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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-12-29 · 51 (29.12.1916) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
51 (29.12.1916)
Date
1916-12-29
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Ne. 51 Tr. Bloch's Wochenschrift Seite 853 lerischem Gcschinock. Die Cperetti’iiinngcrirt Frl. Grete Dieken vom Larltheater, Biolinvirtuosin Frl. Ehrlich. die Moniert sängerin Frl. Josesine L a n g b c r g, der ausgezeichnete Bariton Julius Schwarz, der vortreffliche Baffift Eduard G e r m a n n und der humorvolle Herr W alte r' vom Carliheater. von Herr,, Kapellmeister Blum auf das trefflichste begleitet, wetteiferte» um die reichen Ehren des Erfolges. Die entzückten Zuhörer spendeten reichen Beifall und veranlagten die trefflichen Künstler zu reichen Zugaben. Das -Programm der nächsten Woche ist folgendermaßen festgesetzt: Samstag, den 30. Dezember: Konzert, veranstaltet von der jE-efangsmeisterin Frau F u n t -- F r e u n d. Bkontag. den 1. Januar 1917: Lyzeallehreriä Frl. Melany L ö w y : Erziehungsfragen nach dem Kriege. Mittwoch, den 3. Januar: Schriftsteller Albert Löw : Tierschutz in Bibel und Talmud. Freitag, den 5. Januar: Bibelvortrag , Herr R o s n e r). Samstag, den 6. Januar: Konzert, veranstaltet von Herrn Oberkantor K a u f - m a nn. „Beth Haam" (Jüdisches Volksheim). 16. Bez., Wurlitzergaffe 11. Samstag, den 30. Dezember, halb 8 Ilhr abends, hält Herr- Siegfried Fleischer. Sekretär der „Oesterreichisch-Israelitischen Union", einen Vortrag unter dem Titel: ..Eine Reise nach dem Osten". Eintritt frei für jeden Erwachsenen. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkenden bei .Konzerten wolle man an den Präsidenten Herrn Dr. Martin F ö r st e r. 16. Bez., Thaliastratze 22. richten. Samstag, den 23. Dezember, fand die Chanuktafeier statt, welche mit einem Präludium des Orgelvirtuofen Ri. M e n z e r eingeleiter wurde, worauf Herr Oberkantor M. B. Kauf m a n n die Ehanukkalichter entzündete und die liturgischen Gesänge unter Chor- und Harmoniumbegleitung mit prächtiger Stimme zum Vorträge brachte. Hierauf hielt Herr Löbel Taubes die Festrede, in welcher er in gründlicher und ausführlicher Weise das Wesen und die Bedeutung des Chanukkafestes besprach. Das zahlreich erschienene Publikum lauschte den Worten des gelehrten Redners mit besonderer Ausmerksainkeit und zollte ihm am Schlüsse lebhaften Beifall. Wien. Mittwoch,- den 20. Dezember, fand in den gesunden Räumen des Kaiser Franz Josefs Kinderhortes,- 2. Bezirk, Untere Augartenstraße 38, eine schöne Kinder-' jause mit Bekleidung der 50 Schützlinge statt. Ein von den Schützlingen vorgetragenes Winterverssestsviel und die Ueberreichung kleiner, selbstgesertigter (beschenke an die Vorstandsdamen beschloß die Feier, um deren Krelingen sich die Präsidentin,- Frau Dr. Charlotte Frisch au er,- Frau Jenny G oldste in, Fräulein Jenny L ö w y und Frau Emannel K o l l i s ch besonders verdient gernacht haben. Talmud-Thora-Schule des! Vereines „Machsike Hadath". Mit dem Anzünden der Chauukkalichter fand Dieustag abends das herrliche Fest in. des Wortes schönster Bedeutung statt. Anwesend waren: unser Ehrenpräsident Herr Rabbiner M a y e r - s o h n, der Vorstand des Vereines, die allgemein geschätzte Familie I. Abend '.Veranstalter des Festes), die Eltern der Kinder und ein zahlreiches Publikum. Nachdem die Kinder ih.e Prüfung mit Erfolg bestanden, hielt Herr Rabbiner M a y e r s o h u eine gehaltvolle Ansprache an dieselben über das Chanukkafest und über den großen Wert der Echaufäden. worauf die Verteilung der Zedakels (Spende des Herrn I. Abend) an dieselben begann. Nach Absingung der Kaiserhymne wurde an die Kinder ein opulentes Nachtmahl (ebenfalls von der Familie I. A b e n d in inunifizenter Weife gespendet) dargereicht. Im Lause des Monats Dezember sind der Talmud-Thoraschule nachstehende Spenden zugekommen: Kommerzialrat Philipp Kahn Kr. 50.--; Chaskel Altmann 30.—; Lederfabr. Fr. Pollac, Atzgersdorf, 20.—; Philipp v. Gomperz t0.; Adolf Freiwillig. Maria-Lanzendorf. 5.—; zusammen Kr. 115. . Weitere Spenden nimmt unser Kassier Herr Isak M e i fz m a n n. 2. Be-.. Taborstratze 50, entgegen. Chanutta-Feier des Jfr. Humanitär?« Unterstützung, veremes der Kolomeaee. Am 25. Dezember veranstaltete der Jfraei. Huiuar.i äre Nntecstützungsverein der Kolomeaer in Wien im Cast- P rücket eine imposante Chanukkafeier unter überaus zahlreicher Beteilig».-,g der jüdischen Gesellschaftskreise. Die israel. Kultusgemeinde Kolomea war durch Herrn Kultusrat Mendl Fried mann und der Verband Jüdisch-Ealizischer Vereine in Wien war durch den Obmann Herrn Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Mar I a k o b f v h n vertreten. Unter den Anwesenden bemerkte »>an ferner die jüdische Kriegshcldin Frl. Sara Ester S ch v r aus Pistyn bei Kolomea und den k. u. k. Fähnrich Kaspar B l o n d. dessen Heldenbruit das eiserne Kreuz und der kaiserl. ottomanische Medjidje-Orden schinückte. Nachtenr Dr. Arnold Friedmann die Anwesenden begrüßt hatte und den im Felde befindlichen und gefallenen Vereins ii'ätgliedern tiefempfundene Worte des Gedenkens gewidmet hatte, verrichtete Herr Oberkantor G r o b die Zeremonie des Lichteranzündens und erfreute dann das Publikum durch seinen meisterhaften Vortrag jüdischer Volkslieder. Hierauf trug Herr Z. Z i in b l e r aus einem cigenartigen Instrumente aus Holz und Stroh einige jüdische Weisen vor und erntete reichen Beifall, blach dem jungen Opernsänger Herrn Ed. N e i u in a r. welcher in de:» vorgetragenen Prolog aus ..Bajazzo" großes Können zeigte, kam die Reihe auf Herrn' Josef B v l s e n b a u m. Oberbeamten des „Phönir", der in gewohnter Weite durch feine aktuellen Improvisationen einen unbeschreiblichen Jubel der BeJammlung auslöste. Den Höhepunkt erreichte der Abend während der Borträge des Herrn Oberregisseurs Egoil Brecher von den Jarno-Bühnen. Der für die Pflege jüdischer Kunst unermüdlich kämpfende Reime wählte zu feinem Prograniln die von Sinison handelnden Kapitel aus dem Buche ter Richter, das unsterbliche Gedicht „Makkabäer 5675" von Hugo Zucker ui a n n. den Schwanengesang des großen jüdischen Dichter- Helden. und die köstliche Geschichte aus Kolomea ..Es ist nicht wahr" von Scholem A I e j ch e m. Das Schlunimerlied aus der „Afrilanerin". gesungen von der Opernsüngerin Frl. Hirsch, und die von dem Violinvirtilvsen I. K ö n i g f e st gespiel.'en Zigeunerweisen von ..Sarasate" und ,,Canzonelta" von T s ch a i k o w s k y fanden ebenfalls ungeteilte Aneriennur.g beim dankbaren Publikum. Die artistische Leitung des Abends lag in de i bewährten Händen des Herrn Schriftstellers S. H a b e r. Wien, im Dezember >916. Dr. A. F. Wien. lT o d e v> f a 11. ) Hof- und ö'euicljteaöootai Dr. Leo Chrentheil ist nach kurzem Leiden im 64. Le bensjahre gestorben. Der Verblichene war ein bekannter Wiener Rechtsvertreter lind auch fachichrisksteilerifch tätig. Cr verfaßte vorzugsweise übersichtliche Zusammenstzllun gen von Gesetzessammlungen und propagierte die Ge setzeskenntnis in Laienrrei'en durch vvlk-tüntliche Schrif ten. So war er auch ein hervorragender Mitarbeiter des Werkes „Das Recht", an ivelchein seinerzeit der verstor bene Landesgerichtspräsident Dr. Wach lnitwirktc. Cr war der Sohn eines bctamiteu Rabbiners, selber treuer Jude, und hat in früheren Jahren öfter der „Oesterr. Wochenschrlft" Beiträge geliefert. Ils Mensch und Kollege gütig,- liebenswürdig und bescheiden, genoß er allgemeine Achtung und Freundschaft. Seine Söhne, Dr. Fritz und Dr. Adolf Eh ren rhe il, sowie sein Schwiegersohn, Dr. Fritz Gold/ stehen im Felde. Wien. Sonntag, den 24. Dezember 1016, fand unter zahlreicher Beteiligung von Berussgenoilen unb Freun den die Beerdigung des nach kurzem Leiden verstarb? neu Buchdruckereibesitz.'rs Julius Beck statt. Der Heini gegangene. Chef der bekannten Firma L. Beck & Sohn. 7. Bezirk, Bnrggasfe 31, bei welcher seit Jahrzehnten ailch die „Sefterr. Wochenschrift" gedruckt wird, genoß lvegen seines Charakters in weiten Kreisen viele Sym vathien. Um die Herstellung unseres Blattes hat er sich nicht bloß aus geschäftlichen Jikteressen vielfach bemüht: das richtige und rechtzeitige Erscheinen war ihm eine Herzensangelegenheit. Cr hinrerläßr eine Witwe und drei Kinder, von welchen zwei seit langem int Felde stehen. Die Redaktion der „Lesrerr. Wochenschrift" bewahrt dem Entschlafenen ein treues Ge den keir. Wien-Mariahilf. Am 17. Dezember d. I. fand, rvie alljährlich, die .Kinderbekleidung des unter der ausge zeichneten Leitung der Frau Präsidentin Frida S t r a n ß so segensreich wirkenden Mariahilfer FranemWohltätig keitsvereines statt: es rvurden 75 Mädchen in gelvohm reicher Weise mit vollständiger Winterkleidnng betent: selbstredend verursachte die Beschaffung der Materialien im Henrigen Jahre bedeutende Arbeit und erforderte namhafte Posten, doch wurden alle Schwierigkeiten, dank

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