Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 23 (15.6.1917)
- Date
- 1917-06-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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zu Kaiser und Reich sieht, zeichnet die 6. Kriegsanleihe 9k. 23 Seile 378 ' i WM'S- WoMnschrift' Neuerliche AusZerchttungen im 23. Inf.-Neg. (Mitteilung des Feldrabbiners Freudiger an den .Igyenlöseg".) a) Offiziere: 1. Dem Leutnant Alexander Takacs wurde die Allerhöchste Arrerkerinuirg mit den Schwertern neuerlich zuteil Dies ist bereits die dritte Auszeichnung des Leutnants Takacs. Die große silberne Tapferkeitsmedaille erwarb er noch in den Karpathen und das erste Signum laudis im Fahre 1915. Auch! jetzt erfüllt er an der Front seine Dienstpflicht. 2. Dr. Geza Dach. Solch des wegen feiner hervorragenden Wohltätigkeit angesehenen Budapester Arztes Dr. Alexander Dach, wurde mit dem Signum laudis unter gleichzeitiger Verleihung der Schwerter ausgezeichnet. Im Jahre 1915 hatte er für fein tapferes Verhalten die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse erhalten. Seine zweite Au^eichnung wurde ihm für sein heldenmütiges Verhalten in den Kä-ntpfen bei Zlozow verliehen. Gegenwärtig befindet er sich! zunr zweitenmal seit einem Jahre ununterbrochen an der Front. 3. Max Ehrlich, Leutnant, erhielt als zweite Auszeichnung die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse, er wurde schon früher für tapseres Verhalten vor dem Feinde mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. ' 4. Ernst Kato na. Leutnant, der in eine Sturmkom? pagnie eingeteilt war. wurde für seine hier erfolgreich und mutvoll durchgeführten Aufklärungen mit der großen silbernen, dann später mit der kleinen silbernen Tapferkeitsmedaille und der deutschen Verdienstmedaille ausgezeichnet. 5. Josef Eugen Ku n, Leutnant, würde „in Anerkennung seines heldenmütigen Verhaltens und seiner hervorragenden Dienste" neuerlich mit dem Signum laudis samt Schwertern ausgezeichnet. Die kleine silberne Tapferkeitsmedaille hatte er schon früher erhalten. 6. Dr. Ludwig Gyözö, Leutnant, erhielt zu der schon früher erhaltenen großen silbernen Tapferkeitsmedaille jetzt das SignuM laudis mit den 'Schwertern. Nicht vollkommen genesen, ging er an die Front, wo er auch! gegeirwärtig iM Dienst steht. 5) Mannschaft: 1. Andreas Kra m er. Tischler aus Kunhegyes, machte sem drittes! aktives Dienstjahr im Infanterieregiment Nr. 68, als der Krieg ausbrachi. Er kaut sofort an die Front, wo er schon iM Iahte 1914 für erfolgreiche Ausklarungsdienste die kleine silberne Tapferkeitsmedaille erhielt. Im Jahre 1916 wurde er bei Zlota-Lipa mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er wurde verwundet und daraufhin zum Zugsführer befördert. Kürzlich zog er sich bei einem Gasangriff ein ernstliches Augenleiden zu und befindet sich! gegenwärtig in Spitalspflege. 2. Alexander Ne Met. Kaufmann aus Felegyhaza, Zugsführer, wurde seinerzeit für seine in den /Kämpfen ber Luck bekundete Tapferkeit mit der bronzenen Tapferkeitsniedaille ausgezeichnet. Am 6. Juni 1916 wurde er von den Russen gefangengenoMMen. es gelang ihm jedoch, nicht nur selbst unter Gefährdung seines Lebens aus der Gefangenschaft zu entkommen, sorrdern brachte rroch zwei Russen als Gefangene mit. Er war 26 Monate hindurch! an der Front Und! war dreimal verwundet. Mir sein heldenmütiges Verhalten wurde er mit der großen silbernen Tapserkeitsmedasile ausgezeichnet. 3. Maier Leb'övsi cs, Zugsfuhrer, dient seit der ersten allgenreinen Mobilisierung: Für fein heldenmütiges Verhalten erhielt er die bronzene Tapferkeitsmedaille und für besondere - Sanitätsdienste die .Ehrenmedaille des Roten.Kreuzes mit der Kriegsdekoration. 4. Archur Brei t. Kaufmann aus Jzgar (Ko nrrtat Krasso), Feldwebel, dient seit der ersten Mobilisierung. Er wurde in Anerkennung seiner hervorragenden Dienste mit dem eisernen Kreuz mit der Krone a.m Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. 5. Siegmund Ro na. Rechnungsunteroffizier, erhielt in Anerkennung feiner,hervorragenden Dienste das silberne Verdienfljkreuz mit der Krone sowie das eiserne Kreuz mit der Krone, in beiden Fällen am Bande' der TapferkeitsMedaille. ' Jüdische JamMen im Kriege. Abraham Muskate n b lst t h. Privatbeamter, Leurberg. hat alle seine vier Söhne in den Dienst des Vaterlandes gestellt. Der älteste. Joachim M u s ka ten b l ü t h, rückte bei der Mobilisierung ein und steht als Artilterieleutnant seit zwei Jahren im Felde. Der zweite, Salomon Mus katenblnth. erlitt, am 3. März d. I. den Heldentod bei einem Angriff auf italienische Stellungen. Trotz mehrfacher Verwundung kämpfte er weiter, bis eine heimtückische Kugel des feindlichen Maschinengewehres ihn in den Kopf traf, und er sieh „bewundert von denen, die er führte", nach; den Worten des Kompagniekommandanten. Für das tapfere Verhalten vor dem Feinde erhielt. er nach seinem Tode die -silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse. Der dritte Sohn ist als Einjährig-Freiwilliger- Mediziner im Felde, der jüngste absolvierte letztens die Reserve-Offiziersschule. SämMche männlichen Mlgkieder der Iumilie emgerückl. ' (Zlver Söhne gefallen.) . Josef Rosen b e r g, Herrenschneider in. Nagyvarad, richtet das nachfolgende rührende Schreiber: an die Redaktion des „Egyenlöseg": „Nagyvarad, den 20. Mai 1917. Geehrter Herr Redakteur! Ich, bin ein bescheidener Gewerbetreibender und bereits in dem Alter, in welchem? man in seinen schweren Lebensforgen aus feine Kinder angewiesen ist. Das große Weltunwetter hat jedoch auch mich rricht verschollt und ich beklage den Verlust meiner zwei Söhlle. die meine ganze Hoffnung waren. Aus M e i n e r F a Nr! i l i e f i n d f ä M t l r ch e M a n - nesperfonen in den Krieg gezogen, n. zw. drei Söhne und zwei Schwiegersöhne. Mein Sohn Eugen Rosenberg. Herrenschneider, rückte im Jahre 1915 zum Infanterieregiment Nr. ein; im November desselben Jahres ging er an die russische Front urrd hat am 16. Juni 1916 in Wolhynien den Heldentod gefunden; er wurde im Orte Branj begraben. Mein zweiter Sohn. Karl R o f e n b e r g (Rozfa), Angestellter eurer Holzindustrieunternehmung, rstM im Mai 1915 zum' Honved- Jnfanterreregimerrt Nr. als Telegraphist ein. ging im August 1915 an die russischje Front urrd ist am 2. Oktober 1916 in der Nähe von Tarnopvl gefallen; er wurde in Brzezany begraben. Wenn Sie, geehrter Herr.Redakteur, der Merrrurrg find, daß die Mitteilung von dein Heldentode meiner, zwei Söhne iauch einen Beitrag: liefert dafür, welch großen Anteil die ungarische Judenschaft an diesem großen Existenzkämpfe und -an der Verteidigung des Vaterlandes hat. und demnach: wie groß die Trauer und der Kummer fast in jedem jüdischen Haufe ist, dann bitte ich, iauch meinem. Schmerze in Ihrem geschätzten Blatte Raunt geben zu wollen. Achtungsvoll Josef R o se ü ber g> Herrenschneider. Nagyvarad, Teleki-utcza"