Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 20 (25.5.1917)
- Date
- 1917-05-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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«Mte 324 i i Dr. Vtoch'S WMenschrlft' Nr. 20 BeMr.chtzr^MvMieL euer Gott, ist es. Her -mit euch! zieht, für mHiHi streiten mit euren Feinden/ euch zu helfen." 'Diese vom Priester an das ins Feld abziehende VM jgHaltene Ansprache ist so kurz und gebunden zusammengefaßt und Habei so reich an Form und Inhalt; enMWhjt sovolWnnMen ihrer Tendenz und ihrer bestimmten Hrtention/ daß! dieselbe auch) als Paradigma mch Beispiel jedem nmdernen Feldrqhbiner dienen kann, -jMLMLMtsPWche «n-erne Warschßormation zu halten hat. In bezug' jaus diese oben zitierte Ansprache in unserer Heiligen SHrifl erfahren wir sowohl vom Talmud als auch) von allen Hauptkommentaren sehr weniG Der Talmud (Sota 42j und nehmen bloß zu den Zwei Wörtern p&p Stellung utch weisen auf Hie ■flX'lp hin/ daß der Ewige dem ins Feld abziHenden Volke Wondieser wegen -— Hie W' in den Tefilin besindiet und! die heim Morgen- und Wendgebet eingeschaltet wird — im Kriege Helsen wird. Vom ist hier gerade nichts von Bedeutung zu erwähnen. Der erwähnt nur das ^N!22, das Gottvertrauen/ indem er sagt: daß sie (das Volt/ die Truppen) nur mit der Mfe Gottes Wer seien; foMich auch nichts neuessondern iw Sinne des Textes Her heiligen Schrift. Dagegen aber verdient hier der bekannte Kommentar hervorgehoben zu werden,- der uns vor allem in seinem Kontmentar auf eine neue Stelle in der hei- ^Wen Wpift aufmerksam! macht/ und zwar auf 5. Buch Pipses/ Kap. 23; Satz 10, eine ©teile, die bloß einen 'einzigen SM eyHM/ der gleichfalls jedem modernen MLrabbiner als Leitfaden zu einer Ansprache Biet der MxechiKng" eurer ins Mld abzugehenden Marschforma- ,tW dienen kann; ein einziger Satz-/ der aber eine Fülle von aktueller:Sentenzen und GedaÄeir enthält; worüber wir in eißer der nächsten NuMMern schreiben'werdm. Hkx Von einem Protestantischen FeldkUMtena) Im /.^yerrlöseg" vom 10. März wurde der folgende ArtWl veröUentlicht: ,/Diem AndenLoil an Dr. Adolf Kelemeu. ^mmeeb ammi. Eloliajieli Eloliaj. Miy GdW dein Glaube ist mein Gott, mein Glaube. Mn Zoll der Ehrung und der Freundschaft will. ich abstatten/da ich: das sympathische Bilddesjenigen in mein HedWMis zuMfrufe/ dessen vergänglichen Stäub wir MlriWrwarteü hipher in die teure ungarische Erde/ auf daß der kalte Grcckhügel des Friedhofes hier das um erbittliche Gesetz der Vergänglichkeit künde. Me bedeutendste unter den Pflichten der Menschen-, fxeundlichjkeit ist es/ bei Eintritt des 'Todes die Erinnerung an unseren guten Freund unter schmerzlichen GefWleu auszüfriWn. Dies Um' so schwerer/ je weiter wir-seinen Abgang hinauszuschieben wünschten. Dein Gott/ dein Glaube ist mein Gott, mein Glaube. Mine Mynilie ist meine FamTie,- ---deine- Wünsche sind meine VMUsche/ deine Freude ist meine Freude, dein Kummer ist mein KuNüner. '?,? M bist in ein neues Leben eingetreten. Mit Ruth rufe ich dir zu: Elascher telchi elecli ubaaschertolini.olin. mein Weg, wo du dein Zelt aEchitägM; dort sei auch mein Obdach. MeWesd elahaz NWWeeh awuu. — *) Da die ,.Ke^men-Legeude" bei der „Reichspost" Aergernis ruüHDei demHeldrabbmer Dr.Frankfurrer Mitzdillitzung erregt hat. dürfte vorstehender Nachruf aus der Feder eines protestantischen Feld-- tmUtenbefonderes .Mtexesse Lelmspruchm^ i Beim Schützeiigrabeu habe, ich mit dir liebe Stunden verlebt. Ueber drei Dörfer/ in finsterer Macht trug ich an einem Sabbat — begleitet vvM Donner ' der GsWche und dem Geknatter der Gewehre —/ da trug ach deinen für den /.Egyenlöseg" bestimmten Artikel, in welchem du des Granalensplitters gedachtest, der an der Tür utdserer Wohnung sich -in^chjeden du in lieber Friedenszeit als BriefbDhMerer bMLÜtzen wolltest/ mit der Inschrift: .,,G-luß pir den sMischen Rabbi!" Ich trug deinen Svendenbeitrag mit/ durch welchen' dein warmes/ fühlendes HerH- W deinen BrMern zuwendend, mit gefalteten Händen betetest/ daß die dähdiMgebliebetten „Wächter JsraeP" allen achgen,. die heimMosWvordenen galizischen Wüchtlinge zu schützen und zu retten. Wie ein selbst Hertzen aus Stein erschütterrtdor Orkan ertönte vvn deinen Lippen das /.Schema Israel'!" Du hattest ein warmes/ fühlendes Herz, du wußtest, was die -edle Pflicht des Seelsorgers ist: .neue Lebenskraft gießen in Heu mit todesverachtender Tapferkeit kämpfenden unggrisch-en Soldaten. - Ich habe dich lieWwonnen. Ich liebte in dir pW aufopfernden, währen Angarn. FreundschMWiche Gefühle verbinden mich; mit deinem Vorgänger/ Hern Läszbererry er Rabbiner Dr. Edmund Kra l Maar,- -mit - Hem ich die Aufregungen des Kriegsanfanges gemeinsam durchmachte. Als euer guter Max Szabolcsi mich wenige Wochen.vvr 'seinem Heimhmrg in eine schönere und glücklichere Heimat mit Her Kitte .aWuchte, ü b e r jüd ische H elden zu ßchme llban/ da -konMe ich mich nicht recht entschließen/ über wen von euch «Heiden -ich schreiben soll, denn, -über einen .von euch wollte ich schreiben. Und jetzt schreibe ich über dich. In BoroPAzlacheG trafen wir uns zum leWertmgl,,' DWngjs', mMmAMst-Ku, auf meine Frage -über deinen Gesundheitszustand humorvoll mit den Worten Mercutios aus SKiMWeares! pMomeo und Julia": /Mr ist nicht ho breit wie ein Kirchen--^ tor, auchnicht so tief wie ein jBrunn.en, ahex für mich gerade genug." Wie oft gedachte ich in meinen Kviegseriimerungen deiner tiefen Liebe zu demev GMM iMner sympathischen -Erschemung/ deines' MndMen WssenH deiner rednerischen BegghunM deines HMMmütes: Und nun bist du den Heldentod gestorben. Deine Seele ist in das L-and ddr hGvWeit eing-Gogen/ auf deinen LipMn ist pas Wor-t erstorben. ' I /.Ich) bin verstumönt und öffne meinen Mund, mW. denn du hast es bewirkt/" stW DgvM -der PsakmeWüig. NiedmgMochen hist dp/ dein Mr Ideale sHlpgendes Herz ist zur Ruhe Degangen. Jchi nehme -Abschied Mou dir. lieber deinem GrMe/ >auf heWatlichem Boden, mDe hllnmlischer Friede/ Rlche wohnen, der MosenstraüW her Erinnerung, streue seine zarten ÄWer' guf deht Nrab. Komme zu uns/ rphe hier in Frieden. Gott mit H,ir, b.is wir uns wieder treffen. I u bi u.s - Ez a ck 0/ . res0Mnierter WldtzeiMchor in der Reserve:" Das pNeue Pestpr JourMl", M, 129 ooM.Sunn- ÄüM #: M tag/. den 20. ML, Meldet: Se. folge der KriegssAapaW: vorstorbsMUx zu mner Mno- JnfaMeriedivision eingtztmlimr - Rss.-WellwabbllM DWor Wolf Kelemen M dem^tzW geleisteten v> orz jüfgl i He n u md . anchorp fmimibmi Dienste da-Z Ritterkreuz des.Mra.mH JofeH-- Or d.en s. Mit da r Kr iiMD'rOV-DMtEm: liehen. -