten Kreuz Mid der Kriegsdekoration. Das.silberne Signum laudis (neuerliche Allerhöchste belobende Anerkennung) am Bande des Militärverdiensb kreuzes für 'vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde wurde 'verliehen dem' Ldst.-Oberleutnant Alfred May. Kekderr von der italienischen Iront. In der . Infanterie-Division wurden, wie„Egyenlvseg" meldet, letzthin die folgenden Juden ausgezeichnet: Bernhard Csodany, Feldwebel (Banffyhunyad), eisernes Kreuz mit der Krone; Julius Kohn, Fähnrich (Trencsen), silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse; Nochim Schall, Infanterist (Lemberg), bronzene Tapferkeitsmedaille; Bernhard Schreier, Infanterist (Czerwitz), bronzene Tapferkeitsmedaille; Artur Bach! rach, Leutnant (Tropp.au), silberne Tapferkeitsmedaille 2. Kl. und Signum laudis' ntit den Schwertern; Jsak Wertheimer, Infanterist, bronzene, Julius Pfaufeder. Zugsführer (Trencsen), silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse; Wilhelm G ros z, Zugsführer (Ruttka), bronzene Tapferkeitsmedaille; Eugen F r i e d M a n it, Patrouillenfnhrer (Budapest), bronzene Tapferkeitsmedaille; Moriz Wagner, Infanterist (Ujpeft), bronzene Tapferkeitsmedaille; Peter W eis z,, Patrouillenführer (.Budapest),' bronzene..Tapferkeitsmedaille; Wilhelm! Grosz, ^Gefreiter, silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und bronzene Tapferkeitsmedaille; Ernst Flax, Leutnant (Trencsenkutas), silberne Tapferkeitsmedaille 1. Masse; Ferdinand H o ä)\ felder, Zugsführer (Hegyoshely, Kom'. Trencsen), eisernes Kreuz; Benjamin Schwarz, Infanterist (Trencsenban), silberne Tapferkeitsmedaille 2. Kl.; Dr. Hugo KleMperer, Oberarzt (Prag), zum zweitenmal SignuM laudis mit den Schwertern; Bela Kestesz, Leutnant (Nagykanizsa), silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse; Andor Hirschler, Einj.-Freiw.-PaLrouillenführer (Nagykanizsa), bronzene Tapferkeitsmedaille; Salomon Andor (LeMberg), Jakob Rosenfeld (Zloczow) und Rachmiel Re in Hartz, Infanteristen, erhielten die bronzene Tapferkeitsmedaille. — Alle diese ausgezeichneten Helden sind ohne Ausnahme Schützengrabensoldaten, die iM Oktober 1916 aus den russischen Schützengräben hiehergekoMMen sind, den Winter und Frühling zwischen den Felsen des Karst verbrachten und die!v!or Mchit langer Zeit durchgefochtene 10. Jsonzoschlacht heldenmütig Mitgekämpft haben. Ihre Auszeichnungen erhielten sie für tapferes und aufopferndes Verhalten vor dem Feinde. Berthold Läufer, Infanterist (Gälanthe), stürmte' an der Spitze einer Truppe gegen den Feind, nachdem auch der labteilungsführende Unteroffizier gefallen war und käMpfte Mit dem Bajonett in der Hand solange, bis' der Feind abgeschlagen war. In bewußtlosem Zustand wurde er lauf den Verbandsplatz gebracht; er erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Iie große Siköerne nach dem Tode. . Wir berichteten seinerzeit Mer den Heldentod des Kadetten iEmMerich Lozsa vom . Infanterieregiment, der in seiner hundertsten Schlacht gefallen ist. Wie „Egyenlöseg" meldet, erhielt nun sein Vater Adolf L ozsa, Eisenbahn-Oberkontrollor, vor einigen Tagen vom Militärkommando die große silberne Tapferkeits-' medaille. Mit welcher fein Sohn nach! dem Tode ausgezeichnet wurde, zugeschickt. Ehrentafel für Gefallene. Am 19. Juni 1917 ist auf dem' siijdlichen Kriegsschauplatz der Einjährig-Freiwillige-Zugsführer Hermann. Graf, kurz vor seinem 20. Geburtstage, einer schweren Verwundung erlegen, die er tags vorher erlitten hatte. Der junge Held war der einzige »Sohn des vor einigen Jahren in Wien verstorbenen, hochangesehenen Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Heinrich Graf und ein Neffe des Professors Dr. Siegmnnd Freud und des kaiserlichen Rates Alexander Freud. Er ivar trotz seiner Jugend ein Mann von ungewöhnlich reichem Wissen und tiefem Ernste, an dessen Zukunft Mütter und Schwester die schönsten Erwartungen knüpfen durften. In den Kämpfen am Jsonzo ist Herr Egon Placek gefallen. Sein Kompagniekommandant schreibt den tiefbetrMten Eltern: „Der arme junge Mann hat sich sehr tapfer und brav! gehalten. Hatte ihn als Ordonnanz bei Mir. Im -ärgsten Kugelregen brachte er Meldungen und war immer um mein Wohl bedacht. Durch seine Unerschrockenheit gelang es ihm, einem unserer Offiziere das Leben zu retten. Für sein tapferes Verhalten wurde er für eine höhere Auszeichnung vorgeschlagen." Zwei jüdische Kpfer des Krakauer Krplolronsrmglücks. Die Explosionskatastrophe in Mogila bei Krakau hatte auch zwei jüdische Opfer gefordert: Ldst.-Korporal des Artilleriezeugsdepots Krakau Elias Kempler aus Bielitz und Infanterist Emil Schwarzbrot der Kraftwagenkolonne 164 aus Krakau. Dieselben wurden am 6. August 1917, uM 10 Uhr vormittags, auf dem isr. Friedhof zu Krakau beerdigt. An der Beerdigung nahmen teil der FestnngskoMmandant Exzellenz FML. ö*. Gose ck, der zugeteilte General FML. v. Lovric, eine sehr große Anzahl von Stabsoffizieren, unter welchen sich der Festungsartillerie-Brigadier, Vertreter sämtliche Krakauer Artillerieformationen, die Kommandanten der Schützenregimenter 18, 33, der Ldst.-Etappenbataillone 236, 237, III/8, alle Offiziere des Artilleriezeugsdepots, des Munitionsdepots, Vertreter des' Platzkommandos befanden, außerdem eine bedeutende Anzahl von Oberoffizieren und Mannfchaftsdeputationen. Die Kultus gemeinde hatte eine Deputation Mit den Präsidenten Dir. Tilles und Dir. Landau entsendet. Nach Exekutierung der vorgeschriebenen Gesänge durch den Kantor der Militärseelsorge Ldst.-Jnfanteristen Kaufmann hielt Festungsrabbiner Dr. G. Sicher den beklagenswerten Opfern einen warmempfundenen Nachruf, in welchem er aller Opfer gedachte und die tieferschütterten Hinterbliebenen durch den Hinweis auf den schmerzlosen Tod der Verunglückten und den Glorienschein,, den sie als Märtyrer der Bernfspflicht sich erwarben, zu trösten versucht» Sodann wurden die zwei Särge mit den körperlichen Ueberresten, gefolgt von den Hinterbliebenen, den Generälen und dem Offizierskorps sowie dem sehr zahlreichen Zivilpublikum, zuM gemeinsamen Grabe getragen, woselbst die Ehrensalve abgegeben, abgeblasen wurde und nach dem Festungsrabbiner Se. Exzellenz der FeftungskomMandant durch Hinabschütten der drei' Hände voll Erde die Verstorbenen ehrte.