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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-22 · 24 (22.6.1917) · page 2

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
24 (22.6.1917)
Date
1917-06-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 390 Dr. BlM'S MMnschrift' 3h. 24 O) 2 LS tn CD Ä M CQ •f‘4 i « « o --23, ‘* ■■■■■ aa r *£: g; C. © cvasCÖ" Nr» -; ■■ -V?r~ wärtigen großen Zeit zu den unter Gottes gnädigein Beistand e rzie lten Ersolgen opferfreudig m i t Gut'und BluLBeL'g e tragen." (Nr. 49,< 1916, ,;Oest. Wöchen^chxift"-) ' -- ' , W der Wt Md die JudM nW Diva die t r e u^ e sten MchWWer der MynKch^ sie sittd die einzigen ° bedü ng n n W l o f e n Oesterreichssr in diesem Staatsverband. Der Jude, wücher österreichische Gesinnungen mißachtet und verleugnet/ muß erst' das Judentum verleugnen,^ zum Renegaten werden, Bevor er dessen fähig wird. Dause und Assimilation - umwandeln auch den Charakter; um fistr solche Rede tauglich zu werden, genügte nicht eimnah daß Dp. Stranskh Katholik geworden — er mußte sogar erst „besserer Katholik" werden, wie er selber Betonte. . Arlderseits begreift man wohl, daß slawische Redner sich Lektionen Wer österreichischen Patriotismus von Alldeutschen und Deutschradikalen nicht gefallen lassen und daß!sie Herrn!K. H.> Wo lf an seiner Sünden Maien- BW< Münnerrr Wie die MdeutschM im Reiche über Oesterreichj denkell,,: hat ja eine' bekannte Affäre eimnal / an den Tag gebracht- Räch der "Kriegserklärung Oesterreichs an Serbien trat die antisemitische „Staatsvürgerzeituirg" (Berlin) nrit einem Schmähartikel gegen Kaiser Franz Josef hervor. Djieser /.nationalen" Tat schämte sich aber das Blatt sMter ein wenig unh 2 suchte den Gindruck in seiner NuMmer vom 13. August in einer Erklärung ^>An unsere Leser"/ so gut dies eben geht, zu verwischen. ^Man hat uns verübelt," meint die Biedere, daß, die „Staatsbürger-Zeitung" in ihrer Num- - - mer 155 unfreundlich! vom österreichischen Kaiser sprach und die Kriegserklärung! OesterreichD an Serbien tadelte. .Um die daumlige Halruilg der „Staatsbürger-Zeitung" - zu verstehe^ muß Man wissendaß um jene Zeit die ^HihBfÜetter7/^r/^PtzMAWMr-ZeituriH!^' ü n t iö ster - ' re ichische^MlöeMtsche "waren. ’ Letztere sind eben sö begeisterte ' Hohienzollernschwäriner wie H a b s - "barg erHasser." Mrd 37^ 1914, ,A)esterr. W.ochen- - Mrift"/) ' -. , Nicht nur der österreichische Staat ist bei den letzten Reden im österreichischen Abgeordnetenhause schlecht weggekommen, guch uns Juden ward ein „Denkzettel" ' verabreicht/den die „Oesterr. Wochenschrift" pflichtgemäß quittieren muß. TA war es vor allem ein Wortführer der chrMichsozialenPartei, der in 3turnüurg als deütsch- « « m a Doktor Jer zaI i%\1 der Wh durchs die Maßlosigkeit aüszerchaete. Juderchietze ist für chn ein Deckmantel des Geschäftes; er erklärte,- daß.die' Bauern für ihre Er- '^Mugnisfe zu niedere Preise bekommen. Die Lebensmittel LrarKffen sonächi noch: mchr verteuert werden und als Ent-- h schadigung dafür bietet er der städtischen Bevölkerung - das Gaudiumder Judenhetze und die Verheißung , von i Judenpogromen. Die Dauern nMfen für ihre Produkte m<chr Geld erhalten; indes^ die Verteuerer der Lebensmittel fütb dochj nur die gaMschen^ Flüchtlinge. Wer von dereigenen Schuld die Aufmerksamkeit ablenken will, sucht sich fremde Opfer. Die amtlichen Prangerlisten der' Preistreiber zeigen, daß unter den Bestraften grotzeuteW gute " Arier , und Parteigenossen " des Herrrü Jerzabek figurieren: Das. Mt den Redner - nicht M ' g^gen die armen galizischen Flüchtlinge mit maUosen BeMmpftyltzen.' MrMgchen.. Er spricht von chMilitärschwindeleien" in Galizien. Namentlich unter dem Titel ,,RabbinaLÄlandidat".h!abe der Schwindel der 'Entziehung vom Militärdienste geblüht. Bekanntlich find - uahDu 90. Prozent aller unter solchem Verdacht Verhafteten Wießlich^ in Freiheit gefetzt worden, und nicht etwa: als „progressive Paralytiker", wie der deutschnationale Regimenksarzt Dp Friedr. N e u m.a n rr, sondern weil sich deren Unschuld herausgestellt hat. Allein, warum kümmert sich; nicht der christlichsoMle Wortführer um die in den geisÄWen Alumnaten, die vor dem leer standen, feit Kriegsausbruch mit Laufenden von Zöglingen DerWlt sind. Ätie war" der Zudrang zinn geistlichen 'Beruf 'fa imweils, als' seit . Ausbruch des Krieges. Herr Jerzabek möchte sich auch,, wenn er es -nicht weiß erkundigen, wieviele geistliche Herren wogen Hochverrates vor dem Militärgericht ständen unter der schimpflichen Anklage, daß sie dem Feinde Spionendienste leisteten oder als Wegweiser und Führer dienten. Im Mgeordnetenhaus wurde viel von den „Gehängten" gesprochen, auch ^nanche geistliche Herren waren darunter^ aber kein Rabbiner, auch, kein einzigerRaBBinatskandidat. Dem Mgeordneten Reizes wirst er vor, „er mache sich, einer ungeheuren Uebertreibung schuldig, wenn er von Tausenden und aber sausenden Mischen Helden spricht"; nun wir verlangen nichts als - eine wahrheitsgetreue Statistik. Mit Recht sagte Mg. Reizes: „Vor dem Ergebnis kann uns gar nicht bange, sein! Man zähle aber auch den Prozentsatz der jüdischen Soldaten in den Marschbataillonen, die an die Fronten abgehen und man zähle auch die tausende jüdische Todesopfer, die nur die letzte zehnte Isonzoschlacht gefordert hat. Ich fordere den- Herrn Landesverteidigungs- Minister auf, gegen die unerhörten Verdächtigungen der Juden, dätz viese militärscheu und Drückeberger sind, im Namen der Wahrheit energisch aufzutreten. Seine Erzellenz möge uns die Zahl der Juden nennen, die in den Kämpfen am Jsonzo geblutet haben." ' Wie lauten die Urteile der militärischen Führer im Felde über? die Leistungen der .Juden? ’ - Oberst Eberhart M a y e r h o f f e r von Vedropolje, Jns.-Reg. Mr. 41, sagte am 11. September 1914 zu seiner Umgebung wMrend der Schlacht bei Lemberg vor bciit Waldgefechr: _ , //Ich erstaune über Ben Mut und die -rodesver-- achtullg der jü,dischelt Reserveosftziere > und/kann meine Bewunderung über dieses hetdelUllütige Verhalte.ll nicht unterdrücken." (Nr. 45, „Oesterr. Wochenschrift", .Jahrgang 1914.) .; Se.. Exzellenz- Feldzeugmeister Wur m richtete bei Gelegenheit einer Inspizierung der ihm unterstelltelr Truppen >a.n den dort emgeteitteu Feldrabbiner Doktor .Ho u s n e r nachstehende Worte: „Insbesondere freut es michmit Genugtuung! hervorhebeu zu können, daß sich die jüdischen Soldaten in diesem.Kriege besonders hervorragend gehalten und ihre 'Pflicht unter den schwersten Umständerr erfüllt haben,! mit nur verschwindend geringen Ausnahmen." (Nr. 15, 1916, „Oesterreichische Wochenschrift".) . . Divisionär, Generabnajor v. Gruben sagte wörtlich : „Antisemitische: Offiziere erklärten mir, sie, feien unter dem Einflüsse Ihrer Leistungen und Ansprachell beinahe zu einer Revision ihrer Ansichten n in punkto Jndenfrage gelangt." E i'n and e re r Divis i nä r, Fel d m a r sch a llleutnant Edler v. Kaltenborn, empfing Feld rabbiner Dr. H'ausner mit den Worten: ^„Ueber Ihre Juden lasse ich nichts S ch l echte s f a g en, s i e sind d i e V e r l ä ß l i ch st e n Elemente u.nd-wie mir von Seite der Kom>- mandanteü gemeldet wird, sind sie Brav und tapfer; der Jude tut auf jedem militärischen Posten seine Pflicht, ich Bin mit meinen; ü d is ch en S o l Baten M eh! r al s zu friede n." (Nr. 11, 1917, „Oesterr. Wochenschrift".)/ . Herr Jerzabek fühlt sichj berechtigt, den Juden' mit einer ' recht - bedenklichen - Geste . zu drohendaß wegen der angeblichen Sünden der jüdischen Flüchtlinge „das Volk den Rächer machen werde"

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