Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 22 (8.6.1917)
- Date
- 1917-06-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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!Kt 22 Sette 369 Dr. Btoch's Wochenschrift' „KrieMpitasWlfc für Palästina". Dirchtiv» Iber k. f. priv. Oesterr. Kredit-illnstalt für Handel und Gewerbe in Wien Kr. 1000.—; Schlesisches Landeskoinitee für Palästina, Troppau 590.-; Sammlung des Bethausvereines „Mwias-Cheit", durch Josias Goldschmied, Wien. 2. Bez: von Isidor Wien 11.—, A. Barschat - 10.—, Simon Tisser 7.—, L. Stemmer, Osias März je 5.—, Wilhelm Rubin 4.—, Schmerling ,3.—, Samt März und Moses Wien je 2.—, davon ab 10 Prozent für den Inkassanten, 'bleiben 44.10; Sinion Tisser 20.—, Walter 10.—, Chaim Lehrer 6.—, Salamon Feiwel, Josias Goldschmied je 5.—, Isidor Trüger, Norbert Peilberg je,4.—, Wolmann 3.44, Krauser L Schmerling je 3.—, Siegmund Goldschmied 2.—, Hirsch Jakob Seiler, Lüpschitz, Chuwn je 1.—, Alexander Stern —.60, Landmann —.40, zusammen 114.54; Frau Camilla Cohn, Wien, anläßlich des Ablebens ihres Gatten, Israel. Humanitätsverein „Bohemia" (B'nai-B'rich), Prag, je 100.-; H. L., Wien, durch Hofrat Dr. Julius Schlag, 50.—; Brüder ^Wiener und Iulitls Frankl, beide in Wien, je 10.—; A. Hupperts Nachf. I. Braun, Damenschneider, Wien 5.—; A. Moses, Glasermeister, Wien 2.—. Aus Deutschland: Synagogengemeinde Soldau Mk. 31.—. Adresse für Zuschriften: K. k. Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, 2. Bez., Obere Donaustraße 109. Zahlstelle für Oesterreich : Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien, 1. Bez., Renngasse 3; „Neue Freie Presse", Wien, 1. Bez., Fichtegasse 11; für Ungarn: Magyar Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin. Postscheck-Konto Nr. 1000.— (auf das Konto „Kriegsspitalshilfe für Palästina"). Verein ,Mscti8ike hadath". 2. Bez., Obere Augartenstraße 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion der, notleidenden Flüchtlinge sind dem Vereine nachstehende Spenden zugekommen: Fürsorgekomitee für die Bukoroinaer Flüchtlinge Kr. 100.—; durch Frau Ernestine März : Tauber und Iägerndorf für Ausgleich Kr. 50.—; Frau Kurzer (Bloäsammlung) Kr. 25.—; Frau Julie Guttmänn, 9. Bezirk, anläßlich des Sterbetages ihres Vaters per Fräulein Frommer Kr. 20.—; Isak Weißntann, 2. Bezirk, Taborstraße Kr. 18.—; Z. Wittels Kr. 18.—; Moritz Oeger, 2. Bez. Kr. 10.—; Bernhard Stern Kr. 10.—; B. Liebling Kr. 6.—; Kahane-Stahler per Herrn. Liebling Kr. 6.—; Kerner per Hermann Liebling Kr. 3.—; I. Kutscher per Hermann Liebling Kr. 2.—; Heinrich Lautmann. Proßnitz Kr. 2.—; Sammelergebnis des Herrn Os. Goldschmidt im Vereine ,,Liwias chen": Engelberg Kr. 20.—. Landner Kr. 5.—, Krumberg Kr. 2.—, zusammen Kr. 27.—; insgesamt Kr. 297.—. Spenden für den Verein werden entgegengenommcn von unserem Kassier Herrn Isak Weißmann, 2. Bez., Taborstraße 50. und von unserem Obmann Herrn Jakob März, 1. Bez., Augustengasse 1, in bar oder durch Posterlagschein 106,316. Wiener Brockenfammlimg Kr jüdische Arme. Seit dem 1. April sind der Brockensammlung nachstehende Betrüge zugegangen: 400 Kronen von der „Galicia"; je 100 Kronen: von Emil und August Lederer, Wilhelm Ritter v. Ofenheim,;O. Pernes; je 50 Kronen:' vom Humanitären Frauenverein Iosefstadt, von Dr. Alfred Lanzer und Dr. Emil Krasny, Frau Ch. Wertheim, Frl. Röschen Schur, S. Trebitsch tfc Sohn, Philipp Kohn; je 30 Kronen: von Waldes «L Co., Prag, Stefan von Auspitz. Leopold Haas; je 25 Kronen: von Dr. to. R. Landau, Heinrich Neurath, Jenny Mautner; je 20 Kronen: von Hermann Kunke, Dr. Wiktor Rosenfeld, Philipp v. Gomperz, Basel & Rosenbaum, F. Bloch-Bauer, Kont.-Ges. Vitali, G. Holzer, David Hartenstein, E. Czeczowicka, Olga Müirch, Bernhard Neich, I. Kommerzialrat Ernst Klinger, Samuel Tausfig & Sohn, Nelly v. Gomperz, -Frau Salo Kohn; je 10 Kronen sandten: Frau Luise Popper, Frl. Mras, Frau Sofie Stapler, Jg. Spielmann. H. Deutsch, Bernhard Goldstein, Otto David, Hermann Pollat's Sohn, A. Jakobi, Malvine Trebitsch, I. Reichfeld, Paul Plowik, C. Löbl, H. Abeles, H. Glücksthal. Franzi Bischofswerda, Hugo Schwarz, Sofie Altmann, „Del-Ka"-Zentrale, O. Schrämet, Iac. und Jos. Kohn, kaiserl. Rat Paul Lemberger, Kommerzialrat S. Rudisch, Alice Horch, Mar Waller, Brüder Barber, Eißler v. Terramare, Regina -Theneu. Große Nachfrage nach Kleidern, Wäsche und Schuhen. Was entbehrlich, bitten wir an unsere Verteilungsstelle Alserstraße 42 zu senden. Der Porstand der Vrockensammlung für jüd. Arme. " Spende. Für den kriegsblinden jü'Ichen Korporal durch. Herrrt Rabbiner Martin Friedniann, Horazdowi ', von Herrn Berthold Eisner, Horazdowitz K 10.— Wien. Folgende Herren FunktiolMre des Niederöfterr. Gelverbevereines wurden von Seiner Bcajestät ansgezeich!- net: Der Vizepvcisideltt Dr. Jakob Meist mit dem Orden der eisernen Krone 3. Klasse; mit dem Titel eines kaiserlichen - Rates die Herren Jakob Winkler, Michael Goldstaub, Prokurist der Finna Schenker & Co., Ludwig P o d w i n e tz. Eisenkonstrukteur, und Joses S i t t i g, Fabrikant, 16. Bezirk. Iit den Speisehallen der ,,Einheit", Wien, 2. Bez., Malzgasse Nr. 12. die eben einen interessanten, mit Tabellen und Zahlen reich ..versehenen Rechenschaftsbericht über die verflossenen drei Kriegsjahre (1914 1916) versendet, wurden in diesem Zeiträume 9.514,220 Portionen Essen ausgegeben, darunter über eine Million gratis. Sonst kostet dort das Mittagessen, wie vor acht und vier -Jahren 44 Heller, das Abendessen 34 Heller. Die „Einheit" speiste die Flüchtlinge aus Belgien, sie versorgte die Vertriebenen aus Rußland, Polen, Galizien und der Bukowina mit Essen. Hier speisten verwundete und kranke Soldaten Und von hier wurde in Spitäler und Rekonvaleszentenheime rituelle Kost gesandt. Zu Ostern 1915 und 1916 hat der Verein die ganze jüdische Mannschaft der Wiener Garnison mit Kost versorgt. Wo man im öffentlichen Heben Wiens nach solcher Kost verlangt, wird die ..Einheit" gerufen und gibt. So erwarb sich der 11 Jahre bestehende Verein Freunde und Gönner und will die ihm und seinen Gästen bereits zu engen Räumen 'erweitern und. sobald die Möglichkeit gegeben sein wird, sich ein neues Heim schaffen. Dazu wird er freilich noch reicher Hilfe bedürfen. Aber die Volksspeisehallen der „Einheit" werden nicht umsonst nach Beistand rufen. Allgem. Jüd. Arbeiterverein (Poale Zion), Wien, 2. Bez., Stesaniestraße 2, Tür 34. Samstag, den 9.. d. M., um 8 Uhr -abends, findet in unserem, Verehrslotale ein Vortrag des Herrn Prof. Dr. R. Feuerstein über das Themla „Spinoza als Mensch und Ittde" statt. Gäste wMommen. . Schuldirektor Ignaz Weber. Im Vornionaten w-urde der in Wien sehr bekannte und allseits geachtete Schuldirektor Ignaz Weber in aller Stille zu Grabe getragen. Direktor .Webe'r nahm im öffentlichen Schuldienste ob seiner ganz außergewöhnlichen Leistungen und infolge seiner besonderen Verdienste um den Spezialschulunterricht auf dem Gebiete des Taubstummenwesens einen hervorragenden Platz ein. ' Schott itt jungen Jahren lenkte er die besondere Aufmerksamkeit aus sich, da er nach Schaffung des österreichischen Reichsvolksschulgesetzes als erster Lehrer des jüdischen Glaubensbekenntnisses Alt der öffentlichen städtischen Schule in Iglau angestellt wurde, i In Wien seit dem Jahre 1871 in Wirksamkeit, entfaltete er, Insbesondere auf dem Gebiete des Taubstummenunterrichtes, ein Ungemein segensreiche Tätigkeit. Geradezu Aufsehen erregend war seilte im Jahre 1883 erfolgte Gründung des „Ersten österreichischen Taubstummen-Erternats in Wien''. Es wurde hiedurch ein vollständiger Umschwung int Unterrichts- und Lrziehungswesen des Taubstummenunterrichtes erzielt und -die glänzenden Erfolge waren epochemachend für die weiteren Gründungen von Taubstummenschulen. Selbst dm Auslände blieben die erzielten Resultate tticht unbemerkt imb viele unglückliche taubstumme Kinder, unter ihnen auch eine überaus große Zahl jüdischer Konfession, kamen aus den entferntesten Ländern, fo unter anderem aus Rumäniett, der Türkei, Palästina ufw., um des Unterrichtes unter Webers, Leitung teilhaftig zu werden. Die -allgemein als besonders gelungen bezeichneten Iahresprüfungen, bei welchen die Spitzen des Ministeriums für Kultus und Unterricht sowie die übrigen Schulbehörden stets vertreten, waren, gaben beredtes Zeugnis von den erzielten Unterrichtserfolgen lund die vorzüglichen Leistungen Direktor Webers wurden durch viele Belobungs- und Anerkennungsdekrete seitens des Mittisteriums für Kultus und Unterricht, des niederösterreichischen Landesschulrates sowie des k. k. Bezirksschulrates belohnt. Um aber auch den ärmsten unglücklichen taubstummen Kindern den regelmäßigen Unterricht zu ermöglichen, begründete Direktor W e b e r den Verein zur Unterstützung mittelloser taubstummer pschulstinder in Wien und er wurde in seinen Bestrebungen in ganz hervorragender Weise von dem.ob seines Wohltütigkeihssinnes >allseits geschätzten Herrn Moriz Edlen o. Kufsner aus jdas Eifrigste unterstützt. . Auch andere hervorragende Männer der Residenz, wie Philipp Ritter rv. Sch o e l l.e r, Theodor Ritter jo>. / G o lld \ ch nr i d t;