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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-04-20 · 15 (20.4.1917) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
15 (20.4.1917)
Date
1917-04-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Rr. 15 Gerte 240 Tr. Bloch's Wochenschrift' zeichnen sind, welches der.Präses oü erfreuliches Zeichen jüdischen Sinnes hervo.rhub. Bei der Verlesung! der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder feierte er das Andenken unseres verewigten Monarchen weil. Kaiser Franz Josef I. Herr Revisor Spitz berichte über die Revision des Rechenschaftsberichtes, welcher pon dem Kassier Herrn Joses L öw y erstattet und einstimmig genehmigt wurde. Bei den Wahlen wurden die drei Herren Konnnerzialrat. Alexander S im o n, Emanuel Schnabel und Ignatz Löffler, deren.Mandate abgelaufen waren, wieder- und Herr Josef Gottfried in den Vorstand neugewählt. Desgleichen wurden die Herren Isidor p itz und Siegfried Dörfler als Revisoren neuerdings gewählt. Bei der Konstituierung wurde Herr Kommerzialrat Alexander S im o n zum Präses-Stellvertreter wieder einstimmig gewählt. Tsie PefsaHaktion m Lemberg. Die diesjährige Pessachaktion behufs Versorgung der durch Zuzug von Evakuierten bedeutend vermehrten armen jüdischen Bevölkerung Mit den notwendigsten Nahrungsmitteln nnd im Anschlüsse daran die vollständige rüuelle Bespeisung von etwa 1000 jüdischen Soldaten mxb Kriegsgefangenen war eine Riesenleistung, deren Durch,führung der Gemeinde oder, sagen wir es ausrichtig, dem ganz kleinen Kreis der an dieser Arbeit Beteiligten alle Ehre macht und für die man nicht genug Worte der Anerkennung sindet. Abgesehen von der materiellen Frage, die im Hinblick aus die sehr herabgeminderten Einkünfte des Gemeindesiäckels so ziemlich! ins . Gewicht fällt, abgesehen auch' davon, daß, es heute mehr denn je an Männlichen Arbeitskräften mangelt, muß. man die Schwierigkeiten betreffs Beschaffung der Naturalien, dann aber auch die mit der Ncche der Front wachsenden' administrativen und Verkehrsschwierigkeiten im Auge behalten, um einen Ueberblick Wer das Geleistete zu gewinnen. Daß die Aktton in diesem Umfange durchgeführt und , daß insbesondere die Soldatenbespeisung, die man infolge verschiedener hier nicht zu erörternder Umstände bereits für undurchführbar gehalten, geradezu in letzter Stunde ins Werk gesetzt werden konnte, ist zunächst der Energie und Umsicht des stellvertretenden Regieruugskomwissärs Dr. Osias Wasser zuzuschreiben. Die Versorgung von ungefähr 5000 armen Familien mit einer Kopfzahl von 30.000 Seelen mit Mazzoth und Erdäpfeln ist vor allem' der rastlosen Tätigkeit des Beirates der Kultusgemeinde Direktor Simvn Oransch', dem in dieser schweren Arbeit Spitalsrat Adolf Rosner und das Beamten- und Dienerpersonal der Knltusgenreinde, voran die Herren Bären und Feld, aufopferungsvoll zur Seite standen, An danken. Die Herren waren in den letzten Tagen von früh bis in die späten Abendstunden tätig. Dank der Mithilfe des jüdischen Rettungskontttees, das aus seinen Fonds 10.000 Kronen, aus den vom Philanthropen Emil Lederer in Wien gewidmeten Mitteln 13.000 Kroneu beisteuerte, konnten auch! zahlreiche BarunterstüHungeu gew!ährt werden. In vollem Umfange wurde auch für die rituelle Bespeisung in sämtlichen Gemeindeanstalten und in den Kriegswaiseichäusern gesorgt. Um die Soldatenbespeisung, die iw großen Saal des Vereines „Tikwat-Zion" einen imposanten Verlauf nahm, haben sich außer dem genannten Regierungskommissär Feldrabbiner Wilhelm Fischer, die unermüdliche Frau Rosa M e l z e r mit ihrem bewährten Damen- und Herrenkomitee aus der jüdischen. Volkskküche, wie auch Frau Friederike Wasser samt ihren Töchtern besonders verdient gen.acht, wobei ihnen auch die Rabbinerswitwe Frau Regina Caro, ferner die Damen Feuerstein, Katz, Ph ilip-p und Fräulein Steinwetz hilfreich zur Seite standen. Dank emew warmempfundenen -Appell des Gemeinderabbiners Dr. GuttMann an die Tempelgemeinde am Vorabende des Festes waren auch zahlreiche Soldaten während der ach!t Tage von jüdischen Familien zu Tische geladen worden. Selbstredend wurde auch für die Bespeisung der in den Spitälern untergebrachten Soldaten gesorgt. Allen, die sich' uw die schöne Aktion irgendwie verdient gewacht, sei ein herzliches „Jejascher Ko ach' zugerufen. . B. . . k. Snwhor. Das vow Vorsitzenden kais. Rat Oberrab'biner Aron Lew in iw Vereine mit dem Schriftführer Prof. Dr. Roten streich geleitete jüdische Hilfskomitee hat vor den Feiertagen eine rege Tätigkeit entfaltet. Geweinsaw mit dew Präsidium der isr. Kultusgeweinde wurden an Unterstützungen an die hilfsbedürftige Bevölkerung 5000 Kronen verteilt. In diesem Betrage ist auch! eine von der „Isr. Allianz" ad hoc gewährte. Subvention in der Höhe von 1500 Kronen inbegriffen. Ueberdies hat das Hilfskomitee, da das k. u. k. Militärkommando die Ausfolgung des Menagerelutums abgelehnt hatte, die rituelle Verpflegung der jüdischer! Soldaten, deren Zahl einige Hundert ausmacht. während der Osterfeiertage aus eigenen Mitteln besorgt, was mit eineur Kostenaufwande von mehreren tausend' Kronen verbunden war. Die Verköstigung der Soldaten erfolgte in einem geräuwigen Lokale, das für diesen Zweck bestellt wurde. Besonders imposant haben sich! die beiden Sederabcndc gestaltet. Der Anblick der in langen Reihen sitzenden Soldaten, wie sie Mer den Ernst der Zeit hinweg mit gehobener Stiwwung die Hagada rezitierten, bot ein Bild, daß lange aus dem Gedächtnis nicht verschwinden wird. Uw das Gelingen, des Werkes haben ftch^ auch.die. änitlvjrkenden^ .Damen,. so.Frau Bürgermeister Dr. S tcuerwa n,'Frau Oberrabbiner L e io rü. Frau Dr. Ale ksa n d r o w i c z, Z ei l er, Holder und Reich, besonders verdienstlich gewacht. Das hier bestehende Kriegswaisenhaus, in dew gegenwärtig 70 Kriegswaisen untergebracht sind, wird durch Adaptierung eines zweiten, für weitere 50 Waisen bestiwwten Gebäudes vergrößert. Die Adaptierungsärbeiten, zu denen dem Lokalkomitee die- Mittel von dew so segensreich wirkenden Verein zur Rettung verlassener Kinder aus Galizien und der Bukowina in Wien in hochherziger Weise zur Verfügung gestellt wurden,. schreiten rasch vorwärts und dürfte die Eröffnung des neuen Heimes in kurzer Zeit bereits erfolgen. . Vermischtes. „HilfSkommission 1915" und „OesterreichischeS Landes- Komitee" für PMstina. Wien, 4. Bez.. Frankenberggasse 14. Mähr. Landeskomitee für Palästina, Brünn Kr. 2000.—; Petschek, Aussig a. d. -L. 500.—; .Schewach Knöbil, Protznitz, Sammlung: von Samson Neuschüller 32.—, Israel Mautner durch Herrn Sam. Katz 12.—, Zacharie Ehrlich, öhaim Greif, Leiser Knebel, Hersch Lempel, Ehaim Reiner, Sternberg, Kriegsflüchtling je 10.—, Simon Rubenstein und Moses Juda Hirsch je 6.—, Moses Kammiel 4.46, Jsak Witz 4.—. Hillei Feith 3.—, Benzion Lichtmann, Sender Rinzler, Josef Kimmerling je 2.—, Efroim Sperber, David Rosenheck durch Herrn S. Katz, Moses Ehaim Blumer, Ehaskel Scharf, Mechel Eisner, Marcus' Kimmerling je 1.—, zusammen 139.46; Rudolf Müller, Lehrer des „Jüd. Schulvereines", 9. Bez., Schülerspenden für Mazzoth : von der Mädchenbürgerschule, 2. Bez., Ezerninplatz 34.—, von der 1. und 2. a-Klasse (Obere Augartenstr.) 24.10, „Schuloerein" 10.84 (Gesaintergebnis dieser Sammlung 856.04), zusammen 68.94; Synagogenverein „Beth-Jsräel" Wien. 2. Bez. 59.—; Rabb. S. Fritz, Riedau, Israel. Kültusgememde Salzburg je 50.—; Israel. Kultusgemeinde Freistadt 23.—; Selig Grünnzweig, Dolha 21.—; Therese Berger, Triesch, Rosalie Kies-

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