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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-03-16 · 11 (16.3.1917) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
11 (16.3.1917)
Date
1917-03-16
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 176 Dr. Bloch's Wochenschrist" Nr. 11 . verwundern, denn Zum antisemitischen Programm /gehört. die'. Lüge als vornehmstes und wirksamstes Kampfmittel. Nach anderen deutschnationalen Zeitungen ist auch Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg' ^ebenso verjudet. wie der preußische Minister des Innern Herr aJo. MLell^ In der Dresdner „Deutsche Wacht" lesen Sie wiederum: „Graf B^ernstorff und seine jüdische Frau haben stets den lieben Juden -Wohlwollen über Wohlwollen gezeigt und nun — war das alles/ Mfonstl — —" In dem schicksalsschweren Mgenblick. wo der deutsche Botschafter seinen Posten in Washington verläßt, ihn in so alberner Weise zu verhöhnen,- ist echt antisemitisch. Die jüdische Abstammung der Gräfin ist übrigens ein längst festgestrllter Schwindel. Nach dem „Semi Gotha" wäre übrigens auch der große Feldherr Mackensen ein Judenstämmling. Auf der letzten Seite des Luches findeG sich" folgender Satz: ,/P. S. Des preußischen Generals ber Kavallerie August, v. Mackensen Familienärtikel blieb leider /versehentlich ungedruckt, fehlt auch rückwärts rm Schwertadel." . ' ' A., Men. In derin R e i ch e n b e r g 'erscheinenden Zeitschrift „Oesterreichs Deutsche Jugend" stand in der jüngsten- MSrz- Nummer eine einen alten polnischen Juden verhöhnende Scherzfrage, die zur Gemütsverrohung der Jugend unserer Zeit nicht wenig beitragen dürfte. ' - ' ■ ' Eine nette Scherzfrage ist das,, als deren Ergebnis in der Antwort lautet: ,,Eine oder Mehrere alte polnische Juden kräftig zu schütteln." . Ein' jüdischer Familienväter, dem sein Knabe diesen nichts weniger als lehrreichen 'Scherz zeigte, beschwerte sich darüber und wirdies . die. Absage vieler Abonnements in jüdischen Kreisen zur Folge haben. — Aus Gesagtem ist aber, deutlich zu erfahren. wie wir für gute und geeignete jüdische Lektüre sür unsere Jugend rechtzeitig sorgen müssen, was' auch ein auserlesener Kreis von Literaten und Pädagogen in einer ad hoc in Wien vor einigen Jahren einberufenen Konferenz deutlich zum Ausdrück brachte. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion S. P o dz a mcze, 2. Bez., Taborstraße 12 (Hotel Stefanie). W o chen- P r o g r a m m: Freitag, den 16. März, abends 7. Uhr:. „Ehofni in Pinches", großer Lacherfolg, Komödie in vier Auszügen. Samstag,' ' den 17. .Wärz, nachmittags 3 Uhr: „Schio Haschirem", Lebensbild in vier Aufzügen; abends halb 7 Uhr: „Macht der Rache", Lebensbild in vier Aufzügen. Sonntag, den 18. März, nachmittags 3 Uhr': „Das heilige Opfer", Operette in vier, Autzügen; abends halb 7 Uhr: i,Das MÄKP ln Hosen", 'Lustspiel in vier Auf-/ zögen.. Montag, den 19. März : „Ben Hador", Operette in vier Aufzügen. Dienstag, den 20. . März: „Die erste Liebe", Lebens^ bild in vier Aufzügen. MitWöch,^ den 21. März: „Schabes Koidefch", Operette in vier Aufzügen. Donnerstag, den 22. März: Literarischer Abend: „Menschen" von Scholem Aleichem, „Glücksvergessen". Drama von Pinski. In Vorbereitung: „Die Leiden einer Frau". . Kundmachung. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre der Miederösterreichischen Escompte-Gesellschaft. werden zu .her am. 3. April 1917, um 5 Uhr abends, im Gebäude der «Gesellschaft,,!. Bez., Am Hof. 2, stattfindenden 64. ordentlichen GeNeralversanNnlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur -Verhandlung gelangen werden: 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr -1916; 2. Bericht des Revisionsausschusses; 3. Antrag des Verwaltungsrates auf Verwendung des Reingewinnes; 4. Wahl von Mitgliedern des Verwaltungsrates; 5. Wah7 von vier Mitgliedern in den Nevisionsausschuß •(§ 52 der Statuten). Die Wmmherechljgetn Herren Aktionäre, welche als solche drei Monate vor dem Zusammentritt der Versammlung in den Aktienbüchern der Gesellschaft eingetragen waren und an der Generalversammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien bis längstens 20. März 1917, 1 Uhr nachmittags bei der Liquidatur der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft zu erlegen. Die Aktien sind, arithmetisch geordnet, mittels einer einfachen Konsignation einzureichen, und dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die Aktien rückgestellt werden. Je zehn Aktien geben das Recht auf eine Stimme. Ein Wtionär Mann fein Stimmrecht in der Generalversammlung entweder persönlich oder durch einen bevollmächtigten stimm-/ berechtigten Aktionär ausüben, doch können Handelsgesellschaften durch einen ihrer Firmaführer,- Minderjährige durchihren - Vormünd, Frauen durch einen eigens Lewählten Bevollmächtigten, Gesellschaften durch ein dazu bevollmächtigtes Mitglied, Körperschaften, Institute durch einen ihrer Vorstände vertreten werden. Für ben Fall der Bevollmächtigung ist' die. bezügliche - Dolli macht spätestens einen Tag vor der Generalversammlung der Direktion einzuhändigen. Wien, am 10. März 1917. MBerosterretchische Escompte-Geseklschast. Isrftelijt^che; Kultusgemeinde Wien. Zahl 502 ex 1917. der Jazzoth-Bezygsliajiii; Die auf Grund der/ erfolgten Anmeldungen ausgestellten Mazzpth-Bezugskarten werden gegen Vorweisung“ der amtlichen Brotbezugskarten ab Montag, den 19. März 1917 ausgegeben, und zwar; An die Parteien mit den Anfangsbuchstaben A, B, C3 D, E und F.Montag, den 19. März 1917 G, H, I, J, und K . ..Dienstag >20. > 1917 L, Mi N, 0, P, Q und R . . . . Mittwoch » 21. > 1917 S und T .. Donnerstag 22. * 1917 ü, V, W bis Z . . .. . . . . Freitag, den 23. > >917 Die Ausfolgung der Mazzoth-Bezugskarten erfolgt an .nachbenannten Orten: Für die im I. Bezirke wohnhaften Parteien: I., Seitenstettengasse 4 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). Für die im II. Bezirke wohnhaften Parteien: II., Tempelgasse 3 (vorm, von' 8 bis 12, nachm, von 2 bis 6 Uhr). Für die im III. Bezirke ^wohnhaften Parteien : III., Untere Yiaduktgasse 13 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). Für die im IV. und V. Bezirke wohnhaften .Parteien-: V., Siebenbrunnengasse la (nachm, von 2 bis 6 Uhr). Für die im VI. und VII.-Bezirke wohnhaften Parteien: VI., Schmalzhofgasse 3 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). Für die im VIII. Bezirke wohnhaften Parteien: VIII., Neudeggergasse 12 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). . _ Für die im IX. Bezirke wohnhaften Parteien : IX., Müllnergasse 21 (vorm.-von'8 bis 12, nachm, von 2 bis 6 Uhr). ~ Für die im X. Bezirke wohnhaften Parteien: X., Humboldtgasse 27 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). .1 - Für die im XI. Bezirke wohnhaften Parteien:. III., Untere Viaduktgasse 13 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). . Für die im XH., XIII., XLV. und XV. Bezirke wohnhaften Parteien: XV,, Turnergasse 22 (nachm, von 2 bis-6 Uhr). Für die im XVI. und XVII. Bezirke wohnhaften Parteien: XVI., Hubergasse 8 (nachm, von 2 bis 6 Uhr), ... Für die im XVIII. und XIX. Bezirke wohnhaften Parteien: XVIII., Schopenhauerstraße 39. (nachm, von 2 bis 6 Uhr). Für die im XX. B zirke wohnhaften garteieq:. XX., Klupkygasse 13 (vorrn'. von' 8 bis 12, naohrnl V^on 2 bis 6^ Uhr): Für'die im XXI. Bezirke wohnhaften Parteien»: XXI., Holzmeistergasse 12 (nachm, von 2 bis 6 Uhr). ' ' Das auf eine Person entfallende Höchstquäntuih für alle acht Ostertage, beträgt 500 g—i/2'kg- Die-hiefür abzugehende Anzahl von Brotkarten-Abschnitten wird durch die 'Behörde festgestellt und rechtzeitig bekanntgegeben werden. v Wien, im März 1917. . Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde. . Israeli tisch e Kultusgemeinde Wie«. Z. 717 ex 1917. Kundmachung. . Der vom Kultus Vorstände in der öffentlichen Sitzung vom II. März 1917 festgesetzte Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben der . Kultusgemeinde sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehender Fonde und Ans (alten für das Ver- -waltungsjahr 1917 liegt vom heutigen Tage ab durch 14 Tage im Sekretariat der israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, zur Einsicht der Gemeindemitglieder auf.. . Die Gemeindemitglieder sind gemäß § 91 des Statuts berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei d -m Kultusvorstande schriftlich zu überreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. _ Wien, 12. März 1917. Der Vorstand der israel, kultusgemeinde Wien. Emil Engel, Sekretär. Dr. Alfred Stern, Präsident. dvim: pb-hr ws - niTic - niTin 'ibb —• niym b’-ibd r-'-tz! nws - d’JvSjs - Kriegshagadah nDÖ *!?&: Hü’ 2.50 Jüdischer Buch- und Kunstverlag Wien, Vfii;, Lerchengasse 6 a. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck von $. Beck & Sohn, Wien, VII.

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