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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-10-27 · 42 (27.10.1916) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
42 (27.10.1916)
Date
1916-10-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 42 Dr. BLoch'S Wochenschrift Sette 69s ristischerweise zu allermeist selbst Enthobene antisemi-, tischer Eouleur sind, aufdämmern, daß wgar in den sogenannten „verjudelftert" Bernsen die Zahl der jüdischen Enthobenen zahlenmäßig selbjwerftändtich, aber auch perzenruell, im Verhältnis zur jüdischen Bevölternngszisfer weit hinter der der nichtjüdischen Enthobenen zurückoleibt. Woraus den nichtjüoi,cherr Enthobenelt rein Vorwurf gemacht sein will, da wir ja Vertrauen genug in unsere Militärbehörden haben, um tzn wissen, daß diese nur solche Leute ohne Ansehung der Person vom Kriegsdienste befreien, die für die Wirtschaft im Hinterlande unentbehrlich sind, und jeder einzelne Enthebnngsfall geltauester und wiederholter Prüfung unterzogen wird. Es ist ja überhaupt unbegreiflich, daß unsere Behörden diese osten und versteckt herumgetragenen Verleumdungen voit der Drückebergerei der Juden widerspruchslos dulden. Bestände eine solche, dann träfe ja der Vorwurf weit mehr als die Juden selbst eben diese Behörden, ohne deren Duldung ja eure solche, freilich gar nicht existierende, Drückebergerei nicht möglich wäre. Also um des Ansehens unserer Zivil- und Militärbehörden willen und schließlich auch, weil die Staatsverwaltung es der österreichischen, zutiefst patriotischen, für ihren Patriotismus die schwersten Opfer bringenden Judenschaft schuldig ist, rnuß eine solche amtliche Statistik dringend und energisch gefordert werden, denn wir Juden wollen nicht für alle unsere Opfer und Leiden auch noch den schmachvollen Vorwurfs auf uns wälzen lassen, samt und sonders Drückeberger zu sein. Das mit aller Energie äbzuwehren, sind wir nicht nur uns, sondern in erster Reihe den Abertausenden Juden schuldig,, die für ihr Vaterland draußen auf den Schlachsteldern ihr Leben ließen. Es wird Aufgabe unserer jüdischen Presse, der jüdischen Organisationen und der Knltusgemeindert sein, diese Statistik zustLndigenorts unablässig bis zum Erfolg zu fordern. Kriegsstatistik werden wir Juden überhaupt dringendst brauchen. Wir brauchen eine genaue, aus amtlichen Daellen geschöpfte Statistik der gefallenen, der invaliden, der ausgezeichneten, der durch den Krieg um Hab und Gut gebrachten Juden, um diese Statistiken antisemitischen Maulmachern unter die Nase zu reiben, wenn diese nach dem Kriege mit ein paar jüdischen Gaunern und Wucherern, die wir mJhr verabscheuen als so ein antisemitischer Lump an Abscheu wert ist, daherkommen sollten, um daraus Anklagematerial für alle die Millionen anständigen und ehrlichen Juden zu fabrizieren. Robert Maxmilian. Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josefs- Ordens mit der Kriegsdekoration in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt d. R. Dr. Rudolf Dtris o w e r, Feldkanonenreg.; in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Adolf Klein, J.-R.; das Militärverdien st kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Alexander R a c z (Roth), Jägerbataillon; dem Leutnant d. R. Artur Steiner, Ldwreg.; dem Ldst.-Oberleutnant Leo B l o ch, ungar. Ldwreg.; dem Oberleutnant d. R. Julius R o s e n z w e i g, J.-R.; den Leutnants d. R. Artur B a ch, J.^R./ und Julius Raab, Fest.-Art.-Reg.;. das s i l b. Signum l a u d i s am Bande des Militärverdwnsttreuzes «.neuerliche lästerliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhallen vor dem Feinde den Leutnants d. R. Eugen Hersch, Jägerbat., Viktor TeweleS, Feft.-Art.-Reg.; den Overtemnalus d. R. Gustav M a r m o r e k, Fetdtänonenreg., Marttn Berger, Feldhaub.-Reg., Alfred G o t d v e r g e r o. B u d a, Ichw. Feft.-Art.-Reg., Stegfried Luftig, Fe,t.-Art.-Reg., Osrar Heller, Traindw., den Leutnants d. R. Artur Gründer ge r, Feldkanonenreg., Tr. jur. Ernst Sing e r, Feldhaub.-Reg.; dem Oberleutnant d. R. Leo R u ßmann, Fefr.-Art.-Reg.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Femde den Lost.-Oberleutnants Gustav Hirschfeld, Armeegruppe, und Oscar Geiringer, Train- Gruppenlomncalldo; für tapferes Verhalten dem Oberleutnant d. R. Oskar Grün bäum, Traindiv.; den Oberleutnants v. R. Dr. jur. Josef K a tz, J.-R., Hermann Singer, Dir. Jägerreg., Richard Ledere r, J.-R., Tr. jur. Ludwig Rofenheck, Fewkanonenreg.; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Oskar Singer, J.-R.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant Noe H a l p e r n, Div.-Mun.-Park; das Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (lästerliche belobeitoe Anerleunung) für tap,eres Verhalten den Oberleutnants d. R. Arnold Pollitzer, J.-R., Richard L ö io, J.-R., den Leutnants d. R. Tr. Ernst Blumen seid/ J.-R.; für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dein Feinde den Assistenzärzten Tr. Joses Spira, J.-R., Albert A.ltschul, Erf.-Bat., Bercold Adler, Sanitätsanstalt; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsarzt Dr. Ernst Fischt, JnvalideirhauS; für tapferes Verhalten dem Oberleutnant d. Res. Dr. jur. Alexander Schey, reit. Art.-Tiv.; dem Leutnant d. R. Max Fischer, J.-R.; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberarzt Tr. Ignaz Abel es, Jnf'.-Div.-San.-Anstalt; für tapferes Verhalten dem Oberleutnant d. R. Max Herzberg, Kao.-Brig.-Kommando: dem Ldst.-Oberleutnant Julius Blum, Kriegsgef.-Arb.-Abt.; den Leutnants d. R. Josef Horovicz, J.-R., Dr. jur. Artur Schaffer, Fest.-Art.-Reg., Fischet Rot st ein, J.-R., Samuel Bocz, Feldhaub.-Reg.; dem Assistenzarzt d. R. Dr. Josef Guth, Garnisonsspital; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant d. Ev. Dr. phil. Richard Löwy, Korps-Munitionspark; den Leutnants d. R. Ernst Deutsch, San.-Abt., Tr. Max Gl aß, Quartiermeifterabteilung; den Oberleutnants d. R. Robert Steiner, J.-R., Rudolf Goldblatt. Traindivision; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberarzt Dr. Bruno Pribram, Feldspital; für vorzügliche Dienstleistung in besonderer Verwendung dem Ldst.-Oberleucnanwuditor Dr. Jakob Spett, Militärgericht; den Leutnants d. R. Tr. jur. Ntlolaus Szabo (Schwarcz), J.-R.: Oskar Ehre nb e r g, Ldstreg.: Moriz S t e i n b r e ch e r, Ldwbac.: Viktor Eisler, Ldwreg.; Hugo Brecher, Ldst.-Et.-Bat.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant d. Ev. Adolf Reis, Et.-Stationskommando: für tapferes Verhalten dem Oberleutnant Robert Schwarzkopf, Ldstbat.; dem Leutnant d. R. Moses N e u m a n n. Ldwreg.; den Oberleutnants Oskar M a u r e r, Josef Szanto (Lchlesinger), dem Leutnant d. R. Franz Lenket (Löwy-, Eisenbahnsicherungsabteilung:' sich tapferes Verhalten dem Oberleutnant d. R. Max P rck, J.-R.: den Leutnants d. R. Hilel Leb, J.-R., Eugen Strasse r und Ernst Stern, Hus.-Reg.: Beta L i n g e r, Feldlänonenregiment; dem Hauptmann Theophil Pollak, J.-R.; den Leutnants d. R. Alexander Weißbergier, J.-R., Josef Singer, Eisenbahnregiment, Emil Frankl

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