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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-11-10 · 44 (10.11.1916) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
44 (10.11.1916)
Date
1916-11-10
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 740 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 44 Feiertags spenden der ifr. Kullusgemeindr Virovitica fstr jüdische KriegMinde. Präsident Julius Reich. Virovitica, Är. 30.—; Dr. H. E. Kaufmann, Virovitica, 5.; zusammen Kr. 35.--. Den edlen Spendern wird hiemit im Namen der Kriegsopfer der herzlichste Dank ausgesprochen. äfjiidz.'r 2-p.ntenclnlauf ü: die Bros-Ü.'t „X’:: Lsm dlr^g nd^i" von T H. C. Kaufmann. Aai'L'r e.' in Virovitica. /ugunst n d r no eidend n Jlk.n inGli i n Llönigl. ungar. Sanitätsrat Dr. Bela Neumark, Keszthely, Kr. 10.—; Eeza Singer, Gjurgjevac, 10.—; Gemeinderat Dr. Kalman Szarvas, Vocin, 5.—; Rabbiner Margosches, Dorna- Watro, 2.; zusammen Kr. 27.—. Spende. Für den Leopoldstädter Frauenverein: von Herrn Sigmund Frei, Wien, Kr. 20.—. Spenden. Feldrabbiner Dr. Sam. Link sendet Kr. 95.—, die anläßlich der hohen Feiertage als Tempelspenden für Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina bei ihm eingingen, und zwar: von Unterjäger Weinstein Josef 50.—, Oberleutnant Dr. Em. Kohn 10.—, Oberleutnant Singer 10.—, Feldwebel Adolf Rosenberger 5.—, Assistenzarzt Dr. Otto Fluß 10.—, Feldrabbiner Dr. Link 10.—, zusammen Kr. 95.—. Wien. (Bar m izwahfeie r.) Samstag, den 11. d. M., um 9 Uhr vormittags, feiert Herr Karl Kalmann, Vorstandsmitglied des Kranken- und Unterstützmnasvereines „Montesiore", im Tempel, 2. Bezirk. Tempelgasse, die Barmizw ah stier seines Sohnes Robert. Kaiser Franz Josef I.-Huldigungstempel, Wien, 2. Bez., Pazmanitengasse 6. Der Oberkantor des Kaiser Franz Josef I.-Huldigungstempels, 2. Bezirk, Pazmanitengasse Nr. 6, Herr Josef Giblichmann, der seit Januar 1915 im Felde, derzeit Armee Woyrsch, sich befindet, ist zum 14 tägigen Urlaub nach Wien zurückgekchrt und wird den sabbatlichen Berufspslichten obliegen. Wien. Mittwoch, den 1. November, wurde der Privatier Abrahanl Kläger, der Vater des kaiscrl. Rates Philipp Klüger, im Alter von 85 Jahren zu Grabe getragen. Mit dem Verblichenen schied ein Mann aus dem Leben, der durch Werke wahrhafter Menschlichkeit in den weitesten Schichten der Gesellschaft bekannt war und wegen seiner steten aufopfernden Hilfsbereitschaft allgemein verehrt wurde. So gestaltete sich, obzwar im Sinne des Verstorbenen von einer Veröffentlichung des Tages und der Stunde der Beerdigung abgesehen werden mußte, die Trauerfcierlichkeit zu einer überaus ergreifenden Kundgebung. Dem Sarge folgten nebst sämtlichen Familienmitgliedern — ein Sohn des Verblichenen, Gemeindesetretär Robert Kläger, war aus Mähr.- Ostrau, ein Enkel war vorn Kriegsschauplatz gekommen — eine große Schar von Leidtragenden. Galt cs doch, einem wirklich seltenen Menschen die letzte Ehre zu erweisen. Sein Andenken wird bei allen, die ihm nahestandrn, bei allen, die ihn kannten, fortleben! „Weibliche Fürsorge." Für den Feuchtwangfonds zur Unterstützung von Müttern von gefallenen jüdischen Kriegern sind neuerlich zugeflossen: Herr Eduard Denes Kr. 100.— im Sommer und Kr. 200.— anläßlich der Feiertage; Frau Bertha Donreich Kr. 34.—; je 20 Kronen: Rabbiner D. Feuchtwang und Frau Olga Friedmann; Prof. Eduard Lort Kr. 12.-; Herr Leop. Crailsheimer Kr. 10.—; Frau D. Feuchtwang Kr. 5.—; im ganzen Kr. 5150.—. Weitere Spenden zu diesem patriotischen und Humanitären Zwecke erbeten von „Weibliche Fürsorge", 1. Bez., Schovengasse 10, und Herrn Rabbiner D. Feuchtwang, 18. Bez., Tdelhofgasse 36. Wien. („The o l o g i a ", Verein jüdischer Hochschüler an der israel. theol. Lehranstalt in Wien.) Die in der Generalversammlung vom 1. November 1916 vorgenommenen Äusschußwahlen für das Wintersemester 1916/17 hatten folgendes Ergebnis: Präsident Calo Baron, Vizepräsident David Juris. Kassier Jsak Wechsler, 1. Schriftführer Chaim Kofflcr, 2. Schriftführer Aron W i z n i tz e r, Nationalfondskommissär Chaskel Silber. Doynteehallr (Josefine Mendl-WohIsahrtshaus), 20. Bez., Denisgasse 33. Die Herbstsaison wurde mit einem Konzert eröffnet, bei welchem die Konzertsängerin Margarethe T u r c s a n y mit Liedern von Schubert und Brahms, mit machtvoller Stimme und edelstem Ausdrucke gesungen, Frl. H o ch m a n n mit Klaviervorträgen. Herr Rudolf Pordes mit der klassischen Wiedergabe der Violinsonate von Händel, und Frau "Ada Kelsen- L ö w i s mit heiteren und ernsten Rezitationen, in vollendeter und wirksamer Weise vorgetragen, den reichen Beifall der enthusiasmierten Zuhörer errangen. Das Programm der nächsten Woche lautet: Samstag, den den 11. November 1916: Konzert, veranstaltet von Frau Möller. Sonntag, den 12. November: Dr. Heinr. Keller : „Schule und Volksgesundheit". Mittwoch, den 15. November: Literarischer Abend, Rezitationen von Frl. Esti Drucker. Freitag, den 17. November: Bibeloortrag. Samstag, den 18. November: Konzert, veranstaltet von der Eesangsmeisterin Frl. Alice G o l d - b e r g. _ Austritte aus dem Judentum vom 29. Oktober b's 4. November 1916. Edelmann Jakob, geb. 23. November 1388, Wien (laut Zuschrift Rabb. Freistadt (Oesterr.-Schlesien). Erabner Rudolf, Pfeiseneinlasser, geb. 4. Februar 1839, Wien, 5. Bez.. Schloßgasse 17. Kohn Bianca, geb. 13. Februar 1892, Wien, 7. Bez„ Westbahnstraße 35. Lichtblau Karl, Markör, geb. 7. April 1894, Wien, 14. Bez., Storchengasse 13. Lippmann Eduard Tr., k. k. Univ.-Prof. a. D.. geb. - 24. September 1838, Prag, 4. Bez., Karlsgasse 9. Mahler Valerie, geb. 20. Februar 1896, Wien, 6. Bez., Eisvogelgasse 7. Mogan Sigmund, geb. 26. Oktober 1902, Gablonz a. d. N., 2. Bez., Alliiertenstraße 14. Prager Armin, Ennj.-Freiw.-Wachtmeister, geb. 18. August 1890, Bukarest. Kaiser Franz Josefspital, 10. Bez., Triesterstraße. Raumann Oswald, k. u. k. Fähnrich in der Res., 'geb. 15. Mai 1896, Wien, 6. Bez., Tszterhazygasse 25. Weiner Elsa, Schülerin der k. k. Kunstgewerbeschule, Stubenring 3, geb. 2. April 1897, Wien, 1. Bez., Salztorgasse 5. Bisenz. Tiner der eigenartigsten. Menschen weit und breit ist mit dem am 31. Oktober l. I. im 82. Lebensjahre verstorbenen Herrn Ignatz S t ö ß l e r ins bessere Jenseits 'abberufen worden. Herr Stößler, welcher bis ins Greisenalter hinein über außergewöhnliche Körperkräfte verfügte, führte trotz seiner günstigen Vermögensverhältnisse eine streng asketische Lebensweise, zeichnete sich auf vielen Gebieten der Wissenschaften und geistigen Kultur aus. Er war in der alten und neuen Literatur sowie in politischen Dingen sehr bewandert, besaß Sprachenkenntnisse und befaßte sich intensiv mit Philosophie und Naturwissenschaften. Er verfügte über ein staunenswertes Gedächtnis und rezitierte die Klassiker aus dem Stegreife. Ganz besonders bekannt und beliebt in seiner engeren Heimatsgemeindr war er durch seine kernigen Aussprüche, welche stets den Nagel auf den Kopf trafen. Trotz seiner starken Kurzsichtigkeit trug er niemals eine Brille, Stock oder Uhr. Er besuchte regelmäßig das Gotteshaus, hielt alle Fasttage des Jahres und war zeitlebens niemals krank. Als er erst" im letzten Jahre seines Lebens von einer heftigen Rippenfellentzündung befallen wurde, legte er sich trotzdem nicht nieder. Einige Tage vor feinem Hinscheiden konsultierte er zum erstenmale einen Arzt. Cr hinterließ drei Söhne, wovon der eine als k. k. Finanzsekretär in Brünn, der zweite als Sekretär der israel. Kultusgemeinde Olmütz und der dritte als Lehrer und Lotto-Kollektant in Retz sich betätigt. Holleschau. 'Am 5. Oktober wurde Frau Sofie M e i s e I, Ehegattin des Herrn Karl Meisel au; Zlin, unter außerordentlicke.' Beteiligung hier zu Grabe getragen. In der Zeremonienhalle hielt Herr Rabbiner Dr. Z o w i ck aus Ung.-Hradisch der Dahinr.e/ck'i'denen einen tief empfundenen Nachruf. Die kantoralen Funktionen verrichtete Herr Kantor Adolf B r a u n f e l d in würdiger Weise. An der Bahre trauern nebst dem allgemein geachteten Croßkaufmann Herrn Karl Meisel. dessen Söhne J.-Dr. Leopold Meisel, Vrokuri't S. Meisel und der Schwiegersohn Herr P. B r o d. Herr Karl Meisel spendete aus diesem traurigen Anlasse namhafte Beträge der Chewra-Kadischa, dem Frauen-Verein und für die hiesigen Ortsarmen. Doja. (Jubiläum.) Am Simchas-Thora feierte der allgemein hochgeschützte Kantor Herr Josef B r a u n f e l d, Bruder des Sekretärs der Kultusgemeinde Holleschau. Adolf Braunf e l d, des Oberkantors Julius Braunfeld in Neu-Orleans

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