Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 12 (23.3.1917)
- Date
- 1917-03-23
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022261--25864-3051191- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Dr. Bloih's Wochenschrift" Seite 183 Nr. 12 Hart er-auch den -Versuch, einen seiner Söhne entheben zu 'lassen, müterlässen. . Samuel Bemam, Klempuernteister in Nagy-Bapolcsany, hat sechs Söhne An'KrieW. M o r i'tz Ist Jnsan-' torist, an demselben Rygiment Dient -auch 'sein Bruder LE v-p-V-l d, Der?siit W Monaten an Der Froüt -ist. M ax. Hanved, ist seit der Mobilifiermrg eingerückt -und be- 'sittdet sich MgenÄärtig an Der Front. Jak-ob, Infanterist, seit 6 Monaten erngerückt; JgnaG kam nach der Mobikisierrmg an die serbische Front und geriet in Gefangenschaft, wo -er am 5. Mai starb. D a vid ist am 16. August 1915 zu den Jägern eingerückt und kam an die Front. Seit 8. September 1916 wird et vermißt; er wurde mit Der bronzenen Bäpserkeitsmedaille ausgezeichnet. Jakob Horowitz aus Nyaradremete, der sich gegenwärtig in Budapest als Flüchtling aufhält, .hat feir der ersten Mobilisierung.fünf Söhne im Kriege. Voll diesen ist Adolf seit Oktober 1911 vermißt, Morip geriet im Mai 1915 als Sanitäts-Zugsführer an der russischen Front in Gefangenschaft. Samuel kam als Landsturmmann an die italienische Front, wurde verwundet und Mmpst seit seiner Genesung an der rumänischen Front. Lgzar dient ^bereits seit 1912 bei Der Sanität, wurde in Russisch-Polen 'verwundet und kam imch seiner Wiederherstellung an Die italienische Front, wo er als Sanitätsfeldwebel mit der silbernen Tnpferkeitsmedäille 1. und '2. Klasse ausgezeichnet wurde. Josef ruckte bei Der 'Mobilisierung Als Mnjährig-Freiwilliger ein -und erhielt bei Jwangorod äks Mrnpagnieko mmarrdant-Fähnrich, nachdem er verwundet worden war, die silberne Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse. An der Bitkowinaer Front erhielt er Das Signum Imrdis und später als Leutnarrt Das .eiserne KrerH 2. Klasse. - V ■ - - (,,-Egyenlöseg".) Jüdische Arückeöerger. Als Nor lkuWM in -einer üvestgalizischen Garnisorr ein aus Ostgalizien rekrutiertes Marschbataillon formiert war, meldeten sich' unmittelbar -vor.Der .Abfahrt acht jüdische Soldaten (orthodoxe Juden) mit der Bitte, sie in Das Bataillon einzureihen. Was sagt die „Reichst Post" dazu? Liste der vom 1. Zsevruar bis 1. März in Wien Zeerdigten Wiziere und Mannschaften. g t: 5. Februar: Josef A m sch e l l, Korp. des Jnf.-Rgts. Nr. 41, zugeteilt der Luftschlffer-Zlbteilung. 8. Februar: 'Mar Romanu, Gest., Landst.-Bat. Nr. 11, L.-J.-R. Ergbz. 9. Februar: Mar Beck, k. u. k. Landst.-Oberleutnant. 14. Februar : Gustav Holzer, Korp. bei der Personalsammelstelle Duttoüle (Küstenland). 15. Febrilar: Samuel Manuel, 1. u. I. Major i. d. R. 18. Februar: Ehaim St e«rc, Eefteiter des t. u. f. Jnf.-Rgts. Nr. 45 (Austauschinvalide). . 19. Februar: Dr, Artur Jakobi, Landst.-Oberarzt des Jnf.-Rgts. Nr. '14, Tram-Div.-Kommando. -23. Februar: Adolf Ern g e^l, Feldwebel der Sanitäts-Abteilung Nr. 18, Komarow. Jfäk Rabi Kurtaul, Inf. des 66. russischen Jnfi-Rgts. - 25. Februar: Josef Vogel, Gefreiter der F.-B. Nr. 10. 26. Februar: -Adolf Stern. Inf. des Jnf.-Rgts. (?). ,28. Februar : Mdolf -He r-z o g, Kriegsfteiwilliger, Jnf.-Rgt. Nr. ,83, ■ . Kerr von Uatocki in der Beleuchtung der Im „Archiv rfür Raffen- und Gefellschaftsüiologie" hat Dr. Felue.T.e ülch aL-e-r vor einigen Jahren eine Mhnentafel Der über gairz Deutschland verbreiteten jüdischen iFaniilie Samso n veröffentlicht, von welcher im Laufe der Zeit einige Glieder zum christlichen Glauben .übertraten und sich mit Augehörigen deutscher Adelsfamilien verheirateten. In dieser Samson'schen Ahnentafel findet sich unter den direkten Nachkommen des Stammvaters der Familie ein Zacharias Frankel (Wikh. Z. Friebe), gestorben in Berlin am 9. November 1842. Dessen dritte Tochter Mathilde (geb. .29. August 1812, gest. 4. Februar 1874) war in erster Ehe verheiratet mit dem Landgerichtsrat Wilh. Gerth und in zweiter Ehe mit dem Freiherrn Franz von Thielmann. Ihr Sohn aus erster Ehe war Otto Gerth, genannt Tortilowicz von Batocki-Friebe, der sich mit Janny Gräfin von K e y s erlin g k verheiratete. Dieser Ehe ist Adolf Tortilowicz von Batocki-Friebe. Majoratsbesitzer auf Bledau, der jetzige Präsident des Kriegsernährungsamtes, entsprossen. Aus der zweiten Che der verwitweten Frau Landgerichtsrat Mathilde Gerth, geb. Fränkel-Friebe, stammt ihr Sohn, der frühere Staatssekretär des Reichsfchatzamtes Staatsminister a. D. Mar von Thielmann. Für unsere Rasseschnüsfler ist in diesem Stammbaum nicht rein „deutschblütiger" Staatsmänner, deren politisches Wirken von vornherein verdächtig, und insoweit diese sich dabei im Dienste des galten Volkes mit den Interessen der agrarischreaktionären Partei in Widerspruch setzen muhten, ihre Haltung aus ihrem „jüdischen Mischlingsblut" hinreichend erklärt. So ist es für die Autoren des „Semigotha" sonnenklar, warum der Präsident des Kriegsernährungsamtes zum starken Mihfallen des Bundes der Landwirte einer Erhöhung der Brotgetreidepreise nur unter der Bedingung zustimmen will, daß die Fleischpreise gleichzeitig herabgesetzt werden. Nur ein „Judenstämmling" kann eine solche, die Kriegsgewinne der Agrarier eindämmende Bedingung stellen. _ Krüße ans der russtschen Gefangenschaft. Bogorodsk, 8. Januar 1917. Geehrter Herr Doktor! Die in Bogorodsk weilenden österreichischen kriegsgefangenen Israeliten senden die besten Grüße an Sie und die geehrten Leser. Grüßend Godel Fuchs, Markus Leder, Moses Mark und Viktor Schneider, Bogorodsk. Gub. Moskau, Jelagina Rusfie, Quartier Feder. Bitte Nachricht. Graf Adam MonMer für die Aterchöerechtigung der Inden. Aus Warschau wird berichtet: Das hiesige jüdische Blatt „Haju t" meldet, daß das polnische Mitglied des russischen Reichsrates, Graf Adam Ronikier, der im Namen der in Rußland lebenden Polen an dem katholischen Kongresse in Zürich teilnahm, in einer Unterredung einem Berichterstatter gegenüber erklärte, daß er in bezug auf die polnische Judenfrage auf Dem Standpunkte stehe, daß den Juden die volle bürgerliche Gleichberechtigung mit allen anderen Bewohnern gebühre. Das können die Juden mit Recht erwarten. Hunderte Jahre haben sie mit den Polen in Rühe und Eintracht verlebt und erst mit der russischen Herrschaft hat diese Eintracht eine Trübung erfahren, indem Rußland die Juden und Polen gegeneinander auszühetzen bestrebt war. Die Juden werden dem polnischen Staate treu bleiben und Polen wird ihnen jene Existenzbedingungen sichern, die ihnen die vollen bürgerlichen Rechte gewährleisten. Ire Kntenle-Mäne über Bakäflina. Die „Franks. Ztg." vom 10. März meldet: Die Ententedivlomatie betätigt ihre Kunst, das Fell unerlegter Bären zu zerlegen, gegenwärtig besonders mit ihren Phantasien über das zukünftige Schicksal Palästinas. Die Alliierten vermögen sich allerdings wie über andere auch über diesen Punkt nicht zu einigen. Die „.Gazette de Lausanne" erfährt darüber aus besonderer Pariser Quelle: Der England zugeschriebene Plan, eine militärische Expedition zur Besetzung Palästinas zu unternehmen, hängt mit diplomatischen Sorgen zusammen, die in den Kanzleien der Entente an der Tagesordmmg sind. Für niemand ist es ein Geheimnis, daß das Schicksal