Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 15 (20.4.1917)
- Date
- 1917-04-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 242 ‘ Dr. Bloch'S 3. Bon Herrn Dr. Jakob Ornstein 150 Kronen zum Ankäufe von Wem für die ersten zwei Sederabende bei der ifrael. Kultusgemeinde in Triest. 4. iDon Herrn Hugo Spieglet 20 Kronen. 5. Außerdem erhielt ich vom Kriegsministerium in Wien zwei Dutzend Gebetbücher und Psalmen und zwei kleine Paketchen Tee- und Kaffeepastillen. 6. Don Rabbiner Bela Fischer: 50 Agadot und Zeitungen. 7. Von Frl. Malwine Erünwald: 30 Agadot. 8. Don einem Spender, welcher nicht genannt werden will, kommen wöchentlich größere Posten verschiedener Zeitungen und illustrierte Blatter. Allen Spendern sei im Namen unserer braven Truppen heczlichst gedankt für das Interesse, welches ihnen ihre Brüder im Hinterlands entgegenbringen und ich erlaube mir, an den Dank die Bitte zu knüpfen, auch ferner unserer Helden zu gedenken. Zigaretten und entsprechende Lektüre ist uns jetzt besonders erwünscht. Dr. Bernard Hausner, Feldrabbiner. Feldspital 915. Feldpost 3. . Herr k. k. Feldrabbiner Dr. Maser Taube r, Leiter der isr. Militärseelsorge der k. u. k. 5. Armee. erhielt ein ehrendes Dankschreiben, das nach einiqeit Kürzungen lautet: Hochverehrter Herr Rabbiner'. Mächtig ergriffen von dem Feiernkönnen des Pessach im Felde, ist es uns Juden des Stabes des Kommandos ein Herzensbedürfnis, Herrn Rabbiner für die hochherzige, großangelegte, aus acht jüdischem Herzen kommende Initiative, uns und besonders auch den im äußersten Schützengraben tapfer kämpfenden jüdischen Solllaten die für das heilige Pessachfest rituellen Speisen zukommen zu lassen, unseren aufrichtigsten Dank auszusprechen. Wir sind uns dessen voll bewußt, welch große Tat Herr Rab- . biner-geleistet haben! Welch großen Apparat mußten Herr Rabbiner in Bewegung setzen, um das zu erreichen, was erreicht wurde? Eiei Mühe And Arbeit hat es gekostet. Aber das grohangelegte Werk ist von einem weit sichtbaren Erfolg gekrönt. Mazzoth im Schützengraben! Rituell geschlachtetes Fleisch in koscheren Gefäßen! , Wer hätte dies im Pessach 1915 oder 1916 für möglich gehalten? Was damals für eine Utopie galt, haben Herr Rabbiner heujahr zur erhebenden Wirklichkeit gemacht. - Herr Rabbiner! Es - fehlen uns die Worte, Ihr Werk so zu Albern, ,wie^ es sich,.Verdient.^ hat. - .Solche.-..menschenfreundliche Tcüen find nicht alltäglich. Soviel Verständnis für die religiösen Bedürfnisse der jüdischen Soldaten ist selten. Soviel guter Wille und soviel große Energie muß / hervorgehoben werden! Unsere Ellern und, unseren Kindern werden wir es erzählen, wie man die Hägadaerzählt. Wissen sollen sie es, daß es in diesem gigantischen Weltbrand fromme .Menschen gegeben hat, die mit dem Einsetzen ihrer ganzen Persönlichkeit dafür gesorgt haben, den jüdischen Soldaten das Feiern des Pessachs zu ermöglichen. (Folgen die Unterschriften.) SrWnrAm-g Mr Leu kpiegstündM Mischen Korporal. (Zweigverein Wien-Leopoldstadt des Patriotischen Hilssvereines vom Roten Kreuz für Niederösterreich.) Wien, den 2. April 1917. An die geehrte Redaktion der „Oesterr. Wochenschrift" t ■. Wien, II., Praterstraße 9. Zu Ihrer „Sammlung für den kriegsblinden jüdischen Korporal" sende ich Ihnen durch unseren Vereinskassier, Herrn Hof- und Eerichtsadvokat Dr. I. Winternitz in.Wien, 2, Bez., Praterstraße 13, aus unserem Blindenfonds vorläufig den Betrag von Kr. 500.— (fünfhundert Kronen) und behalte mir vor, seinerzeit, bevor der Kriegsblinde aus dem „Blindenheime" entlassen werden wird, nach (^fordernis eine entsprechende Dotierung bei unserem Ausschüsse zu befürworten. Ich verharre mit vorzüglicher Hochachtung als einer geehrten Redaktion ergebener Hoffst B e r st l, Vereinspräsident. Für den kriegsblinden jüdischen Korporal spendeten ferner: Herr Moriz Abeles, Saaz Kr. 5.—; Herr Dr. Jacob Ornstein, Wien, 4. Bez. 10.—; Herr Oberleutnant Wiesner, Feldpost 232, 20.-—. Den edlen Spendern sagt herzlichen Dank Dr. D. Kur re in, Rabb. und Mil.-Seelsorger. Spenden. Für „Eine arme hilfsbedürftige Famllie" (Nr. 13): Rosalie Fischer. Wien, 1. Bez. 20 Kronen; Dr. Jakob Ornstein, Wien 10 Kronen; L. Drechsler^ Jglau' 2 Zkronen; Inf. Hermann Tisch; Kommandierter des Res.-Spit., Mt. VI, Krems a. D. 5 Kronen; von M. Haas, Welka, für denselben Zweck 20 Kronen und für die Ausspeisungsaktion der notleidenden Flüchtlinge („Machstkc hadath") 10 Kronen. Wochenschrift" ..Nr- 15 B. Leszkowitz, Przeworsk,. für „Zionistischen Nationalfonds" 4 Kronen und für „Kriegsspitalshilfe für Palästina" 4 Kronen, zusammen 8 Kronen. : Von Frl. Anna Lach mann, Breslau, für „Galizische Flüchtlinge 10 Kronen, für den „Kriegsblinden jüdischen Korporal" 10 Kronen, zusammen 20 Kronen. Von. Herrn Mar Schuschny, Wien 100 Kronen (verteilt an fünf arme Mädchen). ‘ Zum Danke für die glückliche Operation ' seiner Frau, einer Nichte des verdienstvollen sei Inspektors und Amtsleiters Herrn Julius Braun, spendete ihr Gatte, Herr Franz Weiß, Kaufmann in Hietzing, Wittegasse 4, am ersten Pessachtage ini Beihause des Hietzinger Tempelvereines für den hoffentlich bald entstehenden neuen Tempel ein Perancheß. Mazzoth für die Kriegsgefangenen und Internierten. Laz. Eichhorn, Wien 10 Kronen. Oesterreichisches Landeskomitee vom Rotem Mögen David. 2. Bez., Ferdinandsstraße 23. Beim' Vereine Beförderung der Handwerke nutet den inländischen Israeliten, Wien, 9. Bez., Grüne Torgasse 26, kommen am 13. Juni -1917 die Zinsen der Sigmund Edler von W e r t h e i m st e i n - Stiftung - als Prämien an tüchtige, langjährig in Verwendung stehende israelitische Handwerkergehilfen (Gesellen) zur Verteilung. Bewerber müssen ihre diesbezüglichen stempelfreien, mit Arbeitsnachweis belegten Gesuche bis längstens 30. Mai 1917 Itn Hch: Vereinskanzlei überreichen. Wiener BroctensamNilung sstr jüdische Arme, Wien, 7. Bez., Lerchenfelderstraße 71. Sonntag, den 22, Avril 1917, 10 Uhr vormittags findet im Sitzungssaal des TemDelbauvereines, *8. Bezirk, Neudegg-eraasse 12 die ordentliche Generalversammlung /pro 1916 statt. Gäste willkommen. Viele fteudige Gesichter sah Man bei der letzten Verteilung. Es wurden zumeist Geldspenden verabfolgt, die dank der Hilfsbereitschaft edler Menschen reicherals sonst aussielen. Spenden gingen ein: von „Israel. Allianz" Kr. 200.—; Wilh. Ritter v. Ofenheim 100.—; Direktion der Adriawerke 50.—; Frau U. Haffner, 30.—; Direktor Alexander Weiner, 30 —; S. Trebitsch & Sohn 30.—; Heinrich Mandl 20.—; Regine Waller 20.—; Baronin Ar Neumann 10.—; Dr. S. Stiaßny 10.—; Rieth fiui 20.—; Frau Alice Ellbogen 10.—; Dr. Hlawatsch 10.—; Th. Ehrenstein 10.—; Dr. L. Neilrath 10.—; Paula Hofft mann 10.—; Herrn. Ellbogen 5.—; Sam. Goldstein 5.—; Brüder Mittler 5.—; S. Bab 5.—. .; . , Jda Barb e r. Kiaifer FtzLnz Jvses I.-Huldigullgstenchel, Wien, 2. Bez., Favoritengasse 6. Während der Svhira/hlält Seine Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Salonwn Funk zwischen dem Minchannd dein Maarno-Gebete (Beginn -1J8 Uhr abends) popuWr-wissenschiaMche Vorträge Der Pirke Omans Sprüche der Väter. Samstag, den 21. Avril,. 9 Uhr früh findet im Bethause, 6. Bezirk, Stuntvergasff 42 die Barmizlvah- Feier des Viktor Deutsch; Sohn des Kaufmanns Herrn. Eduaild Deutsch; statt. Wien. Am 8. Avril sang Fräulein Adele Weiner aus Berlin, die Tochter des Jnstizrates Weiner und Nichte der bekannten Philanthrovin Frau Olga von Doktor, im großen Konzerthäussaal im Rahmen der von Martin Schär r dirigierten Orchesterkonzerte zur Orchesterbegleitung Beethovens Egmontlieder nnd eilte selten gehörte Kriegsarie des Meisters „Wachtelruf". Die glänzende Koloratur und der anmutige Vortrag fanden bei einem' fremden Publikum lebhaften Widerhall, dem es unbekannt war, wie anerkennenswert es ist, wenn Damen aus diesen Kreisen im ernsten Streben den Vergleich nrit Rernsskünstlern erfolgreich bestehen können. ..