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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-01-12 · 2 (12.1.1917) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
2 (12.1.1917)
Date
1917-01-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Dr. Bloch's Wochenschrift" Serte^lS Nr. 2 Die deutsche Reformation nah zu ihren Anfang mit beut Streit um die Vernichtung der hebräischen Literatur. Die Dominikaner, die Pariser Universität und sonstigen Dunkelmänner waren für eine Verbrennung des Talmud, dagegen Reuchlin. Um Reuchlin scharte sich alles, was frei und selbständig im Deutschland des beginnenden 16. Jahrhunderts dachte: Ulrich von Hutten, Hermann vor: Busche, Crotus Rudianus (Johann Jäger), die höhere Bourgeosie, die Welser, Pinkheimer, Peutiuger, der vornehmere Hochadelder Herzog Ulrich von Wi'irtteniberg, Graf Helfenstein in Augsburg,- der Domherr Graf von Nuenär. „Man darf kühn , behaupten, daß der Streit für und wider den Talmud das Bewußtsein der Deutschen wachgerufen und eine öffentliche Meinung geschaffen, ohne die die Reformation, wie so viele andere Versuche, in ihrer Geburtsstunde gestorben wäre."-0) Die jüdische Literatur war den deutschen Gebildeten des 16. Jahrhunderts ans Herzgewachsen. Ossiander schrieb: „Gott habe nicht gewollt, daß der Jueden Buechen verbrennt wurden der Christenheit Zugut, damit durch hebräische Sprache die Christen wieder zum rechten Verstand Jhrs Glaubens möchten fummelt."21) Das bedeutendste philosophische Werk des rabbinischen Judentums, das More Nebuchim von Maimonides, iuitüe zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Buxtorf ins Lateinische übersetzt und machte in Deutschland tiefen Eindruck. Ein längeres Zitat aus dem voetor perplexornm führt Leibniz an.22) Der Eintritt der Juden eu masse in die interkonfessionell gewordene deutsche Kulturgeineinschaft seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde von den Gebildeten Deutschlands aufs herzlichste begrüßt. Moses Mendelssohn wurde der Freundschaft eines Lessing gewürdigt iuld bei einem Preisausschreiben der Berliner Universität einem Kant vorgezogen. iSalomon Maimon, ein philosophierender Jude wolhynischer Herkunft, erfreute sich der Wertschätzung eines Kant. Jssachar Fatkensohn Behr, ein deutscher Dichter aus Polen, wurde von Goethe rezensiert. Die jüdischen Salons zu Beginn des 19. Jahrhunderts. waren in Berlin und Wien Mittelpunkte des deutschen Geisteswesens. Eine Rahel Levin-Varnhagen hat sich um die deutsche Literatur unvergeßlich verdiei.lt gemacht. Kriegsdekorationen jüdischer Kffiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Joses-Ordens init der Kriegsdekoration iu Anerkennung vorzüglicher und ausopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsarzt Dr. Alfred Fried, Ulanenreg.; dem Ldst.-Oberleutnant Dr. Artur Kriser, Feldhaub.- Regiment; das M i l i t ä r v e r d i e n st k r e u z 3. Klasse mtt der Kriegsdekoratiou in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Benjamin K e r n, J.-R.; dem einer Kriegsseuche ertegeueu Leutnant d. R. Oskar P i ck, J.-R.; dem Oberleutnant d. R. Paul Schanze r, Feldkanonenreg.; den Leutnants d. R. Wilhelm Haber, J.-R., Anton Venetianer. J.-R.; den vor dem Feinde gefallenen Leutnants d. R. Moriz S ch w a r tz, J.-R., Erich Nichte u hause r, .J.-R., Oskar O reu stein, Dragonerreg.; dem Leutnant d. R. Richard Schwarz köpf, Ldwreg.; dem seiner Verwundung erlegeneli Ldst.-Oberleutnant Leib L a n d a u, Ldst.- Reg.; -°) Erätz: Geschichte der Juden, IX, 26, 95. 21) Ludwig Geiger: Das Studium der hebräischen Sprache in Deutschland. . 22) Leibniz: Theodizee. II. B.. § 262. das silb. Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten (zum zweitenmal) dem Oberstleutnant Moriz Seinfeld, J.-R.; ferner dem Oberleutnant d. R. Wilhelm Fried mann, Mörserbatterie; dem Oberleutnant d. R. Fritz Lederer, Hus.- Reg.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Dr. jur. Hermann Ullrich, Traindivision; dem Oberleutnant i. d. Ev. Alfred R apop o r t, Edlen von P o r a d a, Kraftfahrtruppe; für tapferes Verhalten dem Leutnant d. R. Viktor Eisler, Ldwreg.; dem Oberleutnant Oskar E h r e n b e r g, Ldstreg.; dem Oberleutnant d. R. Samuel Ehrlich, ung. Ldw.-Art.- Reg.; dem Oberleutnant a. D.j Bela Wertheimer^ Gruppenkommando; dem Oberleutnant d. R. Bela K r e it st e i n, Fest.-2trt.-Reg.; das bronzene Signum l a u d i s am Bande des Militärverdienstkrenzes (Allerhöchste belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Leutnants d. R. Dr. jur. Eugen A d l e r, bosn.-herz. J.-R., Julius Magaziner, Feldkanonenreg., Arpad Pollak, Geb.-2trt.-Reg., Julius Popper. Dir. Jäger- Reg., Eugen Pozner, J.-R., Emmerich Weiszberger, bosn.-herz. J.-R., Ludwig Unger. Feldhaub.-Reg., Erwin Steiner, schw. Feldart.-Reg., Dr. Rudolf Ehrlich, schw. Feldart.-Reg.; dem Ldst.-Leutnant Jakob Josef Hermelin, J.-R.; dem Ldft.-Assistenzarzt Dr. Otto Paneth, Feldkanonenreg.; dem Oberarzt d. R. Desiderius Schwartz, Garnisonsspital; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Josef Pollak, Garnisonsspital; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Ldst.-Oberleutnant Julius Sonnen s ch e.i n, Et.-Tr.-Gruppenkmdo.; deni Oberleutnant d. R. Bruno M o sen z w e i g, Feldkan.- Reg.; den Leutnants d. R. Erwin Unger, Eisenbahnreg., Viktor Pollak, Eisenbahnreg., Richard Steinmetz. Traindiv.; für tapferes Verhalten den Leutnants d. R. Wilhelm Weinberger, J.-R., Josef Berger, J.-R., Ludwig Spitzer, J.-R., Maximilian Ru bin stein, J.-R., Max Ger ge ly (Gelb mann), Feldkanonenreg.. Leon Rosenblatt, Feldhaub.-Reg., Viktor Taussig, Geb.-Art.-Reg., Moses G l ü ck, J.-R.. Leo H e r z, J.-R., Adolf L a z a r, J.-R., Dr. Wilhelm Holzer. Feldhaub.- Reg., Alfred Grünwald, J.-R.; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsarzt Dr. Friedrich Landauer, bosn.-herz. J.-R.; für vorzügliche Dienstleistung in besonderer Verwendung dem Ldst.-Oberleutnant Bertold Weis, Kreiskmdo.; den Oberleutnants d. R. Dr. jur. Samuel G utmaun, Platztommando, Eduard H i r s ch f e l d, Bahnhofkommando, Dr. jur. Enril Marburg, Bahnhoflommaudant, Max Kluger, Fest.-2lrt.-Bat.; für tapferes Verhalten dem Oberleutnant d. Ev. Ernst Kohn, Ldftbat.; dem Ldst.- Oberleutnant Dr. Ludwig Unger, Ldst.-Et.-Bat.; den Leutnants d. R. Hermann Kaufmann, Ldwreg., Wilhelm Goldberger, Ldftbat., Josef Schornstein. Ldw.-Feldhaub.-Reg.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Ldst.-Jngenieurleutnant Arnold Adler, Kmdt. einer Arb.-Abt.; dem Oberleutnant a.D. Julius Feiler, Bahnhofkmdt.; in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor deni Feinde dem Ldst.-Oberarzt Dr. Alexander Reisz, mob. Res.-Spital; für tapferes Verhalten deni Leutnant d. R. Ztlexander Weisz, ung. Ldwreg.; in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant a. D. Moritz Karman, Kmdt. einer Gef.-Abt.; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem - Feinde dem Ldst.-Oberarzt Dr. Aaron Bard, Garn.- Spital; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Moritz Doller,

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