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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-03-30 · 13 (30.3.1917) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
13 (30.3.1917)
Date
1917-03-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr 13 GMÄMS,. Auch. liier wetteiferten. alle. in dem Bestreben,, aas gjroße, Elend .zü inijctem, und? .von vielen Kultusgemeinden " bezw.Rabbinem wurden, Sammlungen für, unseren Verein veranstaltet,, die zum Teil sehr beträchtliche Resultate ergaben. Gewissermaßen zur Unterstützung all dieser. Werbearbeit und um auch diejenigen zii erreichen, die sich außerhalb der Kreise befinden, in denen sich die persönliche Propaganda bewegte, wurden in allen Kronländern Ehrenkomitees konstituiert, die sich aus den hervorragendsten Persönlichkeiten, des Landes zusammensetzten und, die unseren. Aufruf, der an alle Mitglieder der Kultusgemeinden Westösterreichs versandt wurde, Unterzeichneten. So wurde jedem einzelnen die Möglichkeit geboten, unsere humanitären Zwecke nach seinem Können und’Wollen zu unterstützen. Und fast jeder trug sein. Scherflein bei, Jahresbeiträge und einmalige Spenden von einer Krone bis zum Stifterbeitrage von 3000 Kronen und viel höhere Beträge kamen uns zu. Stiftungen. Hier sei auch der miinifizenten Stiftung des Herrn k. k. Kommerzialrates’ Hermann Moriz R e i c h gedacht, der uns 100.000 Kronen Rente übergab mit der Bestimmung, daß aus diesem Depot, zusammen mit einem im. September, 1912 bei der isr. Kultusgemeinde Lemberg von ihm deponierten Betrage von weiteren 100.000 Kronen Rente, eine Kriegswaisen- Stiftung auf den Namen Hermann und Toni Rei eh in G-ahzien errichtet werden soll; den Fruchtgenuß dieser Depots bis zum Beginn des Stiftungsbaues widmete Herr Kommerzialrat Reich unserem Vereine. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien faßte den Beschluß,, unserem Vereine die Zinsen eines Legates des verstorbenen Hofrates Ritter v. Hahn, welches^ 100'000 K beträgt, zuzuwenden. Dem hochherzigen Stifter, sowie dem verehrlichen Vorstände sprechen wir für diese Widmungen, sowie für die Anerkennung unserer Tätigkeit unseren wärmsten Dank aus. Bis zum Abschluß des Berichtes1 sind dem Vereine Spenden im Betrage von 423.681.12 Kronen zugekommen. Außerdem zählt derselbe 38' Stifter mit 413.700 Kronen einmaligem Beitrag, 173 Gründer mit 227.908 Kronen einmaligem Beitrag und 3164 Mitglieder mit- 34.312 Kronen Jahresbeiträgen. Die Sektionen Krakau, unter dem Präsidenten Herrn Hofrat S a r e, und Lemberg, unter Leitung des Herrn De; Emil Parnas1, des Zentralkomitees begannen bald ihre Tätigkeit. Es wurde eine Statistik der Kriegswaisen aufgestellt, die leider zu einem stattlichen Bande anwuchs. Zurzeit beläuft sich die Zahl der als Kriegswaisen von der kompetenten Behörde anerkannten Kinder auf über 5000. Krieg sw ai s enheim e. Zur Sammlung der, Kinder und zur momentanen Unterstützung derselben setzten die Sektionen an Men in Betracht kommenden Plätzen Galiziens Lokalkomitees ein, mit der Aufgabe, die Kinder zunächst unter Dach, zu bringen, bis ihnen von uns durch Vermittlung der Sektionen Kleidung und Nahrung zuteil wurden. Die zielbewußte Arbeit der Sektion Lemberg hatte; bald den Erfolg,, daß in vielen Städten Kriegswaisenbeime eröffhet. werden konnten, und zwar bestehen. bereits solche in Lemberg für 104 Kinder, in Przemysl für 100 Kinder, in Samb.or für 100. Kinder, in Jäworow für 26 Kinder, in S,tryp für 60 Kinder, in Räwaruska für 60 Kinder, in Eubyczä Krolewska für 60j Kinder und außerdem1 eine Tägesheimstätte in Lemberg. mu mt Samim eist ed hen. Ferner sind Sammelstellen, in denen die Kinder bis zur Aufnahme in ein Wäisenheim Unterkunft* finden, in Lemberg für 40 Kinder und in Przemysl für 75 Kinder geschaffen worden. Selbstverständlich sind alle diese Anstalten andauernd komplett belegt; Ko 1 oni e E rn s'd orf. Eine große Waisenkolonie der Sektion Lemberg würde in Emsdorf bei Bielitz errichtet, die in einer Anzahl gemieteter Villen untergebrach# ist. Die Kolonie wurde bereits1 Ende Septemberieröffnet und beherbergt jetzt 120 Kinder. Kriegswaisenheim Rzeszow. Für Westgalizien wurde unter der bewährten Leitung der Sektion Krakau ein Kriegswaisenheim in Rzeszow, in welchem jetzt 45 Kinder untergebrachfc sind, gegründet und am 28. Januar eröffnet. . Kriegswaisenhaus Krakau. In Krakau hat das Zentralkomitee ein Haus gemietet, das adaptiert und als Kriegswaisenheim für 45 Kinder eingerichtet werden wird. Die Pläne für dieses Heim sind bereits fertig, so daß sofort nach der Uebemahme des Hauses, die am 1. April erfolgen soll, mit den Arbeiten, die voraussichtlich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen werden, wird begonnen werden können. Alle diese Institute sind so angelegt, daß eine Vergrößerung des Fassungsraumes, falls die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stehen, im Bereiche der Möglichkeit liegt. Stiftung Ernstdorf. In Emsdorf hei Bielitz besteht neben der Waisenkolonie das Kriegswaisenhaus. Dasselbe ist eine gemeinsame Schöpfung unseres und des Frauenvereines in Bielitz und wurde am 1. Februar eröffnet. Dieses Heim, das für 60 Kinder eingerichtet ist, verdankt sein Entstehen in der Hauptsache der großherzigen Widmung des Ehepaares Berthold und Anna Simach o wi tz in Bielitz, das auch im Kuratorium dieser Stiftung, welches aus Delegierten des Frauenvereines Sowie* unseres Vereines zusammengesetzt ist, sowohl bei der Schaffung als auch bei der Verwaltung der Stiftung unermüdlich und segensreich mitgewirkt hat. Die Kosten dieses Heimes werden vereinbarungsgemäß zu ein Viertel vom Bielitzer Franenverein, zu drei Viertel von uns aufgebracht; zehn Plätze hat der Frauenverein für Bielitzer Waisenkinder reserviert, während die übrigen uns für Kriegswaisen zur Verfügung stehen. Kriegs wäisenheim Zuckmantel. Zur Errichtung eines weiteren Kinderheims in Zuckmantel sind die Vorarbeiten so weit gediehen, daß mit den Adaptierungsarbeiten demnächst wird begonnen werden und die Eröffnung desselben in allernächster Zeit wird stattfinden können. Dieses Heim ist für 65 Kinder projektiert lind kommen hiefür zunächst die sich als Flüchtlinge in Schlesien aufhaltenden Kriegswaisen aus Galizien in Betracht. Die Zahl der in Heimen untergebrachten Kinder beträgt heute 960, und es ist begründete Aussicht vorhanden» daß diese Zähl sehr bald eine wesentliche Erhöhung erfahren wird., Fast alle diese Kinderheime wurden entweder nach vonVnns gutgeheißenen Plänen adaptiert und die Kosten der Adaptierung von unserem Verein getragen oder durch Subventionen unserseits ermöglicht. In gleicher Weise Dr. Bloch's Wochenschrift"

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