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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-11-17 · 45 (17.11.1916) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
45 (17.11.1916)
Date
1916-11-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 45 £r. Bloch s Wochrnschrifl Heile 755 Spendenausweis für die flüchtigen Kantoren aus Galizien und der Bukowina. Bei Oberkantor Don Fuchs sind ferner eingelaufen: Rudolf Friedl. Wien, Josef Lhrenfeld, Wien, Julius Wolf, Wien, Brüder Winternitz, Pardubitz, Dr. Hall, Wien, Chefredakteur Jacques Sachs, Wien, N. Steiner, Wien, je Rx. 20.—; Hugo Lustig, Widhostic. Josefsthaler, Gummi- und Asbestwarenfabrik, Wien, Edmund Jmmergut, Wien, Simon Weiner, Wien, Heinrich Münster, Wischau, W. Menkes, Strakonitz, I. Alsegg, Wien. Rudolf Eoldstein, Wien. I. Braun, Wien, S. Weiß, Wien, Dr. Moritz Ludwig Weiß, Wien, Leopold Steiner, Wien, Ignaz Hellers Sohn, Prag-Karolinenthal, Edmund Jellinek, Brünn, Hirsch & Königer, Hohenelbe, für weiland Frau Amalie Zuckermann. Wien, Dr. Maximilian Stiglitz, Wien, Karl Königer & Sohn, Wien, Goodyear-Schuhfabrik, Prag. Heinrich Prodes, Wien, Isidor Kanitz, Sylz-Stangau. Czsezowiczka, Parischendorf, B. Buchwald & Comp., Wien, A. Morgenstern, Er.-Seelowitz, je 10.—; Leopold Horowitz. Wien, Dr. Mark. Eckstein, Wien, Heinrich Lautmann, Proßnitz, Mar Allina, Wien, je 6.—; Alois Lawehky, Nachod, 5.50; Samuel Eisner, Teschen, Ignatz I. Meißner, Triesch, S. C. Hirschfeld, Wien, Robert Simon, Wien, Leo Glaubaus, Wien. Coloman Preuß. Wien. Wilhelm Ignaz, Wien, David Kohn, Wien. Leopold Hutter. Wien, S. Wolkenfeld, Wien, Arthur Liebermann. Wien, Julius Rein, Baden, Hermann Beck, Denisch. Moritz Draunberg, Bielitz, L. Weiner, Lederfabrik, Klattau, I. Körner, Holzhandlung, Neutitschein, Gustav Frankl, Pribram, I. K. Andersdorf. Josef Klein, Budweis, Stefan Ruhmann, Wien, Nagel & Wortmann. Wien. S. Strasser, Dr. Moritz Wolf, Wien, Siegmund Rindskopf, Teplitz-Schönau, Jgn. Spielmann, Wien, Dr. Paul Kohner, St. Pölten, Meisl & Schiller, Trautenau, Siegfried« Lipa, Bestrau bei Policka. M. Heller, Pilsen, Alb. Kohn, Wien, Wilh. Popper. Wien, je 5.—; S. Koch, Wien, Hugo Signer, Wien, Samuel Fischer, Wien, Dr. med. Arthur Mannaberg, Wien, Ignaz Lederer. Krumau, Isidor Deutsch, Mislitz, Arnold Reichmann, Wien, je 3.—; Josef Kohn, Karlsbad, 2.20; Isidor Lederer, Prag, Mar Asiel, Wien, Ernst Pick, Wien, H. Lustgarten, Wien,^ 7. Bez., Rosenfeld, Pilsen, Filipp Hahn, Poysdorf. L. Haasz, Olmütz, B. Grünbaums Sohn, Teschen, Redakteur Philipp Herzog. Wien. Julius Katz, Prag, Siegmund Rothenstein, Teplitz-Schönau, D. Huppert, Wien, Jonasz Heller. Wien, Josef Neuherr, Wien. Handelsagentur M. B. Adler, Wien, Ing. R. Kelbl, Wien, Josef Hatschek, Olmütz, Simon Weigl, Lundenburg, S. Reichsfeld. Lasses, Hochfelder & Böhm, Olmütz, Gotthard Kohn. Jungbunzlau. Heinrich Weiß, Wien, Steiner & Aufrichtig. Teplitz. Schuhhaus Orion. Wien, Dr. H. Löffler, Mar Weiner, Mies. August Freund, Wien, Schuhwarenhaus N. Jung, Wien, Emil Kaufmann. Leitmeritz, Hermann Reich, Wien, Boris Hendler, je 2.—; Julius Weinwurm. Wien, R. F., Wien, Ludwig Reiß, Hohenau. M.-Il.-Dr. A. L. Sarl, Klosterneuburg, Wilhelm Honig Lettowitz, Gustav Mauthner, Urfahr-Linz. Wilhelm Niederhofheim. Wien. Laura Klinger, Wien, Mor. Mund, Wien. Leo Feintuch, Wien, Kohn & Krapfenbauer, Wien, Bela Singer, Wien, Siegfried Wedeles. Budweis, Alfred Kohn, Wien, Hugo Fuchs, Wien. M. Mandl, Wien, je 1.—; zusammen Kr. 563.70. Bisher bereits ausgewiesen Kr. 55,872.79; insgesamt Kr. 56,446.49. Bei der „Oesterr. Wochenschrift" eingelaufen: Israel. Kultusgemeinde Alsokubin Kr. 2V.—; Jsraelita Statusquo Hitközseg, Levan Kr. 20.—. Feiertagsspenden im israel. Tempel in Pakrac. Im israel. Tempel zu Pakrac wurden Kr. 34.— gespendet, übersendet durch Herrn Rabbiner Dr. Rudolf Glück. _ ST' Oderberg-Bahnhof. (Spenden.) Ein am Roschhaschono im Anschluß an die Predigt erfolgter Aufruf unseres Rabbiners, des Herrn Dr. Friediger, in welchem die Eemeindemitglieder aufgefordert wurden, der verlassenen Kinder Galiziens und der Armen Palästinas zu gedenken, hatte einen schönen und erfreulichen Erfolg. Zwei Mitglieder unserer Gemeinde» die Herren Hausmann und S t ö s s e l. haben in dankenswertester Weise in den Bußetagen eine eifrige Sammeltätigkeit entfaltet, die in der Umgebung von den Herren Hammerschlag. Thieberger und Sturmer unterstützt wurden. Die Sammlung' ergab insgesamt Kr. 814.—. Davon erhielt Kr. 500.— der ..Verein zur Rettung verlassener jüdischer Waisenkinder Galliens und der Bukowina", Kr. 314.— die ..Hilfskommission 1915". Wien-Mariahilf. Anläßlich des 25 jährigen Bestandes des Bethauses in der Stumpergasse, dessen Entstehen der tatkräftigen Förderung des Herrn Sigmund Gewi t s ch Zu danken ist, spendete dieser für alle jüdischen Interessen warmsühlende Wohltäter an den letzten Feiertagen 600 Kronen für verschiedene humanitäre Zwecke. Wien. Kais. Rat Ad. Ruz icka, der sich im ^öffentlichen Leben vielfach mit Erfolg be ätigt hat. vollendet am 22. d. M. sein 70. Lebensjahr. Kais. Rat Ruzicka ist auch der Begründer des Mädchenasyls „Heimat", war jahrelang Vorstandsmitglied des isr. Tempelvereines für Mariahilf und Neubau und Präsident' der „Oesterr.- Isr. Union". In allen Vereinigungen, denen er arige hört, war er allzeit ein belebendes, aneiferndes Element, und der Jubilar kann mit innerer Befriedigung auf seine erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken, die ihn be onderer Achtung und Wertschätzung würdig macht. Wechselgespräche über Lebenägestaltung. Schriftsteller Dr. Robert Scheu und Bildhauer Dr. Ernst Wagner, welche im Vorjahre schon die neue Form der Wechselrede vor das Publikum brachten, werden nun in Baden bei Wien im Saale der Pension „Aquae Thermae", Breyergasse Nr. 7, abends 8 Uhr, einen Zyklus von freien Dialogen halten, welche Fragen des modernen Lebens behandeln. Gesamtkarten 18 Kr., Einzelkarten 3 Kr., in der Buchdruckerei Wladarz. Pfarrgasse Nr. 3. _ Ter 60. Geburtstag des Reg.-Rates Dr. Frankfurter. Samstag, den 4. d. M., anläßlich der Anwesenheit des Regierungsrates Dr. Frankfurter im Tempel des 9. Bezirkes, hat Herr Rabbiner Dr. Schwär z, nachdem der 4. November gerade der Geburtstag des« Ge lehrten nach jüdischer Zeitrechnung war, demselben einen Mischeberach darbringen lassen. Aus Anlaß seiner Geburtstagsfeier sind dem Gelehrten zahlreich" Gratulationen und Zeichen der Sympathie zugekommen. Es gratulierten u. a.: Fürstin Pauline und Clementine Metternich, Heinrich Graf Stürgkh, Sektionschef Cw iklinski. Hofrat Ku r and a, Dr. Heinrich Fr iedjung, Adolf Gelber, Geheimrat v. Bach rach, fast sämtliche Wiener Universitätsprosessoren und Kultusvorstände, sämtliche Wiener Rabbinen, die Beamten der Hof-, Universitäts- und Kultus bibliothek. In längeren 2tbi:e;feit feierten das Jüdische Museum, der Verein der Freunde humanistischer Bildung (Professor Haute) und der Isr. Kantorenverein die Verdienste des Jubilars. Frankfurter, dem als Referenten im Unterrichtsministerium auch die jüdischen Kultusangelegenheiten unterstehen, hat sich hier und in der Historischen Kommission der Kultusgemeinde große Verdienste erworben. Henriette Fischel. Mittwoch, den 7. November 1916, verschied Frau Henriette F i s ch e I. Der Glanz eines ehrwürdigen Namens leuchtet auf sie zurück. Sie war die Tochter Jsak Noe Mannheimers, des unvergeßlichen Predigers und Lehrers der Wiener Juden. Mit ihr sank dessen letztes Kind ins Grab. Die Verblichene erreichte das hohe Alter von 85 Jahren. Wiewohl sie die letzten Lebensjahre infolge eines Herzleidens ihre Wohnung nicht mehr «verlassen hat. nahm sie. die feingebildete Tochter des berühmten Vaters, an allen geistigen Bestrebungen der Zeit teil und bewahrte bis an ihr Lebensende das regste Interesse an Kunst und Wissenschaft. _ Henriette Fischel war eine gute Jüdin im edelsten Sinne des Wortes; fromm aus überzeugtem Herzen und wohltätig. Als sie ihre letzte Stunde herannahen fühlte, nahm sie Abschied von den Ihren, segnete Kinder und Enkel und traf Anordnungen für ihr Leichenbegängnis. Dann betete sie mit ihrem Schwiegersöhne' Siegmund Singer das „Schema". An ihrer Bahre trauern ihre Kinder: der Börsensensal Siegfried Fischel. der bekannte Architekt Hartwig Fischel und die durch ihre Güte und ihren Wohltätigkeilssinn im 13. Bezirke bestens bekannte Frau Paula Singer. Mit den Kindern und Enkeln trauert um die Heimgegangene ein weiter Kreis von Freunden jeden Alters und weiter Eesellschaftsschichten. War ja doch Frau Henriette Fischel eine Dame, deren Leitsterne während ihres langen und reichen Lebens Freundschaft und Treue waren. Von ihr gilt, was ein deutscher Dichter in einem einfachen Liede, ergreifend gesungen , hat:

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