Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 41 (17.10.1916)
- Date
- 1916-10-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite C84 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 41 Holz mann- Dauer m a n n, Fähn c idj eines k. u. k. Infanterieregiments, de z?it Prz?'v.y,l, erhült das goldene Verdienstkrenz mit der Krone. <!'yula Singer, Fähnrich eines k. u. k. Infanterieregiments, Wien, erhielt nacheinander die große silberne und bronzene Tapserkeitsmedaille. David Lantner, Fähnrich eines k. u. k. Infanterieregiments, derzeit Mähr.-Schönberg, erhielt nacheinander die große und kleine silberne und die bronzene Tapserkeitsmedaille. Leo N em m a n n, Feldwebel eines k. u. k. Infanterieregiments, beim Stabe, wurde mit dem eisernen Berdienftkrenz mit der Krone ctim Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Der Wachtmeister Samuel Wagner des österreichischen Dragonerregiments , der bereits dreimal verwundet war und für hervorragende Tapferkeit vor den: Feinde mit der großen und kleinen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, erhielt bei den letzten Kämpfen in Wolhynien für neuerliche bravouröse Leistungen von der deutschen Heeresleitung die deutsche Kriegerverdienstmedaille. Dieselbe wurde ihm beim Rapporte im k. u. k. Kriegsspitale in Grinzing, wo.er sich derzeit im Krankenstände befindet, durch den Spitalslommandanten, Herrn k. u. k. Oberstabsarzt Professor Dr. D u r i g, mit warmen Worten der Anerkennung feierlichst überreicht. Herr Ernst Bondy, Feldwebel eines Jnf.-RegtS., wurde mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Herr Bondy, Sohn des ehemaligen Restaura-? tcurs Emanuel Bondy, befindet sich seit Kriegsbeginn ohne Unterbrechung im Felde und hat sich bereits an allen drei Kriegsschauplätzen betätigt. Josef K o h n, Zngsführer eines k. u. k. Infanterieregiments, derzeit Rekrutenabteilung , erhielt die große und kleine silberne Tapserkeitsmedaille und die deutsche Erinnerungsmedaille. In Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde wurde dem Med.- Dr. Schleß, Badearzt in Marienbad, derzeit Garnisonsspital, das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Fähnrich Willy Pctschek, Sohn des Großindustriellen I. Petschek in Aussig, wurde mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Kußertourtiche Beförderung. Mit Armeeoberkommandobefehl von: 16. September 1916 wurde Leutnant d. R. Dr. H. Stapler des Infanterieregiments außertourlich zum Oberleutnant d. R. ernannt. Dr. Stapler ist bereits wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde und wegen selbständiger glücklicher Durchführung mehrerer Gefechte zweifach ausgezeichnet. Are Arveirmdachtziger. Das Szekelyudvarhelyer 82 er Regiment, dessen Heldenmut int Kampfe gegen den verachtungswürdigen rumänischen Feind in unserem Generalstabsbericht besonders hervorgehoben wurde, zählt in seinen Reihen eine hübsche Anzahl ausgezeichneter jüdischer Offiziere, von denen „Egyenlöseg" die folgenden namentlich angibt: Au gen seid, Oblt. (Signum laudis); Ven et inner, Lt. (Signum laudis und silberne Tapferkeitsmedaille 2. Kl.): V e n e t i a n e r, Fähnrich (zweimal, silberne Tapserkeitsmedaille 2. Kl.); Wolf, Lt. (beide silbernen Tapserkeitsmedaillen); Ernst Grosz, Lt. (Militärverdienstkreuz 3. Kl.): Ko lisch, Oblt. (Militärverdienstkreuz 3. Kl. und Signum laudis): Kovacs, Oblt. (Signum laudis); Kor mos, Fähnrich (silberne Tapferkeitsmedaille 2. Kl.); B r i ch t, Lt. (Signum laudis); S ch r a n k, Oblt. (Signum laudis): Hajek, Lt. (beide Signum laudis und silberne Tapserkeitsmedaille 2. Kl.); Deutsch, Oblt. (Signum laudis); Schreyer, Lt. (Militärverdienstkreuz 3. Kl., fand in der Schlacht bei Krasnik iw Juli 1915 den Heldentod): Heller, Oblt. (Signum laudis): B. Jorysz, Lt. (Signum laudis, gefallen im Mai 1915 bei Tarnow): Zwiegenthal, Fähnrich (silberne Tapserkeitsmedaille 2. Kl.): Kertesz, Lt. (Signum laubiey; F arka s, Oblt. (beide Signum laudis); G y ö r i, Lt. (Militärverdienstkreüz 3. Kl.); Merey,Oblt. (Militärverdienstkreuz 3. Kl., [im Juni 1915 bei Piskoroviee ge-- fallen): Kaufmann, Lt. (Signum laudis, im Juni 1916 bei Olyka gefallen); Rosenthal, Lt. (silberne Tapserkeitsäredaille 1. Kl.); Sparing, Lt. (Signum laudis): Gräber und Ätlasz, Lts. (goldenes Verdienstkreuz): Stein, Lt. (silberne Tapserkeitsmedaille- 2. Kl. ,und bronzene Tapserkeitsmedaille): R u d o l s e r, Lt. (silberne Tapserkeitsmedaille 1. Kl.); Isidor Bermann, Lt. (beide Signum laudis und silberne Tapferkeitsmedaille 2. Kl.). Are Ketdenlalen des Aähnrichs Leo Deutsch. Ein Halbbataillon des Infanterieregimentes wurde südlich Kärolovka als Verstärkung ins Feuer geschickt und die Truppe' erreichte auch die südlich der Ortschaft aus beiden Seiten der Landstraße sich hinziehende Stellung. Es waren jedoch Gerüchte im Umlaufe, daß der Feind inzwischen in die Stellung eingedrungen sei, in welchem Falle die noch im Dorfe befindlichen Teile unserer Truppen in eine bedrängte Lage geraten wären. Da jedoch hierüber Sicheres nicht festgestellt lucvöeit konnte, Müßte dies vorher geschehen. Fähnrich! Leo Deutsch hat nun, wie „Egyenlöseg" berichtet, als Kommandant einer Aufklärungspatrouille, diese Aufgabe freiwillig auf sicht genommen und auch in meisterhafter Weise gelöst. Gegen 4 Uhr morgens erhielt das Bataillon aus der Richtung einer Häusergruppe von Kärolovka Flankenfeuer. Abermals war es Fähnrich Deut sch, der es auf sich nahm, mit seiner Patrouille den Feind zu vertreiben. Hierbei schlug er nicht nur den Feind, sondern begann ihn auch, zu verfolgen. Da er jedoch während der Verfolgung auf ein feindliches Bataillon stieß, von welchem die Unsrigen keine Kenntnis hatten, welches jedoch dann sein wirksam^ Feuer gegen die Patrouille richtete, mußte der Fähnrich an den 'Rückzug denken. Und auch diesen Rückzug verstand er so geschickt zu bewerkstelligen, daß er von seiner ganzen Patrouille bloß den Verlust eines einzigen Mannes zu beklagen hatte. Für seinen von wahrhaft soldatischem Eifer zeugenden Eifer und seine hervorragende Geschicklichkeit wurde er mit der großen silbernen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Spenden des Kaisers an Sokdatenettern. Der Kaiser hat der Witwe Sarah Ellenberg in Wien, als Mutter von sieben zur Kriegsdienstleistung eingerückten Söhnen, aus Privatmitteln eine Spende von 500 Kronen sowie eine mit den Allerhöchsten Initialen gezierte Bronzestatue gespendet. Eine mit den Initialen des Kaisers geschmückte Bronzestatue erhielt die Federnhändlerswitwe Rosa Luftig in Wien, von deren dreizehn Kindern sieben Söhne, ferner drei Schwiegersöhne und ein Enkel zur militärischen Dienstleistung eingerückt sind.