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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-01-05 · 1 (5.1.1917) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
1 (5.1.1917)
Date
1917-01-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1 Sette 5 Dr. Bloch's Wochenschrift „ O b e r g e s p a n des K 0 in i t a i e s M a r 0 s - T 0 r d a. Marvs-Dasarhely, am 13. Oktober 1916. Seiner Hochioohlgeboren Herrn Edmund König.?. u. k. Verpfl.-Offiziai, L 0 ko. , Anläßlich der Beendigung der Tätigkeit der in Maros- Basarhely wirkenden Viehübernahmskommission ergreife ich gerne die Gelegenheit. Ihnen, sowohl im Namen der Bürger des Komitates Maros-Torda, als auch im Namen der hier infolge der Evakuierung durchgezogenen Landwirte der nachbarlichen Komitate, meinen tief empfundenen Dank auszusprechen für die edle Arbeit, mit welcher Sie im Rahmen der Weisungen Ihrer Vorgesetzten -Behörde mit;so warmer Anteilnahme und Gerechtigkeit -ei der Vieheinlösung die Interessen der in die kritische Lage gekommenen Landwirte gewahrt'haben, und auch dadurch nachdrücklichst die schwere Prüfung, von welcher die Einwohner dieses. Landesteiles betroffen wurden, zu lindern bestrebt waren. Für diese wichtige und national-ökonomisch wesentliche selbstlose Tätigkeit empfangen Sie. Herr Offizial, den Ausdruck meiner Anerkennung und Hochachtung. Karl Szasz, m.p.. Obergespan. (L.-S. des Obergespanes des Komitates Maros-Torda.)" Aus dem goldenen Buche der Armee. Zfak Raab. Am. 31.. Dezember 1914 wurden, ivie ...Egyenlöseg" berichtet, die Geschütze der bei Mazanka gestandenen zweiten Batterie der . Ldw.-jKanonendivision von den Russen angegriffen? Ein Teil der Mannschaft geriet itt Gefangenschaft. Korporal Jfak Raab, Munitions-Feuermeister, machte im' letzten Augenblicke die Kanonen unbrauchbar, und seinem energischen und entschlossenen Auftreten war es zu danken, daß der Mnnitionswagen in Sicherheit gebracht ivurde. Raab erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse mtd sein Fall wurde ins goldene' Buch der Armee aufgenommen. Erwin Kanitz. Erwin Kanitz, Reserve-Fähnrich der k. u. k. Schützendivision (k. u. k. . Husarenregiment), hat sich anläßlich des Vordringens^ seiner Schwadron bei am 15. und 16. Oktober durch sein mannhaftes und tapferes Auftreten besonders ausgezeichnet. Am 16. Oktober hat er als! Kommandant es' wirklich verstanden, feinen Leuten mit mutigem Beispiel voranzugehen. In der Schlacht hat er, inmitten seiner Leute stehend, einen Karabiner ergriffen und feine kaltblütige Entschlossenheit hatte einen Anteil an dem vollkommenen Erfolge, den wir am' darauffolgenden Tage errungen haben. Er wurde, ivie ivir dem „Egyenlöseg" entnehmen, mit der großen Silbernen belohnt und der Fall ins goldene Buch der Armee ausgenommen. Goldenes Verdienstkreuz. Anton Herzl, k. k. Verpflegsosfizial, Sohn des bekannten .Wohltäters Herrn salomon Herzl, wurde mit dem goldenen Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Die ersten jüdischen Auszeichnungen an Ankorvinner Landes- und Kemeindefunklionäre durch Kaiser Karl. Der Kaiser hat verliehen: das Kriegskrenz für Zivilverdienste 2. Klasse dem Primararzt der allgemeinen Landeskrankenanstalt in Czernowitz, derzeit Primarius des Kaiser Franz Josefsl-Spitals in Wien, Sanitätsrat Dr. David Anhauch; das Kriegskreuz für- Zivilverdienste 3. Klasse denn Gemeindearzt in Nen-Zuczka Dr. Gustav G r a b s ch e i d, dem Magistratssekretär Dr. David Wasser nt a n n, dem Magistratskommissär Jakob G u t - m a n n in Czernowitz; das goldene Berdienstkreuz dein städtischen Kanzleivorsteher Jakob H i l s e n r a d in Suczawa. Nach dem Tode ausgezeichnet. Kadett Leopold Herlinge r, Sohn des Restaurateurs Eduard Herlinger, 2. Bezirk. Zirkusgasse 3, ist am 23. Februar 1916 auf dem südlichen Kriegsschauplätze gefallen. Für sein tapferes Verhaltert vor dem Feinde wurde er nach seinem Tode mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet. Nach erfolgter Exhumierung fand die Beerdigung Donnerstag, den 4. d. M., um halb 12 Uhr vormittags, vom Zentralfriedhof (israelitische Abteilung) aus statt. Am 17. Juni 1916 fand in einem Gefechte bei Baby (Wolhynien) der bei seiner Kompagnie besonders beliebt gewesene Infanterist David Pick aus Soborten bei Teplitz, wohnhaft in Leipzig, durch einett Kopfschuß dett Heldentod. Seiner Hinterbliebenen Mutter wurde nunmehr seitens des k. u. k. Regimentskommandos die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse zugeschickt. Kotdene TapferkeilsrnedaMe. Am 4. Dezember 1916 fand in Jaszkarajeuo unter überaus großer Teilnahme das Leichenbegängnis des Kadetten Franz Kardos statt. Der Verblichene, der fürhervorragend heldenmütiges Verhalten nrit der goldenett Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, ist gefallen und wurde auch an der Stelle, wo er gefallen ist, begrabett. Seine. Mutter, Frau> Jda. Klein, Gutsbesitzerin in Jaszkarajeuo, ließ den Leichnam ihres gefallenen Heldensohnes nach Hause bringen und auf detn jüdischen Friedhofe in seiner Heimatsgemeinde zur ewigett Ruhe bestatten. Der Abonyer Rabbiner Dr. Nastali B ln mg rund hielt die Trauerrede. Heldentod eines vierfach Ausgezeichneten. Hermann Lederer, Ofsiziersstellvertreter des Honv.-Husareitregiments, Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse, des deutschen Eiserneit Kreuzes und des silbernen Berdienstkreuzes mit der Krone, wurde, wie „Egyenlöseg" meldet, am 1. Dezember 'bei schwer verwundet und ist am 3. Dezember in einem Feldspital gestorben. Lederer war als Längerdienender vom ersten Tage der Mobilisierung an ständig an der Front. Für sein mutiges! und tapferes Verhalten vor dem Feittde erhielt er alle Auszeichnnngen, die Nichtofftziere erlangen können. Einmal' rettete er seinen Major, eitt anderesmäl seinen Hanptmantr unter Gefährdung seines eigetten Lebens. Hiefür erhielt er das silberne Äerdienstkreuz und wurde Offiziersstellvertreter. Um ihn trauern in Baja seine Frau und zwei Töchterchen. Sein Major, Kabdebo, ein guter Bekannter der Familie, schreibt der Witwe des Helden u. a.: „Er wurde in der Gemeinde I . . . . neben der rumänischen Kirche nach jüdischem Ritus bestattet. Gebe ihm der Herr Ruhe und Frieden nach dein mühseligen, kurzetr Leben. Mögen Sie Trost finden in dem Bewußtsein, baß Ihr Gatte fürs Vaterland gestorben ist. Mein Kranz liegt auf seinem Grabe." Auch der reformierte Feldgeistliche, Glöckn e r, der bei der Beerdigung fungierte, richtete ein waungehaltenes Schreiben an die Witwe.

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