Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 16 (27.4.1917)
- Date
- 1917-04-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 256 Dr. Bloch's Wochenschrift" Nr. 16 Andreas Oehler, Fähnriche Besitzer der goldenen, kleinen silbernen Tapferkeitsmedallle und des Karl- Kreuzes. Am 27. Juni 1916, abends, kam! er von seinem Urlaub zu seinem Regiment zurück. Am anderen Morgen 6 Uhr führte er die unter seinem Kommando suchende Truppe zum Angriff - Mittags desselben Tages war er auch schon verwundet und kam ins Spital. Für die geschilderte Waffentat bekamt er hie goldene Tapferkeitsmedaille. Rudolf Steindler, Fähnrich» besitzt die silberne Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse, die bronzene Tapferkeitsmedaille und das Karl-Kreuz. Er hatsich: stets für die schwierigsten und gefährlichsten Unternehmungen freiwillig gemeldet. Eugen Hallasz, Fähnrich-, ausgezeichnet mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse, der bronzenen Tapferkeitsmedaille und dem Karl-Kreuz. Ludwig Böhm, Fähnrich-, SauiMsleutuant, wurde mit dem goldenen Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille, zweimal mit der silbernen Tavferkeitsmedaille 2. Klasse, dann mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille und denk Karl-Kreuz ausgezeichnet. Er ist ein Mann von seltener Tapferkeit, der im heftigsten Feuer im Freien den Verwundeten die Verbände anlegt. Rudolf Ören stein, Fähnrich, Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und des Karl-Kreuzes. Sigmund Geiger, Fähnrich» hat im Jahre 1914 maturiert, besitzt heute bereits die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und' das Karl-Kreuz. Oskar Taffler, Fähnrich» .wurde zweimal mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und mit den: Karl-Kreuz ausgezeichnet. Andor Ku n, Landsturmleutnant: silberne .Tapferkeitsmedaille 1. Klasse, Signum laudis und Karl-Kreuz. Die große Silberne wurde ihm von Erzherzog Friedrich persönlich, an die Brust geheftet. Das Signum laudis erhielt er am 3. November 1916. Als Kompagniekomjmandant führte er seine Mannschaft zu einem Gegenangriff der glänzend gelang. Desider Stein, Fähnrich: silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und Karl-Kreuz. Die große Silberne wurde Hur für eine am' 3. November 1916 vollbrachte Waffentat verliehen, aus welchem Anlasse er auch zunr Fähnrich ernannt wurde. Mit seiner Abteilung gemeinsam mit der unter Führung des Fähnrichs Ladislaus Vasarhelyi stehenden Abteilung brachten sie drei Maschinengewehre ein, nachdem' es chnen unter heftigen, ununterbrochenem Front- und Flankenfeuer gelungen war, dieselben zu erbeuten. Fähnrich? Vasarhelyi, der bereits die bronzene Tapferkeitsmedaille und das Karl- Kreuz besaß» wurde bei diesem Anlasse für die große Silberne in Vorschlaggebracht. Jaques Deutsch!, Reserveleutnant: silberne Tapfer- . keitsmedaille 1. Klaffe und Karl-Kreuz. Franz Nagy, Reserveleutnant: silberne Tapserkeitsmedaille -2. Klaffe und Karl-Kreuz; leistet bereits seit 16 Monaten Frontdienst. Leopold Montag, Reserveleutnant: silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse, SignuM laudis und Karl-Kreuz. Ludwig Czilczer, Fähnrich!: silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klaffe und Karl-Kreuz. Eugen Deutsch» Fähnrich: silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und Karl-Kreuz. Die beiden Letztgenannten haben ihre Auszeichnungen für die Oktöber- Offensive als Einj-ährig-Freiwillige-Zugsführer erhalten. Eugen Deutsch war während eines Tages auch KompagniekomMandant. Von den Offizieren der Kompagnie sind nach: siebentägigem Trommelfeuer bloß diese beiden und ein anderer Einjährigf-Freiwilliger-Zugsführer zurückgeblieben, Alfred Szanto und Bela Matrai, Fähnriche, sind Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse unddes Karl-Kreuzes, welche Auszeichnungen sie fü-r die Oktober-Offensive erhielten. Matrai führte seine Leute zum Gegenangriff. Beide waren zu jener Zeit Einjährigs-Freiwillige-Zugsführer. Die angeführte Liste bildet bloß einen Bruchteil der ausgezeichneten jüdischen Offiziere des Regiments. Sämtliche sind Reservisten. Ier Mademiepreis für einen gefabenen Ketden. Vorige Woche hat die Ungarische Akademie der Wissenschaften Wer die Zuerkennung.des Teleky-Preises in einer Vollversammlung entschieden. Der hundert.Dukaten betragende Preis für das beste Trauerspiel in Versen wurde dem Autor des Werkes „Az ösi atok" („Ahnenfluch") Dr. Josef Polgar zuerkannt. Die Jury bestand aus den Mitgliedern der Akademie Gustav Hei nrich, Arvad Berczik, Zoltan Feremzy, Karl Witz a ly fy und Ladislaus Gyenes. Der preisgekrönte Autor bekam diese Auszeichnung nicht mehr selbst, dem: er hat im vorigen Jahre auf dem russischen Kriegsschauplatz den. Heldentod gefunden. Dr. Polgar war im Zivilberuf Mittelschulvvofeffor und kämpfte "an der Front „als.Fähnrich?, Er war seinerzeit gezwMgcm.au einer Privatlehranstalteine Stelle anzunehmen, da er" als Jude — er hieß ursprünglich Pollak — an staatlichen Schulen nicht ankömMen konnte. Professor Dr. Polgar hinterließ eine Witwe, die jetzt als Telephonistin bei der Standard den Lebensunterhalt für sich! und ihre Familie zu decken gezwungen ist; sie hofft, aus den Einkünften der Aufführung des Stückes den Leichnam des Gatten heimbefördern zu können. Mit Recht knüpft „Egyenlöseg" an diese Mitteilung die folgende Be- Merftmg: Da haben wir die Tragödie des jüdischen Lehrers! Die preisgekrönte Tragödie spielt übrigens in der Zeit des Königs Stefan. Ihr Autor hat 20 .Jahre ,gu ihr gearbeitet und wurde mit dem letzten Aufzug fertig, als er von der Front auf kurze Zeit nach Hause kam. Auszeichnung des Ieldraböiners Ar. Kausner. Der Kaiser hat dem Feldrabbiner Prof. Doktor Bernhard Hausner in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem/Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Alle, denen die rastlose, vielseitige und überaus nutzbringende Tätigkeitdes .genannten Seelsorgers, in.die auch die Leser unseres. Blattes wiederholt Einblick gewintien konnten, bekannt ist, werden sich -über die ihM! zuteil gewordene allerhöchste Auszeichnung auftichtig freuen. - Auszeichnung von Lehrersotznen. . Der jüngste Sohn des Wiener Bürgerschnlleiters Jakob Polifka, Leutnant d. R. Ernst Polifka, der schon auf dem nördlichen Kriegsschauplätze die silberne