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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-02-23 · 8 (23.2.1917) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
8 (23.2.1917)
Date
1917-02-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 8 Dr. Bloch's Wochenschrift" Seite 115 Schlachtfelde der Glaubensbruder genauso als Feind gilt wie der Nichtjude, wenn er .nicht für dieselbe Sache, für dasselbe Vaterland kämpft, wie er selbst. Auch nicht die Wahrheit, daß Preistreiber, Kettenhändler, Warenverberger, Drückeberger und ähnliche verdammenswerte, nicht hart genug.zu bestrafende Elemente in allen kriegführenden Ländern unter den Nichtjnden genauso zu finden sind, wie unter den Juden. . . . Wie gesagt, wenn die Juden den Mut zu einem solchen Schritte besäßen! Wer sie selbst bringen diesen Mut nicht auf. Weder nach außen, noch nach innen. Sie fürchten den Ansturm der Feinde unter den Andersgläubigen, -die auf jede Gelegenheit lauern, um die Volkswut aus sie loszuhetzen. Mehr noch fürchten sie aber die Zusammenkunft untereinander, mehr noch graut es ihnen vor ihrer eigenen Ratlosigkeit, vor der Uneinigkeit guter sich. Wie oft las ich Aufrufe katholischer, protestantischer und anderer christlicher Organisationen, in denen die Angehörigen dieser Konfessionen mit dem! Hinweise auf die Solidarität, die Einigkeit der Juden zu engerem Zusammenschluß aufzumuntern. Den Kitt der großen nationalen Kampfeinheiten in allen Kulturstaaten bildet fast ausnahmslos das künstlichverzerrte Schreckgespenst der jüdischen Solidarität. Die christlichen konfessionellen internationalen Unionen bestehen oder sind im Entstehen begriffen^ die nationalen Kampfgruppen halten fest und treu an ihren: Wahlspruch: Getrennt marschieren und vereint — die Juden schlagen. Unterdes werden die Juden nur — vereint geschlagen nicht zuletzt deshalb, weil sie untereinander getrennt, zerklüftet, uneinig, marschieren. Sie sind weder in religiösen Fragen einig, noch, haben sie sich zu einer nationalen Gruppierung verstehen können. # * * Große, gewaltige Probleme sollen durchs diesen furchtbarsten aller Kriege einer Lösung zugeführt werden. Sie werden, hoffen wir bald, in einer Weise ihre Lösung finden, die allen Völkern der Erde den langersehnten, dauernden Frieden sichert. Nicht unsere Unbescheidenheit läßt uns die Judenfrage in diese Probleme einreihen. Wir werden den Dag preisen, an dem die Judenfrage aus dem Komplex der Weltprobleme ausscheiden wird. Wer diejenigen, die die Politik der Staaten nach wie vor vergewaltigen möchten, die selbst aus diesem blutigen Weltkrieg, von dem sie selbst unberührt blieben, pur den Schlachtruf: „Gegen die Juden!" retten und verewigen wollen: die Teilhaber des internationalen GeschäftsantisemitisMus haben uns in diese Rolle der ewigen Unruhe, der steten Unsicherheit der ungelösten, unbeantworteten „Frage" hineingedrängt und wollen auch nach dem Kriege uns den Weg ins Freie verraMmen. Und ich befürchte, daß der Haß der einigen Judenfeinde, das Beharrungsvermögen der Juden, das sich fast ausschließlich in ihrer Mutlosigkeit und Uneinigkeit in der eigenen Sache kundgibt, verursachen werden, daß auch nach diesem Kriege eine einzige ungelöste Frage bleiben wird: die .Judenfrage. Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration in Anerkennung vor- Mglicher Dienstleistung im Kriege dem Verpflegsverwalter Siegmund HirschMann, Verpflegsmagazin; in Anerkennung t apferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde dein Regimentsarzt Dr. Aladar Klein, J.-R.; den: Oberarzt Dr. Julius Zentner, Reserve- Spital; dem Oberstabslarzt 2. Kl. Dir. Josef P ollak, Krankenhaltstelle; dem Regimentslarzt Dr. Adolf Rosenzw eig, Feldspital; dem Regimentsarzt d. R. Dr. Josef M e i s e l, Ldw.-Feldkanonenreg.; das Militarverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde dem Löst.-Oberleutnant Dr. Karl Diamant, OnartierMeisterabt.; dem Oberleutnant d. R. Leo Kantor, J.-jR.; dem vor dem Feinde gefallenen Oberleutnant d. R. Philipp Brüll, J.-R.; den gefallenen Leutnants d. R. Jakob Paszternak, J.-R., Melech Fall, Ldwreg.; dem Leutnant d. R. Desiderins Hoch mann, ung, Ldwreg.; das silb. Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) dem Ldst.-Leutnant David Nelken, Mörserbatterie; dem Leutnant d. R. Andor Placzek, Traindivision; den Oberleutnants d. R. Dr. jur. Adolf Stris o w e r, J.-R., Wilhelm P o p P e r, Krastfahrtruppe. Arnold Popper, Traindiv.; dem Leutnant d. R. Josef Mandl, J.-R.; dem Oberleutnant d. Ev. Artur Baumann, Korpslkmdo.; dem Ldst.-Oberarzt Dr. Leopold Jakobsohn, Feldspital; dem Oberleutnant a. D. Richard Schlesinger, Monturmagazin; dem Oberleutnant d. Ev. Ernst Löwy, Ldstreg.; dem Leutnant d.R. Robert Subak, 'Div.-Kmdo.; dem! Assistenzarzt d. R. Dr. Jakob Weiß glas, Div.-San.-Abt.; dem Regimentsarzt d. Ev. Dr. Kamillo Schramek, Ldwreg.; den Oberleutnants d. Ev. Siegfried Streicher, Et.- Trainkmdo.; Dr. Artur Lob t, Kmdt. eines Trainzuges; Isidor Eilen, Div.-Kmdo.; Josef Elias, Kmdt. eines Trainzuges; Dr. jur. Richard Getreuer, Kmdt. eines mob. Pferdespitäls; Julius Huttrer, Korpskmdo.; Edmund Freyberg, Kmdt. einer Munitionskolonne; Dr. techn. Wilhelm Pollak, Kmdt. einer Schanzzeugkolonne; Maximilian Steiner, Div.-Kmdo.; Eugen Haber, Rudolf Adler, Joses Politzer, Ernst Letay (Fisch). Eduard Wahrmann, ung. Ldwreg.; dem.HauPtm.- Oekonomieoffizier Heinrich Fried, ung. Ldwreg.; das bronzene Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (Allerhöchste belobende Anerkennung) für vorzügliche Dienstleistung im Kriege den Oberleutnants Jakob Grünwald, Arb.-Wt.; Leo Mannheimer, Mil.-Kmdo.; dem Militärrechnungsrat Jakob Glasspiegel, Mil.-Kmdo.; den OHerleutnants a. D. Kornel Stern, J.-R.; Richard Steiner, Mil.-Kmdo.; jdem Militärrechnungsrat Siegmund Stern, Mil.-Kmdo.; dem Leutnant d. R. Moritz Armuth, J.-R.; den Oberleutnants d. R. Geza Weisz, J.-R.; Dr. Emil Weisz, J.-R.; Dr. jur. Josef Beck, J.-R.; dem HauptMann d. R. Samuel Biemel, Feldkanonenreg.; dem Leutnant d. R. Hans Rosenberg. Feldhaub.-Reg.; den Oberleutnants d. Ev. HubertDeutscher, Feldhaub.-Reg.; Josef Ochsenfeld, Geb.-Art.- Reg.; Dr. Edmund Stiasny, Sapp.-Truppe; Ludwig Stern, Traindiv.; für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Paul Silberstern, Geb.-Art.-Reg.; den Leutnants d. R. Mattias Drucker, J.-R.; Gutmann Wohlfeld, J.-R.; Richard Kelemen, Feldhaub.-Reg.; Elemer Waldmann, Geb.-Art.- Reg.; den Oberleutnants d. R. Siegfried Großer. J.-R.; Friedrich Weinmann. schw. Feldart.-Reg.; den Leutnants d. R. Leo Lindenmann, J.-R.; Samuel Gottlieb, J.-R.; Hermann Hirfchfeld, J.-R.; Karl Engländer, J.-R.; Siegmund Fischer, J.-R.; dem Oberarzt Dr. Maximilian Schleicher, Feldhaub.-Reg.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant Julius Alexander, Div.-Mun.-Park.; dem Ldst.-Jngenieurleutnant Maurycy Katz, Arb.-Grnppe;

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