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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-04-06 · 14 (6.4.1917) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
14 (6.4.1917)
Date
1917-04-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Seite 223 Nr 14 Tr. Bloch's Wochenschrift' Kindern an, welche Herr Med. Dr. Schwarzbart bereitwilligst, zweimal unentgeltlich! untersuchte. Erholung und Frohsinn in guter Lilst, auch bei notwendigerweise mäßiger Ernährung, förderten auch hier das gute Aussehen der Aermsten. Und das Gemüse! Es gedieh mit wenigen Ausnahmen auch mit Kunstdünger verhältnismäßige gut. Ms die zierlichen, in jüdischer Art und Kunstdruck gehaltenen Maueranschläge den Gemüseverlauf in Krakau ankündigten, da kam unsere Ernte bei der bestehenden Nahrungsknappheit den jungen Gärtnern, bezw. deren Eltern oder den entzückten Besuchern zustatten. Ich glaube sogar, Skeptiker von einst und die wenigen Nörgler, sie aßen auch davon. Und der Gemüsezehent! Dieser konnte unserem sehr verehrten Rabbiner Dr. Osias Thon in Form' eures bescheiden«:, aber zierlichen Mögen Da v ids irr seinem Gelehrtenheiligtmn zu Hause überbracht werden, demselben Rabbiner, der die Fahnenweihe für die Schomrim drausprächen der Jugend, im Garten, unterwegs und daheim, er war in dem berechtigten Stolz des Besitzes einer Gartenlegitimation oder eines 'Gärtnerbildnisses. Und die gebräunten Gesichter der rrach der Gartenarbeit heimziehenden Sänger, sie waren kein Ausruf — sie waren bereits ein Bericht, der jüdischen Herzen sagte: Helfet uns, daß wir Weiterarbeiten und -bauen! Ziviling. P. Gold w a s s e r. ßen auf unserem Uebungsplatz vor Hunderten von Gästen vorgenomMcn hat. Und die Prosa. Eigentlich hatten wir keine richtige Prosa. Die vielen Schwierigkeiten sind durch den Krieg, manche durch die Erziehung begreiflich gewesen, und wenn eine Behörde über ein Gesuch nur Förderung einer im Blühen begriffenen Sache zur Tagesordnung übergeht, so erfüllt sie eine in ihrer Tradition fußende Pflicht. ... Um so erwähnenswerter ist das Zustandekommen eines Mietvertrages für die nötigen Räume und die Erwerbung von der Gemeinde das Benutzungsrecht einer Holzbrücke und eines anschließenden Weges. 20 Spaten, einen großen Teil des Zannmaterials und ein Brunnenrohr spendeten in hochherziger Weise die Herren Witold Epstein, Ladislaus Liebling, Leon Schönfeld. Mach auf, Kahane und Emil Silberbach. Das übrige Material, Einrichtungsstücke und Geräte waren weder' leicht'Mch MliH M verschaffen. Während der Großteil der ganz schweren Arbeiten schon der vorgeschrittenen Jahreszeit wegen vergeben werden nmßten, konnte die übrige und eigentliche Gartenarbeit durch die Jugend selbst ausgeführt werden. Die GenÄsezusuhr zum Magazin und in der Stadt wickelte sich nach Ueberwindung vieler Schwierigkeiten dank dem freundlichen und die Aktion würdigenden Entgegenkommen des k. u. k. Festungskommandos Krakau, der einzigen Behörde, welche das Werk förderte, glatt Mb. Es waren die zierlichen Hundegespanne, die hier im Zeichen der Kriegsleistung friedliche Arbeit vollführten. Militäranstalten waren es auch hauptsächlich, welche dank einen: Aviso im Festungskommandobefehl durch fuhrenweisen Gemüseeinkauf zu der für den Anfang ansehnlichen Absatzsumme von 1230 Kronen beigetragen haben. Wenn auch die Kosten — wie überhaupt bei ähnlichen landwirtschaftlich-erzieherischen Aktionen in den ersten Jahren — nur zum Teil gedeckt werden konnten, so blieb doch! ein beträchtliches Kapital in Garteneinrichtung und Geräten. Es blieb die nicht zu unterschätzende Erfahrung für die Gründung und Leitung ähnlicher Kolonien sowie für die Vergrößerung und den Anschluß neuer und anderer Betriebe. Es war ein Beispiel einer Jugendfürsorge, denn für den Anfang waren es doch 230 Kinder. Und wenn in unserem jüdischen Garten neue Kräfte erwachsen sind, dann war es unser Ernteertrag für Körper und Seele. Hier weilte verträumt die Vergangenheit und dachte an eine Zukunft. Diese unsere' innerste Stimmung umwebte uns, als wir die Farbenpracht' Erlebten und die Festtagsstimmung jungjüdischer Gärtner schauten. Und der Dank für diejenigen, die an denk schönen Werk mitgeholsen, ist nicht in diesen Zeilen enthalten. Der Dank lag in den Ge¬

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