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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-12-08 · 48 (8.12.1916) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
48 (8.12.1916)
Date
1916-12-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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'Jfr. 48 Dr. Bloch'S Wochenschrift Seite 795, | regte beit bayrischen Humanisten Aventin in der Vorrede zu seinein im Jahre 1522 in Nürnberg gedruckten. „Chronicon Bavariae" zur Bemerkung an, dag die alten Deutschen das harte „eh" gerade wie die Juden ausspracherl. Das gutturale „cii" ist noch heute für den alemannischen Stamm charakteristisch. Auch das Vokabular sollte, nach früheren deutschen Gelehrten und Volksmännern, Germanen und Juden verknüpfen. Die Theorie von der grammatikalischen Wurzel in der deutschen Sprache wurde von den älteren deutschen Sprachforschern der hebräischen nachgebildet.'') Ein germanischer Gelehrter, Goropius, erklärte itt einem dickleibigen Werke im Jahre 1580, die Wurzel der hebräischen Sprache wäre» mit denen der deutschen sogar identisch?) Die altgermattische Schrift, die Runen, lvurde ebenso zuweilen auf die Juden zurückgeführt. Ein angesehener dänischer Forscher glaubte um die Mitte des 17. Jahrhunderts, die. germanischen Runen wären eine Entlehnung aus dem Hebräischen, die von den Germanen aus ihren ursprünglichen asiatischen Sitzen mitgebracht wurdet) Dieser Ansicht pflichtete sogar ein deutscher Gelehrter des 19. Jahrhunderts bei.-') Selbst der Volksname der Deutschen sollte hebräischen Ursprungs sein. Martin Luther beutete das Wort Deutsch (deudsch) aus dent Kultus Gottes, beit die Teutonen ,Dud", aus dem Hebräischen dodd, nannten. Der oben erwähnte Johannes Ctajus leitete die ältere Bezeichnung der Deutschen Tuiscones (Duiscones) aus dem Hebräischen „De—askenas", „von Aschkenas", wobei Asch kenas Deutschland int rabbinischen Sprachgebrauch bezeichnet. (Praefatio.) (^orksetzuilg folgt.) * * * Geehrte Redaktion! - Mit Bezug auf die in Ihrem gesch. Blatte veröffentlichte Artikelserie „Germanen und Juden" mag daran erinnert werden, daß Werner S o m b a r t in einer wenige Monate nach Kriegsbeginn erschienenen Schrift „Händler und Helden" die Juden mit den Deutschen in eine Parallele stellte, beide Völker als „auserwählte" bozeichnete, den Deutschen.- und Judenhaß auf gleiche Gründe zurückführte und schließlich beit Deutschen die selbstbewußte Zurückhaltung der Juden als nachahmenswert empfahl. Die deutschen Kreise dürften von dieser Zumutung nicht sehr erbaut gewesen sein, auch scheint die Schrift keinen Anklang gefunden zu haben. Immerhin find die betreffenden Stellen von Interesse, weshalb ich' dieselben auszugsweise anführe: jeweils die Vertreter des Gottesgedankens auf Erden; das sind die auserwählten Völker. Das waren die Griechen, das waren die Juden. Und das auserwähtte Volk dieser Jahrhunderte ist das deutsche Volk. Nun begreifen wir aber auch, ivarum uns die anderen Völker mit ihrem Haß verfolgen: sie verstehen uns nicht, aber sie empfinden unsere ungeheure geistige Ueberlegenheit. So wurden die Juden im Altertum gehaßt. — Und sie gingen hocherhobenen Hauptes, mit einem verächtlichen Lächeln auf den Lippen, durch das Völkergewimmel ihrer Zeit, auf das sie von ihrer stolzen Höhe geringschätzig herabsahen. Sie wußten, warum. e) Jellinek: Geschichte der neuchhochdeutschen Grammatik, I, 21, Heidelberg 1913. 7) Goropius: Hermathenae 1J, 80 Antverpiae 1580. »Hebraicarum radicum rationes a primo sermone, qui est Teutonicus petendae sunt.« 8) Olaus Wormius: De antiquilate Danica 107, Hafniae 1651. 9) H. W. Dieterich: Entstehung des odinifchen Futhark. 38 ff. Stockholm und Leipzig 1864. Sie schlossen sich auch ab gegen alles fremde Wesen, aus Besorgnis, das Heilige, das sie mit sich trugen, könne durch die Berührung mit Ungläubigen besudelt werden. So sollen auch die Deutschen in unserer Zeit durch die Wett gehen, stolz, erhobenen Hauptes, in dem sicheren Gefühl, das Gottesvolk zu sein." (S. 143. , Indem ich Ihnen anheimstelle, von dieser Zuschrift in geeigneter Weise Gebrauch zu machen, zeichne hochachtungsvM Dr. A. Berger. Baden, 19. November 1916. Kriegsdekoralionen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seilte Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde dem Regimentsarzt d. R. Dr. Moses Heitpern, Ul.-Reg.; in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vordem Feinde dem Regimentsarzt d. R. Dr. Josef Hamme rschmid, mob. Res.-"Spital; das Militärverdien st kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration in Anerkennung tapferen Verhaltens vor denl Feinde dem Oberleutnant d. R. Dr. jur. Artur L ö w y, schw. Fetdart.-Reg.; das s i l b. Signum l a u d i s am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkenllung) für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dent Feinde dem Oberarzt Dr. Isaak Herscher, Kmdt. einer Brig. San.-Anstalt; für tapferes Ver-> halten den Oberleutnants d. R. Karl Unger, J.-M., Dr. jur. Jakob Kajon, bosn.-herz. J..-R.; den Leutnants d. R. Ernst Weizmann, Fest.-Art.-Reg., Armin Deutelbaum, J.-R.; dem Oberarzt d. R. Dr. Artur M u n k, J.-R.; für vorzügliche Dienstleistung vordem Feinde dem Oberleutnant d. R. Emmerich Sebö lStern), J.-R.; für tapferes Verhalten dem Leutnant d. R. Robert Deutsch, Feldkanonenreg.; dem Ldst.- Oberarzt Dr. Mendel G i t t e l m n ch e r - W i l e n t o, Ldst.-Gend.-Komtnando; das b r o n z e u e S i g rr u nt laudis ant Bande des Militärverdienstkreuzes (Allerhöchste belobende Anerkentmng) für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Gustav Arnstein, J.-R.; dem Stabsarzt Dr. Markus Loew, J.-R.; dem Ldst.-Unternrzt Dr. Julius Münz, J.-R.; für vorzügliche Dienstleistung vor deut Feiltde dent Oberleutnant d. R. Dr. jur. Samuel D u n k e l b l a u, Eisenbahnsicherungsabtlg.; dem Oberleutnant a. D. Max Allerhand, mit. Bauabteilung; dem Ldst.-Oberleutnant Arnold Schwarz, Ldst.-Bez.Gtmdo.; für tapferes Verhalten den Oberleutnants d. R. Josef Mahler, J.M., Gustav Klinger. J.-R., Adalbert E i s l e r. Jägerbat.: dent Leutnant Isidor Hochfelder, J.-R.; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Felix Bergmann, Jägerbat.; dem Oberleutnant d. R. * Max Weiner, J.-R.; den Leutrtants d. R. Eisig Kreppel, J.-R.,- Paul Goldfinger, Geb.-Art.-Reg„ Bernhard Kutten, recte Lind, Feldkanonenreg., Josef Mendelsohn, Div.-Tel.-Abt.; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Josef Fischer, Garn.-Spital: für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Leutnant d. R. Egon R o s eit tal, Traindiv.; dem Ldst.-Oberleutnant Adolf Groß, Arbeitsäbt.; dem Oberleutnant d. R. Josef P o l - l a k, J.-R.; dem Leutnant d. R. Dr. Moriz B r o d y, Traindiv.; dem Ldst.-Leutnant Andor Hers ko Vits, Sapp.-Komp.; dem Oberarzt Dr. Edwin Kutin, J.-R.;

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