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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-01 · 21 (1.6.1917) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
21 (1.6.1917)
Date
1917-06-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 21 ' - Dr. Bloch's „KriegHpitnsMlsc fftr Palästina". 23ai'oii Bela Hatoanny und Brüder Wollesz. Wien, je Kr. 50.—; Kommerzialrat S. Rosenzweig, Wien 20.—. Aus Deutschland: Rabbiner Dr. Spiegel, Altona, gesammelt von: H. Landau, Pirmasens Mk. 30.—, A.. Holländer, Altona 20.—, S. Seinfeld, Altona 10.—, Apotheker Böhm, P. Arnstein (zum Geburtstag, gesammelt durch A. Pipersberg und M. Zeiger), sämtlich in Altona, B. Langsner, Lübeck, je 5—, I. Fränkel, Altona 2.—, zusammen 77.—; Nassan Loge. Wiesbaden 25.—; Lehrer S. I. Rosenberg. Wiesbaden 10.—. Adresse für Zuschriften: K. f. Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, 2. Bez., Obere Donaustraße 109. Zahlstelle für Oesterreich : Bankhaus S. M. *o. Rothschild, Wien, 1. Bez., Renngasse 3; „Neue Freie Presse". Wien, 1. Bez., Fichtegasse 11; für Ungarn: Magyar Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin, Postscheck-Konto Nr. 1000.— (auf das Konto: „Kriegsspitalshilfe für Palästina"). Groste Spende. Bankier Wilhelm Neu mann hat zum Andenken an feine Mutter Ivan Regine Neuntann,- geborener: Pappenh eimtz der jüdischen Bolksspeisehälle „Einheit", 2. Bezirk,- Malzgasfe 12, Zum' Ban eines eigerien Hauses 100.000 Kronen gespendet.. Danksagung. 1 Für ' die ,,Liebesgabe", bestehend aus einem Paket schön angefertigM Schausädenkleider (Arba Kanfoth) dankt seinen braven Schülerinnen am Mädchenlyzeum in Märisch-Ostrau namens der beteilten Soldaten Dr. R. F a e r b e r.?. u. k. Feldrabbiner in Wien. Wien. Dom Ehof der Firma Mich. Winkler und Sohn; Buchstaben-, Schilder- und Metallwarenfabrik in Wien,- Herrn Jakob Winkler, wurde der Titel eines kaiserlichen Rates verliehen. Mannheimer-Stistung. Am 17. Oktober jedes Jahres gelangen die Zinsen des 7,Prediger Mannheimer-Vereines" zur Verteilung. Anspruch auf diese Unterstützung haben bedürftige Rabinnen, Prediger und Lehrer in Oesterreich- Ungarn,7 welche dienstunfähig gelvorden sind oder deren Witwen und Waisen. Die Bewerber müssen in einer Gemeinde,- welche mindestens fünfzig Mitglieder zählt, wenigstens durch zehn Jahre das Amt -in würdiger Weise verwaltet haben. Beamte großer,- notorisch reicher Gemeinden sind ausgeschlossen. Die Würdigkeit der Belverber sowie die Dienstunfähigkeit sind nachzuweisen. Unbelegte oder Mit Urkunden in fremden Sprachen belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Ungestempelte Gesuche sind längstens bis nM 30. Juni jedes Jahres unter der Adresse: 7,Vorstand des Prediger Mannheimer-Vereines" in Wien,-1. Bezirk, Cßlinggasse 7, zu übersenden. Wien. (BgrMizw afeier.) Samstag,- den 2. Juni feiert. düs Ehepaar Max und EmMa 'G lei ch (Besitzer des Cafe Neptun,- 20. Bezirk, Machildenplatz 7) imj Tempel,- 20. Bezirk, Kluckygasse, um halb 9 Uhr vormittags die Barw-izwafeier ihres Sohnes Hugo. Regine Nlmann-Feier. Freitag, den 26. Mai veranstaltete der Mädchenunterstützungsverein in der großen Halle feines Schulpalastes in der Seegasser eine erhebende Feier anläßlich des fünfzigjährigen Wirkens feiner Schuldirektorin und Mitbegründerin Frau Regine 1l l m a n n. Ein distinguiertes und zahlreiches Publikum bezeigte dem Verein und der Jubilarin seine Sympathien. Wir bemerkten den Gesamtvorstand des Mädchenunterstützungsvereines, die Mzepräsidentinnen der ,, Weiblichen Fürsorge" (deren Präsidentin die Jubilarin ist) Rosa Steiner. Hermine K a d i s ch und Margarethe G r u n - Seite 353 wald, die Beiräte Rabbiner Dr. Feuchtwang und Emanuel Grünwald mit ihren -Gattinnen. Anitta Müller, die Vereinspräsidentimren )K i e n b e r g e r. K 0 p st e i n, Olga v. D 0 c t 0 r) Frida Strauß. Helene Stein, Friederike Roth, Sidonie K a h n, Emilie Weiß, Hofrätin, und Frl. Dr. Hedwig K n - randa. Herrn Wolf Pappenheim, Bankdirektor Steinz Prof. K a n i tz. den gesamten Lehrkörper, viele gewesene und in reizender Aufstellung die gegenwärtigen Schülerinnen der Anstalt, endlich die zahlreiche Familie der Jubilarin, die sechs Töchter, einen Sohn und viele Enkeln. Die neue Vereinspräsidentin Bertha Hosrätin v. F r y d m a n n, Prag, eröfsnete die Versammlung und verlas eine schwungvolle Elückwunschadresse. in welcher das Hauptverdienst an dem 'Aufblühen der «chulen des Müdchenunterstützungsoereines, der bekanntlich erst vor 14 Tagen feinen fünfzigjäh rigen Bestand gefeiert /hat, und die Erwerbsfähigmachung von 10,000 jüdischen Mädchen, dem Wirken und Beispiel der Jubilarin zugeschrieben wird. Vizepräsident Hofrat Rap - p a p 0 r t betonte, wie gerne er die Glückwünsche der Wiener Kultusgemeinde idieser um die jüdische Frauenwelt hochverdienten Frau überbringe. Regierungsrat K r i k l sprach als engerer Kollegeund Fachmann, der seit 39 Jahren in Frieden an Seite der Jubilarin wirke, und pries die Frau, welche, indem sie ihres eigenen .Glückes Schmied war. hunderte von Eristenzen glücklich gemacht habe. In dem Goethe-Zitat: >,,Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist heilig", klang die Rede aus, welche den meisten Anwesenden Tränen entlockte. In formvollendeter .Weife, überbrachte Frl. Emma Mittler die^Glückwünsche des Lehrkörpers der Frauengewerbeschule; zwei Schülerinnen. Frl. Vnl-> kan (Handelsschule) und Irl. Glaser (Gewerbeschule) überreichten mit Prosa und von Direktor K u n e r verfaßte Poesie mächtige Blumensträuße der Schülerinnen; Frau Kommerzialrat Elsa Spitzer feierte die Jubilarin als Vizepräfidentin der . Sozialen Fürsorge". Unter dem Taktstocke einer Tochter der Frau 1t l m a n n. Adele Raffael, ertönte der Schlutzchor, welcher bewies, wie gut auch dieses herz- und gsschmackbildende Nebenfach in den Vereinsschulen gepflegt wird. Das Schlußwort sprach Regine Illmann. Sie lenkte alles Lob von sich ab aus den Vorstand. dessen Ideen sie ausgeführt habe und der den Schulen, selbst in der Kriegszeit, reiche Mittel zur Verfügung stellte. Das Gedeihen der Schulen ,fei den früheren Präsidentinnen. Marianne Benedikt, Paula v. Frankl-Hoch wart. Jda D i a nt a n t, dis anwesend war. Marie Schützler, der gegenwärtigen Präsidentin, dem ausgezeichneten Lehrkörper, dem Fleiß der Schülerinnen zu danken, auf deren Liebe sie stolz sei. Sie habe als bescheidene Vorkämpserin der Frauenemanzipation in Oesterreich nur eine Freiheit für die Frau verlangt, die Freiheit in der Arbeit. Unter reichem Beifall und tiefer Bewegung der Anwesenden schloß sie mit warmem Dank an die Vertretung der Kultusgemeinde die schöne. Feier, um deren Gelingen sich namentlich die neue Vizepräsidentin Helene K u r a n d a hochverdient gemacht hat. Schon am Vormittag war durch die Liebenswürdigkeit des Vorstandes das gemütliche Alt-Wiener Heim der Jubilarin in einen Blumenhain verwandelt, in dem auch künstlerische Handarbeiten, manch köstlicher Leckerbissen und Tropfen edlen Nasses zur Erquickung der seltenen Frau nicht fehlten, welche erst vor kurzem einen schweren Straßenunfall glücklich überstanden hat. C. Benedikt. Wien. (T 0 d e s f a t L) Dienstag,'den 24. Mai, 4 Uhr nachmittags,- fand am Zentralfriedhos (israel. 'Abteilung) unter sehr zahlreicher Beteiligung aus Beamten- und Freundeskreisen das Leichenbegängnis der allseits beliebten tüchtigen Beamtin der israelitischen Kultusgemeinde/ des Fräulein Gusti Mestler, statt, die durch ein tragisches Geschick im blühenden und hoffnungsvollen Alter von 21 Jahren nach längerem,- schmerzlichem Leiden verschieden ist. Unter den Anwesenden bemerkte man il. ,a. die Sekretäre der Kültusgenkeinde Dr. Emil A d l e r und Emil Engel und fast alle Kolleginnen der Dahingeschiedenen. Rabbiner Dr. I. Tag licht hielt einen ergreifenden Nachruf und Kantor S m 0 t r i tz k y zelebrierte,- wirkungsvoll unterstützt vom verstärkten Chorpersonale, die Trailergesänge. Am Grabe sang Erster Kantor M a t y a s das traditionelle El mole rachamim,- und ein deutscher Chor,- in künstlerischer Weise und mit tiefer EnchfindnNg von den Kollegen des Vaters der Ver^ storbenen vorgetragen,- beschloß diese Trauerfeier, von welcher alle Anwesenden tief ergriffen wurden. Ein armer, lungenleidender Kommis bittet edle Menschen um einen abgelegten Anzug. Er ist seit langer Zeit stellenlos, hat am 15. d. M. einen Posten erhalten, würde denselben aber verlieren, wenn er in seinem zerlumpten Anzug im Bureau erscheint. Dey Arme ist aller Hilfsmittel entblößt und kann bei den jetzigen

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