Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 31 (10.8.1917)
- Date
- 1917-08-10
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022280--26213-3051559- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr.. 31 -Dir. BloH's Wochenschrift Seite-513 . Wien. (V e rm L h l u mg.) Herr Richard B r u ck, Beamter des Wiener. Bankverein,- Vorstandsmitglied des Vereines „Kurfürsorge", hat. sich, mit Fräulein Hedwig K. o r a t e f, Tochter des Herrn Philipp Koratek, k. k. Oberpostkontrollor, vermählr. Den Trauungsalt vollzog Rabbiner/,Dr. M. G r u n m a ld.. .5 Wien. („Jüd i sch es Museum.") Diesem gemeinnützigen -Institut ist. jüngst aus der Verlassenschaft des im April d. Jverstorbenen Philanthropen SaloCohn ein bedeutendes Legat zugesallen.. Der. edle Wohltäter vermachte dem Museum, welchem er . mehrere Jahre Hindurch als Mitglied angehört hatte, und für dessen Sammlungen er bedeutende Objektschenkungen widmete, den Betrag von 10.000 Kronen. Die Summe soll dem Vernehmen nach als^ gesonderter, des Spenders Namen tragender Fonds verwendet werden. — Ferner ist kürzlich Herr Albert Mayer, cher um die .österreichische Kleiderindustrie im Orient hochverdiente Chef der Firma A. Mayer & Co., der auch im öffentlich-jüdischen Leben durch großzügige Wohltätigkeit öfters hervortrat, als „Stifter" Mit dem Betrage von 5 00 Kronen dem Museum beigetreten. __ Zioßefine -MeM-WohM-rMaus, 20. Bez., Denisgasse 33. Nach dreiwöchiger Pause hat am 6. August der volle Betrieb im Josefine Mendl-Wohlfahrtshaus wieder begonnen. Eltern, welche ihre schülpflichtigen Kinder in den Kinderhorten unieroringen wollen, sich bei den Einschreibungen noch nicht gemeldet .haben, wollen dies Sonntag, den 12. August, 10 Uhr vormittags, veranlassen. Diejenigen Zöglinge die Heuer ausgetreten sind und von uns bereits einem Berufe zugeführt wurden, als auch die, welche nochunterzubringen sind, mögen an, diesem Vormittag im Wohlfahrtshause bestimmt erfcheinen. Zöglinge der früheren' Jahrgänge, die Rat, eventuell Hilfe brauchen, werden wie immer auch diesmal .gern, gesehen. - Wien. (Todesfall.) Der Verein „Frauenhort" hat einen schmerzlichen Verlust erlitten. Seine Schristführerin- Stellvertreterin, die Tochter des Begründers und der Vizepräsidentin des Vereines, Malvine L u k a c z, geborene Bettelheim, ist in der Blüte der Jahre einem schmerzvollen, mit heroischer Geduld und Standhaftigkeit ertragenen Leiden erlegen. Gleich begabt für Malerei und Musik, hat die Verewigte bis in die letzten Lebenswochen Erholungin der Kunst gesucht und zahlreiche Recherchen in den entlegensten Bezirken als gütige Armenpflegerin gemacht, Einer .trostlosen . Mutter, zwei Töchtern im jugendlichen Alter bedeutet dieser frühzeitige 2wd einen unersetzlichen Verlust, - C. B. Austritte aus dem Judentum vom 29. Juli bis 4. August 1917'. All Louis, Prwatbeamter, geb. 2. Juni 1881, Peterswald, Kreisrabbinai Tefchen, 18.- Bez,, Haitzingergaffe 19.. Artner (Abekls) Johanna, geb. 3. Januar 1890, Pretzburg, 4. Bez., Johann Strautzgafse. 27,. Auerbach Helene, Artistin, geb. 18. Januar 1870, Zbaraz, 20. Bez., Prigittenauerlände 24. Einörk Paula, geb. 31. August'-1876, Wien, 15. Bez., .Wurmsergas.se -37, Gottlieh Clara, Beamtin, geb. .26.. Juni 1896, Wien, 5. Bez., '.Wiedener Hauptstraße 131. Hammerslag Hugo, Persicherungsbeamter, geb. 18. Januar 1869, Leipnit, 9. Bezirk, Garnisongasse 10.. Holdengräber Jda, geb. Honig, Äleidermacherin, geb. 25, Oktober 1877, Wien, 1. Bez., Drahtgasse 2. Leitersdorser Juliane Emilie, geb. Stepanek, geb. 5.. Juni 1865, Wien, lt. Zuschrift Rabbinat St. Pölten. N4mi Philipp, vormals Reichenthal, Direktor einer A.-G., gebt 12. November 1871, Szegedin, 9. Bez., Hörigasse 6. :Siffek. In vergangener Woche starb in Sarajewo in seinem 50. Lebensjahre Oberstabsarzt Doktor Bela Krausz und am 24. Juli ist er in Sissek unter großen militärischen Ehren zu Grabe getragen worden. Dr.. Krausz hat die großen serbischen Feldzüge mitgemacht und ist von Seiner Majestät mit verschiedenen Orden ausgezeichnet worden. Der Verblichene war ein guter Jude und ein edler Mensch. Er war ein Schwager des Äanitätschesarztes Oberstabsarzt Dr. L. Keszler. in Zagreb und ein Neffe des Vorstandsmitgliedes Dr. I- König, Floridsdorf. Am Grabe würdigte die hohen Verdienste des edlen Verblichenen als Mensch, Arzt und Soldat Se. Ehrw. Herr Bezirksrabbiner Dr. B. Heisz. Brünn.. (L o k a l e inweihun g.) Am Samstag, den 12. August, 8 Uhr abends, findet die Lokaleinweihung der hiesigen Ortsgruppe des .Jüdischen Handlnngsgehilsen-Verbandes, Lichtensteinftraße 2, durch einen geselligen .Abend mit Vorträgen statt. Regiebeitrag für den Lökalsonds 30 Heller. Kolleginnen und Koklegen sotvie deren Gäste sind willkommen. Wer weiß? Samuel Eichler in Milotiz bei Rot-Retiz in Böhmen bittet um Nachricht über seine Eltern, Leise Eichler und Simon Walzer aus Nsioca bei Borsow (Galizien). Sie Ethik im Kriege «nk die Heilige Schrift. Zugleich Erfahrungen aus meiner aktiven Dienstleistung. Bon k. u. k. Feldrabbiner Dr. Leo Bertitsch, Przemysl. d) Die Kameradschaft. Gleich wie jeder Körper aus Elementen, aus Urstoffen, d. i. aus Atomen, besteht, welche ungeteilt und unteilbar sind, die zwar aus noch kleineren Teilchen, d. i. aus den Molekülen, bestehen, denen aber eine anziehende Kraft innewohnr, um eben diese kleinsten Teilchen, d. i. diese Moleküle, znsammenzubinden, so finden wir gleichfalls im gesellschaftlichen Leben, drei. Bande, und zwar: das Band der Verwandtschaft, der Freundschaft und her Kameradschaft, die zwei oder mehrere Personen eng verbinden. DpA erste Band, d. i. 'das Band der Verwandtschiast, verbindet Mann und .Weib, Mutter und Tochter, Vater und Sohn, Bruder und Schwester und andere Familienangehörige. Das zweite Band, d. i. das Band der Freundschaft, vereinigt zwei oder sogar Mehrere Freunde zusainmen. Endlich das dritte Band, ö. i. das Band der Kameradschaft, vereinigt zehn, hundert und tapsende zusammen. . Das erste Banh, d. i das Band der Verwandtschaft, nimmt die erste Stelle ein, da dasselbe den höchsten Grad von Liebe, Zuneigung, das größte Wohlgefallen, das heftigste Verlangen nach dem Besitze einer Person verlangt. Die zweite Stelle nimmt das zweite Band, d. i. das Band der Freundschaft, ein, welches ein vertrauliches.Verhältnis zweier sich gegenseitig, liebenden Personen erfordert^ welches eine tätige Aeußerung der freundschaftlichen Gesinnung, den Beweis von Freundschaft, wie z. B. eine GeMligkeir, eine Dienstleistung usw-, verlangt. Es kommen über Momente vor, daß das Band der Freundschaft die erste Stelle einnimmt, d. i. daß das Bänd der Freundschaft in das Band der Verwandtschaft übergeht. In. diesem Falle ist sogar das Band der