Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 4 (26.1.1917)
- Date
- 1917-01-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Dr/MW^ Eolhenfthlrift" ' . Als man dieselbe zum Stillstand brächte, War der Russe, arg zugerichtet mid bewußtlos. Der linke Arm mrd der rechte Fuß wären derart gebrochen, daß die. Knochen aus dem Fleische herausständcn. Außerdem lagen auch innere Verletzungen vor. Herr Dr. K r e u z und eine Sanrtätsmannschast aus dem Reservespital bemühten sich um den Schwerverletzten, den -man sodann-in das hiesige Allgemeine Krankenhaus ' über führte. Dorselbst ist Sw erd low um 8 Uhr abends seinen Verletzungen erlegen. S w er dlo w ist. im Fahre 1888 in Polczk im Bezirke Wittebsk geboren, war ledig, diente beim 282. Jnsanterieregimentc und wurde am' 1. Februar 1916 bei Czernowitz gefangengenommen. Er kan: aus dem Lager Kleinniünchen hierher. Knaben-Volksschule (Talnmd-Thom) mit Lefsentlichkeits- ' rocht, " Wien, 2. Bez/ Malzgasse 16. -V . Am Dienstag, den 30. Januar d. I., um b Uhr abends, findet im Turnsaale der Schule ein Elternabend statt. Besprechung von wichtigen Schul- und Erzichungsfragen. Gäste herzlichst willkommen. D er Vorstand. 'Kebrärsch-MAdemische Vereinigung „Hatchijah", Wien. Samstag, .den 27. d. M., um präzife halb 8 Uhr, spricht im Lokale des Jüdischen Handlungsgehilfenverbandes stud. phil. Elijahu RofenDaum über: „Haagadah Merkah hal'umi". Hebräisch sprechende Gäste willkommen! ' Samstag, den 3. Februar, findet der Bortrag unseres A.-H. Dr. I. Bronner über „Hatarbuth hamizrachith" statt. LeichenbeMngnW David Schwarz. Am 23. d. M., V4I2 Uhr vormittags, würde unter großer Beteiligung der in den Weitesten Kreisen unserer Gemeinde bestens bekannte und allgemein beliebte Talmudist David Schw ärz ' zu Grabe getragen. Er entstamnrte'einer Wiener Familie. Zuerst für den rabbinischen Beruf bestimmt, absolvierte er gründliche Talmudstudien aus der Jeschiwa in Preßburg. Er heiratete in jungen Jahren, wandte sich zunächst dem Lehrberufe zu, später aber, da er eine ganz besondere Geschicklichkeit im Malen von Schriften desatz, übte er lange Zeit das Gewerbe der Schriftenmalerei aus. Es waren seine glücklichsten Stunden, wenn er Nach getaner Arbeit am Abend seine geliebten Talmud-Folianten ausschlug und sein tüchtiges Wissen im Hebräischen erweitern und vertiefen konnte. Aus dieser Quelle floß ihm ein reiches, glückliches Innenleben zu;' die Bedürfnisse, die er an das äußere Leben stellte, waren sehr geringe. Reiche Freuden schöpfte er auch aus der Liebe zur Patur und bis in die allerjüngste Zeit genoß er die herrliche Natur im Gebiete der Rar, was den wohltätigsten Einfluß auf sein frisches Temperament und seinen regen Geist ausübte. Als er das Gewerbe infolge seines zunehmenden Alters nicht mehr wie früher ausüben, konnte, kehrte er zur Lehrtätigkeit im Hebräischen zurück. Das Glück, das aus solcher Lebensführung entströmt, verließ ihn auch nicht in der letzten Stunde seines Lebens und schmerzlos ging er im 77. Lebensjahre in das Jenseits über. Es trauern um ihn eine würdige Gattin, eine Tochter, ein Schwiegersohn, der Inhaber des Klavieretablissements Josef Saphir, und - neun Enkelkinder, und zwar.: , ein Mädchen, Doktorin der Medizin, und acht Enkel, von denen vier als Offiziere im Felde stehen. Nachdem Oberkantor M. B. Kaufmann mir dem von der Kultusgemeinde dem Toten zu Ehren. beigestellten. Chor die Trauergefänge eindrucksvoll, vorgetragen hatte, schilderte Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr.' Mar Grunwald auf Grund langjährigen freundschaftlichen Umganges den originellen Charakter des . Dahingeschiedenen. Am Grabe sprach ergreifende Worte des Abschiedes Sek Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Proßnitz; Kantor I. Löwy vom Bethausverein des 3. Bezirkes vollzog die kantorale Schlußfuntion. Unter den Trauergästen bemerkte man die Herren Kultusvorsteher S. Steiner, Delegierten Kann, Obmann des Vereines „Fides" I. Popper, Friedhofs-Amtsleiter Wilhelm Frei st a d t und Stellvertreter Heinrich Enge I, Amtsleiter Rudolf Kraus u. v. a. Wien. (Leichenbegängnis.) Am 19. Januar wurde auf dem' hiesi-en Zentralfriedhofe eine Glaubensshwester zu Grabe getragen^ deren Heimgang nicht nur Kinder- Schwieger- und-Enkelkinder aufs tiefste bedauern, sondern auch von allen, die Amalie Bell kannten, wird ihr Verlust schmerzlich beklagt. Amalie Bell war eine jener alttestämenta.ischen Frauengestalten, die nebst wahrer Religiosität, einfache Herzensgüte mit Tüchtigkeit und Tatkraft oerb indem Als ihr - 'vor vielen Jahren' der'' edle Gatte, dem sie bei seiner geschäftlichen -Tätigleit-sowie bei all seinen Bestrebungen eine treue Mitarbeiterin war, entrissen wurde, führte sie allem' mit starker Hand ihr Lebensschisf weiter, erzog ihre Kinder' 3x1 tüchtigen Menschen und brachte die heute in großem Ansehen stehende Firma S. Bell zu ihrer jetzigen Höhe. .Trotz mancher Schicksalsschläge, die auch Amalie Bell nicht erspart blieben, verlöt' sie in Gottergebenheit niemals den Mut, diente in jeder Beziehung ihren Kindern als mustergiltiges Vorbild. Ich möchte diesen. Zeilen, die' einem Herzensbedürfnis entsprangen,' noch als höchstes Lob jene Worte hinzufügen, die einst mit gleicher Berechtigung Rabbiner Dri' Ede N e u m ann an der Bahre seiner eigenen Unvergeßlichen Mutter nachrief: „Kund ist es in allen Toren, daß Du ein wackeres Weib gewesen bist. (Ruth, 3, 11.) L. W. Austritte ans dem Iuventum vom 14. bis 20. Januar 1917. Brauner Olga, Beamtin, geb. 11. November 1887, Er.- Mejeritsch. 7. Bez., Mariahilferstraße 108. Fried Arthur, Fabriksdirektor, geb. 24. Juli 1873, Wien,': 1. Bez., Christinengasse 4, Franke! Irma, geb. 22. Dezember 1896, Czernowitz, 9. Bez.,- Meynertgasse 8. Königswarter Hans Freiherr v., k. u. k. Leutnant i. d. R... geb. 16. Oktober 1892,. Frankfurt a. ' M.. 9. Bez., Möllwaldplatz 5. . . Perl Ernestine, Köchin, geb. 4. Mai' 1673, Turkeve (Ungarn), 2. Bez., Obermüllnerstraße- 3. " Posner Emil, Buchhalter, geb. . 25. Mai. 1872, Gr.-Becskerel,, 7. Bez., Mariahilferstraße 110. ... Robitschek Oskar, geb. 25. Mai 1873, Prag, derzeit Eger k. u. k. Reservespitäl Nr. 2 (laut Zuschrift des R ab b in als Eger). iSchäfer Helene, Inhaberin einer Nähschule, geb. 1. Januar. 1882, Men, 6. Bez., Kaunitzgasse 12. Schiller Jakob, .Zahntechniker, geb. 26. Mai 1894, Welka (Mähren), 18. Bez., Theresiengasse 65. Schlichter Heinrich,. Ingenieur, geh. 2.. Mai 1893/ Radom (Russisch-Polen), 2. Bez., Wölfgang Schmälzlgasse 5. . Wonsch Moriz, Schuhoberteilerzeuger, geb.. 31. Dezember 1892, Tanopol, 20. Bez., . Klosterneuburgerstraße 30. Taufe und KriegÄrauung einer Kmelitin. Kürzlich fand in der Welser Stadtpfarrkirche die Taufe einer erwachsenen Israelitin statt. Es war die.. GroßfuhrwerGdesitzerstochter Max aus Wien, welche bei der hl, Taufe die Namen Paula Maria erhielt. Am selben Tage, um halb 12 Uhr mittags, wurde sie in der Stadtpfarrkirche mit dem Landesschützen ' .Stephan.. Häusier, Feuerwehrmann 1. Klasse in Wieg, getraut.. . Der Bräutigam ist bereits wieder zu seinem Truppenkörper in einem besetzten Gebiet eingerückt. . ...... - Obrrrabbmer Dr. Ignaz Ernst s. A. . Seinen zahlreichen Freunden wollen wir noch einige Daten über ihn liefern. Am 6. Juni 1842 wurde er im ungarischen Orte 'Varos-Szalönak geboren und trat nach- Absolvierung seiner Stu-- dien bei Dr. Hildesheimer und in Wien bei Dr. Zellinek 1873 die Rabbinatsstelle in Warasdin an,-die er bis zu seinem Hinscheiden am 27. Dezember 1916 innehatte. Als Oberrabbiner in Warasdin, betreut von seiner edlen Gattin, die kurz vorher am 1. Dezember 1916 ihm im Tode voranging, erfreuten sich beide,, großer Wertschätzung. Ehre und Segen ihrem Andenken. " " Prof. Jacob Baumgarten s. A. Am 21. Dezember v. I. verschied in Przemysl der dortige langjährige Religionsprofessor an den Volks-, Bürger- und Mittelschulen . Jacob Baumgarten im 75. Lebensjahre, nach fast fünfzigjähriger, ununterbrochener, segensreicher pädagogischer Wirksamkeit. Mit ihm ist nicht bloß der'Nestor der jüdischen. Religionslehrer Galiziens dahingegangen, sondern , auch eine an sich bedeutsame Persönlichkeitdie im>Leben der Przemysler Juden-., gemeinde tiefe Spuren hmterlassen hat, Unter drei Generationen. der studierenden Jugend, hat der Verblichene das Samenkorn religiös-sittlicher Erziehung gestreut, und welcher Beliebtheit er sich in allen Kreisen erfreute, davon legte die herrliche Feier Zeug---, nis. ab. welche am 12. Februar 1913 im Przemysler Tempel, zu seinen! 70 jährigen Geburtstage stattgefunden hatte. Hunderte? von Schülern und Schülerinnen, Väter und Mütter nebst ihren Kindern waren damals, zum Teil aus weiter Ferne herbeigeströmt, um ihrem geliebten L.h.er. die freudige Teilnahme-am Jubiläums--- feste zu bekunden. Neben feiner erzieherischen Tätigkeit hat der