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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-02-23 · 8 (23.2.1917) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
8 (23.2.1917)
Date
1917-02-23
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 8 Seite 125 'Ar. Bloch's Wochenschrift" Wien. Herr Feldrabbiner Dr. Leo Bertisch (Deutschürod) wurde zur aktiven Dienstleistung einberufeu und dem t. k. Platztommando Wien zirgeteilt. Wien. Donnerstag-, den '15. d. M., fand im Zeremoniensaal des Leopoldstädter Genreindetempels die Trauung des Fräulein Stella I u r b e r g e r, Tochter des Ersten Kantors der Kultusgemeinde Herrn F. Jurberger, mit dem Bankbeamten Herrn Wilhelm Brandt statt. Die Gesänge wurden von Herrn Oberkantor M o rgenstern unter Begleitung des von Herrn Chordirigent Heimann geleiteten Tempelchores mit gewohnter Meisterschaft vorgetragen. Herr Rabbiner Doktor G rn nw ald richtete an das Brautpaar eine in warmem Tone freundschaftlicher Gesinnung gehaltene Ansprache. Erschienen waren außer den Familien des Brautpaares u. a. die Herren Präsident Dr. Alfred Stern, Landesschulrat Dr. Markus S p i tz e r, OümannstellverLretec des Bethausvorstandes Anton Beck, die Vorsteher Jacques Brichta und Karl Freund, Oberkantor Bauer, Dr. Weiß, Prof. Nascher, Religionslehrer Lichtendo r f, die Damen: Frau Dr. G r u n w a l d, Professor Krauß, Oberkantor Morgenstern, Präsidentin Frisch au er. Wien. Sonntag, den 25. d. M., präzise halb 10 Uhr vormittags, sindet im Tempelgebäude, 19. Bez., Dok-- linergasse 3, die ordentliche Generalversammlung des Jsr. Tempelvereines für den 19. Bezirk statt. Wim. (Josefstädter Tempel, 8. Bez., Neudeggergasse 12.) Die ordentliche Generalversammlung des Tempelbauvereines des 8. Bezirkes der Stadt Wien findet am Sonntag, den 25. Februar '1917, nur halb 11 Uhr vormittags int Tempelgebände. 8. Bezirk, Neudeggergafse 12, statt. Kaiser F-ranz Josef I.-HuldigunWternpel. Donnerstag, am 7. Adar (1. März 1917), abends 1/ß Uhr, findet im Kaiser Franz Josef I.-Huldignngstempel, 2. Bez., Pazmanitengasse 6, die Gedächtnisfeier .für den verstorbenen Obmannstellvertreter des BethausvereineI, Herrn Michael Glogau, sowie für die im verflossenen Verwaltungssahre verstorbenen Vorstands- und Vereinsmitglieder statt. — Freitag, 23. Februar, abends, Predigt des Rabbiners Dr. Salomon Funk. __ Trauerfeier für den verewigten Stifter des Josefine Mendl-Wohlfahrtshauses, Heinrich Mendl. Die Trauerfeier, die von den Vereinsleitungen der im Stifts- Hause Wirkenden Vereine „Jüdische Toynbee-Halle" und „Verein zur Erhaltung von Horten für schulpflichtige Kmder" am Sonntag Vormittag, den 18. Februar 1917, veranstaltet wurde, nahm einen erhebenden Verlauf. Der größte Hortsaal, dessen Stirnwand des von einem reichen Trauerflor umrahmte lebensgroße Brustbild des Stifters Heinrich Mendl blicken ließ, war von über 200 Hörtzöglingen und zahlreichen Trauergästen dicht gefüllt. Außer den Fami.ienmügliedecn des Verstorbenen waren anwesend: Hofrat Dr. Löwner als Vertreter der ifrael. Kultusgemeinde, Prof. Dr. Ehr mann als Präsident der Humanitätsvereine „B'nai-B'rith" in Oesterreich, die Präsidenten der Wiener „B'nai- B'rith"-Vereine Pros. Dr. Hajek und Ernst Simon, Prof. Dr. Roth, Kommerzialrat Geiringer, Direktor Granichst ä d t e n, Dr. Wilhelm Löwy und andere mehr. Nach einem stimmungsvollen Präludium, das Herr Organist Menzer auf dem Larmonium spielte, sprach der Präsident der „Toyubeehalle" und des „Kinderhortvereines" Dr.. Sam uely die Gedenkrede, in welcher das 'Leben des verewigten großherzigen Stifters und Wohltäters Heinrich Mendl entrollte und besonders auf die großzügige, von .segensreichen Folgen -begleitete Gründung des Wohlfährtshauses hinwies, die es ermöglichte, Hunderten von armen Kindern eine Zufluchts- und Bildungsstätte in höchster Vollkommenheit zu gewähren. Der Vorstand gelobe auch heute wieder, die Institution mit Hilfe der zahlreichen Gönner, besonders aber der Patronanz des Humanitätsvereiues B'nai-B'rith „Eintracht" im Sinne des edlen Stifters auszubauen und der möglichsten Pervolltonlinnung entgegettzuführen, und schloß mit einem warmen Appell an die Hortkinder, des edlen Wohltäters stets mit Liebe und Dankbarkeit zu gedenken. Hierauf hielt auch der Obmann-Stelloertreter Herr Karl Freund eine warmherzige Ansprache an die; Hortkinder, .die er mit der Aufforderung schloß, die Kinder mögen den Stifter des Hauses gleich ihren Eltern in ihr tägliches Abendgebet einschließen. Ein Kind aus dem Mädchenhorte sprach ein stimmungsvolles, erhebendes Gedicht, das der Trauer der Kinder, aber auch der unbegrenzten Dankbarkeit herzbewegenden Ausdruck verlieh. Der Verfasser dieser echt poetischen Trauerkundgebung. Direktor Mar Fischer, schuf damit ein kleines Meisterwerk. Die Hortkinder sangen nun dir von dem Chordirigenten Herrn H e i m a n n vortrefflich studierten Mehrstimmigen Chöre: „Es ist bestimmt in Gottes Rate". „Seele, was betrübst du dich" und das hebräische „Schiwisi" mit Harmoniumbegleitung, die von Herrn Menzer ausgezeichnet durchgeführt wurde. Tief ergriffen und doch mit erhebenden Eefühlen dankerfüllten Gedenkens verließen nun die Trauergäste die Halle. Wien. (Tr.aue r fei er.) Donnerstag, den 1. März l. I. «s yß Uhr abends, findet im Tempel des Bethausvereines „Chewra Beth Hatsiläh" im 9. Bezirke, Müllnergasse (Grünetorgasse), eine Trauerandacht für die im verflossenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder sowie für die im Kriege gefallenen statt. Wien. Der Verein ,ür Krankenpflege und Unterstützung handlnngsangehöriger Israeliten, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, hält Donnerstag, den 1. März, 7 Uhr abends, im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, 1. Bez., Seitenstettengajse 4, 2. Stock, eine Generalversamnckung ab. Aus diesem Anlasse sindet um halb 7 Uhr abends im Ge>meindetempel, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, ein Requiem für die verstorbenen Vereinsmitglieder statt. Knaben-Volksschnle mit Öffentlichkeitsrecht (Talmnd- Thora). Wien, 2. Bez., Malzgasse 16. Mm 30. Januar d. I. fand um 6 Ilhr im Turnsaale dieser Schule ein sehr gut besuchter Elternabend statt. Herr Vorstand Direktor Mautner begrüßte als Vorsitzender die Versammlung und leitete die Besprechung mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit und das segensreiche Wirken dieser Schule für das Judentum ein. Er betonte, daß auch 60 Kinder Mittagskost erhalten, ebenso wird für Kleider und Schuhe gesorgt. Herr Oberlehrer Jakob Kohn warf einen Rückblick aus die Tätigkeit der Anstalt in der Kriegszeit. Er und Herr Adolf Fried bemängelten das Zuspätkommen und ermahnten - die Eltern, die Kinder nicht zum Anstellen um Lebensmittel zu verwenden. Die Parteien sprachen ihre vollste Zufriedenheit über die -Ergebnisse der Erziehung und des Unterrichtes an der Schule aus. Dem Wunsche um späteren Beginn des Unterrichtes — halb 9 Uhr — wird nach Möglichkeit Rechnung getragen werden. ,Herr Lemberg e r vom „Pestalozzi-Vereine" stellte sich für die Einführung des^ Frühstückes für arme Kinder zur Verfügung. Diese Aktion wird in Erwägung gezogen. Hebräisch-Akademische Vereinigung „Hatchijah", Wien. Wien, 2. Bez.. Obere Donaustraße 65. Samstag, den 24. d. M.. um halb 8 Uhr abends, findet in unserem Lokale. 2. Bez., Obere Donaustraße 65, die Fortsetzung der Diskussion über den Vortrag R i e g e r statt. Samstag, den 3. März, hält Herr sind. phil. Bruck seinen Vortrag über „Chusch hamdini ezel haj'hudim". Austritte aus dem Judentum vom 11. bis 17. Februar 1917. Appr! Marie, geb. 28. Januar 1903, Wien, Pfarre Aiservorstadt, 12. Bez.. Ruckergasse 3. Danzigec Eugen, Kaufmann, geb. 2. September 1881, Berlin, 9. Bez., Elasergasse 14. Haim Bianca, geb. 26. April 1908, Wien, 1. Bez., Predigergasse 5. Kohnheim Siegmund Konrad, geb. 15. November 1880, Leipzig, 4. Bez., Kolfchitzkygasse 20. Quittner Marianne, Studentin, geb. 22. Januar 1893, Wien, 19. Bez.. Schegargasse 18. Satzer Helene, geb. Fried, geb. 17. April 1676, Konstantinopel, 8. Bez., Kochgafse 16. Spitz Hedwig, geb. 2. Februar 1885. Wien, 4. Bez., Margarethenstraße 7.

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