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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-08-10 · 31 (10.8.1917) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
31 (10.8.1917)
Date
1917-08-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Seite 505 Nr. 31 Dir. Blpchss Wochenschrift Iie große Silberne. Fraitz Stricker, Sohn des Budapester Internisten. könZst. Rates Dr. .Moritz S t r i ck e r, ist im Jahre 1915 —-obgleich ei'als Bankbeamter enthoben — als Einjählia-A-reiwilliger Zur Artillerie eingerücki. Als Kadettasv 'raut wurde er zur -Infanterie transferiert und nach erfolgter Ausbildung dem Infanterieregiment Nr. zw geteilt und ging als! Abteilungskommandant-Stellvertreter auf. den Kriegsschauplatz. Bevor er noch zu seinem Truppenkörper gelangte,' wurde seine Marschbrigade zum Sturmangriff kommandiert, im Verlaufe dessen er im fünfstündigen Feuer schließlich gezwungen war, das Kommando zweier Abteilungen zu übernehwen. In diesen wenigen Stunden lvurde er von fünf Kugeln getroffen, von denen die letzte ihm den rechten Unterarm zerschmetterte und ihn völlig kampfunfähig machte. Noch während er' im Spital lag, wurde er zum Fähnrich und dann zum Leutnant befördert-und mit der großen silbernen Tapferteitsmedaille ausgezeichnet. Zweite Auszeichnung eines Aetdrnßviners.; Der Kaiser hat dem für vorzügliche Dienstleistung im Kriege mit dem! goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der TapferkeitsMedaille bereits dekorierten Feldrabbiner des k. k. SchsttzenregiMents Nr. 11, derzeit Leiter der isr, Militärfeelsorge des k. u. k. F-estungskomMando Krakau Dr. Gustav Sicher nunmehr für tapferes und jausopserungsololles Verhalten lvor dem Feinde nochmals 'dieselbe. Auszeichnung, diesmal jedoch nrit den Schwertern, verliehen. Nachträgkiche KerLeihung der Schwerter. " Die Schwerter -Zu - verliehenen -Dekorationen wilrden nachträglich zuerkannt: - dem Leutnant d. R. . Alfred Ko h u (bronzenes Signum laudis); dein Oberleutnant d. R. Hermann May (bronzenes Signum laudis); dem. Leutnant Jakob Reiche (bronzenes Signum laudis). Ire Soldatenkarriere eines Landstnrmmannes. Leopold Tauszk, Sohn eines Trencseirer Gewerbetreibenden, Buchhalter der Firma Klar und Reumann in Saboralja-Ujhely, der in Trencsen sechs Gymnasialklassen absolviert hatte, rückte anläßlich der allgemeinen Mobilisierung in Saboralja-Ujhely als Ldst.-Zugsführer zum Honved-Jnfanterieregintent Nr. ein. Am 15. Juli 1916, knapp bevor-er. zum Oberleutnant ernannt wurde, fand er den Heldentod. Ueber die schöne Soldatenkarriere, welche dieser heldenmütige LandsturmMann zurückgelegt hat, entnehmen wir dem „Egyenlöseg": Leopold. Tauszk wurde, trotzdem er nicht dieOsfi- - ziersschule durch gemacht h atte, „infolge seines mustergültigen Betragens, 'tapferen und heldenmütigen Verhaltens und seiner ausgezeichneten Verwendbarkeit" am 1. Januar 1915 zum Leutnant befördert -und nahm an dein Durchbruch bei Gorlice und der Einnahme von Brest-Litowsk teil. . Die Abbildungen. Der den Einzug in Brest-Litowsk zeigen ihn an der Spitze seiner Kompagnie. In den Karpathen verteidigte er in 56 stündigem Kampfe seine. Truppen und verhinderte mit Maschinengewehren den Plan des Feindes, das erste Budapester Regiment , durch! Umgehung gefangen zu nehmen. Für .diese seine Heldentat erhielt , er aM '16. März 1916 das bronzene Verdienstkreuz. Von hier kam er, erkrankt, nach Wien, meldete sich jedoch nach zwei.Monaten wieder freiwillig zu seinem Regiment und fttm alsbald abermals auf den Kriegsschauplatz^ und zwar an die Strypafront. Im Mai 1916 finden wir ihn schon an der Bukowinaer Front, wo er bei Nischnow unsere Truppen gegen die große russische Uebermacht deckte. Am 5. Juli stellte er sich nachdem die anderen Offiziere und Unteroffiziere gefallen waren, an die Spitze seiner Kompagnie; als er mit dem Rufe: „Mir nach Jungen!" losging, wurde er von den Kugeln eines feindlichen Maschinengewehres in beiden Schenkeln getroffen- Trotzdem ging er weiter los, jedoch' .nicht lange, denn eine neuerliche Kugel traf ihn in der Schulter, die ganz zerschmettert wurde. Sein Ofsiziersdiener, Samuel Weisz aus Saboralja-Ujhely, brachte, ihn in die Deckung und nach Anlegung eines Notverbandes mit Hilfe dreier anderer Kameraden in das 24 Kilometer entfernte Nischnow. wo er zwei Tage später, trotze hingebungsvoller Bemühungen der Aerzte, feinen Wunden "erlag. — Für seine in diesen letzten Kämpfen bekundeten Heldentaten wurde er mit dem silbernen Signu'M laudis und dem Militarverdienstkreuz ausgezeichnet und zum Oberleutnant ernannt. Zwei Brüder und zwei Schwäger des Verblichenen versehen gleichfalls Militärdienst. Um ihn trauert seine 86 jährige Mutter, die Witweist. Auszeichnung eines Helden vom Monte Santo. Dr. Viktor Zimmer m ann, Fähnrich im Infanterieregiment Nr. , aus Miskolc, hatte in den am 23. Mai im Verlaufe der zehnten Jsonzoschlacht gelieferten Kämpfen mit übermenschlicher Kraft mitgekämpft und wurde infolge eines Bajonettstiches verwundet. Vorher hatte er in der- Nacht vom 14. auf den 15. Mai im heftigsten Gesch'ützseuer mit 23 Mann- 8 unverwundete Italiener als Gefangene eingebracht. Für diese seine Heldentaten wurde er mehrfach ausgezeichnet, indem er u. a. außertourlich mit der RangnuMMer vom 1. August 1916 zum Leutnant befördert wurde und. das deutsche eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt. Wie „Egyenlöseg" mititeilt, wurde in dem Laibacher Spital, in welchem er in Pflege steht, anläßlich: des Besuches der Kaiserin Zita die Aufmerksamkeit Ihrer Majestät auf ihn gelenkt. Die Kaiserin erschien am Mette -des verwundeten Helden, sprach ihm ihre Anerkennung aus und beschenkte ihn mit einer mit den: Monogramm der Kaiserin gezierten silbernen Zigarettendofe. Aus seinen an seine verwitwete Mutter gerichteten Briefen spricht immer das Selbstbewußtsein eines guten Juden, und auch in deM Briefe, in welchem er von seiner Verwundung Mitteilung macht, ruft er stolz aus-:-„Die Juden haben allesamt sich tapfer gehalten!" Jüdische Aamitten im Aekde Frau Berta Dukatenzähler, geb. Ko hu, aus der mährischen Gemeinde Battelau hat nicht nur zwei Brüder seit einer Reihe von Jahrzehnten in militäri,- schen höheren Ziemte ru tätig und vielfach belobt, sow dern auch: Söhne, die sich in unserem großen Kriege ausgezeichnet haben. Leider siel ihr Sohn D a k o b, Leutnant, als Held bei Schabatz und wurde nach dem Tode zum Oberleutnant ernannt, während ihr Lohn Max als Kadett nach heldenmütigem Kampfe in italienische Gefangenschaft geriet. Den Brüdern reiht sich würdig deren Schwester, Fräulein Fanny Dukatenzähler, an, die als freiwillige Krankenschwester. noch im belagerten Przemysl und auswärts bei den militärischen Patienten sich besonderer Beliebtheit erfreute. Bei fast 400 schweren Operationen half sie als Schwester mit. sogar unter Professor Barany. Unter mannigfachen Mühsalen gelang es dieser verdienstvollen Krankenschwester Heuer im Frühjahr, ihren in einer Bergwildnis bei Schäbatzjin Serbien gefallenen pnd begrabenen Bruder Oberleutnant Jakob Dukatenzähler zu exhumieren und auf langem, beschwerlichem Wege zur entfernten Bahnstation und von da nach Budapest zu bringen, wo

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