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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-01-19 · 3 (19.1.1917) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
3 (19.1.1917)
Date
1917-01-19
Page
– (sequence 13)
Language
German
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11 Dr. Bloch's Seriös (Herlos) Maria, Beamtiiy ged. 20. März l895, Przcmysl, 7. Bez., Bandgassc 2. Feyer EM, geb. 25. Januar 1893, Wien, 11. Bez., Sedlitzkygasse 16. Fleischer Oskar Walter, Schildermaler, geb. 5. Januar 1883, Wien, 9. Bez., Liechtensternstraße 65. Groß Theresia, ^Hausbesitzerin, geb. 1. Januar 1841, Pulkau, 14. Bez., Goldschlagstraße 98. Kerner Friedrich, Fähnrich im Drag.-Rgt. Nr. 3, geb. 10. Dezember 1888, Wien, 9. Bez., Fuchsthalle.gasse 1. Korrrer Oslar von, Generaldirektor, geb. 10. Dezember 1878, Bijenz, 4. Bez., Wredner Hauptstraße 23. Levit Leo Leopold, geb. 15. Oktober 1885, Wien, 13. Bez., Trautrmansdorssgasse 48. Löwberr Risa, geb. 15. Januar 1392, Nagy-Tapolcsany, 2. Bez., Praterstraße 11. Lowy Heinrich, Fleischhauer, geb.' 16. Mai 1880, Wien, 9'. Bez., Grüne Torgasse 7. Neumann Stefan, Privatbeamter, geb. 20. Februar 1899, Wien, 3. Bez., Esteplatz 5. ' Ruzicka Leo, Bankbeamter, geb. 25. August 1876, Wien, 7. Bez., Seidengasse. 25. Schäfer Henriette, Modistin, geb. 8. Januar 1881, Wien, 6. Bez., Kaunitzgasse 12. Scharet Fanny, geb. Ehrensreund, Friseurin, geb. 15. September 1845, Gewitsch (Mähren), 17. Bez., Wattgasse 68. Scherer -Antonie, Korrespondentin, geb. 16. April 1876, Stanislau (Eaiiz.en), 15. Bez., Kannegasse 3. Schö.tderg Heinrich, Opernjänge.-, geb. 29. April 1882, Wie :, 13. Bez., Eloriettegasse 43. Steinhaus Olga, Lehrerin, geb. 9. Juli 1892, Jaslo < Galizien). 9. Bez., Frankgasse 6. .Strasser >o. Györvar Ego», Obergymnasiast, geb. 19. Juni 1899, Ausser, 9. Bez., Kolingasse 5. Szarrto Alexander, Uhrmacher, geb. 18. Februar 1395, Budapest, 7. Bez., Mariahilserstraße 110. Wilhelm Margarethe, geb. 6. Februar 1992, Wier, 3. Bez., Marrergasse 5. Wea-sberg Franz, geb. 23. Oktober 1910, Wien. Zerner Paul De., Jurist, geb. 30. Juli 1890, Eibenschitz (Mähren), 9. Bez.. Kolingasse 11. Chanuttaseier im Kinderheim Laa bei Neulengbach. Eine freundliche, ältere Dame, die Heim-Tante, welche seit Jahren ihre Schäfchen liebevoll betreut, eine fröhliche Schar gut aussehender Kinder jeden Alters, festlich getleivet, freudig erregt, ein behaglich durchwärmtes Haus, empfingen die Gäste, welche nach einem kurzen Marsch von der Station Okeulengbach aus auf einer guten Straße' das Heim betraten, um, der stimmungsvollen Feier des Chanukrafestes beizuwohnen, welche der Vorstand für die Kinder dort veranstaltet hatte und welcher Kknderfreunde und Gäste beiwohnten. Der große Saal war festlich und sinnig, mit Liebe und Eifer geschmückt worden; ans einem langen Tische lagen all die vielen nützlichen und hübschen Gaben, welche der Vorstand und die Gönner des Vereines gespendet 'hatten, w.e Bücher, Spielzeug. Kleidungsstücke, Schuhe, Naschwert (obwohl die Kinder hier gar nichts entbehren, das sah man Hnen an). Das Fest begann Mit der Voltshymne, welcher noch andere patriotische und hübsche Lieder und Gedichte, von den Kindern vorgelragen, folgten, worauf sdie Bescherung begann, die natürlich 'großen Jubel hervorries. ,war ja individuell für jedes Kind gesorgt worden. Nun trat eines der Mädchen an Herrn Glück heran und. hielt eine kurze Danksagung an alle Anwesenden, welchje gerade ob ihrer Schlichtheit und Kürze auf jeden Anwesenden wirkte und in einem speziellen Dank an Herrn Glück austlang, welcher seine ganze, karg bemessene Erholungszeit der Fürsorge für die Kinder widmet. Auf einige liebevolle Worte des Herrn Glück folgte eine heitere Eharat.ecisierung der Kinder, von der Heim-Tante versaßt und als Bänkelsänger vorgetragen, worauf mit dem Es.en die hübsche Feier schloß. Die Gäste erfreuten sich sichtlich an dem guten Appetit der Kinder und an deren gesittetem Betragen bei Tische. (Wie schwer mag es aber oft sein, ^ganz unerzogenen Kindern die primitivste Lebensart beizubringen.) Nach der Mahlzeit wurde der Gutshof selbst besichtigt und gab es da gar Vieles und Schönes zu sehen, für uns Städter doppelt schön und — beneidenswert: Viehställe, Getreidekammern, Milchkeller, Futterboden, Hofraum, alles blitzblank, reichlich gefüllt mit allem Notwendigen — ein Verdienst, für welches dem tüchtigen Verwalter-Ehepaare Nie gler uneingeschränktes Lob gebührt. Dadurch. daß den: Heime vom Gute selbst Mehl, Butter, Getreide, Obst und Gemüse in so ausgezeichneter Qualität und zu so müßigen Preiset: geliefert wird, man also die Kinder gut ernähren kann, erklären sich die außerordentlich günstigen gesundheitlichen Ergebnisse bei den Pfleglingen: rasche Gewichtszunahme, blühendes Aussehen und Ausheilung selbst veralteter Schäden sowie das Fehlen von Infektionskrankheiten ' (das Isolier)immer ist bis mm ein Wochcnfchnst S ir 45 überflüssiger, Naumt.'Der -mütterlichen Liebe und Sorge, wie der ötondmriche.1,7 sparsäMen 'Wictschafrsfuhrung der langjäyr.gen Hrim- Tanre,—^rmi Kreuzer, eurer seyr femgebttve.en 4^'ame, sei iroch speziett anerkennendgedacht. Für den Unterricht sorgt eme bewährre Kraft, Herr Oberlehrer G r o tz m a n n aus Reulengbach, rurz, Vorstand und Leirung tun aUes wioglicye, um rycen Sa-utzlinge» wüyrend ihres dortigen Ausenthaktes nur Gutes zu bieren, damit s:e später einmal mrr Liebe an bas Heim zurückdenken. Daß dies der Fall ist, beweisen die vielen täglich einiaufenden Dankschreiben von Eltern und Kindern, welche meist in emer Bikre um abermalige Ausnahme enden. AVer die knappen Mittel des Vereines verdaten eine zu weitgehende Aufnaymsbereitschaft und gerade heute wäre durch die Verhältnisse eine solche doppelt vonnöten. Allen wahren Kinderfreunden, welche das Heim noch nicht kennen, empfehle ich dessen Besuch aufs wärmste, sie werden es. genau so wie wir. oollvefriedigt von all dem Gesehenen verlassen. S. B. Deutschbrod. Als unsere galizischen Brüder im Jahre 1914 bei uns eine Zufluchtsstätte suchten. entstand gleich em Komitee, bestehend aus oen zerren Kulmsoorsteyec Alois K o r e f, dem Herrn Kulrusrat Leopold K o y n uno dem Herrn Nabbiner Dr. Leo B e r i i s ch. Dieses Komitee bestand üvec zwei Jahre und war immer beircebr, den unglücklichen Brüdern in jeder Beziehung entgegenzurommen. So veranstalteten wir gleich unter den Gememdemitguedern eine Sammlung, dre Kr. 500. — ergab. Eine zwrire Sammlung ergab wieder Kr. 500.—. Au^ec diesem Komitee entfaltete ganz selbsroerständlich eine große Tatlgteit der hiesigq Präses der Ehewra-Kadischa, Herr Fabrikant Ma.r L i l l i n g. Als aber im dritken Knegsjahre das hier erbaute Barackenlager für 10,000 jüdische Flüchtlinge seme Tore öffnete und die Unglücklichen gleich mit verschiedenen Bitten herankraten. da erwies sich das bestehende Komitee zu schwach. Daher wurde ein größeres Komitee gegründet, in welches folgende l Herren gewählt wurden: Herr Fabritant Richard S t i a ß n y. Herr Fabrikant Ma.r L i l l i n g, Herr Lndvit L i p a. Herr Obertierarzd Freund, Herr Direktor Nenner, Herr t. u. k. Bezirrssschulinspektor* E. Mayer, Herr Oberlehrer Fell, der eine aus der Bukowina, der andere aus Galizien, derzeit beide in der hiesigen Flüchtlingsschnle. und Herr - Rabbiner Dr. Leo Hertisch. Eine zum zweitenmale eingeleilete Eeldsainmlung ergab einen Betrag von Kr. 5000. , um welche» Betrag Wäsche für die Flucht» gstinder im Barackenlager angeschafft wurde. .Dieses Komitee ball jeden Samstag, abends, eine S.tzung ab, bei der alles, sowohl für die Flüchtlinge in der Umgebung, als auch für die. Flüchtlinge im hiesigen Barackenlager. Mögliche ins Auge gefaßt wird. Zun: Obmann und Schriftführer dieses Komitees wurde Herr Präses Ma.r L i l l i n g, zum Kassier Herr Ludoik L i p a gewählt. 3b.i der „Allianz" erhalten wir monatlich Kr. 4000. - für die Flüchtlinge in der Umgebung und Kr. 6000. bis 8000. - für die Flüchtlinge im hiesigen Barackenlager zur Verteilung. Endlich muß auch einmal folgenden Personen öffentlich der Dank ausgesprochen werden. Vor allem dem hiesigen Herr» Fabrikanten Herrn Richard S t i a ß n y. der von allem Anfang des Krieges, außer den großen Eeldunterstützungen. an Flüchtlinge hunderte Schlafldecken in munifizenter Weise schenkte. Ferner muß der öffentliche Dank Herrn Direktor R e n n e r ausgesprochen werden, der schon drei Jahre unaufhörlich bei allen Behörden mit Erfolg für die -Flüchtlinge interveniert. Endlich mutz auch de»: (Fräulein Zdenka Lipa und den: Fräulein Jda Lipa gedankt werden, die keine Mühe und keine Arbeit scheuen und ihren Fleiß und ihre Arbeit in den Dienst der guten Sache für die Flüchtlinge stellen. Fräulein Zdenka Lipa ist auch schon bereits ausgezeichnet worden. Lemberg. Am 4. Januar erfolgte die feierliche Eröffnung der mit großem Kostermufwande neu adaptierten, nunmehr modern eingerichteten, mit entsprechenden Räumen für Studiererrde ausgestarteten jüdischen Gemeinde--- bibliothek, nachdem ihr die der Z'emeirtde vom sel. Rabbiner Dr. Caro letztwillig vermachte reichliche Bibliothek einverleibt worden lvar. Es war gleichzeitig die Jahrzeitfeier für den sel. Gründer der Bibliothek Salomon 'B ub e r. Nach einer von jüdischem Geiste erfüllten Ansprache des Vizepräscs Dr. Wasser hielt Rabbiner Doktor Guttmann einen sehr beifällig ausgenommenen ivissenschaftlichen Vortrag. Die Agenden des Bibliothekars wurden Religionsprofefsor Dr. Freund übertragen. Mähr-Ostrau. Baut Beschluß der am 28. Dezember 1916 abgehaltenen Kultusausischußsitzung der hiesigen israel. Kultusgemeinde wurde dem Herrn Religionslehrer und Kantor Martin Eiben schütz, der das erste Jahr zur allgemeinen Zufriedenheit bestanden hat. das Definitivum verliehen und fünf Dienstjahre angerechnet.

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