Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 18 (11.5.1917)
- Date
- 1917-05-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 18 Dr. BtoK's WoHenschrist Seite 293 .26. April: Bernhard Steiner, Infanterist des königl. ungar. Hoiioed-Jnf.-Rgts: Nr. 13. Artillerie-Werkstätte Brünn. . 27. April: Norbert Bloch, Korporal des Jnf.-Rgts. Nr. 103. 29. April: Erich Rubin st ein, Einj.-Freiw. des Landwehr- Jnst-Rgts. Nr. 33. Heinrich G e i r i n g e r, Oberleutnant. Im Iried'Hofe von Kirlibaöa, Eni Berichterstatter des „Egyenlöseg" hat letzthin die Manien folgender jüdischen Soldaten, die hier begraben wurden: 1. Fähnrich i. d. R. Erich Pisk, k, n. k. Feldkan.- Reg. Nr. 12, Batt. .2, gefallen' am 8. Dezember 1916. In sein Grabkreuz ist ein Mogen-Dovid eingebranllt. 2. Stefan Flesch; die G'rabtafel weist ein Mögen- Dovid auf. 3. Ernst B l;a u, M. K. 30, h. gy. e I. szazad hosihalalt halt 1916, X/2 (deutsch: tön. ung, Honvedinsanterieregiment 30, 1. Koinv.), ist den Heldentod gestorben am"?2. Oktober 1916. 4. Ludwig Balo g, kön. ung. Honvedinfanterieregiluent Nr. 6, Fähnrich i. d. Res., gestorben am 12. August 1916. 5. Andor Hirsch, Honvedinsanterieregiment Nr. 30, 2i Bataillon, 4. Kompagnie. aus Taschkent, 25. Febr. 1917. Löbliche Redaktion! Mir bitten höflich,st,-,. tlachsolgendetr Zeilen in Ihrer werten Zeitung Raum zu geben: Die unterzeichnetetr Kriegsgefangenen in Tajchkerlt . (Asien) entbieten Men ihren Angehörigen, Bekannten und Freunden die herzlichsten Ostergrüße. Heinrich Felder. Fellig! K al mär n,, Przemysl. Jakob H a lb e r sta nr. Eduard Al tho lz. Äalomon W e i ftmann. Moritz, Dickmunn. Salonwn Weiner. Hermann 5k r e mn-ic e r. Josef Lauda u. Jgll. Steine r. Hermann Grün b erg. Josef Bienen garten. Leon Jakob Nara. Bernhard Sobel. Hermann 2kltmamt (Storozynetz, Bukowina). Ofen stein «Wielopole). Israel Bernstein. Simon AMher (Ereyes). Leib Bars am (Przemysl). Michael Nagel (Przemysl). Natan S ch leie n .(Bursztyn). Joses 5k a h a n e (Zloezow). Joses Kranz (München). Fritz Landes. Jer Arzt in Kriegsgefungenfchafi. Der Bezirksarzt Da Eugen Willter ist gleich bei der Mobilisierung eingerückt und am 1. 'August 1914 mit den erstem Honoedtruppen von Erlau an die russische Front gegangen. Er befand sich unter den ersten, die das Signum laudis erhielten. Bei dem großen Lemberger Rückzug bekam er infolge einer auf hmr Verbandsplatz, explodierten Granate euren Nervenchock, von dem er jedoch geheilt wurde. Bei der ersten und zweiten Belagerung von Przemysl war er in der Festung, und als dieselbe, das erstemal befreit wurde, erhielt er wohl einen Urlaub, machte jedoch keinen Gebrauch davon. Schließlich wurde er, als Przemysl ausgegeben wurde, mit anderen Gefangenen nach Krasnojarsk (Sibirien) gebracht, wo er bis heute mit dem Heimweh im Herzen schmachtet: Vor einigen Tagen erhielt nun, wie ..Egyenlöseg" berichtet, Frau Dr. Winter von dem Ha um Mann Eugen Erwey, der als Aus tau sch,in v alide aus russischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte, ein Schreiben, in welchem es u. a. heißt: „Leitmeritz, 1. März 1917. Sehr geehrte, gnädige Frau! Vorgestern bin ich als Austauschinvalide ans der russischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt und bin betcliegend krank. Ich war in Krasnojarsk und der Patient Ihres lieben Gatten, in dem ich..und jedermann einen Menschen mit edlem Herzen, einen getvissenhasten, menschenfreundlichen Arzt verehre. Mitte November wurde ich von dort wegtransportiert und nach russischem Systenr Hirt- und hergcschleppt, bis ich null nach Vertaus eines Vierteljahres endlich zu Hause bin. Vorläufig in zweiwöchiger Quarantäne und dann in nleiner engeren, schönen Heirnat. Mit Jhrenr lieben Gatten Hab.' ich noch in den letzten Tagen gesprochen. Er ist wohl. gesund. aber die Vielsachen Bitternisse der Kriegsgefangenschaft haben auch ihn mitgenommen. Er verrichtet dort eine Riesenarbeit, viele hundert Menschen segnen ihn. aber es fehlt ihm das .Heim, die Familie. Verlangen Sie ihn noch nicht zurück vor fcem Kriegsende. Ihr Mann erfüllt dort in den: fernen Sibirien eine solche wichtige Mission, er gibt soviele Kompatrioten dem Leben wieder, verhitft sovielen, als letzten Versuch der Leeensre.tung, zur Rückkehr ins Vaterland, daß Sie. hochverehrte gnädige Frau, stolz sein müssen aus diesen edlen .Menschen, der die Liebe und die Hochachtung aller besitzt." Das KeöttrLsfejt der Kaiserin. Das Geburtsfeft der Kaiserin wurde von der Iudenheit Oesterreichs in allen Kronländern festlich begangen: In allen jüdischen Gotteshäusern wurden feierliche Gottesdienste in Anwesenheit der Spitzen der staatlichen und der autonomen Behörden, der Schuljugend und der Vereine und Korporationen abgehalten und Sammlungen zu Fürsorgezwecken „Für das Kind" veranstaltet, welchem hochherzigen Gedanken die junge- Kaiserin ihre besondere Aufmerksamkeit zuwendet. Mit besonderer Feierlichkeit beging die Wiener israelitische Kultusgemeinde diesen Festtag. In allen Synagogen Wiens fanden Festgottesdienste unter zahlreicher Beteiligung der Eemeindemitglieder statt. Um 11 Uhr vormittags wurden für die israelitische Bolks-, Bürger- und Mittelschuljugend in sämtlichen Bezirken Wiens Festgottesdienste abgehalten, im Nahmen deren die Schuljugend über die Bedeutung des Tages belehrt wurde. Beim Festgottesdienst im Tempel der Inneren Stadt, Seitenstettengaffe, nahm der gesamte Kultusvorstand unter Führung des Präsidenten Dr. Alfred Stern teil. Das festlich beleuchtete Gotteshaus war von-den.Festgästen dicht gefüllt. Es waren erschienen: Stadtkommandant Generalmajor Ritter v. Mossig, Oberst Prochazka, inVertretungdes Unterrichtsministers Sektionsrat Dr. Rittner, in Vertretung des Statthalters Statthaltereisekretär Dr. Fenz, in Vertretung des Polizeipräsidenten Kommissär Dr. Kraft, in Vertretung des Bürgermeisters Gemeinderat Dr. Oskar Hein, ferner die Gemeinderäte Dr. Rudolf Schwarz- Hill e r, Dr. Heinrich L o e wen ft ei n und ErnstRe u st a d t l, Baron Louis Rothschild, der gesamte Bethausvorstand, Delegierte zahlreicher Vereine und Korporationen, © id c e a 3 © 3 © ©