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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-05-11 · 18 (11.5.1917) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
18 (11.5.1917)
Date
1917-05-11
Page
– (sequence 20)
Language
German
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fr IS Seite 304 Dr. Bloch'S Wochenskyrift Das Herz krmnvfle sich mir Zusammen. Ich wundere mich heute noch, daß ich inrstande war,- meine Tränen zurückzrchülten. Ich bemerkte bloß.: „Natürliche.. Wer kann auch in so großen Zeiten Briefe schreiben!" Ms ich! nach Kaufe zurückkehrte, erwartete mich eine neue Ueberraschung. Eine. seine Damenschrift, ein geschlossener Brief an die Adresse des Herrn Josef Weiße. Ich kenne alle chre Verbindungen, die Schriftzüge waren mir unbekannt. Und doch wollte ich ihnen den Brief nicht schicken, bevor ich mich nicht von seinem Inhalte überzeugt hatte. Ich! beging das Vergehen, verletzt das mir auvertraute Briefgeheimnis — und war froh, es getan zu haben. Denn in dein Briefe erkundigte sich die Frau Arvads bei den Alten nach! dem Befinden ihres Gatten, des Vaters ihres Kindes. Die Frau Arv ads! Das kam mir überraschend. So hatte er also dennoch! ohne Wissen und ohne den Segen der Eltern die Schauspielerin geheiratet? Rasch, mit Erlangung der Kriegsdispensation? Es scheint so. Daran Laßt sich! nun nichts mehr ändern. Ich schrieb der Frau, daß ihr Gatte gefallen sei, sie wäge die notwendigen Schritte wegen Erlangung der Pension einleiten, den Ellern chres Gatten aber jede Woche als Pflegerin Arvads aus irgend einem russisch-polnischen Spital "einen Brief schreiben. Ich werde schon dafür Sorge tragen, den Pester Poststempel mit dem hiesigen unleserlich zu machen. Die Witwe Ärpad Weiß' schrieb^ chre Briefe sehr klug, ich konnte allsamstäglNh! der FaMilie Weiß! Briefe "voller Hoffnungen übermitteln. Das Frauchen schrieb auch mir wiederholt; zuletzt, daß. sie diese Komödie satt habe und mit dem Kinde zu den Eltern Arvads kommen wolle. ,Dut," antwortete ich chr, „kommen Sie; doch richten Sie es so ein, daß, Sie an einem Samstag hier sein können." Und sie kam. Eine lebende, harmonische Elegie in TranerkleidunG bleich! und abgehärmt. Das Kind glich dem Vater aufs Haar Mit seinen lebendigen blauen, Aeuglein und seinem ständigen Lächeln. Ich begab mich mit ihnen zu den Alten. Das Kind wurde von einem Dienstmädchen nach getragen; wir hatten ihr besohlen, ein wenig zurüetzubleib'en. „Die Pflegerin Arpas," stellte , ich sie vor.- Beim Anblick des Trauerkleides ähnten die Alten Schlimmles. Der jungen Frau rannten Zähren über das Gesicht; sie neigte sich unwillkürlich über die alte Frau und küß te sie. Das Dienstmädchen kanr, mit dem lächelnden Kinde auf dem Arm. ^Arftad, Arpad!" brache die bittere Glückseligkeit aus der alten Frau empor, sie holte das Kindin ihre Arme und blickte dem Kleinen iNit tränenden Angen minutenlang in das lächelnde Gesichtchen. Sie hatte verstanden!, Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Begründet oon Z. Frankel. Herausgegeben von Prof. Dr. M. Braun. 61. Jahrgang. Heft 1/2. .Januar-Februar 1917. Breslau, Äöbncr'sche Verlagsbuchhandlung. Inhalt: M. Güdem ann : Der Fremde ,ist der Feind. — S. Kr a u ß : Notizen zur „kleinen Chronik". I. E u ttm an n: Lazarus Bendavid. — M. Balaban: Joseph Jonas Theomim-Fränkel. Rabbiner in Krakau (1742-^1745) und feine Zeit (Fortsetzung), — Besprechungen : Von Alois Schweiger: Buber Martin, Vom Geiste des Judentums. — Von L. Grotte: Levy Mar, Der alte israel. Friedhof zu Worms, a. Rh. — 14. Jahresbericht der Gesellschaft zur Forderung Zier Wissenschaft des Judentums. — Protokoll der Sitzung des Ausschusses der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft .des Judentums, vom 27. Dezember 1916. — Protokoll der Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums vom 27. Dezember 1916. Briefkasten. Caf6 N. Nur dem „Deutschen Volksblatt" war es Vorbehalten geblieben, den mit Victor Levi im Amtsblatt zur „Wiener Zeitung" zugleich genannten Major Wenzel Trunecek, deren Vermögen beschlagnahmt wurde, zu verschweigen. Selbst die „Reichspost" hat Objektivität bewahrt. Allerdings hat sie das „mosaisch" unterstreichen zu müssen geglaubt, während bei Major Trunecek die Konfession überhaupt nicht angegeben war. F. V-, 9. Vez. Der Verein „Tipheres Bachurim" unterstützt Bachurim aus Wien, die auf einer Jeschiwa lernen. Präsident: Restaurateur I. PiNkas, 2. Vez., Kleine Sperlgasse 5. Israelitische Kultusgememde Wien. Z. 1674, ex 1917. Wien. 4. Mai 1917. Rechnungsabschluß 1916 Einsichtnahme Kundmachung, Der Kultusvorstand bringt hiemit zur Kenntnis, daß in Gemäßheit des ß 92 (neu) des Statutes der israel. Kultusgemeinde Wien die Rechnungsabschlüsse über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicherunter Geipeindeverwaltung stehender Fände und Anstalten für das Jahr 1916 vom 6. Mai 1917 ab durch 14 Tage im Sekretariate der israel. Kultusgemeinde Wien, 1. Bez., Geitenstettengasse 4, 3. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zur Einsicht der Gemeindemitglieder aufliegen. - % Die Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist ihre Erinnerungen schriftlich einzubringen. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Beneditt KajvMs-SttPmW für GiewerbeschArst Anzahl der Plätze: .Unbestimmt, im Betrage von je Kr. 60.—. Bewerbungsberechtigtsind: Israel, junge Lepte, welche die Gewerbeschule Mit vorzüglichem Erfolge besucht haben. Verleihungstag: 20. Juli 1917. Cesuchsbeilagrn: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Studienzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1917. Einreichstelle: 1. Bez.. Seitenstettengasse 4, - 2. Stock (Einreichungsprotdkdll). L. G. Goldstein'schL Heiralsausstattnngs-Sliftüng. Kileratnr. „Jung Juda". Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. 18. Jahrgang. Nr. 9. Prag, 4. Mai 1917 (12. Jjar 5677). Redaktfon und Administration: Präg, II., Stesansgässe 629. Inhalt: Abel Beti Jechuda: Drittes Buch Moses, Kap. 19, Vers 2—18. — Nach Dr. I. Erätz: König Saul. — H. D. Na umberg: Das Glück. — Salomon L. Rappaport (Illustration). — Leo H. Adön: Kindertraum. — Ins Stammbuch. — Der alte jüdische Friedhof in Wilna. — Mar Saudek (KoHin): Meine Reise nach Palästina. Guck in die Welt. — Rätselauflösungen. llebersetzungsaufgabe. — Rätsel. , Tie Wahrheit ist nn Anmarsch! Abhandlungen über den' Weltkrieg. Rach Prophezeiungen aus den Büchern Daniels Psalmen, wie auch -vom Talmud und verschiedenen anderen heiligem Schriften. Von Peisach T h a u aus Stanislau (Galizien), derzeit! in Vöslau-Gainfarn, Häuotsträße 21. Der Erlös ist dem k. k. Oesterr. Militär-Witwen-' und Waifenfonds gewidmet. Wien, Januar 1917. Verlag von Peisach T h a u, Vöslau-Gainfarn. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 300.—. Bewerbllngsberechtigt find : Arme verwaiste israel. Mädchen. ' Bevorzugt find: Verwandte des Stifters L. G. Eoldstein, geboreü zu Altstadt .in Böhmen (ehemaliger Kreis Tabör), öder seiner Gattin Katharina, geh. Landauer, bis einschließlich des dritten Grades. Verleihungstag: 4. August 1917. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis. Sittenzeugnis, Nachweis (Der Verwaisung (Totenschein üsw.), eventuell Verwandtschäftsnachweis. Letzter Tag der .Einreichungsfrist: 31. Mai 1917. Einrerchstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4» 2. Stock (Einreichüngsprotokoll). i Eesuchsstellerinnen, welche vor idem Verleihungstage heiraten, werden des Anspruches auf die Stiftung verlustig. Intelligentes kMW, licher Mithilfe, -wird für ein gutes Haus in Wien gesucht. Offerte unter »Dauernde Stelle« an die Redaktion des Blattes. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck bon L. Beck L Sohn, Wien, VII.

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