Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-12-08 · 48 (8.12.1916) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
48 (8.12.1916)
Date
1916-12-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022244--25600-3050912
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 48 Tr. Bloch'S Wochenschrift Seite 797 Sonstige Auszeichnungen. Der deutsche Kaiser hat verliehen: die köuigl. preußische Rote Kreuz-Medaille zweiter und dritter Klasse dem Oberstabsarzt 1. Klasse Dr. Karl Feyertag, die köuigl. Preußische Rote Kreuz-Medaille dritter Klasse dem Stabsarzt Dr. Julius! Schön. Sauitätssähnrich Adolf Schiller wurde mit der silbernen Tavferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Kohe Auszeichnung eines Wikilärkeamlen. Der Kaiser hat dem Mili'äroberrechnungsrat Weinberger anläßlich dessen Uebernahme in den Ruhestand den eisernen Kronenorden 3. Klasse verliehen. Kin tapferer Aälinrich. Fähnrich d. R- Amold Kroch aus Lemberg, seit 19 Monaten im Felde, lvurde für einen mit seinem Zuge kühn und erfolgreich durch geführten Flankenangriff, wodurch eine unserer gefährdeten Stellungen erhalten lvurde, durch Berleihtmg der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, nachdem ihm schon früher die kleine silberne Tavferkeitsmedaille verliehen worden ivar. Fähnrich Kroch hat sich in Friedenszeiten um die Förderung des jüdischen Turnvereins sehr verdient gemacht, er selbst brillierte bei den öffentlichen Produktionen als glänzender Turner. Jüdische Jamikien im Jetbe. Kaufmann Julius Orlik hat vier Söhne im Felde: Oberarzt Dr. W. Orlik, Chefarzt eines Jnf.-Regts., besitzt das goldene Verdienstkreuz mit der Krone und das Signum laudis;. Oberleutnant Otto Orlik, J.-R., Besitzer des Signum laudis: Leuttrant Erwin Orlik, J.-R., ausgezeichnet mit dern Signum laudis: Kadett Jakob Orlik, J.-R., besitzt die große silberne Tapferkeitsmedaille. Chain: Beer Heber, Drechsler in Lemberg, hat vier Söhne im Felde: Feldwebel Jakob Heber, seit Kriegsbeginn tut Felde, geriet im Dezember 1914 in russische Kriegsgefangenschaft, entkam in Lemberg und nreldete sich nach dessen Befreiung freiwillig ins Feld. Beim Bat. des Jnf.Megts. eingeteilt, nahm er an der vierten Jsonzoschlacht teil, wo er sich besonders auszeichnete. Er hat als Zugskommandant mit nur wenigen Soldaten einen Stützpunkt von den Italienern wiedererobert, wobei er einen Hauptmann, 2 Leutnants und 82 Mann gefanaengenommen hat. Die goldene Tapferkeitsmedaille tvar die Anerkennung für diese heldenmütige Tat. Isidor Heber, geriet in Przemyst in russische Kriegsgefangenschaft, entkam, meldete sich freiwillig ins Feld und ist jetzt Instruktor bei eitlem Telegraphenregiment. Josef Heber, Infanterist bei der . Schützendivision, seit Kriegsbeginn int Felde. Tobias Hebe r, Schüler der VI. Klasse, hat als freiwilliger polnischer Legionär gegett Rußland gekämpft n.ltd wurde verwundet. Hersch Helle r, Holzhändler tu Dolina, hat Vier- Söhne im Felde: Eisig, Ldwreg., kämpfte gegen Rußland, ist bereits verwundet; Josef, Sappeurkomp., gegen Rußland und Italien: Salonton, J.-R., gegett Italien (vermißt): Schalom, Ldwreg., geriet irr russische Kriegsgefangenschaft. Josef Feldmann, Landwirt in Debreczen, selbst als Feldwebel eingerückt zu einem Honvedregiment, hat vier Söhne im Felde: Leutnant Armin Feldmann, J.-R., in italienischer Gefangewchaft; Zugssührer Lajos Feld mann, J.-R., gefallen bei Przemysl: Zugsführer Adolf Feld nt a tt n. J.-R.; Gefreiter Jenö Feld m a tt u, J.-R., bereits verwundet. Ratan Menkes, Fabrikant in Wien, hat sechs Söhne im Felde: Oberleutttant Jo'ef Menkes, Telegr. Regiment, kämpft gegen Rußland:Gefreiter Victor Menkes, Ldwreg., gegen Rußland: Korv. Hugo Menkes, Ul.-Reg., gegen Rußland (vermiß"): Ins. Alsr. Menkes, J.-R., gegen Rußland (bereits zweimal verwundet!: In santerist Benjamin Menkes, J.-R.. gegen Rußland: Inf. Fritz Menkes, J.-R., gegen Italien. Vater und drei Söbne im Aekde. Josef Eidelberg aus Z<oczow, Landfturmmanii, seit März 1916 im Feldd'enste, hat drei Söhne im Felde: Leutnant Samuel Eidelberg, seit der Mobilisierung im Felde (bereits einmal verwundet): Kade"t-Aspirant Pinkas Eidelberg, seit der Befreiung Galnieits im Felde: Inf. Baruch Eidelberg, seit der Befreiung Galiziens im Felde (verwundet gefangen in Italien). Heldentod eines dreifach Ausgezeichneten. Friedrich Fischer, Reü'rveleutnant eines Infanterieregiments, Besitzer der goldenen, großer! und kleinen silbernett Tavferkeitsmedaillen, hat, laut einer Meldung des „Eavenlöseg", am 8. November d. I. aus bett rumä nischen Kriegsschauplatz den Heldenwd gentnden. Int Zi vilberuf war er Battkbeamter in Budapest. Er tvurde int Friedhofe zu Csikszereda zu Grabe getragen. Auf dem Felde der Ebre gefasten. Leutnant d. R. Jtzig Wagner, J.-R., der als einer der strammsten Offiziere des Regiments galt uttd be reits mit der großen und kleinen silbernen Tapwrkeits Medaille dekoriert war, ist in den Herbstkämvfen in Wolhynien gefallett. Nach dem Tode ausgezeichnet. Weilattd Se. Maiestät der Kaiser hat verliehen: das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsde^oratton dem vor dem Feinde gefallenen Oberleutnattt d. R. Hugo Tittinger. Drag.-Reg., dem Leutnant d. R. Morn Greyb, J.-R. Ein Nniversttätsprofestor über feinen gefastenen Schüler. Wir berichteten seinerzeit, daß der cand. jur. Geza Fisch Hof, Kadett, einziger Sohn des Szekszarder Tampfntühtenbesitzers Jakob F i s ch h o f, ant Ir",, v. )VL auf dent nördlichen Kriegsschauplätze den Heldentod gesnn den hat. Sein TruPPenkommandattt würdigt d'e her vorragende Tapferkeit des 23 'ährigen Helden soivie sein hervorragendes Pflichtbewußtsein, das er während seiner kurzen militärischen Laufbahn an den Tag gehegt hat. Nun hat, wie wir dem ..Egvetttö'eg" entnehmett. der berühmte Prozessor der Rechtsaeichichte an der Buda vester Universität, Tr. Johann Kiralv. in einem Briefe an die Schlvester des Verstorbettert, a"'- Sarika F i s ch Hof, seines eittüiaett ausgezeichneten Schülers gedacht, bett wir hier wtedergeben: „Das rechtshistorische Seminar der Budapester tönigl. ungar. Universität. Euer Hochwohlgeboren! Ich schreibe Ihnen tiefergriffen von jenem Inililu e. dessen fleißiges Mitglied seit dem Beginne seiner Tätigkeit. - mein sehrlieber Schüler. Ihr armer Bruder gewesen ist. Schon im ersten Halbjahr seiner Hochschullaufbahn zog er meine Aufmerksamkeit aus sich und was er damals in seiner unendlichen Bescheidenheit versprach, das ist an ihm auch glänzend in Erfüllung gegangen. Hinter seiner Anspruchslosigkeit, seiner geradezu keuschen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.