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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-08 · 22 (8.6.1917) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
22 (8.6.1917)
Date
1917-06-08
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 372 Dr. Bloch'S Wochenschrift" Nr. 22 schastlichen Terinini/ durch die im LaLeiuischeir und iu den uwdevnen Sprüchen meist .üblichen V Bezeichnungen seüre Vertrautheit mit der wissen schastlichen Literatur seiner Tage".^) Seine UÄerLraguug^ die neben der von Petro de Toledo etwa 1430 hergestellten bis in 'die jüngste Zeit gänzlich! unbekarmten kastlllischen Uebersetzung die Weste Translation des ' ^Moreh" in eine lebende euroMische Sprache darstelltx exzelliert auch „an Fluß der Rede und Einfachheit des Vortrages^ verbunden mit einer seltenen Durchsichtigkeit des syntaktischen Gefüges und Sützbaues".'^) Proben aus dieser Uebertragurrg in lateinischer Umschrift veröffentlichte vor etwa zwei Jahrzehnten G. Sacerdote.6i) Die Juden rezipierten in chre jüdischj-italienische Sonderliteratur auch von italienischen Nichtjuden verfaßte Werke/ indem sie dieselben transkribierten, wie z. B. die 36 Gesänge des Orlando furioso vvn Ariosto in einer hebräischen Umschrift aus dem Jahre 1600,:62) oder das christlich-italienische Volkslied in hebräischer Transkription,- das Steinschneider anführt.63) (Fortsetzung folgt.) MeraLrrr. Kämpfe. Sechs Erzählungen von Bertha Pappenh,eim. 1916. Verlag von I. Kauffmann. Frankfurt a. M. Preis br. 2 Mark, geb. 3 Mart. Die Hochverdiente Vorsitzende des „Jüdischen Frauenbundes", die ihre ganze Kraft in den Dienst der Menschenliebe gestellt und namentlich ihre Stimme allerorten zur Bekämpfung des Mädchenhandels erhoben hat, zeigt sich in dem vorliegenden Buche als Meisterin der Erzählungskunst. Auf verschiedenen Schauplätzen, die sie aus eigener Anschauung kennt, spielen die Ereignisse und Schicksale sich ab, die sie in rührender, ergreifender, oft erschütternder Weise, lebensvoll und lebenswahr schildert. Wohin sie uns führt, wir «folgen ihr gerne, gleichviel ob in das große Elend des Londoner Ostends oder in die Künstlerwerkstatt in Paris, ob in das Heim des Wunderrabhis von Dobritz oder unter.die ungarische Bauernbevölkerung. ob nach- Frankfurt 0.-331. -odernach-Preßburg-und- Wien. -Üeberall .empfinden wir: „Greift nur hinein ins volle Menschenleben und wo ihr^s packt, da ist es interessant", nicht minder als: „Mensch sein, heißt - ein Kämpfer sein". Diese reifen Schöpfungen bekunden eine tiefe Menschen- und Seelenkenntnis; die lPersönlüWeiten erregen das wärmste Mitgefühl, wir lieben und leiden mit ihnen, wir begleiten mit atemloser Spannung die Vorgänge, die sich uns entrollen. Wir vermeinen, dem trefflichen Werke kein besseres Geleitwort auf seinem Fluge indie weife Welt mitgeben zu können, als indem wir es den wertvollsten Gaben, die uns einst Leopold Kampert und Karl Emil Franzos Mit ihren Bildern aus dem jüdischen Leben boten, ebenbürtig an die Seite stellen. Wir rufen den jüdischen Vätern und Müttern zu: „Lasset diese Erzählungen Eingang und Verbreitung ln Euren Häusern, in Euren Familien finden lasset sie den Festgabentisch Eurer Söhne und Töchter schmücken." Breslau, Pfingsten 1917. Regina Reißer. Worte der Aufsteigenden. Wie wir vernehmen, erscheint demnächst «eine eigenartige Publikation in einer hebräischen und jiddischen Ausgabe, die sich „Diwraj Hudim" (Worte der Aufsteigenden) betitelt. Sie steht im Zusammenhänge mit einem Vortrage, den Dr. Rath. Birnbaum vor einiger.Zeit hielt und der damals mehrfach in den jüdischen Blättern Beachtung fand. Die Schrift, die sich vornehmlich an die gläubige Osfiudenheit wendet, enthält eine Art Auftus zur Zusammenfassung aller Menschen und Kräfte, die durch strengste Thoratreue und intensivstes Streben nach Heiligung in Unterordnung unter eine geordnete rabbinische Glaubenshüterschaft (des Kommen des Messias erarbeiten wollen, ferner Leitsätze für die. welche sich auf Grund dieser absoluten Forderungzu gemeinsamer Arbeit verbinden und schließlich einen Artikel von T. H. über Dr. Birnbaum und sein System. Bei dem Umstande, als Dr. Birnbaum jedenfalls gehört zu werden ververdient, ist die Schrift, die im „Jüdischen Buch-- und Kunst-, Verlag", Wien, 8. Bez., Lerchengasse 6 a, erscheint, das Interesse der, Oeffentlichkeit gesichert., . ' 59) David Kaufmann: Archiv für Geschichte der Philosophie, XI, 335—374. Gesammelte Schriften, herausgegeben von M. Braun, II, 83, Frankfurt a. M. 1910. c0) 1. c. €1) E. Sacerdote: In Rendicoti de R. Academia dei Lincei .315, 1892. e2) Bodleana: No. 2001, p. 687. , 6S) Steinschneider: Monatsschr., Xb.Il, 317. „Jung Juda". Illustrierte Zeitschrift für unsere. Jugend. 18. Jahrgang. Nr. 11. Prag, 1: Juni 1917 (11: Simcni 5677), Redaktion vnd .Administration: Prag, II., Stesansgasse 629. Inhalt: El. Lädier : Der Berg Sinai. — Ben Ie hu d a : VI. Buch Moses, Kap. H Nach Dr. I. Gr ätz'. König Saul und David. — Der Herr Jemand. — Oporto (Illustration).- — Die Sabbatlampe. — Mar Saudek, Kolin: Meine Reise nach Palästina. — Guck in die WM. — Rätselauflösungen. — Uebersetzuugsaufgabe. j.— Rätsel. Leo Smolle. Kaiser Karl I. Ein Bild seines Lebens. Der Jugend und dem Leben dargestellt. Mit zahlreichen Abbildungen. 1917, K. k. Schulbücherverlag Wien und Präg. Briefkasten An zahlreiche Abonnenten. Wir halten dafür, daß auch so mancher porurteilsloser und objektiv denkender Leser der „Reichspost" sich eines mitleidigen Lächelns ob solchen kindischen Gehabens nicht erwehren konnte. Es ist läppisch, wenn das Blatt die Mosaische Konfession des Verbrechers durch den Druck hervorhebt, während dies, beim katholischen Verbrecher nicht geschieht., Oder Macht ' das Glaubensbekenntnis beim Delikt Halt? Ebenso lächerlich ist die Neugierde der „Reichspost", nach dem Geburtsorte Moritz. Benedikts. -Warum bringt das „Unabhängige Tagblatt für das christliche Volk Oesterreich-Ungarns" nicht dieselbe Neugierde für die anderen neuen Pairs auf? Dr. A. St. Sie haben gewiß recht, daß ein Kabaretier, der ftüher bei der „Fledermiaus" als Lustigmacher fungierte, auch in - „religiös-historischen Essays als der dumme August sich produziert", kaum Auffallendes hat. Nur muß man solchem Herrn auch sagen, wer er ist. Ch. Bloch aus Delatyn. Auszüge erhalten, gelangen zur Verwendung. „Vom Geiste des Ostens erbitte zur Einsicht. Ritualien und' '' Bücher für unsere Kriegsgefangenen im feindlichen Auslande. Ritualien und hebräische Bücher.'- für^ bestimmte ^Kriegsgefängeh'e' können durch uns an ihre Adresse befördert werden. Bedingungen sind : 1. Tefilin müssen ungebraucht sein, können erforderlichenfalls durch uns bestellt werden. 2. Bücher können nur durch uns angeschafft werden, der Betrag hiefür wird durch die Buchhandlung beim Besteller eingehoben. Oesterr. Landeskomitee vom „Roten Mögen David“ . II., Ferdinandstraße 23. Israelitische Kultusgemeinde in Wien. Z. 1761 ex 1917. Wien, im Juni 1917. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiemit bekannt, daß die Privatisfen-Prüfungen aus israelitischer Religion für Schüler an Mittelschulen im II. Semester des Schuljahres 1916/17 Donnerstag, den 14. Juni 1917, von 4—6 Uhr nachm. I., Seitenstettengasse 2, II. Stock, durch Herrn Professor Doktor Heinrich Pollak stattfinden. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Wien, VIII., Lerchengasse 6 a Brünn, Adlergasse 9 Wir übernehmen den Verlag von: Bücher, Zeitschriften, Werke, Predigten, Yereinsberiekten in deutscher, hebräischer und jüdischer Spräche. Zuschriften sind zu richten: Redakteur Max Hickl, Wien,YIII., Lercheng. 6 a Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VII.

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