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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-07-20 · 28 (20.7.1917) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
28 (20.7.1917)
Date
1917-07-20
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 466 Dir. WoUs Wochenschrift Nr. 26 Cohn als Gemütsmenschen auszeichnete; die Bescheidenheit, die lebhafte Anerkennung fremder Verdienste und Vorzüge, die freigebigste und mannigfaltigste Unterstützung von Talenten und Verdiensten, das zarteste Empfinden für fremdes Leid und fremdes Weh! : Gleich Hiob waren ihm Leiden und. Qualen jeder Art beschieden. Gleich Hiob trug er sie voll , innerer Stärke, voll Demut und Geduld. Als Sühne für das, "was dieser Edelmensch tragen mutzte, gab ihm das Geschick die würdigste Frau, Freunde haben Frau Mathilde Cohn oft „Frau Sorge" genannt. Das ist sie im besten und umfassendsten Sinne des Wortes. Sie hat ihrem Manne das Leb«: bis zum Alter des Psalmisten verlängert. Nur ihre Mühe, ihre Pflege, ihre Güte haben dieses große Werk vollbracht. Gott segne sie dafür! Das ist der Wunsch aller Freunde und Verehrer ihres Hauses. Wien. Der bekannte Restaurateur Jsak Eil er, 2. Bezirk, Tandelmarktgasse 10, feierte am 14. Juli die „Barmizwah" seines Sohnes Theodor (nach Theodor Herzl), aus welchem Anlasse er außer vielen Geldspenden 60 armen Glaubensbrüdern Freitische verabreichte. T-ie Kriegsünleihezejchsnuugen des k. u. k. J.-R. Nr. 99. Wie bekannt, wurden Mer Befehl des Armeeoberkommandos Der Men Kommanden, Truppen und Anstalten SammelstÄlen für Kriegsanleihezeichnungen errichtet, unt den Soldaten im Felde Gelegenheit zu geben, ihre Ersparnisse in Kriegsanleihe anzulegen. Welchen Anteil die ArMee im Felde durch! diese zielbewußt eingesetzte Werbetätigkeit an dem glänzenden Ergebnis der sechsten Kriegsanleihe hat, erhellt aus den Zeichnungen der einzelnen Regimenter. So zeichneten unter anderem die Angehörigen des k. u. 1 Infanterieregiments Nr. 99 bei ihrer Sammelstelle im Fdlde.in 1800 EinZelzeichnungen nicht weniger als Millionen Kronen aus die sechste österreichische Kriegsanleihe. Das heldenmütige Infanterieregiment Nr. 99, welches sich in so vielen Schlachten , rühmlichst bewährte,, hat dadurchj ein neuerliches Zeugnis seiner unerschütterlichen Liebe zuM Vaterlande gegeben. An der 'opferwilligen Haltung unserer Soldaten aper sollen unsere Feinde die echte und wahre Gesinnung unseres Volkes erkennen. Tepkitzi-Glchjönau. Sonntag, den 10. Juni trat das Pensionat R. und Al t schul in Teplitz-Schönau nach dreijähriger Pause wieder vor die Öffentlichkeit, diesimal seine Kräftje in fbie Dienste der KriegssürsArge stellend'. Nach einem von ' Fräulein Karla S t e i n'smit jugendlichem Schwünge vvrgetragenen Prolog folgten Ehvrgesänge, Deklamationen, zweiuttd vierhändige Klästiervorträge, ein Geigensolo und -Trio, ein patriotisches Melodram „Auf dem Schlachtfelde" in bunter Reihe. Zwei flotte Tnrnreigen boten ein hübsches. Bild und die Gesangsausführung „Damenregiment Nr. 1" war eine Glanznummer. Den Höhepunkt des Programmes bildete das Singspiel „Brüderlein fein". Die Leistungen des Herrn Karl Teumann vom Teplitzer Stadttheaier sind bekannt, seine Partnerin, Fräulein Irma Dukes, ein. ehemaliger Zögling des Pensionates, verkörperte den echt, wienerischen Reiz ihrer . Rolle und ■ stattete sie mit an-' mutiger Schelmerei und Lieblichkeit aus, ließ es aber auch nicht an sprühendem Temperament und übermütiger Laune fehlen. Das Fräulein verfügt über eine wohlgeschulte Stimme, lebhaftes, natürliches Spiel und ist eine völlig bühnenreise Erscheinung; 'kein Wunder also, daß die angeregten Zuschauer stürmisch nach einer Wiederholung des reizenden Tanzduettes verlangten. Rührend drollig war die alte Haushälterin Gertrud — Fräulein Hilda Langer —, die sich, dann zum allgemeinen Entzücken in die liebliche,Jugend" mit der goldenen Fiedel verwandelte. Vier entzückende Tänze beschlossen die Aufführung: ein von den Allerkleinsten ausgesührter Dirndltanz. ein Krakowiak, ein flotter Csardas und eine Zierliche. graziöse Gavotte. Es gab nicht endenwollenden Beifall und viele Blumenspenden. Die Veranstaltung war außerordentlich, gut besucht, so daß trotz der bedeutenden Regie der Kriegsfürsorge der namhafte Betrag von 500 Kronen zugewiesen werden konnte. . KsaMDad. Frau Johanna Grünauer beging am 16. d. M. in besonderer Jugendfrische ihren 70. Geburtstag. ■ Wer weiß? Klara Hutt sin' Ober-Weinberg, P. Mattighofen (Oberösterreich), bittet um Auskunft Wer Rubin Petro wer, dessen Frau Mina und Tochter Hudie Petrower aus Ottynia. Austritte aus! dem Judentum ' vont 8. bis 14. Juli 1917. Eisenberger Louise, geb. Schnabl; Fabrikantenswitwe, gebt 23. Ätovember 1874, Wien, 7. Bez., Mariahilferstratze 126. Halphen Hans, Technikest,. ges. 23. November- 1897, Karolinenchal bei Prag, 1. Bez., Äuguftinerstratze 8. Kahn Leopoldine, geb. Gras, Schneiderin, geb. 24. November l882, lKoprrvnica Peteranec (Kroatien, 15. Bez., Thalgasse 1. Koref Alice, geb. 20. Mai 1897, Wien, 3. Bez., Czapkagasse 7. Kris Walter Ernst, geb. 26. April 1900, Wien, 13. Bez., hietzinger Kai 5. KuNä jPaula, geb. 23. März 1891, Wien (laut Zuschrift »es Rabbinates Budapest). - Lehmann Robert, geb. 17.' Oktober 1895, Wien (laut Zuschrift »es Rabbinates Budapest). . Reitzberg Adele, geb. Donner, geb. 30. März 1882, Losoncz Ungarn), 4. Bez.; Wiedner Hauptstraße 27. Reitzberg Moriz Dr., Arzt, geb. 15. Juni 1875, Kaczanowska Galizien), 4. Bez., Wiedner Hauptstraße 27. Skutetzky Sandor, geb. 25. Juni 1883, Wien (laut Zuschrift »es Rabbinates Budapest). Wachs!« Hertha, Schauspielerin, geb. 13. März 1894, Wien, S. Bez., Josefsgasse 10. . ’ ° Weiner Alice, geb. 20. Mai 1897, Wien, 1. Bez., Sahgries 12. Weisz cMttor, geb. 9. Januar 1886, Wien (laut Zuschrift »es Rabbinates Budapest). . . Winzer Edith Ren6, geb. 22. Juli 1911, Wien (laut Zuschrift »es Rabbinates Graz). Winzer Pauline, geb. 4. Juli 1884, Graz . (laut" Zuschrift »es Rabbinates Graz). - . . Hie Flüchtlinge der Bukowina und OstgaUziens in Oderösterreich. Von M. Tannenbaum, Linz. In Oberösterreich sind-' seit Juli vorigen Jahres mehr denn 10,000 Flüchtlinge der Bukowina und Galiziens in 260 Gemeinden, welche zu' zehn Bezirken gehören, untergebracht. Von diesen Flüchtlingen gehören mehr ajls 98 0/0 der jüdischen Religion an. Zur Wahrung deren Interessen und zur Vermittlung ihrer Wünscheandie staatlichen Behörden, hat sich int Monat August 0. I. ein Komitee gebildet, welches unter dem Namen „Landeshilfskotmitee für jüdische Flüchtlinge, in Linz" seine Tätigkeit be-i gann. Diesem Komitee steht Kultusvorsteher Herr Beneditt S ch w a - ger vor. Des genannten Komitees Tätigkeit erstreckt sich auf die Unterbringung, Approvisionierung, Bekleidung/ auf Stellenverlung, auf die Krankenbehandlung der Flüchtlinge, auf ^Unterricht -deren Kinder, der Seelsorge.und nicht zuletzt auf die Gewährung von Unterstützungen. Seit der Zeit seiner Tätigkeit bis'jetzt - sind mehr als 10,000 Eingaben verschiedenen Inhalts -der Erledigung zugeführt worden. "■ An Unterstützungen würden dank dem .Entgegenkommen der „Israel. Alfianz. sin Wien" und zum. Teil

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