Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 30 (3.8.1917)
- Date
- 1917-08-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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488 Dr.- Mojchj's Wochenschrift , Nr. 30 rufenen und unberufenen Beobachteim und Gelegenheitstouristen ab und %u Leftrmrt, wenn auch nur zum kleinen Teil veröffentlicht worden. Es gilt die Frage, ob die verstreuten Mitteilungen zu einem Gängen verarbeitet wurden, ob die einzelnen Erscheinungen des ökonomischen, sozialen, geistigen, moralischen, religiösen usw. Lebens statistisch! gesamnrelt werden, um als Massenerscheinungen gewertet und als Grundlage; für Vorschläge zur Abhilfe mrd Abschaffung etwaiger Mißstmrde und Nöten betrachtet werden zu Wunen. Seuchen ha'berr z. B. im Jahre 1915 gewütet und viele Gemeinden wörtlich! dezimiert; kern Menschi weist darüber Authentisches, und doch sind in einzelnen Gemeinden innerhalb weniger Monate viele Hunderte in Not mrd Elend umgekomMen. Während der Rüffenürva.sion haben ausgesprochene Judenversolgungen stattgefunden. Sind die Daten der JudenvertrcWung mancher selbst so zahlreicher Judengemeinden, wie z. B. Przemysl, gesamnrelt worden? Wer weist Genaues sübier Anzahl, Alter, Schicksal der zurückgebliebenen ' Angehörigen aller Verschleppten? Und doch sind etwa 20.000 (sage zwanzigtausend) jüdische Zivilpersonen nach; Sibirien oder sonst wohin gewandert. Wie groß, ist die Mortalitch unter den Inden? Diese Zeilen wollen hier nicht ein volles Programm für die Tätigkeit der statistischen Arbeit entwerfen. Die Statistik ist trotz! 'Emerson etwas ungeheuer Wichtiges und Unerläßliches bei eurer vertrauerrerweckenden, zuverlässigen Darstellung von tatsächlich bestehenden Verhältnissen und vorgesallenen Tatsachen- Statistische Komitees sollten und müssen innerhalb jeder Kultusgemeinde entstehen urrd als ständige Eirrrichturrg das erforderliche Material stetig, emsig und unermüdlich' sammeln, um es d,amr Zentralkomirees zur Verfügung zu stellen, welchje es hieraus eben entsprecherrd verarbeiten würden. Die Leistungen und die. Verdienste des jüdischen Kriegsarchivs sollen durchaus nicht verschwiegen oder verkleinert, jedenfalls sollte es mehr gefördert und — was ja das Wichtigste ist — mehr in Anspruch! genoinmen und benützt werden. Allein, um Großes von bleibendem und ersprießlichem Werte schaffen zu können, müßte es eben durch! eine durchgreifende Lokalorganisation — ausschließlich statistischen Aufgaben gewidmet, nicht ephemerer Natur — unter- , stützt und ergänzt werden. In der Schaffung und Förderung der statistischen Komitees sollten die Kultusgemeinden sowie die polnischen Persönlichkeiten eine 'chrer wirksamen Hilfe harrende Aufgabe erblicken. Jede größere Gemeinde ntuß chr eigenes statistisches Amt ehebaldigst ins Leben rufen und mit den Behörden sowie mit den breitesten Volksschichten in Fühlung treten. Die zusammenhängende Niederschrift allfälliger Erlebnisse während der Kriegsjahre, der Geschicke ganzer Gemeinden wäre mit allen Mitten anzuregen, wenn auch manches derzeit nur mit Vorsicht zu gebrauchen und' zu veröffentlichen wäre Ischl emes. KriegsdeLorationen jüdischer Hsstziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Off.izierskreuz des Franz Josef- Ordens mit der KriegsdeWration in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Femde dem Oberstabsarzt 2. Klasse.Dr. Alexander Kanrszai, KnÄt. einer DW-San.-Ko Wune; den Orden der eisernen Krone 3. Klasse mit der KriegsdeWration und den Schwertern taxfrei in Anerkennung hervorragend tapferen Verhaltens vor dem Feinde dem Leutnant d. R. Emil Popper, J.-R.; das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration und Hhwertern in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Hugo Deutsch ungär. Landwehrinfanterieregiment;- . das.Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration in Anerkennung vorzüglicher und anfopserungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Mil.-Stahstierarzt Michael Goldschmidt, HufarmregiMent; dem Stahsürzt Dr.. Ufred Lederer, Sanitätsches einer Schützendiv'.; dem Regimentsarzt d. R. Dr. Adolf König, Res.-Spital; das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern für tapferes Verhallen dem Oberleutnant Dr. jur. Josef Sap hi er, J.-R.; dem vor dem' Feinde gefallenen Leutnant d. R. Paul Rosenberger, J.-R.; den Leutnants d. R. Eugen Hoffmann, ung. Ldwreg.; Alexander Gelber, nng. Ldwreg.; angeordnet; daß zum zweitenmal die neuerliche Allerhöchste belobende Anerkennung bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter bekanntgegeben werde dem Oberleutnant d. R. Ernst Jakobsohn, Schützenreg.;.. - das silberne Signum lau dis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter (Neuerliche Allerhöchste belobende Anerkennung) für tapferes Verhallen vor dem Feinde dem.Oberleutnant d. R. Arnold Kl einzell er, F.-sR.; dem Oberarzt d. R. D>r. Sa'lomon Weiß Geb.- Art-Reg,; dem Oberleutnant d. R. Eduard Frankl, Trainbat., Dr. jur. Eugen Schulhof. Feldhaub.-Reg.; dem Oberarzt d. R. Dir. Jakob Oester reiche r, Garn.- Spitäl; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Abraham Wittlin, IM.; deM Oberleutnant d. R. Alfred.Adler, ung. Ldwre-g.; deM Leutnant, d. R. Adolf Schweiger, J.-R.; dem Oberleutnant, d. R. Wraham Klein, J.-R.; dem Ldst.-Oberleutnant Hermann Blau, Geb.-Art.-Reg,; dem Assistenzarzt Dr. Lipa SchumMer, J.M.; dem Oberarzt b' Ev>. Dr. Alfred Schlesinger,' Baukö mp.; dem Ldst.-Oberleutnant Jsak Stern, ung. Ldwreg.; das silberne Signum laudis mit der KriegsdeWration (Neuerliche 'Allerhöchste beWbende Anerkennung) füjr hervorragendes Verhallen anläßlich einer iExplosWnskatastrophe deM Leutnant d. R. Desst derius Stäuber, J.^R.; in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung! vor deM Feinde den Oberleutnants Dr. Alexander Adler, Oskar Kalman, Nachrichtenabt., Joses Fein, ung, Ldwreg.; das bron z e n e S i g n um laudis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter (Allerhöchste belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Leutnants d. R. Samuel Dawi d o w i c z, J.-R., Arpad Berger, Geb.-Art.-Reg., iEgon Werth ei Mer, Fest.-Art.-Reg., Edmünd P r äge r, nng. - Ldwreg.,^ Ludwig Stern, J.M.; dem Oberleutnant d. R. Julius Koch J.-R.; Arved Ma.nnsberg, Feldkan.-Reg.; dem Ldst.-Jng. Siegmürid Leim d ö r f e r, Jnf.-Div'.-Kdo.; dem Ldst-Oberarzt Dir. Andor SchwarU Leiter eines Spitals; deM Assistenzarzt d. R. Dr. Karl Goldberger, Garn.ftIpital; dem Oberleutnant Dr. Alexander Für ft, Et.-Bat.; den Leutnants d. R. Robert Gold- Her g, J.-R.; Ludwig Lichten st e i n, Jägerbat.; Anschel Auerbach J.-R.; Simon Müller, Feldhaub.-Reg.; Jost, GlAck, Feldhaub,-Reg.; Walter Brüll, reitende Art.i-Div.; dem -Oberstabsamt 2. Klasse Dr. Adolf Schwarz, Garn.-Chefarzt; §eM Oberleutnant & R. Hermann Schreiber, J.M.; den Leutnants d. R. Max Geringer, J.-R.; Sandor Fleischmanm Tiroler JägerrG.; Alfred Mohn, WeldhaM-^Reg^i Adolf Schreiber, Geb.-Art.Meg.; Artur Munk, Trainbat.; dem Oberarzt d. R. Dr. Maximilian R o s e n z w e i g, Geb.-San.-Kol.; den Leutnants d. R. Armold S chw a r z. Schützenreg.; Ludwig S t e r n, JstR.; dem Ldst-Ober-