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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-07-06 · 26 (6.7.1917) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
26 (6.7.1917)
Date
1917-07-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Seite 427 \ Nr. 26 ~ M. vlM'S WMenfchrift" Sechsfach ausgezeichnet. Rudolf,<Sattler aus Kapospar. 36 Jahre alt,.versieht jetzt als Bataillonsadjntant Frontdienst. Er rückte anr? 28. Julß.1914 pls Gefreiter ein. wurde im Sesttembex;'desselben Jahres Feldwebel. Juni 1915 Fähnrich, Juli /1916 außertourlich, Leutnant. Bataillonsadjutant. In diesem Zeitraum erhielt er die bronzene, zweimal die kleine und große silberne Tapferkeitsmedaille und in diesem Jahre das Militärperdienstkreuz 3. Klasse mit den Schwertern. Er nahm teil am Kampfe gegen den .italienischen Einbruch, an den großen Kämpfen gegen die Russen und an der Säuberung Siebenbürgens' Pont Feinde, dientauch, gegenwärtig iit Siebenbürgen. Rudolf Sattle r hat. wie „Egyenlöseg"' schreibt, nocf) drei ältere Brüder beim Militär, van denen der 19 jährige Moriz Vater P>on sieben Kindern ist. Sie jutö die Sohne des Armin Sattler in Nagykanizsa. Zum zwettenmak ausgezeichnet. Die silberne TapferkeitsMedaille 1. Klasse umrbe zum WeiteMnal verliehen: dem Fähnrich d. R. Josef Altm-ann. ung. Ldwreg.; ebenso die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse döM Vor den: Feinde, gefallenen Korporal Samuel SalyaM. ung. Ldwreg.; die bronzene TapferkeitsMedaille deM Korporal Jakob Hosf-- m a it n, dem Gefreiten Salamon S a l a M o n, dem Leutnant d. R/ Ludwig. S'terjn. ung. Ldwreg.; dein Infanteristen Josef Schwarz, J.--R..; dem Sanitätsleutnant Richard Hoffmann. J.-R.; dem Zugsführer Meier Sommer. J.-R.; dem Zugsführer Josef-Leib .Gelber. Feldhaubitzenreg.; dem Fähnrich d. R. Arnold K o r n b l üh. dem Zugsführer Moritz- Gu t man n, Feldkattonenregiment; deM Sanitätsfähnrich d. R. Leo Poll a k. J.9R.; dein Leutnant d. R. Arnold ,'D e. n t s ch. Geb.-Art.-?Reg.; derrt Korporal Moritz Reich.' Feldhaub.- Regiment. " Koße Auszeichnung vom Woten Kreuz. .ErK'eMg Franz SalVator als Generalinspektor der freiwilligen Sanitätspflege hat dein Oberstabsarzt 2. Klasse Dr. Joachim Sperber. Kindt. eines Res.- Spitals, Mr hssondere Verdienste das Offiziers'chrenzei'chen vom Roten Kreuze Mit der Kriegsdekoration verliehen. Wacker am Dosten. Der Kaiser hat deM Direktor eurer Spiritusfabrik in Lemberg Josef Es kr eis für besonders patriotische und aufopferungsvolle Wirksamkeit vor dem Feinde das 'goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der TapferkeitsMedaille verliehen. Direktor Es kr e i s. ein treuer Nationaljude. hat sich! während der ganzen Dauer des Krieges, auch während der russischen Invasion, unterschwierigen Verhältnissen auf seinem verantwortungsvollen Posten zuM Nutzen'des Staates sehr verdienstvoll betätigt. Aas Zeugnis des amputierten Kelden. Marzefl Ungar aus Helpa int Gömörer Komitat. Zugsführer, Besitzer der großen silbernen TapserkeitsMedaille. war, solange er diente/ das Musterbild des tapferen und heldenmütigen Soldaten. In vielen Schlachten chatte er sich durch sein-tapferes Verhalten, sein iäufopferndes. vor-keinem Hindernis zurückschreckeudes Pflichtbewußtsein ausgezeichnet. In den vorjährigen großen SoMMtzrkämpsen würde er so schwer verwundet, daß ihm ein Bein' amputiert werden mußte und er noch jetzt in einem Budapester Spital gepflegt wird. Seit seiner Verwundung! erhielt er von seinem gewesenen Kommandanten wiederholt anerkennende Zuschriften. Dem „Egyenlöseg" entnehmen wir den Wortlaut des Anerkennungsschreibens, welches dein invaliden Helden letzthin zugekomMen ist: „S\. u. k. Feldlanonen-Regrment Nr. 27. Batterie Nr. 3. Zertifikat an Stelle der Konduitliste. Zugsführer Ung ar Maxell, welcher in der Zeit vom 25. Juli 1915 vis zu dessen Schwerverwundung am 5. Ju,li 1916 bei obiger Batterie gedient hat, hat sich stets hervorragend tapfer und aufopferungsvoll. erwiesen. Seine wit großer Intelligenz verbundene u n b e - dingte Pflichttreue und Nie stete Arbeitslust, welche vor keinerlei Anstrengung znrückscheute, macht ihn zu einem jener vorzüglichen Unteroffiziere!, auf die man immer zählen kann. Feldpost Nr.am 26, April 1917. Pogacar, Hauptmann. m. p." Are Heldentaten des Aahnrichs Armin Weisz. Der einzige Sohn der Trencsener Kaufmannssrau Witwe Bernhard Weisz. Armin Weisz, der von der Schulbank weg zum Militärdienst kam. wurde bisher dreifach ausgezeichnet: er rvurde außertourlich zum Fähnrich befördert, erhielt die silberne TapferkeitsMedaille 2. Kl. rrnd das deutsche eiserne Kreuz 2. Klasse. Die Geschichte feiner Heldentaten, für welche er diese Auszeichnungen hintereinander erhielt, wird im „Egyenlöseg" wie folgt erzählt: Mit sechzig Mann Honved wurde die Betca Arsulirol gehalten. Vor ihrer Linie waren ungefähr zwei Bataillone Russen eingegraben. Es war am Samstag. den 4. NoveMber, als der Russenstrom sich in Bewegung setzte. Sturm von allen Seiten, wildes Handgemenge. Verwirrung, wilde Verzweiflung auf der Bergkuppe: die Russen schickten sich bereits an. die beiden' Kanonen umzudrehen. um auf die todmüden Honveds zu feuern. Da kehrt der Kadettaspirant Gefreiter Armin Weisz das eine Maschinengewehr gegen die anstnrmenden Russen und rettet mit einigen zur Hilfe herangeeilten Mann, die beiden Geschütze, Kurz darauf erschien der Regimentskommandobeseht des Kommandanten des Honvedinfanterieregiments Nr. Obersten Szakall. ivonach' der Kadettafpirant Gefreiter Armin W e i s z außertourlich^ 'zuM Fähnrich befördert und ihm gleichzeitig die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse verliehen wurde. Das deutsche eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Armin Weisz für folgende Waffentat: Es war auf einem 1385 Nieter hohen, felsigen Bergrücken. . . . Kein Weg führt hinan, die Zugänge sind durch Hotzverhnue verrammt. Hier befand sich die Hauptstellung der Russen, durch, mächtige Drahthindernisse befestigt. Nach Artillerievorbereitung standen drei Bataillone Honveds und angriffsbereit. Die Russen entfalten hartnäckigen Widerstand, drängen bald da, bald dort die Honveds hinunter. .„Jetzt oder niemals!" brüllt es durch die Reihen. Inmitten der Wirksamkeit der Handgranaten. Minenwerfer. Maschinengewehre fällt der Kommandant einer bayerischen Kompagnie. Armin Weis z übernimmt als Kadettaspirant-Gefreiter das Kommando der bayerischen Kompagnie und dringt zusammen mit den Honveds in die feindlichen Stellungen ein. L n d e n d o r f f überschüttet das . HoNvedinfanterieregiment mit Lob für diese seine schöne T.at. Im Monat März gelangte an das Regiment des Weisz,vom Divisionskommando der . bayerischen Infanteriedivision ein Befehl, wonach dem Kadettäspiranten Armin Weisz im Namen Seiner- Majestät des deutschen Kaisers in Anerkennung seines im Kampfe am 11. November bekundeten tapferen und heldenmütigen Verhaltens das deutsche eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen wurde. Der junge Held ist. wie das zitierte Blatt hervorhebt. sehr religiös undhat es, laut Mitteilungen seiner Freunde, auch, niemals verabsäumt, im Schützengraben sein Morgengebet mit Tefillin zu verrichten.

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