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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-11-03 · 43 (3.11.1916) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
43 (3.11.1916)
Date
1916-11-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 724 Nr. 43 Dr. Block s Wochenschrift schen und christlichen Kindern gewährt und mit Rücksicht auf FlüchtlinMinder, für die ja zunächst zu sorgen war, wird die Kost streng rituell bereitet; sie schmeckt den christlichen Kindern nicht weniger gut als' den jüdischen, urrd der Friede unter den Teilnehmern blecht gewahrt und wird vielleicht noch dadurch! gehoben/ daß 'vor dem Speisen die christlichen Kinder das Kreuz schlagen, die jüdischen ihre Benediktion sprechen. Für die schmackhafte Zubereitung der Kost sorgen Saazer Damen, von denen täglich zwei die Aufsicht führen und sich auch> bei der Zubereitung der Speisen beteiligen. Der Freitisch ist eine Wohltat für die bedürftigen Schlüter und Schülerinnen, und auch die Saazer Familien werden dem Hilfskomitee Dank für die große Erleichterung wissen, die ib-nen geboten wird, denn ,>es ist ebenso schwierig, jetzt Kosttage zu gewähren, wie peinlich, einem armen Kinde nein sagen zu müssen. Spenden für den Freitisch nimmt der Obmann des' Hilfskomitees Herr Eduard Kohn entgegen; die Gewährung des' Freitisches ist für Schüler und Schülerinnen vom Rabbiner Herrn Prof. Dr. S t e r n zu beanspruchen. Fürsorge für die Mischen Soldaten in Klagenfurt. Die Klagenfurter Judenschiast und speziell der Vorsteher Herr Stößl haben sich um die dortselbst stationierten jüdischen Offiziere und Soldaten während der hohen Feiertage große Mühe gegeben, um ihnen die Abbaltung eines würdigen Gottesdienstes zu ermöglichen. Da von seiten der Militärleitung den Offizieren und Soldaten der Besuch des Gottesdienstes ermöglicht wurde, so zeigte sich! am ersten Tage des Neujahrsfestes, daß der Tempel für einen solchen Massenbesuch zu klein war, so daß ein Teil der Mannschaft bis zur Straße hinaus stand. Herr Vorsteher Stößl arrang-erte deswegen am zweiten Tage ein zweites Minjan, während am Jom- Kippnr ein großer- Saal zur Abhaltung des Gottesdienstes^ zur Verfügung gestellt wurde. In großherziger Weise wurden am Vorabend des Jom-Kippur und am Schufte des Testes über 250 Soldaten von der Gemeinde ausgespeist. Mit hoher Liebe und vielem Takt widmeten sich die Damen Frau Weihsburg. Frau Kohn, Frau Neumann, Fräulein Mira Stößl, Fräulein EftaStößl diesem edlen Werke. Herr Vorsteher Max Stößl richtete an die Gäste eine Ansprache, in der er sie bgt, die gebotene Gastfreundschaft der Juden Ktageniurts in Liebe anzunehmen, und sprach die Hoffnung aus, daß die tapferen Krieger nach treuer Pflichterfüllung bald nach ge- Moffenem Frieden gesund und heil in die Heimat zu- ''ückgekehrt sein werden. Er schoß mit einem Hoch ans Se. Majestät dem - Kaiser. Seine Ansprache löste allgemeinen Beifall aus. Die jüdischen Soldaten fühlen sich verpflegtet. H'rrn Vorsteher' Max Stößl sowie seinen Mitarbeitern W e i h s b n r g und Müller, ganz besonders aber den liebenswürdigen Damen für alle Güte und Hochherzigkeit öffentlich den Dank auszusprechen. Aus der Gefangenschaft befreit. Der Bürgermeister der Stadt Zloeww, ehemaliger Reichsratsabgeordneter Dr. Josef Gold, sowie dessen Schwiegervater. Präsident der dortigen iffaKitischen Kultnsgrmeinde. Großgrundbesitzer Herr Josff Gold, welche als Geiseln das traurige Los der russischen Gefangenschaft teilen, sind — wie es in wohlinsormiertm Kreisen verlautet — von der Geisellchast befreit worden und dürfen demnächst die Heimkehr antreten. Bürgermeister Dr. Gold-erfreut sich eines zwanzigjährigen öffentlichen Wirkens als Oberhaupt der Stadtverwaltung und findet die dankbarste Anerkennung bei allen Schichten der Bevölkerung. Er ist bei seiner Amtstätigkeit stets vom Bestreben geleitet, die kulturelle und wirtschaftliche Hebung der Stadt, das Wohl des Einzelnen und der Gesamtheit in den Vordergrund zu setzen. Aus per MfaügAnfchaft zurückgekehrt. Nach! mehr als zweijähriger Gefangenschaft ist kürzlich der im Weiten Bezirk, Stefaniestraße 14, wohnhafte Arzt Dr. Armin Kohn Zurückgekehrt. Dr. Kohn, der sich! allgemein besonderer Beliebtheit erfreut, bilde'e den Gegenstand besonders' lebhafter Ovationen, und die Schar seiner Verehrer ließ es sich nicht verdrießen, ihn bis über die Mitternachtsstunde gelegentlich seiner Ankunft vor seinem Heim zu erwarten, um ihm einen Empfang zu bereiten, wie er sonst nur Persönlichkeiten von Ruf und Rang zuteil wird. Den Hauseingang ließen die Mietparteien Zum festlichen Empfang mit Blumen und Blattgewächsen prachtvoll dekorieren und sein Heim .selbst war festlich geschmückt und geziert mit unzähligen herrlichen Geschenken, die ihm ans Patientenkreisen zu Ehren seiner Rückkehr gewidmet wurden. ..Hilfskommission 1915" und „Oesterreichisches Landeskomitee" für Palästina. Wien, 4. Vez., Frankenberggasse 14. Erostrabbiner Moses Hager, Nagy-Nyires, Kr. 500.—; Grostrabbiner Israel Friedmann aus Czortkow, derzeit Wien, 130.—; Dalter Frost-Sammlung im Verein „Liwias Chen", durch Herrn Iosias Goldschmidt, Wien: von Jakob März 9.—, .Wohlmann, M. Nebenzahl, Simon Tisser. je- 5.—, Waldner, Iosias Goldschmidt, David Hirsch, Joses Wolf, je 4.—, Cluven, Ungar, Salamon Wasser, Grün, R. Ostersetzer, je 2.—, Abr. Landmann 1.36, Hausenstein und Jakob Hirsch, je 1.—, ^Aler. Stern —,60,^ Jvsiäs ''Spiegel —.50, "zusammen^' V4.46; ' Israel"'Kullüsgeme'inde Damboritz 54.88; Gebrüder Eoldmann, Wien, 50.—; F. Freund & Co.. Wien, Rabbiner Dr. L. Goldschmidt, Prohnitz, aus den Tempelbüchsen, je 25.—; Abraham Schatzberg, Wien, 21.—; I. Ditali & Co. und Jakob Karpeles, Wien, 20.—; Kaufmann Arnold Nettl, Wien, 12.—; Dom.-Direktor Heinr. Glücksial, Wien. 10.—; Hugo Straschnow, Adolf Huppert, S. L. Herzog, Mar Flattow, sämtlich in Wien, je 5.—; Johanna Ketzler, Wien, 3.50; Kurt Perlsee, Wien, 2.03; Moriz Kodier, N. Hupka, Heinrich Saill, G. Keller. K. Bandler & Sohn, O. Erdheim, sämtlich in Wien, je . 2.—; Mar Grotzmann, Bernhardt Hartmann, Jakob Knapp, Dr. Pinter, Bernhard Fischer, sämtlich in. Wien, je 1.—. Aus Deutschland: M. Stinl, Eschweiler, Mt. 72.50; Dr. Hans Mühsam, Berlin, Synagogenspende durch A. Schönfärber, Steinfeld, je 50.—; E. Simon. Schmalleininken-Spende der Synagogengemeinde, je 40.—; Alexander Krotonisky. Berlin, Vorstand der ifrael. Gemeinde Landeshausen-Hofheim, durch Moses Reust, je 30.—; Israel. Gemeinde Mogilno, Dr. M. Löwenmayer, Berlin, Cynagogengemcinde Lemgo, je 20.—; I. Krug. Ernsbach, Vorsänger Schmäh Falkheim bei Heilbronn, Synagogengemeinde Regenwalde, H. Mottek, Charlottenburg, je 15.—; Mar Meier, Charlottenburg, Emilie Chambxo. Lich, Synagogengemeinde Neustadt a. L., Synagogengemeinde Rheda, Synagogengemeinde Wittstock, eRndant H. Hirsch, Neust. F. Lewinsohn, S. Mikolajewicz, Sanitätsrat Dr. Ch. Löwenmayer, sämtlich in Berlin, 10.—; Synagogengemeinde Stadthagen, Adolf Berger & Co., Rechtsanwalt Dr. Liebling, Adolph Meyer, Gebrüder Lewinsohn, I. Markus. sämtlich in Berlin, Mar Müller, Hallensee, Synagogengemeinde Bojanowa, Professor Dr. S. Maybaum, Hermann Levy- Hasburger, Charlottenburg. S. Weinberg, Marktbreit, je 5.—; I. Neuhaus, Baumbach, 4.—; E. Mathews, Edmund Böhm L Co., Louis Cohn, Mar Moses, sämtlich in Berlin, Mar Lessusohn, Charlottenburg, je 3.—; Julius Neumann, Gustav Michaelis, Dr. Mar Lewinsohn, Mar Ohrnstein, sämtlich in Berlin, je 2.—; Julius Lichtenstein, Gefreiter, Mk. 1.—. ' Bei der „Oesterr. Wochenschrift" eingelaufen: Lazarus Landau, Wien (Thora-Spende), Kr. 2.—. Israel. Kultusgemeinde Friedek-Mistek (Tempelspenden) Kr. 20.—; Jsr. Jellinek, Trödler. Prerau (am Jom-Kippur beim Auftufen zur Thyra), Kr. 6.48.

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