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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-05-25 · 20 (25.5.1917) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
20 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Sitte 3ii5 Nr. M Dr. Bloch's Wochenschrift" Mnc :Mnig ÄArhiStiftung für KriegÄvaiseu. In dem edlen Wettstreit.der Behörden nud Privaten, die. Folgen, des Krieges! durch Wohlfahrtsinstitrftionen zü!..tpfldern, .hat .'sicheine kroatische Korporation, einen hervorragenden Platz gesichert. Die A g r a m e r israelitische Kultusgemeinde hat nämlich vor einigen Pagen in ihrer unter Vorsitz des Präsidenten Herrn Dr. Robert S i e-b e ns ch. ein ahgehaltenen Sitzung beschlossen, eine Stiftungzur Erhaltung und Unterstützung von Kriegswaisen ins Leben zu rufen. lieber Intervention des Banns Baron Sterleez hat Se. Majestät gestattet, daß. die' Stiftung. nach dein Allerhöchsten. Namen des Königs benannt werden dürfe.' Es ist das in Kroatien der'-erste Fall, daß! einer Korporation diese Auszeichnung zuteil wurde. Der König Karl-Stiftung für Kriegswaisen, deren.Agenden den ganzen Bereich des Landes umfassen, widmete die Agramer israelitische Kultusgemeinde ein ' Grundkapital von 50.000 Kronen, das binnen wenigen Pagen die Summe von 100.000 Kronen überstieg. In allerkürzester Zeit wird mit dem Bau des Waisenheimes begonnen werden. Dem Verband der israel. Gemeinden Italiens ist ein Gesuch: des Israelitischen Frauenvereines in Siena zugegangen, daß auch die Frauen in den Vorstand der jüdischen Gemeinden wählbar seien. Interessant ist ihre Begründung: Die Männer kümmerten sich! zu wenig um -die Interessen des Judentums; die Aufgabe falle den Frauen zu, die von den Vorfahren ererbten Güter den neuen . Geschlechtern zu überliefern. Die Bibel in agrarischer Beleuchtung. . Die sich; sonst sehr fromm g ebärden d e „Deutsche Tageszeittmg" scheint ganz Zu vergessen, daß die.Bibel Mch.^im,^den„..Christen. heiliges.. Buch darstellt.-- > Sie schreiht über das Buch der Bücher mit einem von Sachkenntnis getrübten Urteil: „Unter den Händen der kunstlosen . Semiten, Türken und anderer Völker wurden die herrlichen Sagen zu jenen Schunderzählungen, wie . sie im Alten Testament und anderswo, geschmacklos, vor- , liegen." Dagegen finden wir in. einem Organ der als gottlos verschrienen Sozialdemokraten, im. „Hamburger , Echo"> folgendes schöne Wort über die Bibel: „Jeder Mensch Mit gereister Lebenserfahrung, der unbefangen an die wundervollen biblischen Dokumente tiefster Lebensweisheit^ gegründet auf eingehendster Menschenkenntnis, herantritt, muß Von ihnen gefangen genommen werden/' *?lns Rußland. Das Amsterdamer „Joodsche Korrespondenzbn.reau" meldet, daß die Juden in Rußland sich nach wie vor nichü als einfache russische Staatsbürger betrachten,- sonderiv als ein nichtrussisches Volk, deM dieselben Rechte-und Pflichten zukontmen wie den anderen nichtrussischen Völkern-des ehemaligen Zarenreiches. Sie fordern volle Gleichberechtigung sowohl iM eigentlichen moskowitischen Rußland, wie in den neu zu bildenden autonomen 'Staaten, vor allem in Finnland, dessen Gesetzgebung bisher einen scharf antifemttischen Charakter trug. Das ' ^Joödsche Korrespondenzbureau" hebt die Tatsache hervor/- daß die .Finnländer, die seit Jahrzehnten nach Freiheit rufen, diese bloß für sich! verlangen, sie aber anderen, wie z. B. den Juden, verweigern. Die provisorische -Regierung in -Petersburg unterstützt die jüdischen Bestrebungen und unterdrückt Mit größter Strenge jede antisemitische Propaganda. Alle antisemitischen Zeitungen Rußlands hahen ihr Erscheinen eingestellt, wogegen in den Meisten - Städten' Rußlands die von der früheren Regierung-unterdpuchten jüdischen Blätter wieder erscheinen. - / - - - - Eine hochherzige Spende Kr die M. KriegÄwtleldenden. Herr Julius Rosenwald in Chicago übermittelte denr jüdisch-amerikanischen Hilfskomitee ein bedingtes Anerbieten von einer Million Dollar für die jüdischen Kriegsrrotleidenden. Herr Rosen Wald will zu jeder Million Dollar, die im Jahre 1917 für diesen Zweck in Amerika gesammelt' wird, 100.000 - Dollar beisteuern. Die Spende Rosenwalds stellt die größte Schenkung dar, die jemals von einer einzelnen Person in Amerika, für einen solchen Zweck gemacht wurde. Sie wird einen großen Ansporn für die im ganzen Lande orgarrisierten Subkomitees bilden. Bis jetzt wurde im Jahre 1917 eine Gesamtsumme von 1,274.839 Dollar für Kriegshilfszwecke gesammelt. Vermischtes. Schabnothfest (Pfingsten) für die israel. Glaubensangehörigen. „Aus dem Militärkommandobefehl Nr. 115 vom 19. Mai 1917. Das Schabnothfest (Pfingsten) für die israel. Maubensangehörlgen beginnt Samstag, den 20. Mai 1917, lim 7 Uhr nachmittags, und endet Montag, den 28. Mai 1917. um 9 Uhr nachmittag. Sonntag, der 27. und Montag, der 28. Mai 1917, sind nach Diensteszulässigkeit dienstfrei zu geben. Der Gottesdienst, wird in sämtlichen Bethäusern jener Stationen, wo sich solche befinden, abgehalten werden, und zwar: Samstag, den 26. Mai 1917, von 7—9 Uhr nachm., Sonntag, den 27. Mai 1917, von 8—12 Uhr vorm. und von 7—9 Uhr nachm., Montag, den 28. Mai 1917, von 8—12 Uhr vorm., Montag, den 28. Mai 1917 wird das Gebet vfür das L-eelenheil der Verstorbenen (Maskirgebet) verrichtet, wobei alle Gläubigen pietätvoll auch derer gedenken mögen, die den Heldentod für das Vaterland gestorben sind. Den Offizieren, Militärbeamten, der Mannschaft und den ausgangsfähigen Kranken ist die Möglichkeit zu geben, diesen Gottesdiensten beiwohnen zu können. Diese Verordnung hat auch sinngemäße Anwendung auf die Kriegsgefangenen israelitischer Konfession .zu finden." ' „Kriegsspitalshilfe für Palästina". Laut einem soeben von unserer k. u. k. Konsularagentie aus Safed eingetroffenen Berichte sind unsere dorthin gesandten Medikamente für einen geringfügigen Betrag an die „DeutM^Holländifche PaMMnävenvaltung' abgegeben worden, zu deren 'Arbeitsprogramm auch die jüdische Krankenpflege in Safed gehört. Wir glauben, auf diese Weife unsere Medikamentensendung nach Safed auf dem besten Wege ihrer Besttmmung zugeführt zu haben. ' Wir hoffen, daß unsere Gönner in Deutschland diese Tatsache zur Kenntnis nehmen und auch fernerhin unser der Allgemeinheit dienendes Hilfswerk nach Kräften fördern werden. \ Die „Kriegsspitalshilfe. für Palästina", Wien, II., Obere'Donaustr. 109. Gedenket am Schowpaus der Armen in Palästina l Allen Vorstehern, Rabbinern und Lehrern, die am Pessachfeste unsere Sammlung unterstützt haben, sprechen Wir an dieser Stelle unseren wärmsten Dank aus. Wir bitten sie, auch am1 Schowuausseste beim Gottesdienste Spenden für unser dringendes Hilfswerk anzuregen. Die „Hilfskomimission 1915 für Palästina".

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