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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-01-12 · 2 (12.1.1917) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
2 (12.1.1917)
Date
1917-01-12
Page
– (sequence 12)
Language
German
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S w 28 Dr. Bloch's Wochenschrift" Frl. Buchsbaam, Frau Vogel und Frau I. Beriiiaiiii, Meran, für alle emsige und unverdrossene Mühewaltung. Bei dieser Gelegenheit sei um die Zuwendung von Ritualien (kleine Gebetbücher, Psalmen, Pentateuchs, Tallit und Tefilin) auf das dringendste gebeten. Ich werde um solche heilige Gegenstände von den jüdischen Soldaten mündlich und schriftlich geradezu bestürmt, ohne, wie es sich geziemen würde, den so rührenden Wünschen immer gerecht werden zu können. K. u. k. Israel. Militärseelsorge beim Heeresgruppenkommando FM. Erzherzog Eugen, Qu.-Abteilung: Feldrabbiner Dr. Alttnann, Feldpost 512/11. TlLtEeMmdrscbung. Der Frau Dr. Altmann in Meran, sowie dem Herrn Feldrabbiner Dr. Altmann sind von jüdischen Kriegern ans dem Felde verschiedene Danksagungen zugelommen für ihnen Wermittelte Liebesgaben. 70. OxburtstaMeier des Betha-usvorstichers Anton Beck im Gemeindetemipel der Leopoldstadt. Am Samstag, 6. d. M., wurde im Leopoldstädter Gemeindetempel der 70. Geburtstag des in zahlreichen Humanitären Vereinen als eines der eifrigst mitwirkenden Mitglieder.hochgeschätzten Vizepräsidenten des Bethausvorstandes für den 1. und 2. Bezirk, Herrn Anton Beck, in besonders festlicher Weife gefeiert. Erschienen waren der Kultusvorstand, vertreten durch den Herrn Präsidenten Dr. Alfred Stern, Kultüsvertreter Dr. Markus Schitzer, S. Brod, Emänuel Grünwald und Samuel Steiner, ferner die Herren Bethausvorsteher Direkto r I. Brich t a, Karl F r e u n d, Dr. K a p r a l i k, Rudolf Kohn, Theodor Kohn und Dr. Münz. Zur Thora aufgerufen, wurde der Jubilar von Herrn Oberkantor Morgenstern unter Bealeitung des Synagogenchores mit einem in gewohnter Meisterschaft vorgetragenen Mischeberach begrüße, worauf Herr Rabbiner Doktor G r u nw al d in einer herzlichen Ansprache die 'Verdienste des Gefeierten um die Gemeinde, insbesondere um den Gemeindetempel int 2. Bezirk, würdigte. Nach Schluß des Gottesdienstes übermittelten im Zeremoniensaal Herr Küktuspräsident Dr. Stern denk Jubilar und feiner Gattin die Glückvünfche des Kultusvorstandes, Herr Dr. Spitzer die der Kollegen im Bethausvorstand. Im Namen der Funktionäre des Tempels sprach Herr Chordirigent Julius Heimann und int Namen des Chor- Personals des Stadttempels sprach Chordirigent Josef Zetlnik Worte des Dankes. Der Jubilar erwiderter in kurzer, bewegter, eindrucksvoller Rede. Auch diese Feier wurde, wie die im Tempel selbst, mit Chorgesängeu eingeleitct und beschlossen. Alle Teilnehmer der Feier teilten die Ueberzeugung, daß hier ein würdiger Vorsteher die Ehrung fand, die seinein Wirken vollauf gebührte. Kaisers. Mut Hermann Dattner s. A. aus Lemberg. Freitag, den 5. b. M, wurde auf dem Wiener Zentralsriedhos Herr käiserl. Rat Hermann Dattner aus Lemberg zur letzteit Ruhestätte gebracht. Der Verblichene war einer der führenden Männer des Lemberger Judentums und hat in zahlreichen Ehrenstellungeu für die Lemberger südische Gemeinde und. für die jüdische Gesamtheit segensreich gewirkt. Er fungierte jahrelang als Tempelvorsteher, als Vorsteher der Chewra-Kadischa und des Vereins „Chesed weemes^; war auch sonst werktätiges und unterstützendes Mitglied Zahlreicher humanitärer Vereine seiner Heimat. Aber auch in weiten'Kreisen über seine engere Heimat hinaus war sein Wirken .gewürdigt und allgemein geschätzt. Das Lemberaer Judentum verliert in dem Heimgegangenen eine unschätzbare Kraft, einen seiner besten Söhne, die Allgemeinheit betrauert in seinem Tode den Verlust eines wertvollen Menschen. Seine W'twe, die in den Werken edler Menschenliebe mit ihm wetteiferte, sowie seine dankbaren Kinder, 'die durch das plötzliche Hinscheiden des verehrten Familienoberhauptes in tiefste Trauer versetzt wurden, sind Gegenstand allseitiger, aufrichtiger Teilnahme. Die Beerdigung fand unter Zahlreicher Beteiligung von Freunden und Verehrer des Verblichenen statt. Im Leichengefolge bemerkte man u. a.: die Lemberger Kicktnspräsidenten Dr. Simon Schaff und den Regierurigskonimissär Dr. Emil Parnes, Reichsratsabaeordneten Dr. v. Löwen stein, Vorstandsmitglied David M a s ch l e r, kais. Rat Philipp N a t h a n - s o n sowie die ganze übrige vornehme Repräsentanz der Lemberger jüdischen Gemeinde. Nachdem Oberkantor M o r g e n st e r n mit seiner mächtigen Stimme unter Assistenz der Ersten Kantoren Mathas.und Schleifer und des verstärkten Chores meisterhaft die Traueraesänge vorgetragen hatte, entwarf Herr Rabbiner Doktor G r u n w a l d ein lebensgetreues Bild des Verewigten mit einer Wärme, die deutlich die Nachwirkung, des persönlichen Eindruckes des Verklärten verriet. Die Herren Rabbiner Dr. Täglich t und Prof. Dr. S ch orr, dieser eigens nach Wien berufen, sprachen hierauf im Namen der Lemberger Gemeinde Worte des Abschiedes, Herr S t a n d am Grabe noch einen letzten Dank für das Wirken des Dahingeschiedenen im Dienste des Vereines „Chesed weemes". Ans allen Reden klang der Grundton durch : ein kostbarer Schatz ist uns hier genommen. l'-rnnirö $6*11 plijn by 'sein Andenken wird segensreichsortwirken. Jostsine Engel s. A. Am 4. d. M. hat Frau Josefine Engel, die Gattin des Knltusvorstehers und Präsidenten des Mariahilfer Tempelvereines, Herrn Dr. Jacob Engel, ihre Seele ausgehaucht; vorzeitig und unerwartet hat der Sturm der Zeit' diese seltene Menschenblüte geknickt und damit ein überaus glückliches Familienleben zerstört, eines der angesehensten Mariahilfer Häuser in unsagbare Trauer versetzt. Ihr ward der Tod einer wahrhaft Gerechten beschieden, denn sanft und milde, ihr unbewußt, nahte der Engel des ewigen Friedens, des Friedensden sie in den letzten Jahren mit heißer Sehnsucht erflehte. Josefine Engel,, dieses schlichte Biederweib von außerordentlicher Bescheidenheit, deren Grundzug eine beispiellose Herzensgute und Menschenliebe gewesen, hinterläßt tiefgehende Spuren ihres Erdenwallens, vor ällem in ihrem engsten Familienkreise, dem sie als musterhafte, patriarchalische Hausfrau Vorstand, von dem gleichgesinnten zärtlichen Gatten und den wohlgeratenen Kindern mit unendlicher Liebe umgeben, vergöttert von den trefflichen angesehene Stellungen bekleidenden Schwiegersöhnen. Zweifellos haben die Ausstrahlungen ihres klaren Geistes und ihres goldenen Herzens die so erfolg- und segensreiche öffentliche Tätigkeit ihres treuen Lebensgefährten befruchtet und sie selbst frühzeitig einer reichen charitativen Wirksamkeit im Vorstände des Mariahilfer Franen-Wohltätigkeitsvereines zugeführt. Was sie durch eine lange Reihe, von Jahren in diesem Wohlfahrtsiustitute als Kassaverwalterin geleiste", ist in den Annalen dieses Vereines verewigt und sichert ihr in den Herzen der zähltosen Unglücklichen, die durch ihre mxCbe Hand ihre Gaben empfingen, ein Denkmal, dauernder denn Erz. Denn sie wnsfte in angeborenem Taktgefühl mit wahrer Herzlichkeit zu geben, sie. war eine Freundin ihrer Schutzbefohlenen, kümmerte sich um die Sorgen, die sie drückten, und neben den Unterstützungen aus Vereinsmitteln flössen aus ihrer offenen Hand stets reiche Spenden edelster Menschenliebe. Sie hatte eine hohe Auffassungvon den Pflichten

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