Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 4 (26.1.1917)
- Date
- 1917-01-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Seite 55 Mr. 4 Dr.-- BLoch'Z Wochettschrrfl 32. Bela Rona. Fähnrich. Beamter dee An^lo- Oesterreichischen BanM'a-^e in S'ea'-d, ist Besitzer der silbernen Tavferkeitsmedaille 1. Klaffe. ' " •.; 33 Friedrich - -;8 itao-ty;- Kaurinann irr Prag, dient seit mehr als einem Jahre als' Feldwebel'an der Frorst, wo er für seinen He^demnirt zweinral die fiflerne TaMerkeitsMedaille 1. Klasse und einmal die silberne Tapferkeitslnedalle 2. Klane erhielt. 34. Berrchard Neumann, Beamter der Maschinenfabrik . der unaar. Staatsbahnen, avanc'e'te für sestr tävseres Verhasten autzertouA'ch nvn Fähnr'ch und Nmrde ' Mit der silberuenTapserkeitsMeda'fle 1. Kl. ausgezeichnet. 35. Jo^ef Steiner, Leutnant. Pr-vaKeamter in Budapest, hat in den Kämpfen bei To'-o"outz den Heldentod gefunden und wurde nach dem Tode urit der silbernen TacherkeitsMedaifle 1. KMsie aus'g "zeichnet. - 36. Adolf Stern, Kauflnann, HM als Zugsführer Schwä^mliniendienst verseherr und erlfielt für sein tapferes Verhalten die silberrre Tavferkeitsmedaille 1. und 2.. Klasse. "l.-- 37. Jo^ef Hecht, Wertester einer Eis'abr'k. erh-elt ' bei Toporoutz tfie silberne Tavferkeitsmedaille 2. Klasse, p. 38. Adolf Horn, Honved aus' Galantha, besitzt die bronzene TäPl'er'leitsMedaille. . . 39. Adoll L as zko R^e ve>ltnant> Privalernver in Treucwn, Besitzer der kleinen fil^er"en urrd der bronzenen Tavferkeitsmedaille, ist im Herbst in Gefangenschaft geraten. 40. Archur Ring Wald Kaufmann in N''il'a bat als Zutzssührer die silberne.Tavferkeitsmedaille 2. Kl. erhalten. ' 7. - ,41. Julius S t e r u, Lmdlumn Fähnrich, Kan "wann in Nagyvarad, besitzt die bromene Tav^erke'tsMedaille. , 42. Ladislaus.S zel, Fähnrich, Sohn des Gy irrer Tierarztes Samuel Szel, d'ent -mit.seinem Vater in einer Division. Für sein tapferes Verhalten erhielt er zweimal dw bronzene Tapserkeitsmedackle. 43,Moriz Spitzer, Zngssührer aus Nyitra, erh'elt die silberne TapferkeitsMeda'lle. , 44.'Franz Schwarz, Feldwebel. Kannnann aus Budapest, besitzt die silberne Tapferkeitsmedaille 1. und .2. Klasse. 45. Heinrich Stein, Oberrechnungsfüh-er 1. Kl., .erhielt das. silberne Verdienstkreuz urit der Krone am Bande der Tavferkeitsmedaille. 46. Ludwig Aigner, Fähnrich technischer Besamter in Budapest, ist Besitzer der silbernen Tapfer'eitsmedafilel, und 2. Klasse. . 47. Isidor . Schneider, Gewerbetreibender in . Ruttka, .Zügsführer, erhielt die bronzene Tapserkeits- . Medaille, .. 48. Wilhelm Raa b, Mehchändler in Papa, Gefreiter, erhielt die bronzene TavferkeitsMeda'le. 49. Alexander Leipnik, Einj.'F'Mw.-Fähnrich. hat als. Mediziner die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse erhalten. . - . 50. Jiflob Weiner, Honved. K ansin ann in Duna- Szerdahely, wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Flnleroffiner Salsp Mosenstein aus Hamburg. i .. Sally R o s e n st e i n, Unteroffizier im Jnsmfierieregiment .. Inhaber des Eisermen.Kreuzes 2. KM'se, Sohn des Herrn Philipp Rosen ste in in Hamburgerhielt das Eiserne Kreuz 1. Klage.wegen bewiesener hohm ■ Tapferkeit iit: folgendem Kamp'e an der Nara'ow'a- „In nder Nacht vorn 14.. zum 15. November 1916 haben die Russen mit stärkeren Kräften wiederum versucht, das am 10. November verlorene letzte SMck ihrer Stelung auf den Höhen südwestlch Folw. KaMuefie wiedez-gewinnen. Ohne Artfllerievorbe'esiung arbeiteten sie sich in der Nacht plötzlich vor' dichtes Schneetreiben begünstigte ihnen Ueberfall. Sie aeMng'en m die deutsche S ellung nach erbitM'lem NahMwch h'nein. D'e "u'ische Artillerie ha'te vom Auge bd'ck des NahMurp'es an fia k's Sperrfeuer hinter das Grabenstück gelegt, um un'ere Reserven am Eingreifen zu verhindern. Trotzdem warf e'n schneidig durch geführter Gegenstoß die E'noedrungenen schon um 3 Uhr nachts aus der Höhenstellung hinaus, wobei die Russen im wü'erflen Handgranaten^amvs sthr schwere Verluste erlitten^ Zwei Ofliz'e'e. über fünfzig Mann von d"ei verch'ebenen Regimen'eru, wurden aesangengenomwen. Die Stellung war wiederum restlos in d eutscher Hand. Gest. Konststoriakrat Dr. Mayking über das „AttlestamenItiKe ^ieöesgeöol". In dem „Tätigkeitsbericht der Zentrale für private Fürsorge E. V." (29. Mai 1916) mit einem Schlußworte: „Durchhalten auch in der Fürsorgearbeit" von Geh. Konsistorialrat Dr. Mahling findet sich folgende Stelle, die wir unseren Lesern gern bekanntgeben: „Die Motive zu solcher sozialen Arbeit find ganz verschieden. Es sind manche unter uns, denen ist das alttestamentliche Liebesgebot besonders hei ig. Und in der Tat zeigt uns das Alte Testament ein Volk, in dessen Mitte, wie in keinem anderen Volke des Altertums,. die soziale Gesinnung gepflegt wurde. Das 81 este Gesetzbuch, das sogenannte Bundesbuch, schreibt, vo", daß der arme Volksgenosse zinssiei sein Darlehen erhalen 'oll, daß das Pfand, welches ihm zum Eintreiben einer Schuld weggenommen wird, nicht über Nacht behasien werden darf für den Fall, daß es das Oberkleid des Armen ist, da er es selbst als Decke zu seinem Schutze braucht; es wehrt dem Verfall des' Armen in die Abhängigkeit der Sklaverei: es entz'eht Aecker, Weinberge und Oelgärten der Privat'bewi^t'chaftunq im siebenten Jahre, damit die Armen des Volkes e'"en könnten: es dringt darauh den siebenten Tag als Ruhetag zu ie'ern; es schützt Witwen und Waisen in ihrer Bedrängnis; es bewahrt den Armen davor, daß sein Recht gebeugt wird. Das soziale Verhalten, die soziale Rück'ichtnahme rsilt damit als selbstverständliche Pflicht für den, der Gottes Gebot beachten will. Freilich ist die'es Ideal in Israel nicht restlos verwirklicht worden. Hart müssen die Propheten über das unsoziale Verhalten klagen, über die Ausbeutung der Armen, über ungerechtes Verhalten gegen die Bedrängten, über Aneinanderreihung von Acker zu Acker und die damit verbundene Anhäufung von Beü'tz unter '-ücksichtsloser Ztusnutzung der eigenen Machtmittel. Aber.eben darum enthält diese Predigt des Provhe'en die stärksten Antriebe zum Erweis fürwrgender Hisie;;iz entflammt und nährt das soziale VerantworLlichkeitsgemhl. Was für goldene Worte enthält die ge.wissenerweckende Verkündung eines Amos, eines Hose a, eines Jesaias! Und darf ich h'-er. daran emn^ern, wie d'e'er Sinn auch im späteren Leben des Volkes Israel von seinen Lehrern gepflegt worden ist? Ich möchte nur aus My'es Maimo ni d es, diesen großen Wei'en aus dem M'ttelalLer, Hinweisen und auf seine Sätze über die Wohltätigkeck, deinen wich'igfte laufen: Die höchste SM^e der Wohltätigkeit ist 'd'e, daß iemand in solcher Weise mlterftützt wird, daß er sich selbständig ermähren kann.