Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 28 (20.7.1917)
- Date
- 1917-07-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Seite 459 Nr. 28 iTjr. Moschi's Wochenschrift die silberne Tapserkeitsniedäitle 2. Klasse. Wie ihm aus stige Lösung der Judensrage in naher Zukunft in Insdem Ersatzbataillon beS1 Infanterieregiments Nr. mit* sicht gestellt wird. Herr Brat ia nn selber eilte sogeteilt wird/wurde jedoch eine nochmalige Eingabe zum fort nach Petrograd, um die Presse zu beruhigen. Außer- Vorsch'lag für reine weitere Auszeichnung gemacht. dent entsandte die rumänische Regierung einen Emissär. einen gewissen Dr. Lnpa, der im Arbeiter- und Soldatenrat einen „beruhigenden" Bericht über die Lage der Juden in Rumänien gab und erklärte, die rumänische Der Berliner „Lokalanzeiger" Meldet aus dem Haag: Regierung werde allen Juden, die sich an dem gegen- Präsident Wilson setzte eine Kommission zum Stuwartigen Kriege beteiligen, die volle Gleichberechtigung dium der Verwirklichung eines unabhängigen jnerteilen. Der Vorsitzende des Arbeiterrates, T s che i d s e, dischen Staates in Palästina ein. Die Komierklärte jedoch, daß die russische Demokratie für solche Mission besteht aus' dem früheren amerikanischen Botbedingten Privilegien kein Verständnis habe und schlug schaster in Konstantinopel Morgenthau, einem ameeine sehr scharfe Resolution vor, die vom Arbeiterrat rikanischen Universitätsprofessor und dem Führer der angenommen wurde. Hierauf erklärte der Emissär, daß zionistischen Bewegung in Amerika Mvis Epstein. Auf schon beimIBeginnderlnächstenParlaMentsverhandlullgelr der allgemeinen Friedenskonferenz soll die Bildung dieses in Jassy die Judenfrage zur Verhandlung kommen würde. Staatswesens durchgesetzt werden. - Wiksön für einen unabhängigen jüdischen Staat Uationake Autonomie für die russischen Juden. Leon Chasanowitsch telegraphiert ddo. 9. Juli an das Jüdische Korrefpondenzbnreau im Haag, daß die Delegation des Arbeiter- und Soldatenrates in Stockholm ihm in einer Konferenz die Versicherung gegeben habe, daß der Arbeiter- und Soldatenrat zweifellos für die nationale Autonomie der russischen Fudenheit eintreten werde. Die Inden in Rumänien.! Stockholm. „Djen" Meldet aus Jassy, entgegen allen Versprechungen der rumänischen Regierung bleiben diejüdischen GeMeinden in RnMänien vollständig rechtlos. Sie finden bei dem gegenwärtig in der Moldau herrschendien LwensMittelMangel nicht die geringste Hilfe. Ganze Familien sterben vor Erschöpfung. Sofortige -Hilfe Mit Lebensmitteln und Medikamenten sei notwendig; diese Hilfe kann nur aus Rußland kommen, da die rumänischen Behörden nur die christlichen Rumänen unterstützen und unter den Juden wegen deren angeblicher Deutschfrenndlichkeit ständig Verhaftungen oder sonstige Repressalien vornehmen. Die Ausschreitungen nahmen schließlich so arge Formen an, daß der frühere risisische Minister des Aeußern Miljukow intervenieren mußte; er veranlaßte in deu letzten Tagen seines Amtes eine telegraphische Anfrage bei dem russischen Gesandten in Jassy Poktewsky K osel l, um einen ^authentischen Bericht über die antisemitischen Vorgänge in Rumänien zu erhalten. Mitte Mai traf der Bericht des genannten Gesandten ein, in dem -aus'geführt wird, daß gegen die rumänischen Juden V0n seiten verschiedener Behörden Gewalttaten verübt wurden, namentlich! in der Zeit des Rückzuges der rumänischen Armee. Der gegenwärtige russische Minister des Aeußern Tere stschenko hat im Aufträge der provisorischen Regierung sofort die rumänische Regierung wissen lassen, daß die russische Regierung es nicht dulden könne, daß iM buNdesgenössischen Rumänien die Juden außerhalb des Gesetzes gestellt werden und daß er bedaure, daß die russische Regierung auf das Ernpsinden der erneuerten russischen Demokratie so wenig Rücksicht nehme. ZuM Schlüsse erklärt die russische Regierung, daß sie den Versuch! der Entwicklung einer Judenhetze unter den russischen Truppen hart an der rumänischen Grenze unter allen Umständen unmöglich machen wird, da sie darin die Gefahr der Entstehung von dunklen Mächten und einer Konterrevolution erblicke. Das Eingreifen der russischen Regierung scheint auf die Regierung in Jassy Eindruck gemacht zu haben. Die. rumänische Regierung hat unviechüglich der russischen Regierung eine Note Mgestellt, in. der eine gün-